Vollständige Version anzeigen : HIV Test, ein kurioser Erfahrungsbericht
Grundsätzlich sollten sich Männer, insbesondere jene mit "häufig wechselndem GV", regelmäßig einem HIV Test unterziehen, allein schon, um nicht andere (Escorts, Familie, Reihenfolge alphabetisch) unnötig zu gefährden. Ich vermute, dass viele das, ebenso wie ich, nicht wirklich beherzigen. Das soll aber hier nicht das eigentliche Thema sein, sondern meine kürzlichen Erfahrungen in diesem Zusammenhang mit den medizinischen Berufen.
Da ich demnächst mich einem chirurgischen Eingriff unterziehen muss (der hier ebenfalls nicht das Thema, sondern nur Hintergrund ist), mußte ich für die Anesthesie ein EKG und ein Blutbild machen lassen. Beim Arzttermin wurde mir dafür Blut abgezapft. Zunächst wunderte ich mich schon ein wenig, dass die Helferin dies ohne Handschuhe erledigte. Als ich sie fragte, dass ja dabei sicherlich dann auch HIV getestet würde, sagte sie, dass das nicht zu den OP Erfordernissen gehört. Erste Überraschung. Ich sagte ihr dann, dass das aber meinerseits gewünscht würde.
Danach zur Doktorin. Diese zeigte sich überrascht über mein Begehr bezüglich HIV Test. Ich zeigte mich ebenso überrascht, dass Operateure sowas scheinbar gar nicht interessiert. Denn ich hätte gedacht, dass das sehr wohl für Chirurgen interessant wäre, denn bei einem HIV-positiven Patienten wird ein Chirurg ja schon ein bissl besser aufpassen, dass er Blutkontakt sicher vermeidet (salopp: nicht wie üblich schludert und panscht). Die Doktorin blieb aber dabei, dass das niemanden interessieren würde und wies ergänzend darauf hin, dass sie nicht wüßte, ob die Kasse die Kosten des HIV-Tests ersetzt. Auf mein Beharren unter Hinweis, dass mir die Kostenfrage egal sei, erwiderte sie mehr oder weniger wortwörtlich "ja wenn man häufig wechselnden Geschlechtsverkehr hat, dann kann man das schon mal machen". :schiel: Und das ausgerechnet auch noch bei meiner sehr übersichtlichen Anzahl an Kerben im Bettpfosten *gröhl* :lach:
Nun gut, heute, 2 Wochen später, mußte ich die ganzen Unterlagen abholen (warum das nicht per Post geht, keine Ahnung) Kaum drin in der Praxis und Namen genannt, greift die Sprechstundenhilfe nach den Unterlagen, ohne reinzugucken, und meint, ach ja, ich wäre ja der, welcher einen HIV-Test haben wollte, der sei negativ. Wohlgemerkt an der "Theke" im Eingangsbereich, lauthals.
Ist es denn tatsächlich soooo exotisch, dass ein heterosexueller Schlipsträger mal einen HIV-Test machen läßt???? So ganz unabhängig von Kreditverträgen oder dergleichen?
P.S.: Wir sprechen hier von Berlin und nicht von klein Kleckersdorf!
Escort Coach
02.09.10, 15:10
Mir ist selbst schon aufgefallen, dass bereits ein HIV-Test in unserer vermeintlich aufgeklärten Zeit, fast schon ein Stigmata ist, nach dem Motto:
"Haben Sie wohl ein schlechtes Gewissen?"
Es ist traurig, aber wahr. Ich denke/hoffe, dass sich Ärzte, etc. in Großstädten toleranter verhalten, als derzeit noch ihre Kollegen auf dem Lande.
http://www.wer-weiss-was.de/theme49/article3135713.html
Offensichtlich nicht üblich aus Kostengründen.
Interessant ist die Aussage, dass das OP-Personal alle Körperflüssigkeiten generell als potenziell infiziert betrachtet.
Louisa Lesander
02.09.10, 15:15
Lol* Du warst nicht zufällig bei meinem Arzt da ist mir ähnliches passiert im Rahmen eines
(sollte man ja regelmäßig machen) Gesamt Check ups, da hat auch keiner verstanden warum ich das will, ich würde ja so seriös aussehen...:streicheln1:
Mal davon abgesehen mache ich das immer mit, bei einem Rund um Check, also alles was es zu testen gibt, damit ich weiss ob es sich noch lohnt ein Buch mit mehr als 700 Seiten zu kaufen :clown:
Escort Coach
02.09.10, 15:16
Ich kann mir nicht helfen, aber ein solch dummdreistes Verhalten gehört eigentlich an die Presse. Von solchen Ärzten kann man in eigenem Interesse nur Abstand halten.
Mir ist selbst schon aufgefallen, dass bereits ein HIV-Test in unserer vermeintlich aufgeklärten Zeit, fast schon ein Stigmata ist, nach dem Motto:
"Haben Sie wohl ein schlechtes Gewissen?"
Es ist traurig, aber wahr. Ich denke/hoffe, dass sich Ärzte, etc. in Großstädten toleranter verhalten, als derzeit noch ihre Kollegen auf dem Lande.
:lach: so kam es mir fast schon vor :lach: Ich hatte mir fast schon überlegt, gleich noch ein paar zotige Witze vor versammelten Publikum zu erzählen :lach:
Aber lustigerweise wurde jedenfalls noch vor ganz wenigen Jahren bei größeren Kreditsummen seitens der Banken u.a. stets ein HIV Test verlangt ...
ich weiß noch, dass ich vor vielen jahren zu meinem hausarzt ging auf dem land und einen hiv-test verlangte. er sagte: allllsssoo, ich find, du siehst so blass aus! wir sollten mal dein blut testen und zwar wirklich alles. dann geht das auch an den sprechstundenhilfen vorbei, daß wir so ganz nebenbei auch hiv testen.
heute lasse ich hiv und andere sexuell übertragbare krankheiten anonym und kostenlos beim gesundheitsamt testen. ich weiß, ich hab das schon häufiger erzählt, aber neu hinzugekommene damen interessiert das evtl., vor allem wenn sie sich nicht zu ihrem hausarzt trauen deswegen. das bieten alle gesundheitsämter in den größeren städten an.
lg lucy
Ich mache den Test auch regelmäßig beim Gesundheitsamt, da sind alle sehr freundlich, keine dummen Fragen und man bleibt anonym. Dort hat man eher das Gefühl, das sie es klasse finden, egal warum man es macht. Ich verhüte zwar immer beim GV im Escort + bin Single - aber trotzdem mache ich ihn regelmäßig.
Beim letzten Mal hab ich noch sehr viel mit der Ärztin gelacht, die mir dort Blut abgenommen hat. Ich sagte zu ihr: Ich kann nur nicht hinschauen dabei, kann keine Spritzen sehen
Ihre Antwort: Ich auch nicht
:lach: (kein Scherz)
Wir mussten beide lachen, bis sie dann verbesserte: Ich kann auch nicht hinschauen, wenn mir Blut abgenommen wird, bei Ihnen schaue ich gut hin, versprochen
Mein Frauenarzt hatte mir geraten zum Gesundheitsamt zu gehen, denn da ist es umsonst und man bleibt eben anonym.
Grundsätzlich sollten sich Männer, insbesondere jene mit "häufig wechselndem GV", regelmäßig einem HIV Test unterziehen, allein schon, um nicht andere (Escorts, Familie, Reihenfolge alphabetisch) unnötig zu gefährden. Ich vermute, dass viele das, ebenso wie ich, nicht wirklich beherzigen. Das soll aber hier nicht das eigentliche Thema sein, sondern meine kürzlichen Erfahrungen in diesem Zusammenhang mit den medizinischen Berufen.
Da ich demnächst mich einem chirurgischen Eingriff unterziehen muss (der hier ebenfalls nicht das Thema, sondern nur Hintergrund ist), mußte ich für die Anesthesie ein EKG und ein Blutbild machen lassen. Beim Arzttermin wurde mir dafür Blut abgezapft. Zunächst wunderte ich mich schon ein wenig, dass die Helferin dies ohne Handschuhe erledigte. Als ich sie fragte, dass ja dabei sicherlich dann auch HIV getestet würde, sagte sie, dass das nicht zu den OP Erfordernissen gehört. Erste Überraschung. Ich sagte ihr dann, dass das aber meinerseits gewünscht würde.
Danach zur Doktorin. Diese zeigte sich überrascht über mein Begehr bezüglich HIV Test. Ich zeigte mich ebenso überrascht, dass Operateure sowas scheinbar gar nicht interessiert. Denn ich hätte gedacht, dass das sehr wohl für Chirurgen interessant wäre, denn bei einem HIV-positiven Patienten wird ein Chirurg ja schon ein bissl besser aufpassen, dass er Blutkontakt sicher vermeidet (salopp: nicht wie üblich schludert und panscht). Die Doktorin blieb aber dabei, dass das niemanden interessieren würde und wies ergänzend darauf hin, dass sie nicht wüßte, ob die Kasse die Kosten des HIV-Tests ersetzt. Auf mein Beharren unter Hinweis, dass mir die Kostenfrage egal sei, erwiderte sie mehr oder weniger wortwörtlich "ja wenn man häufig wechselnden Geschlechtsverkehr hat, dann kann man das schon mal machen". :schiel: Und das ausgerechnet auch noch bei meiner sehr übersichtlichen Anzahl an Kerben im Bettpfosten *gröhl* :lach:
Nun gut, heute, 2 Wochen später, mußte ich die ganzen Unterlagen abholen (warum das nicht per Post geht, keine Ahnung) Kaum drin in der Praxis und Namen genannt, greift die Sprechstundenhilfe nach den Unterlagen, ohne reinzugucken, und meint, ach ja, ich wäre ja der, welcher einen HIV-Test haben wollte, der sei negativ. Wohlgemerkt an der "Theke" im Eingangsbereich, lauthals.
