Sense and Sensitivity

2. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Asfaloths Gedankenauslauf

 

Es waren ihre Augen, die mir zuerst auffielen…. diese Augen, die durch die Reihen glitten… und alles aufnahmen… und dann meine streiften … und hängen blieben…

Dieses Augen, die einem auf den Grund der Seele zu schauen schienen… die sich etwas weiteten… weil ich den Blick erwiderte… vielleicht waren sie es nicht gewohnt… und für einige Sekunden fand ein Dialog statt… ohne Worte,.. aber umso sprechender..

„Ich sehe Dich…“ sagten wir beide zueinander….ohne es zu sagen…

Und dann war der Gang, der meine Blicke auf sich zog ! Dieses katzenhafte Gleiten… beim gehen .. und beim setzen… nein, nicht einfach ein hinsetzen….es war ein sich hinschmiegen auf den Stuhl…kein setzen…

Sie war keine klassische Schönheit… nein das nicht…. kein austauschbares glattes Gesicht…von denen es so viele gibt… aber es war  ein attraktives Gesicht, ein interessantes….. ein vielsagendes ….. eins, dass im Gedächtnis bleibt…..

Sie war eine Frau.. kein Mädchen mehr.. und das leben ging nicht spurlos an ihr vorbei….spätestens, wenn sie einem in die Augen sieht, wird einem das klar…. vielleicht nicht immer, sie können verschlossen sein, doch bei mir waren sie offen und erzählten eine Geschichte…..

An dem Abend und in dieser Nacht hatten wir kein Date….leichte, eher zufällige Berührungen….und dieses Gefühl brannte sich mir ein…… aber wir kamen nicht zusammen….

Etwas liess sie jedoch zurück in mir… eine Verbindung war an dem Abend gelegt worden…..und sei es nur das Gefühl, für einen Moment sich gegenseitig kurz in die Seele geblickt zu haben….

Ich bin empfänglich für so etwas… wir begegneten uns im Netz wieder.. Virtuell….Worte…. keine Blicke…aber die Verbindung vibrierte… zuerst kaum spürbar.. dann stärker… und unsere Gespräche, erst kurz.. wurden länger und wurden intensiver.. persönlicher…

Wir mussten uns treffen….und wir trafen uns …..ich hatte in ihrer Stadt zu tun…. und wir verabredeten uns für den Nachmittag….die Aufregung stieg….und dann war es soweit….

Ich wusste nicht sicher, wie der Abend enden würde, aber ich hatte ein Hotel gebucht….checkte ein, dann fuhr ich in die Stadt… sass auf einem Steinsockel… ein Anruf …“Wo bist Du jetzt?“ „Hier….“ und plötzlich stand sie vor mir….und hing um meinen Hals….Diese Augen lachten.. orientalische Augen… faszinierend…. ein Kuss… tief und eng an mich geschmiegt …intensiv… und das Feuer der Freude mischte sich mit der Glut aufkommender Erregung.

Zuerst hatte sie aber Hunger… wir wollten essen gehen vorher… sie kannte sich aus hier… ein Geheimtipp… ich hatte keinen Hunger… aber es war so gut, ihr beim essen zuzusehen… diese Fähigkeit zu geniessen… sinnlich… und immer wieder Berührungen.,.. sie braucht Berührungen, sagte sie…

Wir fuhren ins Hotel… mussten etwas laufen von der Haltestelle aus…meinen Arm um sie……. dieser katzenhafte Gang neben mir ………dieses Gleiten….

Im Zimmer….. seltsamerweise kam fast ein Zögern auf dann, als scheuten wir davor… aber ich hatte ihr versprochen, dass sie an dem Abend geniessen durfte… sich fallen lassen konnte
und wir begannen damit, dass ich sie langsam., genussvoll von ihrer Kleidung befreite… sie lag auf dem bett… lang ausgestreckt und ich erforschte ihren Körper… und unvermittelt war sie da… die ungebremste Sinnlichkeit….die alles in Flammen steckte….

Und es begannen lange Stunden…. sie war alles … durfte alles sein… ich liess es zu und genoss…und sie liess es zu und genoss ebenfalls… mit allen Sinnen.. in aller Sinnlichkeit …. in vollen Zügen…

Sie war Raubkatze… fordernd und erotisch… kleines Mädchen, zusammengerollt in meinen Armen,.das nur gehalten und gestreichelt werden wollte…. Objekt der Lust… Wachs in meinen Händen ..ein Instrument, aus dem ich Funken schlug heiseres Stöhnen…… ein aufbäumender Körper…..und dann war es genau umgekehrt….

Sie verschlang mich….nahm mich gefangen…. und liess mich wieder frei….

Unsere Körper schwitzten, dampften ….. benetzten einander.. und wir atmeten uns gegenseitig…

Irgendwann bekam sie wieder Hunger.. und ich auch… wir duschten, zogen uns an…..das Hotelrestaurant war fast leer….aber das Essen war vorzüglich…… und ich bekam Einblick in ihr Leben… nicht in alles… aber in vieles…. Sie ist ein besonderer Mensch… mit einer besonderen Biographie… und das macht sie aus….

Wir gingen zurück…..tauchten noch einmal ein… in die Sinnlichkeit…. genossen mit allen Sinnen…. Hände, Zunge, Nase, Mund…. der ganze Körper…. und als der Feuersturm verebbte, kamen wieder die stillen Momente… sie auf mir… gedankenverloren mit meinen haaren spielend….über die Brust streichend mit der flachen hand…und irgendwann holte der Schlaf uns ab…..

Der Morgen kam…..aber wir hatten Zeit…. alles in Ruhe….Duschen…anziehen…. und wir nahmen uns Zeit zum frühstück…..

Ich brachte sie zum Bahnhof….. Umarmung.. Küsse zum Abschied… ihre Küsse sind so vielsagend…. fordernd und zärtlich zugleich… so wie sie….Raubkatze…und Schmusekätzchen…… alles in einem ….alles zugleich 

Sinn und Sinnlichkeit…..

4 Kommentare auf "Sense and Sensitivity"

  1. Carmen911 sagt:

    Unglaublich schön……..ich fühle mich als hättest Du mich gerade zum Bahnhof gebracht …………….
    Deine Geschichte hat mich sehr berührt, danke dafür !
    LG, Carmen

  2. Sophie S. sagt:

    Wirklich sehr schön :). Sinnlich…

  3. Sophie S. sagt:

    Warum schreibst du nicht mehr?

  4. Asfaloth sagt:

    Hmmm…. ich schreibe schon noch, aber weshalb etwas veröffentlichen, wenn es offensichtlich niemand bei MC mehr interessiert ?

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