Vernatsch
17.10.09, 22:50
Eine Besprechung vor ein paar Wochen in der Rubrik "Hier spricht der Gast" in der FAS hat mich auf das Restaurant aufmerksam gemacht. Beim Fischers Fritz handelt es sich um das einzige Zwei-Sterne-Restaurant in Berlin, geführt vom Meisterkoch Christian Lohse. Das sehr elegante Restaurant findet man im "The Regent" direkt am Gendarmenmarkt.
In der Besprechung in der FAS war von einer sehr attraktiven Mittagskarte die Rede, die preislich unschlagbar sei - und davon, dass man auch schon mittags die Meisterschaft von Christian Lohse und seinem Team erleben und genießen könne.
In dieser Woche ergab sich die Gelegenheit, die Chance dazu zu nutzen. Ich war gleich mit zwei Damen unterwegs, da kommt es natürlich auch darauf an, dass das Personal die Situation mit der gebotenen Diskretion handhabt. Wir haben uns aus freien Stücken gegen ein ON entschieden, hatten also nur den Tag zur Verfügung. Zwei Stunden für Christian Lohses Mittagstisch waren eine schöne Unterbrechung des Programms, das wir uns vorgenommen hatten.
Ich kann den Mittagstisch guten Gewissens empfehlen. Man hat drei Varianten zur Auswahl: ein Gericht für 19 Euro, 2 Gänge für 28 Euro und 3 Gänge für 39 Euro. Wenn man sich beim Aperitiv, Wein, Wasser (gute Auswahl!) und Kaffee nicht lumpen lassen will, summiert sich das zwar auch mittags schnell zu einer erklecklichen Summe - aber man bekommt dafür in puncto Service - wie es auch in der FAS hieß - "richtig großes Kino" geboten. Das Essen ist klasse! Wir haben die Variante mit 3 Gängen gewählt - Rotbarbe und gegrillte Dorade.
Besonders angetan waren wir vom Service. Grandiose Aufmerksamkeit - ohne dass das Servicepersonal aufdringlich ist. Immer wenn man jemanden braucht, ist tatsächlich jemand zu Stelle. Auch die Tatsache, dass ich mit zwei Damen unterwegs war, war kein Problem. Und auch dass die eine der beiden Damen noch nicht so absolut sattelfest in Tisch- und sonstiger Etikette war und ist, wurde nicht im Ansatz beanstandet. Mit was man nicht alles rechnen muss, wenn man mit seinen Damen zum Essen geht! Der besagten Dame hatte es vor allem der legendäre Brotkorb angetan. Sechs Sorten Brot! Da war eine Brötchensorte dabei, die sah aus wie eine "Ente" - meinte sie. Zwei, drei Mal flog die "Ente" sogar durchs Restaurant. Anderswo wär' man wahrscheinlich in der Folge selbst rausgeflogen - bei Christian Lohse nicht! "Ich nehm' das jetzt einfach mal mit!", zwinkerte mir die Servicefrau zu, als sie die "Ente" en passant - nach dem dritten Flugabenteuer - aufhob und lächelnd davon trug. Auch die übrigen Gäste kamen prima mit der Situation zurecht. Kein spießiges Publikum!
Natürlich war die Dame ein wenig entrüstet, dass ihre "Ente" auf einmal weg war. Aber ich war ohnehin schon beim Bezahlen. Und nachdem man uns den Buggy, den man diskret hinterm begehbaren Weinschrank versteckt hatte, gebracht hat, stürzten wir uns wieder ins Berliner Tagesleben. Die nächste Station war der Zoo, wo wir vor allem im Affenhaus viel Spaß hatten. Ob man in Berlin aber unbedingt in den Zoo gehen muss, um Tiere dieser Gattung zu sehen - diese Frage will ich hier nicht weiter vertiefen. Die Damen wollten dorthin! Und bei Damen kann ich einfach nicht nein sagen!