Ist es denn tatsächlich soooo exotisch, dass ein heterosexueller Schlipsträger mal einen HIV-Test machen läßt???? So ganz unabhängig von Kreditverträgen oder dergleichen?
P.S.: Wir sprechen hier von Berlin und nicht von klein Kleckersdorf!
Vielleicht liegts an Berlin....:grins: ....hier in klein Kleckersdorf ist das überhaupt nix Ungewöhnliches :zwinker:
Nur Escort musste ich damals meinem Frauenarzt erklären.....:lach:
Mein Frauenarzt hatte mir geraten zum Gesundheitsamt zu gehen, denn da ist es umsonst und man bleibt eben anonym.
Und er hat dich dann im Anschluss vergessen und wieder anonymisiert ?
Zunächst ist die Empfehlung von Lucy zum HIV-Test wohl der richtige Weg.
Aber auch beim großen TÜV beim Internisten ist nicht alles "inclusiv".
Da bekanntlich auch beim Mann altersbedingt der Hormonspiegel schleichend sinkt (Testosteronmenge sinkt ab dem 20,. Lebensjahr), wollte ich einfach mal meinen "Stand" feststellen lassen. Bekanntlich können Ungleichgewichtungen hier zu Störungen des Wohlbefindens führen und z. B. Dauer-Stress ein bekannter DHEA-Killer ist..
Ergebnis war ein erstauntes Stirnrunzeln, und die verdeckte Frage „ob ich Probleme hätte“.
Ja wenn sie unbedingt wollen, dass ist aber eine gesonderte Maßnahme.
Also, Testosteron DHEA (Dehydroepiandosteron) und DHEA-S (Sulfat von DHEA) mal feststellen lassen, um auch einen Hinweis auf die Auswirkung der Adrenopause zu erhalten.
Gruß Jupiter
Zunächst ist die Empfehlung von Lucy zum HIV-Test wohl der richtige Weg.
Für viele Frauen sicherlich.
Aber wir Männer, ich finde wir können schon mal ganz offensiv damit umgehen. Und unsere Hausärzte usw. diesbezüglich klar ansprechen.
Wenn ich das nächstemal mit der Doktorin spreche, dann werde ICH SIE fragen, wann denn IHR letzter HIV Test war und wie es sich mit dem Personal diesbezüglich verhält, weil nämlich das mich als Patient interessiert. Vor allem bei "blutigen" Untersuchungen bzw. Entnahmen ohne Handschuhe.
Escort Coach
02.09.10, 16:07
Zunächst ist die Empfehlung von Lucy zum HIV-Test wohl der richtige Weg.
Gruß Jupiter
Finde ich nicht - es ist ein Weg und super für alle, die unbedingt anonym bleiben wollen, wenn sie diesen Test machen. Zudem ist er noch gratis.
Ich aber bin zweimal im Jahr sowieso bei meinem Frauenarzt zur Gesundheitsvorsorge mit allem drum und dran. Vor Ort lasse ich mir gleich Blut abnehmen - auf Wunsch wohlgemerkt.
Es muss einfach möglich sein, bei jedem Arzt (wenn man eh schon vor Ort ist) sich gleich noch Blut abnehmen zu lassen, einen Hiv- oder sonstige Geschlechtskrankheitentests machen zu lassen, ohne dumme Kommentare für ein verantwortungsbewusstes Handeln zu ernten.
Finde ich nicht - es ist ein Weg und super für alle, die unbedingt anonym bleiben wollen, wenn sie diesen Test machen. Zudem ist er noch gratis.
Ich aber bin zweimal im Jahr sowieso bei meinem Frauenarzt zur Gesundheitsvorsorge mit allem drum und dran. Vor Ort lasse ich mir gleich Blut abnehmen - auf Wunsch wohlgemerkt.
Es muss einfach möglich sein, bei jedem Arzt (wenn man eh schon vor Ort ist) sich gleich noch Blut abnehmen zu lassen, einen Hiv- oder sonstige Geschlechtskrankheitentests machen zu lassen, ohne dumme Kommentare für ein verantwortungsbewusstes Handeln zu ernten.
Sehe ich genau so ! Und was heißt schon anonym, unter Umständen werden die Untersuchungen im selben Großlabor gemacht wie die vom Arzt. Außerdem unterliegt alles dem Datenschutz. Die Untersuchungen beim Gesundheitsamt gehen im übrigen zu Lasten der Gemeinschaft, also dem Steuerzahler.
Eine zweimalige Untersuchung im Jahr wird auf eigene Kosten (Anteile die von der Kasse nicht übernommen werden) ja wohl drin sein.
Finde ich nicht - es ist ein Weg und super für alle, die unbedingt anonym bleiben wollen, wenn sie diesen Test machen. Zudem ist er noch gratis.
Ich aber bin zweimal im Jahr sowieso bei meinem Frauenarzt zur Gesundheitsvorsorge mit allem drum und dran. Vor Ort lasse ich mir gleich Blut abnehmen - auf Wunsch wohlgemerkt.
Es muss einfach möglich sein, bei jedem Arzt (wenn man eh schon vor Ort ist) sich gleich noch Blut abnehmen zu lassen, einen Hiv- oder sonstige Geschlechtskrankheitentests machen zu lassen, ohne dumme Kommentare für ein verantwortungsbewusstes Handeln zu ernten.
Wie gesagt musste ich nur Aufklärungsarbeit bei meinem Frauenarzt, ob meines neuen Nebenerwerbs leisten :zwinker:
Da er mich bereits seit meinem 15ten Lebensjahr kennt, war er sehr erstaunt....aber auch interessiert und gemeinsam haben wir eben durchgesprochen, welche Tests ich dann eben alle halbe Jahr so machen lasse :cool:
Das Angebot des Gesundheitsamtes finde ich gut. Aber ich sehe für mich keine Veranlassung, bei einer solchen Untersuchung anonym bleiben zu wollen. Überall wird dafür geworben, sich zu schützen und sich testen zu lassen... warum sollte ich also nicht dazu stehen, dass ich dieser Aufforderung nachkomme? Ich mache es bei meinem FA, der zwar doof schaute, da ein mal mein Mann dabei war, aber es ist mir relativ egal, was er sich dachte. Es gibt schließlich auch genug Paare, die regelmäßig Swingerclubs besuchen...
Der einzige Grund für den Gang zum Amt wären also dann die Kosten. Da mein Budget es aber erlaubt, dass ich selber zahlen kann, mache ich es aus den Gründen, die Kenni schon genannt hat. Genauso, wie ich die Zahnreinigung 2x jährlich, die erweiterte Krebsvorsorge beim FA oder andere Vorsorgeuntersuchungen (z.B. Darmspiegelung) selber übernehme.
Dies ist mir meine Gesundheit wert... denn würde etwas passieren, was man durch diese Untersuchungen rechtzeitig hätte bemerken und behandeln können, würd ich mich in den A**** beißen und die paar gesparten Kröten könnten es nicht wett machen.
MissMoneypenny
02.09.10, 16:38
Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht mit den städtischen Gesundheitsämtern - ein Amt an sich mag vielleicht zunächst viele abschrecken, aber es ist viel besser als sein Ruf - die Untersuchung kostet weniger als beim Frauenarzt, die Ergebnisse sind schneller da und man wird auch nicht schief angeschaut. Es wird auch steril gearbeitet dort (an Gummihandschuhen wird jedenfalls nicht gespart). Man muss auch nicht lange warten und bekommt schnell einen Termin oder kann einfach so vorbeigehen. Und auch auf Diskretion wird grossen Wert gelegt, und man wird auch gut beraten dort.
Eine tolle Einrichtung! :spitzenkl
---------- Beiträge zusammengefügt um 16:35 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 16:34 Uhr ----------
@Thea - da hatten wir wohl zeitgleich den selben Gedanken! :schreiben:
Hoch lebe das Gesundheitsamt!
---------- Beiträge zusammengefügt um 16:38 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 16:35 Uhr ----------
Das Gesundheitsamt stellt auch Zeugnisse aus, da kann man aber nicht anonym bleiben. Ist aber trotzdem super, dass die Möglichkeit der Anonymität gegeben ist, so lassen sich sicherlich mehr Menschen testen, die dies vielleicht sonst aus Scham nicht täten. Schade, dass der Gang zum Arzt für viele so ein Thema ist - und das manche Praxen mit ihrem kuriosen Vorgehen die Leute verschrecken.
Seltsam mir hat mein Frauenarzt ja selber geraten, ich solle damit lieber zum Gesundheitsamt gehen....
