suizido
11.09.09, 18:35
und wie gelingt ihnen die Verarbeitung ihrer heimlichen Prostitutionsbesuche?
Die Autorin scheint nicht nur die Prostitution verteidigen zu wollen, nein, für sie scheint jede Hure eine gesellschaftlich herausragende, wichtige Aufgabe zu erfüllen, von der sie vollkommen euphorisiert scheint. Ihre Begeisterung, fast Verehrung, verpackt sie in der systematsichen Widerlegung sämtlicher Vorurteile gegen das Gewerbe, regt an, beim nächsten Bundeswehreinsatz nicht nur Tornados und Munition sondern zusätzlich ein paar staatlich "einberufene" Prostituierte zum nächsten Kriegsschauplatz mitzunehmen: der Truppenstimmung wegen.
Wenn jemand faktenreiches Wissen vermittelt, dies jedoch mit einer so überbordenen Fanatisierung tut wie unsere Autorin, wirkt das aufgebaute Heiligenbild, was den Huren hier aufgestülpt wird, doch ein wenig seltsam. Verstehen Sie die jungen Mädchen, die eine Boygroup der Musikszene bei Schritt und Tritt kreischend begegnet? Ähnlich verhält sich die Autorin, wenn sie über Sexarbeiterinnen spricht, die sie wie Göttinnen anhimmelt.
Zweifelsohne sind sexuelle Dienstleistungen im Idealfall gesellschaftsstabilisierende, auch emotional stabilisierende Angebote, die auf große Nachfrage stoßen, aber in der Realität handelt es sich doch eher um eine Geschäftsbeziehung mit psychologisch geschulten Liebesdienerinnen, die es zu vermitteln verstehen, dass man hier mit einer kompetenten, genussfähigen Frau in Kontakt tritt. Die Liebesbedürftigkeit der Männer mag sie in den Puff treiben, aber - und da irrt meiner Meinung nach Frau Domentat - es geht nicht um Liebe. Eher um Aufmerksamkeit, Respekt und Bedürfnisbefriedigung. Dennoch liegt hier ein informatives Machwerk über die Szene vor: authentisch, phantasievoll und solide recherchiert.
Die Autorin scheint nicht nur die Prostitution verteidigen zu wollen, nein, für sie scheint jede Hure eine gesellschaftlich herausragende, wichtige Aufgabe zu erfüllen, von der sie vollkommen euphorisiert scheint. Ihre Begeisterung, fast Verehrung, verpackt sie in der systematsichen Widerlegung sämtlicher Vorurteile gegen das Gewerbe, regt an, beim nächsten Bundeswehreinsatz nicht nur Tornados und Munition sondern zusätzlich ein paar staatlich "einberufene" Prostituierte zum nächsten Kriegsschauplatz mitzunehmen: der Truppenstimmung wegen.
Wenn jemand faktenreiches Wissen vermittelt, dies jedoch mit einer so überbordenen Fanatisierung tut wie unsere Autorin, wirkt das aufgebaute Heiligenbild, was den Huren hier aufgestülpt wird, doch ein wenig seltsam. Verstehen Sie die jungen Mädchen, die eine Boygroup der Musikszene bei Schritt und Tritt kreischend begegnet? Ähnlich verhält sich die Autorin, wenn sie über Sexarbeiterinnen spricht, die sie wie Göttinnen anhimmelt.
Zweifelsohne sind sexuelle Dienstleistungen im Idealfall gesellschaftsstabilisierende, auch emotional stabilisierende Angebote, die auf große Nachfrage stoßen, aber in der Realität handelt es sich doch eher um eine Geschäftsbeziehung mit psychologisch geschulten Liebesdienerinnen, die es zu vermitteln verstehen, dass man hier mit einer kompetenten, genussfähigen Frau in Kontakt tritt. Die Liebesbedürftigkeit der Männer mag sie in den Puff treiben, aber - und da irrt meiner Meinung nach Frau Domentat - es geht nicht um Liebe. Eher um Aufmerksamkeit, Respekt und Bedürfnisbefriedigung. Dennoch liegt hier ein informatives Machwerk über die Szene vor: authentisch, phantasievoll und solide recherchiert.