Fazit. Fischers Fritz ist klasse. Großes Kino schon tagsüber. Wie wird das erst sein, wenn man dort abends diniert? - Was mir bei Christian Lohse ganz besonders gefallen hat, war die freundliche Selbstverständlichkeit, mit der man hier mit einem kleinen Mädchen (< 3) willkommen ist. Anderswo haben wir in dieser Besetzung oft schon komische Blicke gesehen - vom Personal so gut wie von anderen Gästen.
In der Besprechung in der FAS war von einer sehr attraktiven Mittagskarte die Rede, die preislich unschlagbar sei - und davon, dass man auch schon mittags die Meisterschaft von Christian Lohse und seinem Team erleben und genießen könne.
In dieser Woche ergab sich die Gelegenheit, die Chance dazu zu nutzen. Ich war gleich mit zwei Damen unterwegs, da kommt es natürlich auch darauf an, dass das Personal die Situation mit der gebotenen Diskretion handhabt. Wir haben uns aus freien Stücken gegen ein ON entschieden, hatten also nur den Tag zur Verfügung. Zwei Stunden für Christian Lohses Mittagstisch waren eine schöne Unterbrechung des Programms, das wir uns vorgenommen hatten.
Ich kann den Mittagstisch guten Gewissens empfehlen. Man hat drei Varianten zur Auswahl: ein Gericht für 19 Euro, 2 Gänge für 28 Euro und 3 Gänge für 39 Euro. Wenn man sich beim Aperitiv, Wein, Wasser (gute Auswahl!) und Kaffee nicht lumpen lassen will, summiert sich das zwar auch mittags schnell zu einer erklecklichen Summe - aber man bekommt dafür in puncto Service - wie es auch in der FAS hieß - "richtig großes Kino" geboten. Das Essen ist klasse! Wir haben die Variante mit 3 Gängen gewählt - Rotbarbe und gegrillte Dorade.
Besonders angetan waren wir vom Service. Grandiose Aufmerksamkeit - ohne dass das Servicepersonal aufdringlich ist. Immer wenn man jemanden braucht, ist tatsächlich jemand zu Stelle. Auch die Tatsache, dass ich mit zwei Damen unterwegs war, war kein Problem. Und auch dass die eine der beiden Damen noch nicht so absolut sattelfest in Tisch- und sonstiger Etikette war und ist, wurde nicht im Ansatz beanstandet. Mit was man nicht alles rechnen muss, wenn man mit seinen Damen zum Essen geht! Der besagten Dame hatte es vor allem der legendäre Brotkorb angetan. Sechs Sorten Brot! Da war eine Brötchensorte dabei, die sah aus wie eine "Ente" - meinte sie. Zwei, drei Mal flog die "Ente" sogar durchs Restaurant. Anderswo wär' man wahrscheinlich in der Folge selbst rausgeflogen - bei Christian Lohse nicht! "Ich nehm' das jetzt einfach mal mit!", zwinkerte mir die Servicefrau zu, als sie die "Ente" en passant - nach dem dritten Flugabenteuer - aufhob und lächelnd davon trug. Auch die übrigen Gäste kamen prima mit der Situation zurecht. Kein spießiges Publikum!
Natürlich war die Dame ein wenig entrüstet, dass ihre "Ente" auf einmal weg war. Aber ich war ohnehin schon beim Bezahlen. Und nachdem man uns den Buggy, den man diskret hinterm begehbaren Weinschrank versteckt hatte, gebracht hat, stürzten wir uns wieder ins Berliner Tagesleben. Die nächste Station war der Zoo, wo wir vor allem im Affenhaus viel Spaß hatten. Ob man in Berlin aber unbedingt in den Zoo gehen muss, um Tiere dieser Gattung zu sehen - diese Frage will ich hier nicht weiter vertiefen. Die Damen wollten dorthin! Und bei Damen kann ich einfach nicht nein sagen!
Fazit. Fischers Fritz ist klasse. Großes Kino schon tagsüber. Wie wird das erst sein, wenn man dort abends diniert? - Was mir bei Christian Lohse ganz besonders gefallen hat, war die freundliche Selbstverständlichkeit, mit der man hier mit einem kleinen Mädchen (< 3) willkommen ist. Anderswo haben wir in dieser Besetzung oft schon komische Blicke gesehen - vom Personal so gut wie von anderen Gästen.