Er meinte irgendwas von, das die Versicherungen das nicht gern lesen (muss das überhaupt an die Versicherung gegeben werden? Ich zahl das doch dann eh selber.....)
Das Geld habe ich, denn der andere Test (Komplett Check, der aber ohne HIV Test war) ist ja viel teurer noch...den zahle ich ja auch selber....
Meine Versicherung übernimmt da fast gar nix von, auch wenn ich privat versichert bin, kommt glaube ich auch drauf an, welche Pakete man da abgeschlossen hat.
Kann mir jemand denn genau sagen, ob die Versicherung die Info überhaupt bekommt bezüglich HIV Tests? Und warum könnten die dann Probleme machen, wenn man doch gesund ist?
Habe ja nun hier in Bonn einen neuen Frauenarzt ab morgen und werde den nun auch mal fragen....
Da bekanntlich auch beim Mann altersbedingt der Hormonspiegel schleichend sinkt (Testosteronmenge sinkt ab dem 20,. Lebensjahr), wollte ich einfach mal meinen "Stand" feststellen lassen. Bekanntlich können Ungleichgewichtungen hier zu Störungen des Wohlbefindens führen und z. B. Dauer-Stress ein bekannter DHEA-Killer ist..
Ergebnis war ein erstauntes Stirnrunzeln, und die verdeckte Frage „ob ich Probleme hätte“.
Also, Testosteron DHEA (Dehydroepiandosteron) und DHEA-S (Sulfat von DHEA) mal feststellen lassen, um auch einen Hinweis auf die Auswirkung der Adrenopause zu erhalten.
An die Herren der Schöpfung. Für Testosterton-Werte ist der Urologe der richtige Ansprechpartner. Wenn man bei einem anderen Arzt Stirnrunzeln erntet ist man dort sicher nicht gut aufgehoben.
Niedrige Werte haben durchaus auch andere vielschichtige Folgen als eine mangelnde Libido.
Für Interessierte s.h.
http://www.medizinfo.de/endokrinologie/andropause/testosteronmangelsyndrom.shtml
Sehe ich genau so ! Und was heißt schon anonym, unter Umständen werden die Untersuchungen im selben Großlabor gemacht wie die vom Arzt. Außerdem unterliegt alles dem Datenschutz. Die Untersuchungen beim Gesundheitsamt gehen im übrigen zu Lasten der Gemeinschaft, also dem Steuerzahler.
Eine zweimalige Untersuchung im Jahr wird auf eigene Kosten (Anteile die von der Kasse nicht übernommen werden) ja wohl drin sein.
die kosten sind auch nicht der punkt. steuern bezahle ich übrigens auch und nicht zu knapp! und so eine untersuchung nur 2 mal im jahr zu machen ist grob fahrlässig!
gruss lucy
---------- Beiträge zusammengefügt um 17:19 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 17:15 Uhr ----------
Seltsam mir hat mein Frauenarzt ja selber geraten, ich solle damit lieber zum Gesundheitsamt gehen....
Er meinte irgendwas von, das die Versicherungen das nicht gern lesen (muss das überhaupt an die Versicherung gegeben werden? Ich zahl das doch dann eh selber.....)
Das Geld habe ich, denn der andere Test (Komplett Check, der aber ohne HIV Test war) ist ja viel teurer noch...den zahle ich ja auch selber....
Meine Versicherung übernimmt da fast gar nix von, auch wenn ich privat versichert bin, kommt glaube ich auch drauf an, welche Pakete man da abgeschlossen hat.
Kann mir jemand denn genau sagen, ob die Versicherung die Info überhaupt bekommt bezüglich HIV Tests? Und warum könnten die dann Probleme machen, wenn man doch gesund ist?
Habe ja nun hier in Bonn einen neuen Frauenarzt ab morgen und werde den nun auch mal fragen....
die versicherung könnte probleme machen, wenn sie mitkriegen, daß du als escort arbeitest. da gibt es wohl so fiese sachen wie gefahrenzuschlag oder so etwas. ich weiß es aber auch nicht genau.
und da ich es nicht genau weiß, werde ich das mal bei den sexworkern thematisieren :-)
lg lucy
die kosten sind auch nicht der punkt. steuern bezahle ich übrigens auch und nicht zu knapp! und so eine untersuchung nur 2 mal im jahr zu machen ist grob fahrlässig!
2x im Jahr komplette Gesundheitsvorsorge war gemeint, HIV-Test etc. sollte natürlich öfter erfolgen.
Es gibt aber auch Frauen die waren seit drei Jahren und länger nicht beim Frauenarzt. . .
Escort Coach
02.09.10, 17:32
die kosten sind auch nicht der punkt. steuern bezahle ich übrigens auch und nicht zu knapp! und so eine untersuchung nur 2 mal im jahr zu machen ist grob fahrlässig!
gruss lucy
lg lucy
Diese Häufigkeit der Geschlechtskrankheiten-Tests ist meiner Meinung nach direkt proportional zu der Anzahl an GV-Partnern und steht dem im Verhältnis.
Ich finde jedenfalls es ist ein Unterschied, ob ich in einer festen Partnerschaft lebe oder in der Woche 20 Freier bediene. (mal so als groben Gegensatz)
Schlußendlich sollte sich aber jeder Mensch seiner Verantwortung bewußt sein und keiner andere beurteilen, welche Häufigkeit an Tests die Richtige ist. Pauschalisieren lässt sich das sicherlich nicht.
Grundsätzlich sollten sich Männer, insbesondere jene mit "häufig wechselndem GV", regelmäßig einem HIV Test unterziehen, allein schon, um nicht andere (Escorts, Familie, Reihenfolge alphabetisch) unnötig zu gefährden. Ich vermute, dass viele das, ebenso wie ich, nicht wirklich beherzigen. Das soll aber hier nicht das eigentliche Thema sein, sondern meine kürzlichen Erfahrungen in diesem Zusammenhang mit den medizinischen Berufen.
Da ich demnächst mich einem chirurgischen Eingriff unterziehen muss (der hier ebenfalls nicht das Thema, sondern nur Hintergrund ist), mußte ich für die Anesthesie ein EKG und ein Blutbild machen lassen. Beim Arzttermin wurde mir dafür Blut abgezapft. Zunächst wunderte ich mich schon ein wenig, dass die Helferin dies ohne Handschuhe erledigte. Als ich sie fragte, dass ja dabei sicherlich dann auch HIV getestet würde, sagte sie, dass das nicht zu den OP Erfordernissen gehört. Erste Überraschung. Ich sagte ihr dann, dass das aber meinerseits gewünscht würde.
Danach zur Doktorin. Diese zeigte sich überrascht über mein Begehr bezüglich HIV Test. Ich zeigte mich ebenso überrascht, dass Operateure sowas scheinbar gar nicht interessiert. Denn ich hätte gedacht, dass das sehr wohl für Chirurgen interessant wäre, denn bei einem HIV-positiven Patienten wird ein Chirurg ja schon ein bissl besser aufpassen, dass er Blutkontakt sicher vermeidet (salopp: nicht wie üblich schludert und panscht). Die Doktorin blieb aber dabei, dass das niemanden interessieren würde und wies ergänzend darauf hin, dass sie nicht wüßte, ob die Kasse die Kosten des HIV-Tests ersetzt. Auf mein Beharren unter Hinweis, dass mir die Kostenfrage egal sei, erwiderte sie mehr oder weniger wortwörtlich "ja wenn man häufig wechselnden Geschlechtsverkehr hat, dann kann man das schon mal machen". :schiel: Und das ausgerechnet auch noch bei meiner sehr übersichtlichen Anzahl an Kerben im Bettpfosten *gröhl* :lach:
Nun gut, heute, 2 Wochen später, mußte ich die ganzen Unterlagen abholen (warum das nicht per Post geht, keine Ahnung) Kaum drin in der Praxis und Namen genannt, greift die Sprechstundenhilfe nach den Unterlagen, ohne reinzugucken, und meint, ach ja, ich wäre ja der, welcher einen HIV-Test haben wollte, der sei negativ. Wohlgemerkt an der "Theke" im Eingangsbereich, lauthals.
Ist es denn tatsächlich soooo exotisch, dass ein heterosexueller Schlipsträger mal einen HIV-Test machen läßt???? So ganz unabhängig von Kreditverträgen oder dergleichen?
P.S.: Wir sprechen hier von Berlin und nicht von klein Kleckersdorf!
es überrascht mich eher das du nach 30 jahren hiv in deutschland nicht weißt das KEIN krankenhaus ohne deine einwilligung einen hiv machen darf.
