suizido
02.05.10, 00:24
schlechte Zähne sind ein wertvoller Schatz
Was machte eine junge Frau vor gut 200 Jahren, die an unerträglichen Zahnschmerzen durch einen maladen Vorderzahn litt? Halt sie aus die Schmerzen, empfahl man der Königin Luise, da die einzige Alternative das Ziehen des Zahnes war. Und wie sieht das bitteschön aus, eine Königin ohne Vorderzahn. Wie schön es doch ist, dass die Zahnmedizin seither so große Fortschritte gemacht hat.
Das Geheimnis dieses süffigen Werkes, das sich flüssig und lebendig liest: gut recherchierte historische Fakten sind mit unverwechselbaren Anekdoten kombiniert. Es ist ein echtes Talent dieser Autor, ein ehemaliger Tagesspiegel-Redakteur, packend, geistvoll und stets neugierig machend auf die Fortsetzung der Geschichte zu erzählen.
Als Berliner werden einem die zahlreichen Bezüge zur heutigen Stadt noch mal so richtig bewusst, viele Straßennamen, gerade in Charlottenburg um das Schloß herum, beziehen sich auf damalige Minister, Kriegsherrn und Angestellte des Hofstaats. Es ist spannend zu lesen, wie provinziell und dünn besiedelt im 18. Jahrhundert der heutige menschenfreundlichste und dichtbesiedelste Stadtteil Berlins Charlottenburg einmal war. Und Charlottenburg war immer die reichste Gegend Berlins.
Dem Autor gelingt es famos zu schildern, warum es gerade Luise war, die es schaffte die Herzen der Berliner zu erobern. Dabei wird auf jede Huldigung verzichtet, sondern auch die harten Seiten des Lebens einer Königin, die vielen Schwangerschaften, die schwierige Liebe und die harten Kriegszeiten nehmen großen Raum ein.
Wer seine eigene Stadt mal ganz anders kennenlernen möchte und dabei unter Umständen verstehen lernt, warum man selbst und die Nachbarn drumherum so komisch ticken, also vor allem ehrlich, aber erst auf den zweiten Blick herzlich, dem wird dieses Buch zum hohen Erkenntnisgewinn dienlich sein.
Was machte eine junge Frau vor gut 200 Jahren, die an unerträglichen Zahnschmerzen durch einen maladen Vorderzahn litt? Halt sie aus die Schmerzen, empfahl man der Königin Luise, da die einzige Alternative das Ziehen des Zahnes war. Und wie sieht das bitteschön aus, eine Königin ohne Vorderzahn. Wie schön es doch ist, dass die Zahnmedizin seither so große Fortschritte gemacht hat.
Das Geheimnis dieses süffigen Werkes, das sich flüssig und lebendig liest: gut recherchierte historische Fakten sind mit unverwechselbaren Anekdoten kombiniert. Es ist ein echtes Talent dieser Autor, ein ehemaliger Tagesspiegel-Redakteur, packend, geistvoll und stets neugierig machend auf die Fortsetzung der Geschichte zu erzählen.
Als Berliner werden einem die zahlreichen Bezüge zur heutigen Stadt noch mal so richtig bewusst, viele Straßennamen, gerade in Charlottenburg um das Schloß herum, beziehen sich auf damalige Minister, Kriegsherrn und Angestellte des Hofstaats. Es ist spannend zu lesen, wie provinziell und dünn besiedelt im 18. Jahrhundert der heutige menschenfreundlichste und dichtbesiedelste Stadtteil Berlins Charlottenburg einmal war. Und Charlottenburg war immer die reichste Gegend Berlins.
Dem Autor gelingt es famos zu schildern, warum es gerade Luise war, die es schaffte die Herzen der Berliner zu erobern. Dabei wird auf jede Huldigung verzichtet, sondern auch die harten Seiten des Lebens einer Königin, die vielen Schwangerschaften, die schwierige Liebe und die harten Kriegszeiten nehmen großen Raum ein.
Wer seine eigene Stadt mal ganz anders kennenlernen möchte und dabei unter Umständen verstehen lernt, warum man selbst und die Nachbarn drumherum so komisch ticken, also vor allem ehrlich, aber erst auf den zweiten Blick herzlich, dem wird dieses Buch zum hohen Erkenntnisgewinn dienlich sein.