LG Köln, 08.02.1995, 25 O 308/92
Amtlicher Leitsatz:
Die Vornahme eines HIV-Antikörpertests ohne die Einwilligung des Patienten ist ein Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht dieses Patienten. Der Arzt, der einen solchen Test vornimmt, ist dem Patienten zur Zahlung eines Schmerzensgeldes verpflichtet.
das was du machst ist ein mißbrauch. das ist das gleiche wenn jemand einen hiv test machen lassen will und deshalb die dienste eines blutspendedienstes deswegn in anspruch nimmt.
für hiv tests gibt es klar regeln. anonym beim gesundheits amt
beim hausarzt
beim hiv facharzt nach einem gespräch
bei den div aids vereinen die schnelltests - durchgeführt von ärzten - nach voriger termin absprache durchführen. ergebnis ca 20 minuten später.
is schon lustig da beschwerst du dich einerseits darüber warum ein krankenhaus nicht einen test machen darf der ohne deine einwilligung nicht zulässig ist und regst dich dann auf wenn die sprechstundenhilfe lauthals durch de saal ruft "ach ja, ich wäre ja der, welcher einen HIV-Test haben wollte, "
beides wär ein grund für die landesärztkammer . . .insbesondere das zweite verhalten wegen verstoßt gegen die ärztliche schweigepflicht. die gilt auch für das personal . . .
sidekick211
02.09.10, 17:35
Die Kosten sind wohl mehr als überschaubar. Ich war erst kürzlich beim HIV-Test direkt in einem Krankenhauslabor und zahle gerade mal 11,33 € (2 € fürs Blutabnehmen).
Das Ergebnis bekam ich sogar noch am gleichen Tag. Voraussetzung hierfür war, dass ich bis spät. 11:00 Uhr zum Blutabnehmen kam.
Seltsam mir hat mein Frauenarzt ja selber geraten, ich solle damit lieber zum Gesundheitsamt gehen....
Er meinte irgendwas von, das die Versicherungen das nicht gern lesen (muss das überhaupt an die Versicherung gegeben werden? Ich zahl das doch dann eh selber.....)
Das Geld habe ich, denn der andere Test (Komplett Check, der aber ohne HIV Test war) ist ja viel teurer noch...den zahle ich ja auch selber....
Meine Versicherung übernimmt da fast gar nix von, auch wenn ich privat versichert bin, kommt glaube ich auch drauf an, welche Pakete man da abgeschlossen hat.
Kann mir jemand denn genau sagen, ob die Versicherung die Info überhaupt bekommt bezüglich HIV Tests? Und warum könnten die dann Probleme machen, wenn man doch gesund ist?
Habe ja nun hier in Bonn einen neuen Frauenarzt ab morgen und werde den nun auch mal fragen....
is ganz einfach schätzelein
solltest du beim ga den test machen und das ergebnis positiv sein dann kannst du immer noch eine versicherung abschließen eben weil du nicht namentlich genannt wirst.
machst du ihn bei deinem hausarzt oder einem facharzt dan erfolgt die abrechnung - verrechnung des tst über dei kkkarte. bist du dann hiv + dann kannst du z.b. keine bestimmte versicherungen wie lebensversicherungen abschließen.
ich staune welc große unwissenheit besinders unter den damne hier herrscht. von den männern ganz zu schwigen . .sie sind ja immer noch der meinung das schutz und verhütung sache der frau ist . . . au weia sach ich da nur :schrei:
Und so eine untersuchung nur 2 mal im jahr zu machen ist grob fahrlässig!
gruss lucy
Wegen grob fahrlässig, in welchen Zeitabständen sollten denn HIV Tests gemacht werden? Die Frage stelle ich dabei jetzt als Mann und auf die Männer bezogen, Dir Lucy und auch den anderen. Und ob das auch vom persönlichen Verhalten im P6 Bereich abhängt (z.B. Wechsel- und Vielbucher versus "pseudomonogamem" Gelegenheitsbucher)?
mir wurde im GA empfohlen, alle 2 - 3 monate anzutreten. wie oft damen, die 2 dates im monat machen, gehen sollten, weiß ich nicht und auch wie oft männer gehen sollten, keine ahnung. kann dir ein versierter arzt aber sicher sagen. ich schätze mal 1-2 mal im jahr..
lg lucy
das was du machst ist ein mißbrauch. das ist das gleiche wenn jemand einen hiv test machen lassen will und deshalb die dienste eines blutspendedienstes deswegn in anspruch nimmt.
Verstehe ich nicht, was daran Missbrauch sein soll, wenn ich einen (nicht geforderten) HIV-Test mache und diesen aus eigener Tasche bezahle.
Ansonsten, ich bin davon ausgegangen, dass bei OPs die Krankenhäuser das vorab verlangen. So wie sie ja auch von mir EKG und Blutbild verlangt haben und ohne dies die OP nicht durchführen würden! Hat überhaupt nichts mit Deinem "heimlich"-Fall zu tun.
Verstehe ich nicht, was daran Missbrauch sein soll, wenn ich einen (nicht geforderten) HIV-Test mache und diesen aus eigener Tasche bezahle.
Ansonsten, ich bin davon ausgegangen, dass bei OPs die Krankenhäuser das vorab verlangen. So wie sie ja auch von mir EKG und Blutbild verlangt haben und ohne dies die OP nicht durchführen würden! Hat überhaupt nichts mit Deinem "heimlich"-Fall zu tun.
dein gedankengang ist primär falsch da du ja nicht wegen eines hiv test in ein krankenhaus gehst sondern wegen einer x beliebigen behandlung. wenn du es selbst bezahlst und explizit wünschst dann ist es etwas anderes.
bei den meisten gehts aber so zu wie du es sagst: ach wenn ich schon mal hier bin machen sie den doch mit . . .
ohne deine einwilligung darf kein kk KEIN HIV test machen. wenn es trotzdem geschieht und du bekommst davon wind dann kannst du das kk verklagen. mit anderen worten du bist von welchen falschen voraussetzungen auch immer davon ausgegangen das es anders ist . . . . irrtum
http://www.gesundheitsinformation.de/merkblatt-hiv-test-in-der-schwangerschaft.366.de.html
hier für alle infos die zu wissen nicht schaden können von dem top juristen in sachen hiv in deutschland . . . .
http://www.virawoche.de/-download.htm?bilddb=shopassets&artikelid=531&dname=download1&MTITEL=Das+Arzt-Patientenverh%E4ltnis+im+Bereich+HIV
solltest du beim ga den test machen und das ergebnis positiv sein dann kannst du immer noch eine versicherung abschließen eben weil du nicht namentlich genannt wirst.
Das nennt man meines Wissens Versicherungsbetrug. Abgesehen davon, dass die Versicherung auch nicht leisten muss, wenn Vorerkrankungen verschwiegen werden.
die kosten sind auch nicht der punkt. steuern bezahle ich übrigens auch und nicht zu knapp! und so eine untersuchung nur 2 mal im jahr zu machen ist grob fahrlässig!
gruss lucy
---------- Beiträge zusammengefügt um 17:19 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 17:15 Uhr ----------
die versicherung könnte probleme machen, wenn sie mitkriegen, daß du als escort arbeitest. da gibt es wohl so fiese sachen wie gefahrenzuschlag oder so etwas. ich weiß es aber auch nicht genau.
und da ich es nicht genau weiß, werde ich das mal bei den sexworkern thematisieren :-)
lg lucy
fahrlässig ist ein begriff aus der juristerei. noch gibt es gott sei dank in deutschland kein gesetzt der z.b. prostituierte verpflichtet sind sich testen lassen zu müssen. ausser in österreich
dr nächste schritt wären dann nämlich junkies, schwule, oder alle die man dieser gruppe zuordnet. und wer macht die zuordnung. und was ist mit den bi`die auf männer und frauen stehen? am besten die ganze gesellschaft unter dem aspekt der volksgesundheit äh ich maine public health auf hiv und std s testen lassen.
bei den meisten gehts aber so zu wie du es sagst: ach wenn ich schon mal hier bin machen sie den doch mit . . .
Weil nicht erstattungsfähig, zahlt man den HIV-Test SOWIESO selbst. Egal, ob in Verbindung mit etwas anderem oder eigenständig, au weia!
P.S.: und im Wesentlichen wegen der fehlenden Erstattungsfähigkeit sind Firmen, die richtig gute HIV Schnelltests entwickelt haben (beispielsweise GAIFAR AG), gescheitert. Gilt auch für andere Bereiche, beispielsweise gibt es einen zuverlässigeren Darmtumor-Marker Test (M2-PK), der jedoch im Gegensatz zum eher unzuverlässigen Hämo-Test nicht erstattungsfähig ist.
Bericht „HIV-Testungsansatz im deutschen Gesundheitswesen“ (akt.)
22. Oktober 2009 | Von ondamaris | Kategorie: Aids
Bericht über die Expertenanhörung
„HIV-Testungsansatz im deutschen Gesundheitswesen“
am 22. Oktober 2009 in Hannover
Am 22. Oktober 2009 fand in Hannover ein „Expertenworkshop zur zukünftigen Strategie von HIV-Testungen im deutschen Gesundheitswesen“ statt. Als Ziel war von den Veranstaltern vorab formuliert worden, „Empfehlungen zum zukünftigen HIV-Testungsansatz in Deutschland zu entwickeln“.
Prof. Reinhold Schmitt, Vorsitzender des GWB (Gemeinsamer Wissenschaftlicher Beirat für die Behörden und Anstalten im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit) betonte in seiner Begrüßung der 35 Teilnehmer, der GWB habe das Thema auf die Tagesordnung gebracht mit dem Ziel, verschiedene Stakeholder zusammenzubringen. Zeitlich parallel sei der HIV-Testungsansatz durch ‘HIV in Europe’ und die DAIG zum Thema gemacht worden.
Frau Knufmann-Happe, Abteilungsleiterin 3 im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wird aufgrund aktueller Entwicklungen (’Schweinegrippe’) durch Herrn Bindert vertreten, der auch die anwesenden Vertreter/innen von WHO, UNAIDS und ECDC (European Center for Disease Control) begrüßt.
Er erinnert an die schnelle Reaktion des BMG vor 25 Jahren gemeinsam mit NGOs, die zu einer international anerkannten Aids-Bekämpfungs-Strategie geführt habe, die immer wieder auch an aktuelle Anforderungen angepasst worden sei. Die im internationalen Vergleich niedrige HIV-Neuinfektionsrate dokumentiere den Erfolg dieser deutschen Aids-Politik und der erfolgreichen Zusammenarbeit von öffentlichen Partnern (ÖGD, Gesundheitsämter) und Zivilgesellschaft (DAH, Aids-Hilfen). Ein wesentlicher Aspekt der deutschen Aids-Politik bleibe die Auseinandersetzung mit Stigmatisierung und Diskriminierung. Auch wenn Verbesserungen offensichtlich seinen, „ideal sind die Verhältnisse noch lange nicht“.
Der HIV-Test habe einen Bedeutungswandel erfahren; nach dem Paradigmenwechsel 1996 habe die präventive Indikation heute einen höheren Stellenwert, eine niedrige Zugangsschwelle sowie anonyme Testmöglichkeiten seien von hoher Bedeutung. Deutschlands Haltung sei und bleibe im Einklang mit der WHO Einvernehmlichkeit, Vertraulichkeit und Beratung vor/nach dem Test.
Das BMG begrüße außerordentlich die iwwit-Testwochen, die ein gutes Beispiel eines niedrigschwelligen Angebots seien, das speziell auf die Erfordernisse der Zielgruppe MSM ausgerichtet ist.
Bezüglich des HIV-Tests merkt Bindert an, dass schon aus rechtlichen Gründen in Deutschland opt-in indiziert sei, dies entspreche auch den WHO- und UNAIDS-Empfehlungen für Länder mit konzentrierter HIV-Epidemie (wie Deutschland).
Prof. Jürgen Rockstroh, Vorsitzender der DAIG (Deutsche Aids-Gesellschaft), betont, etwa 50% der HIV-Infizierten in Europa wüssten nicht von ihrer Infektion (Deutschland ca. 25 bis 30%).
Ein früherer Therapiebeginn biete nicht nur die Chance einer besseren Prognose, sondern wichtig sei auch der zweite Aspekt einer potentiell deutlichen Reduzierung der zahl der Neuinfektionen.
Rockstroh verwies auch auf den internationalen Kontext; dem Präsidenten der International Aids Society (IAS) Julio Montaner sei ein wichtiges Thema auch die Vermeidung von nicht-Aids-bedingten Erkrankungen und Todesfällen sowie von HIV-Übertragungen. Die Initiative ‘HIV in Europe’ sei wesentlich auf Initiative von Lundgren und Gazzard sowie der Gruppe EATG entstanden. Eine erste Folge der ersten Konferenz von ‘HIV in Europe’ (Brüssel 2007) sei eine Resolution des Europäischen Parlaments, Europa solle gemeinsam formulierte HIV-Teststrategien entwickeln, die Mitgliedsstaaten seien dazu aufgerufen, aktiver auf diesem Feld zu werden. Aktuell werden bei ‘HIV in Europe’ eine Konsens-Definition zum Begriff „late presenter“ erarbeitet, diese werde demnächst auf der Website zur Kommentierung online gestellt. Zudem sei eine Studie in Durchführung, bei welchen Indikator-Erkrankungen welcher Prozentsatz an HIV-Diagnosen auftrete (um herauszufinden, ob es sinnvoll sei, bei diesen Indikator-Erkrankungen zu screenen). An einem Pilotprojekt seien Bonn und Essen beteiligt.
Dr. Ulrich Marcus (RKI) stellt in einem Vortrag „Begrifflichkeiten und Eckdaten“ zum Thema vor (Bericht folgt getrennt “HIV-Testung – Begrifflichkeiten und Eckdaten“).
Drei Arbeitsgruppen wurden gebildet, die jeweils in zweistündigen Sitzungen ihre Themenfelder behandelten:
1. „HIV-Testungen in Deutschland aus Perspektive der Gesundheitsversorgung“ (Rapporteure Prof. Goebel, Behrens)
2. „HIV-Testungen in Deutschland aus Public Health Perspektive“ (Rapporteure Prof. Pott 7 Rosenbrock)
3. „HIV-Testungen in Deutschland aus rechtlicher und ethischer Perspektive“ (Rapporteure Dr. Eberbach / Hoesl)
Ergebnisse der Arbeitsgruppen:
1. „HIV-Testungen in Deutschland aus Perspektive der Gesundheitsversorgung“
Prof. Goebel berichtet über die in der AG erarbeiteten Ziele:
Ist:
- Diskussion von Testangeboten ist eng mit Präventionsbemühungen und den derzeitigen Strukturen, in denen getestet wird / werden könnte verbunden
- Strukturdefizite wurden speziell aufgezeigt für STD, Tbc-Versorgung
- HIV-relevante Defizite in der ärztlichen Weiterbildung
- Zwei Prävalenzgruppen (Migranten, Inhaftierte) haben besondere Defizite der HIV-spezifischen Versorgung
- Insgesamt positive Entwicklung der HIV-Testbereitschaft Deutschland
Ziele 1:
- niedrigschwelliges Angebot zur Versorgung von Patienten mit STD (spezifische Institutionen) mit besonderer Berücksichtigung des HIV-Tests
- zielgruppenorientierte Testung, weil niedrige HIV-Prävalenz
- opt out derzeit kein erforderliches Konzept
- provider-initiated testing
- Konzept der Indikatorerkrankungen umsetzen
Ziele 2
- HIV-Test Aufklärungs-Kampagne für Ärzte (Nicht-HIV-Spezialisten), v.a. Hausärzten, HIV-Test zu berücksichtigen
- Re-Testung soll integraler Bestandteil eines jeden Beratungsgesprächs zum HIV-Test sein
- Kommunikation Thema “Indikator-Erkrankung/Test” durch DAIG mit anderen Fachgesellschaften
- engere Kooperation von Aids-Hilfen mit ÖGD und weiteren Ärzten
2. „HIV-Testungen in Deutschland aus Public Health Perspektive“
Prof. Rolf Rosenbrock berichtet über die Ergebnisse:
- Jede HIV-Test-Policy ist Teil der gesamten HIV/Aids-Policy (individueller / Public Health Nutzen)
- gezielte Vermehrung von HIV-VCT erwünscht und notwendig
- 4-Stufen-Modell: awareness – motivation – testing process – follow-up
- anonyme, niedrigschwellige, kostenlose Testangebote durch ÖGD, NGOs, Versorgungssystem (Klinik, niedergelassen)
- maßgeschneiderte Angebote abhängig von Prävalenz, Symptomatik, Gruppenzugehörigkeit und Setting
- Risikoanamnese, Beratung, Empfehlung, Test, Beratung , ggf. Verweisung
- Qualitätssicherung
- Attraktivität von Testangeboten erhöhen
- Grundlage: shared decision making, informed consent
- Testakzeptanz durch Diskriminierungsabbau erhöhen
- keine Diskriminierung bei Testablehnung
- Daten für Versorgungsforschung, Evaluation und Qualitätsentwicklung
3. „HIV-Testungen in Deutschland aus rechtlicher und ethischer Perspektive“
Dr. Eberbach stellt Ergebnisse der „im wesentlichen juristischen“ AG vor:
Ist-Analyse:
a) gesundheitliche und soziale Ausgangssituation Vergleich früher / heute
b) welche rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen bestehen zu HIV-Testungen?
Test wegen Gesundheit des Betroffenen (individualrechtliche Ebene): Test grundsätzlich nur mit Einwilligung [es gibt keine Pflicht, seinen Gesundheitszustand zu kennen; Recht auf Nichtwissen]
Test zum Schutz Dritter (ordnungsrechtliche Ebene): bisher keine Regelung [nur: nicht-namentliche Meldepflicht nach InfSchGes; mehr: verfassungsrechtlich überhaupt möglich?]
Empfehlungen:
erforderliches Konzept individualrechtlich: keine Änderung:
- opt-out-Ansatz nicht vereinbar mit Selbstbestimmungsrecht
- Recht auf Nichtwissen
- Vergleich mit anderen Erkrankungen
ordnungsrechtlich / zu diskutieren:
- opt-out-Ansatz im InfSchG
- klare politische Entscheidung
- verfassungsrechtlich schwierige Abwägung
Auf Nachfrage von Prof. Goebel betont Dr. Eberbach, dass es vor einer etwaigen Opt-Out es eine Gesetzesänderung geben müsste.
Auf Nachfrage Prof. Pott betont Dr. Eberbach, dass laut Aussagen Bennet (CDC) selbst in den USA einzelne Bundesstaaten informed consent gesetzlich vorschreiben und opt-out bisher weiterhin nicht zulässig sei.
Der anschließende Tagesordnungspunkt „Diskussion im Plenum mit anschließender Beschlussfassung und Formulierung von konkreten Empfehlungen“ gestaltete sich kurz:
Prof. Schmitt stellte fest, dass die eigentliche anfängliche Kontroverse um „opt out oder nicht“ „vom Tisch ist“. Prof. Pott betont die hohe Übereinstimmung in den drei AGs, die Frage ‘opt-in oder opt-out’ habe keine Rolle gespielt, stattdessen habe es eine Konzentration auf ‘das was notwendig ist’ gegeben.
Auf Nachfrage von Prof. Rosenbrock erläutert Prof. Schmitt, die zu erstellenden Empfehlungen dienten zur Umsetzung im wissenschaftlichen Beirat des BMG sowie der DAIG für die Arbeit auf der europ. Ebenen (insbes. HIV in Europe).
Auf Vorschlag von Prof. Rosenbrock beschließt die Gruppe, dass die Ergebnisse der AGs nebst einem Vorschlag der Konsolidierung zu Empfehlungen den Teilnehmern per Email zur Verfügung und Abstimmung / Beschlussfassung gestellt werden.
Erläuterungen:
DAIG Deutsche Aids-Gesellschaft
EATG European Aids Treatment Group
IAS international Aids Society
ÖGD Öffentlicher Gesundheitsdienst
VCT Voluntary Counselling and Testing
---------- Beiträge zusammengefügt um 18:09 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 18:07 Uhr ----------
Weil nicht erstattungsfähig, zahlt man den SOWIESO selbst. Egal, ob in Verbindung mit etwas anderem oder eigenständig, au weia!
wenn du zu einem GA gehst dann zahkst du einen obulus - vielleicht von 2u euro
bei einem aids verein wie der aids aufklärung ev in frankfurt das gleiche
beide testen ano nym
machst du es bei nem fachrzt dann wird über die karte abgerechnet
beim hausarzt ist das das gleiche - siehe alina
natürlich kannst du es auch privat machen
http://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/gesundheit/ratgeber/28666-212-4b585132.html
au weia
machst du es bei nem fachrzt dann wird über die karte abgerechnet
beim hausarzt ist das das gleiche - siehe alina
natürlich kannst du es auch privat machen
Die Kasse muss erstatten, wenn der Test Teil einer Abklärung von eventuellen Krankheitsursachen ist. Also muss man schon "etwas haben" und der Arzt muss HIV als mögliche Ursache zumindest in Erwägung ziehen. Es geht da also um Diagnostik und nicht um therapeutische Maßnahmen, wie beispielsweise eine OP.
Wenn man es ohne diagnostische Veranlassung (weil man irgendetwas zu haben scheint) beauftragt, und ohne dass der Arzt es aus medizinischen Gründen für sinnvoll hält, dann erstatten die meisten Kassen nicht, so mein Kenntnisstand (der sich weniger aus Internetpublikationen konstituiert).
Die Kasse muss erstatten, wenn der Test Teil einer Abklärung von eventuellen Krankheitsursachen ist. Also muss man schon "etwas haben" und der Arzt muss HIV als mögliche Ursache zumindest in Erwägung ziehen. Es geht da also um Diagnostik und nicht um therapeutische Maßnahmen, wie beispielsweise eine OP.
Wenn man es ohne diagnostische Veranlassung (weil man irgendetwas zu haben scheint) beauftragt, und ohne dass der Arzt es aus medizinischen Gründen für sinnvoll hält, dann erstatten die meisten Kassen nicht, so mein Kenntnisstand (der sich weniger aus Internetpublikationen konstituiert).
du willst florettfechten . . . na dann fechte mal weiter . .am besten vor einem spiegel . . . . für solche kindereien bin ich nicht mehr zu haben.
fahrlässig ist ein begriff aus der juristerei. noch gibt es gott sei dank in deutschland kein gesetzt der z.b. prostituierte verpflichtet sind sich testen lassen zu müssen. ausser in österreich
dr nächste schritt wären dann nämlich junkies, schwule, oder alle die man dieser gruppe zuordnet. und wer macht die zuordnung. und was ist mit den bi`die auf männer und frauen stehen? am besten die ganze gesellschaft unter dem aspekt der volksgesundheit äh ich maine public health auf hiv und std s testen lassen.
boah, hilfe, ich hab einen satz gesagt. ich lass es in zukunft, dennis. so langsam versteh ich, daß mädels hier nix mehr sagen wollen, wenn man so überfahren wird.
meine botschaft war: wer nicht zum hausarzt gehen will, kann auch das gesundheitsamt heimsuchen. die bieten das an. niemand muß das angebot annehmen. ich fühle mich auch nicht als nassauer, wenn ich vom "steuerzahler" mal was annehme.
und an dieser stelle klinke ich mich aus und kümmer mich ums echte leben, da muß ich mich nicht ärgern.
in diesem sinne
gruß
lucy
Das nennt man meines Wissens Versicherungsbetrug. Abgesehen davon, dass die Versicherung auch nicht leisten muss, wenn Vorerkrankungen verschwiegen werden.
ich sags mal so jakob
du kennst dich mit was weiß ich aus . .und ich mit hiv im alltag. kannst du damit leben? - fein. wenn nicht - auch fein.
in diesem sinn . . .
Escort Coach
02.09.10, 18:45
is ganz einfach schätzelein
ich staune welc große unwissenheit besinders unter den damne hier herrscht. von den männern ganz zu schwigen . .sie sind ja immer noch der meinung das schutz und verhütung sache der frau ist . . . au weia sach ich da nur :schrei:
es überrascht mich eher das du nach 30 jahren hiv in deutschland nicht weißt das KEIN krankenhaus ohne deine einwilligung einen hiv machen darf.
ich sags mal so jakob
du kennst dich mit was weiß ich aus . .und ich mit hiv im alltag. kannst du damit leben? - fein. wenn nicht - auch fein.
in diesem sinn . . .
Eben! So hat wohl jeder Mensch hier ein Gebiet auf dem er sich besonders auskennt. Und wunderbar ist es doch, dass wir hier zusammenfinden und uns fruchtbar austauschen können. Deshalb ist es völlig unnötig hier sämtliche Leute darauf hinzuweisen, wie unwissend sie doch sind.
Ich habe zum Glück andere Erfahrungen gemacht. Seit ich nicht mehr in einer festen Beziehung lebe und mit wechselnden Escorts Sex habe, mache ich bei meinem Hausarzt mindestens einmal im Jahr im Rahmen des jährlichen Check-Ups auch einen HIV-Test, und ich hatte nie das Gefühl, dass das etwas Besonderes ist, was irgendeiner Erklärung bedarf. Nicht selbstverständlich ist hingegen, dass mein Hausarzt für das Labor irgendeinen Fake-Namen angibt und im Computer erst bei negativem Ergebnis durch meinen Namen ersetzt, um so die Meldepflicht bei einer HIV-Infektion zu umgehen.
Für alle, die den HIV-Test gerne beim Gesundheitsamt machen wollen, hier ein sehr hilfreicher Link (Auflistung der Gesudnheitsämter gelistet nach Bundesländern und Städten plus Sprechzeiten etc.)
http://www.hivandmore.de/hiv-test/teststellen/badenwuertemberg.shtml
genau, christine. und wer nicht mag, kanns doch lassen :-).
lg lucy
Es ist doch ein interessantes Thema und muss nicht auch schon wieder in Streit ausarten. Wenn der Alltag von Dennis durch HIV bestimmt ist reagiert er eben für einige emotionaler. Ist doch nachvollziehbar.
WIe oft zum Test...
Ich richte mich da grob nach der Inkubationszeit. Die Erreger können erst sechs bis acht Wochen nach der Infektion nachgewiesen werden und ich geh alle 3 Monate... und zwar vollkommen unabhängig davon, ob ich in dieser Zeit jeden Tag gevögelt habe oder nur einmal.. mir ist es für MICH wichtig, so gut es geht Sicherheit zu haben... und dann natürlich auch für den möglichen Partner...
Eben! So hat wohl jeder Mensch hier ein Gebiet auf dem er sich besonders auskennt. Und wunderbar ist es doch, dass wir hier zusammenfinden und uns fruchtbar austauschen können. Deshalb ist es völlig unnötig hier sämtliche Leute darauf hinzuweisen, wie unwissend sie doch sind.
ach weißt du mit dem hiv is das so ne sache. wie die sache ist das hat der prozess gegen nadja b. in der letzten august woche gezeigt. nach 30 jahren wissen um hiv war das was das gericht da veranstaltet hat schlicht und einfach ein trauerspiel. warum? weil das gericht auf der grundlage des know how von vor 25 jahren geurteilt haben. insofern nehme ich mir mit allem recht das echt zu sagen das ich es bedauerlich finde wenn man nach 30 jahren wissen um hiv nicht mal die basics intus hat.
die leute auf sexworker.at wissen da sehr gut wovon ich spreche. zudem vergißt du die besonderen verbindung von sex und hiV. zwei mit vorurteilen und tabus belegte themata . . . . .die problematik von tabu und stigma bzgl prostituition alleine sollte jedem escort - jeder prostituierten eigenlich bewußt sein.
frag jana mal wie es in österreich um hiv und prostituition bestimmt ist. da ist wissen für ein escort einfach pflicht . . .sonst hat man ganz schlechte karten.
du willst florettfechten . . . na dann fechte mal weiter . .am besten vor einem spiegel . . . . für solche kindereien bin ich nicht mehr zu haben.
Bei aller Betroffenheit und deiner vorzüglichen Kenntnis bitte ich dich um höflichere Formulierungen und etwas mehr Toleranz gegenüber den Mitgliedern welche nicht über ein solches Wissen verfügen, damit erreichst du übrigens auch mehr im Interesse der Sache.
boah, hilfe, ich hab einen satz gesagt. ich lass es in zukunft, dennis. so langsam versteh ich, daß mädels hier nix mehr sagen wollen, wenn man so überfahren wird.
Wenn du Beiträge bedenklich findest dann melde diese bitte einfach anstatt die üblichen bekannten Klischees zu äußern. Danke.
Es ist doch ein interessantes Thema und muss nicht auch schon wieder in Streit ausarten. Wenn der Alltag von Dennis durch HIV bestimmt ist reagiert er eben für einige emotionaler. Ist doch nachvollziehbar.
Es ist nett gemeint, ich weiß. Aber es ist nicht deine Aufgabe zu moderieren. Danke.
Und an alle, trotzdem dieses Thema wieder ein emotionales ist sollte es doch möglich sein es in einer sachlich, freundlichen Weise zu behandeln. Danke.
„Starkes Stück“ was da jakob passiert, u. es bleibt zu wünschen, dass dies zu den eher seltenen Ausnahmefällen gehört. Man sollte doch meinen, dass in so einem Bereich wie „Gesundheits-Dienste“, Sensibilität u. Diskretion, eine Selbstverständlichkeit ist, egal ob in privaten oder öffentlichen Einrichtungen. Immerhin ist man als Patient zahlender „Auftragsgeber“ u. als socher darf man wohl ein entsprechend höfliches, zuvorkommendes Verhalten.verlangen
Ich persönlich, habe auf diesem Gebiet, hier in Österreich, bis jetzt nur positive Erfahrung machen dürfen. Gebe aber zu, dass ich es vielleicht etwas leichter habe, weil einige meiner Vertrauensärzte bzw. Ärztinnen, ehem. Abitur-Absolventen sind bzw. sie mich an befreundetete Ärzte weitergeleitet haben. Da gibt’s zum Glück, keine „blöden Fragen“ nur freundliche Aufklärung Aber ich denke, dass wohl auch hier ähnliche „Ausreisser“, wie oben beschrieben, vorkommen werden.
Bezüglich OP u. HIV-Test: Hatte in den letzten Jahren zwei OP’s. Leistenbruch u. Meniscus, mit „minimal-invasiver“ Methode, also eher Kleinigkeiten. Wie allgemein bei uns üblich, musste ich davor eine Patienten-Erklärung unterschreiben, bezüglich Aufklärung über OP-Risken etc.; u.a. beinhaltete diese Erklärung auch explizit mein Einverständnis mit einem HIV-Test. In beiden Fällen gab’s kein entsprechendes Feedback u. auch keine Extraverrechnung, aber so weit ich gehört habe, wäre ein „HIV-positives“ Ergebnis nur „intern-anonym“ u. nicht in der offiziellen OP-Doku abgehandelt worden.
Und übrigens, auch wenn’s selbstverständlich sein sollte, all jenen, welche sich aus persönlicher, wie allgemeiner Verantwortung, regelmässigen, „spezifischen Checks“ unterziehen, ist ein Lob auszusprechen. In diesem Sinne DANKE u. noch schönen, Abend, agrippa
„Starkes Stück“ was da jakob passiert, u. es bleibt zu wünschen, dass dies zu den eher seltenen Ausnahmefällen gehört. Man sollte doch meinen, dass in so einem Bereich wie „Gesundheits-Dienste“, Sensibilität u. Diskretion, eine Selbstverständlichkeit ist, egal ob in privaten oder öffentlichen Einrichtungen. Immerhin ist man als Patient zahlender „Auftragsgeber“ u. als socher darf man wohl ein entsprechend höfliches, zuvorkommendes Verhalten verlangen
Es ist leider weit verbreitet, dass sich im Gesundheitswesen (und nicht nur dort) der Dienstleistungsgedanke noch nicht durchgesetzt hat. Halbgötter in Weiß werfen mit Fachbegriffen um sich, die kein normal-sterblicher auf Anhieb versteht und die Zeit, dies verständlich zu erklären ist, dank der immer strafferen Taktung der Patienten-Abfertigung nicht mehr vorhanden (wobei es, wie überall, Ausnahmen gibt). Im Studium wird zwar das Handwerkszeug vermittelt, aber nicht "wie sag ich´s meinem Kinde".. im schlimmsten Falle: Wie sage ich einem Menschen, dass der geliebte Partner verstorben ist.
Es gibt Krankenhäuser, die durch entsprechende Fortbildungen daran arbeiten, aber kleine Praxen mit 5/6 Angestellten machen dies eher nicht... ein großer Fehler! Ich selber habe mehrfach Ärzte gewechselt, weil mir die Kommunikation in der Praxis sowohl untereinander, als auch dem Patienten gegenüber nicht zugesagt hat.
Aber zurück zum Thema: Ich denke, je mehr Patienten offensiv den HIV-Test verlangen und je selbstverständlicher sie das machen, desto eher wird es auch in den Praxen zur Normalität werden. Wenn ich selber es aber immer hinter der vorgehaltenen Hand mache und verschämt schaue, ob jemand was mitbekommt, fördere ich, dass dies eben was "verruchtes" ist... *pssssst*
Mir war es anfangs auch "komisch"... heute kratzt es mich nicht, im Gegenteil denke ich, jeder der mitbekommt, dass HIV und ein entsprechender Test genauso offen besprochen werden kann wie eine Grippe, fängt an nachzudenken...
Aber zurück zum Thema: Ich denke, je mehr Patienten offensiv den HIV-Test verlangen und je selbstverständlicher sie das machen, desto eher wird es auch in den Praxen zur Normalität werden. Wenn ich selber es aber immer hinter der vorgehaltenen Hand mache und verschämt schaue, ob jemand was mitbekommt, fördere ich, dass dies eben was "verruchtes" ist... *pssssst*
Mir war es anfangs auch "komisch"... heute kratzt es mich nicht, im Gegenteil denke ich, jeder der mitbekommt, dass HIV und ein entsprechender Test genauso offen besprochen werden kann wie eine Grippe, fängt an nachzudenken...
Genau aus diesem Grunde hat mich die lauthalse Verkündung durch die Sprechstundenhilfe nicht so wirklich gestört, auch wenn es natürlich nicht in Ordnung ist. Denn allein schon das so verbreitete Stichwort, und zwar in Verbindung mit einem "untypisch" aussehenden Patienten/Kunden, hat ja auch eine gewisse "Öffentlichkeitswirkung". Deshalb hatte ich auch dazu noch ein bissl "Konversation" nachgelegt nach dem Motto, wenn wir schon öffentlich darüber reden, dann bitte auch "nachhaltig" :lach:.
Für meinen nächsten Besuch bei der Doktorin habe ich mir vorgenommen, das Thema nochmals aufgreifen und mit allen persönlichen Hintergründen ansprechen. Nur so kann auch in der Ärzteschaft eventuell mangelnder Sensibilität für das Thema, einschließlich P6, abgeholfen werden, insbesondere auch unterschwellige/unbewußte Stigmavorstellungen.
Ach und noch etwas. Beim Nachdenken zum Thema ist mir auch noch eine potentielle Infektion mit allgemein wesentlich höherer Inzidenz als HIV eingefallen, nämlich Hepatitis B (HBV). In Deutschland sind rund eine halbe Mio. Menschen chronische Virusträger, also fast jeder Hunderste. Die Übertragung erfolgt ebenfalls durch Austausch von Körperflüssigkeiten. Gegen Hepatitis B kann man sich auch impfen lassen. Daher sollte m.E. bei der Routineuntersuchung HBV jedenfalls dann getestet werden, wenn man sich nicht impfen läßt (aus welchen Gründen auch immer). Ich werde es jedenfalls zukünftig so handhaben. Eigentlich sollte jeder Arzt, der nach HIV Test gefragt wird, gleich einen HBV Test zusätzlich empfehlen. Teuer ist es nicht.
Escort Coach
03.09.10, 09:36
Gegen Hepatitis A und B habe ich mich z. B. impfen lassen, da die Übertragung bereits durchs Küssen erfolgen kann. Zudem ist vieles Reisen ein Risikofaktor (findet man alles im www). Das Impfen geht schnell, tut nicht weh (bin ja kein Mann :grins:) und man hat eine gewisse Zeit seine Ruhe.
Das Impfen geht schnell, tut nicht weh (bin ja kein Mann :grins:) und man hat eine gewisse Zeit seine Ruhe.
Aber es ist einer 3er Impfung, d.h. nur die erste Spritze alleine reicht nicht aus. Zwischen den einzelnen Impfungen liegen so 4-6 Wochen glaub ich. Der Impfschutz beträgt dann 10 Jahre.
Escort Coach
03.09.10, 10:11
Aber es ist einer 3er Impfung, d.h. nur die erste Spritze alleine reicht nicht aus. Zwischen den einzelnen Impfungen liegen so 4-6 Wochen glaub ich. Der Impfschutz beträgt dann 10 Jahre.
Die letzte Impfung ist bei mir schon einige Jahre her. Ich kann daher nicht mehr genau sagen, wieviele Wochen etc. dazwischen liegen. Dass es mehrere waren, stimmt. Da ich jetzt aber nicht spekulieren will (hilft ja niemandem weiter), einfach den Arzt fragen - der sollte das wissen :smile:.
Ich hatte mir auf Anraten des Arztes einige Zeit später nochmal Blut abnehmen lassen, um festzustellen, ob genügend Antikörper aufgebaut wurden. So sollte eigentlich nichts mehr schief gehen.
Es ist leider weit verbreitet, dass sich im Gesundheitswesen (und nicht nur dort) der Dienstleistungsgedanke noch nicht durchgesetzt hat. Halbgötter in Weiß werfen mit Fachbegriffen um sich, die kein normal-sterblicher auf Anhieb versteht und die Zeit, dies verständlich zu erklären ist, dank der immer strafferen Taktung der Patienten-Abfertigung nicht mehr vorhanden (wobei es, wie überall, Ausnahmen gibt). Im Studium wird zwar das Handwerkszeug vermittelt, aber nicht "wie sag ich´s meinem Kinde".. im schlimmsten Falle: Wie sage ich einem Menschen, dass der geliebte Partner verstorben ist.
Es gibt Krankenhäuser, die durch entsprechende Fortbildungen daran arbeiten, aber kleine Praxen mit 5/6 Angestellten machen dies eher nicht... ein großer Fehler! Ich selber habe mehrfach Ärzte gewechselt, weil mir die Kommunikation in der Praxis sowohl untereinander, als auch dem Patienten gegenüber nicht zugesagt hat.
Aber zurück zum Thema: Ich denke, je mehr Patienten offensiv den HIV-Test verlangen und je selbstverständlicher sie das machen, desto eher wird es auch in den Praxen zur Normalität werden. Wenn ich selber es aber immer hinter der vorgehaltenen Hand mache und verschämt schaue, ob jemand was mitbekommt, fördere ich, dass dies eben was "verruchtes" ist... *pssssst*
Mir war es anfangs auch "komisch"... heute kratzt es mich nicht, im Gegenteil denke ich, jeder der mitbekommt, dass HIV und ein entsprechender Test genauso offen besprochen werden kann wie eine Grippe, fängt an nachzudenken...
Immer vorausgesetzt, der Test ist dann auch negativ. Im anderen Fall sollte der Betroffene aber schon mental "aufgefangen" werden.
Ob da die Öffentlichkeit des Praxistresens der richtige Ort ist, wage ich zu bezweifeln.
Immer vorausgesetzt, der Test ist dann auch negativ. Im anderen Fall sollte der Betroffene aber schon mental "aufgefangen" werden.
Ob da die Öffentlichkeit des Praxistresens der richtige Ort ist, wage ich zu bezweifeln.
Klar, alles andere wäre absolut verantwortungslos! :blume3:
sidekick211
03.09.10, 11:15
WIe oft zum Test...
Ich richte mich da grob nach der Inkubationszeit. Die Erreger können erst sechs bis acht Wochen nach der Infektion nachgewiesen werden und ich geh alle 3 Monate... und zwar vollkommen unabhängig davon, ob ich in dieser Zeit jeden Tag gevögelt habe oder nur einmal.. mir ist es für MICH wichtig, so gut es geht Sicherheit zu haben... und dann natürlich auch für den möglichen Partner...
Das ist so nicht richtig. Die Virenbestandteile können mittels PCR Test (sehr, sehr teuer!) bereits nach 14 Tagen nachgewiesen werden. Was du meinst sind die Antikörper, die leider erst 12 Wochen nach der Infektion mit 95%iger Testsicherheit nachgewiesen werden können.
Immer vorausgesetzt, der Test ist dann auch negativ. Im anderen Fall sollte der Betroffene aber schon mental "aufgefangen" werden.
Ob da die Öffentlichkeit des Praxistresens der richtige Ort ist, wage ich zu bezweifeln.
Das ist absolut klar. Ich denke, dass im Falle positiver Ergebnisse (egal, ob HIV, Krebsmarker, oder sonstwas) auch weniger "sensible" Tresenmannschaft das nicht einfach so hinausposaunen würde.
Aber der "normale" Umgang mit dem Thema (bei der Frage der Durchführung des Tests) ist ja das eigentliche Problem. So hat mich viel mehr gestört, was die Doktorin (unter vier Augen) zu mir in dem Zusammenhang auf meinem Wunsch nach dem Test gesagt hatte, weil ihre Bemerkung zum häufig wechselnden GV eben offenbar gespickt ist von seltsamen Vorurteilen.
Ansonsten, mein "Thekengespräche" ging ja noch ein bissl weiter. Die Sprechstundenhilfe ergänzte die "Verkündung" noch mit der Bemerkung, es sei ja bei mir auch nichts anderes zu erwarten gewesen. Hierauf meinte ich, dass ich zwar auch nichts anderes erwartet hätte, aber warum sie eigentlich nicht, ob ich denn tatsächlich so aussähe, als ob ich schon längst jenseits von Gut und Böse wäre (breit grinsend). Lustig eine "Berliner Schnauze" nach einer geeigneten Antwort suchen zu sehen. Wobei ihre Antwort "eigentlich nicht" wiederum mich etwas irritierte und mich von einer Vertiefung dieses Aspekts vorsichtshalber Abstand nehmen ließ. "Ganz und gar nicht" hätte mir irgendwie besser gefallen :lach:
Gegen Hepatitis A und B habe ich mich z. B. impfen lassen, da die Übertragung bereits durchs Küssen erfolgen kann. Zudem ist vieles Reisen ein Risikofaktor (findet man alles im www). Das Impfen geht schnell, tut nicht weh (bin ja kein Mann :grins:) und man hat eine gewisse Zeit seine Ruhe.
Vanessa, immer dieser kleine Seitenhieb auf uns Männer:nudelholz:
Ergänzung noch zu Hepatitis: Die Infektionsgefahr kann auch durch Nahrungsmittel z. B. Muscheln aus dem Mittelmeerraum oder Austern erfolgen.
Gruß Jupiter
Das ist so nicht richtig. Die Virenbestandteile können mittels PCR Test (sehr, sehr teuer!) bereits nach 14 Tagen nachgewiesen werden. Was du meinst sind die Antikörper, die leider erst 12 Wochen nach der Infektion mit 95%iger Testsicherheit nachgewiesen werden können.
Richtig. Für die anderen, PCR steht für Polymerase Chain Reaction. Das ist eine Methode zum Nachweis von sehr geringen Mengen an Nukleinsäuren (der Hauptbestandteil von Viren), und zwar ganz spezifisch von Nukleinsäuren mit einem ganz bestimmten Code (hier der virale Code). Dabei erfolgt eine Amplifizierung (Verstärkung), weswegen selbst allerkleinste Mengen nachweisbar sind. Der virale Code, der nachgewiesen wird, ist dabei ein "konservativer" Bereich, also ein Bereich, der in den diversen Varianten und Mutationen unverändert ist.
Es ist also ein direkter Nachweis des Virus selbst.
Die üblichen und bekannten Immuntests weisen körpereigene Antikörper gegen das HIV nach. Sie sind also indirekte Tests, weil nicht der Virus selbst getestet wird, sondern die dagegen gerichteten Antikörper. Weil die Bildung von Antikörpern im Körper einerseits vom Virustiter (Menge an Virus) abhängt und andererseits Zeit braucht, kommt es zu der besagten zeitlichen Verzögerung des Nachweises.
Das ist so nicht richtig. Die Virenbestandteile können mittels PCR Test (sehr, sehr teuer!) bereits nach 14 Tagen nachgewiesen werden. Was du meinst sind die Antikörper, die leider erst 12 Wochen nach der Infektion mit 95%iger Testsicherheit nachgewiesen werden können.
Danke!
Dann liege ich mit meinen 3 Monaten ja goldrichtig :blume3:
---------- Beiträge zusammengefügt um 11:38 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 11:35 Uhr ----------
So hat mich viel mehr gestört, was die Doktorin (unter vier Augen) zu mir in dem Zusammenhang auf meinem Wunsch nach dem Test gesagt hatte, weil ihre Bemerkung zum häufig wechselnden GV eben offenbar gespickt ist von seltsamen Vorurteilen.
.. was sie ja auch einen feuchten Kehricht angeht... :nudelholz:
Danke!
Dann liege ich mit meinen 3 Monaten ja goldrichtig :blume3:
Wenn Du heute zum HIV Test gehst und der Antikörpernachweis liegt unter dem sogenannten "cut-off"-Wert, dann bist Du "negativ". Das heißt aber nicht, dass nicht bereits in einer Woche ein Testwert erhalten werden könnte, der über dem cut-off Wert liegt, also "positiv".
Also eine Verknüpfung von Inkubationszeit und Testhäufigkeit ist nicht logisch. Es ist eher ein pragmatischer Ansatz für einen guten Kompromiss zwischen Testhäufigkeit und akzeptablem "Restrisiko". Bei häufigem GV mit verschiedenen Partnern, womöglich auch noch ungeschützt (egal ob P6 oder "privat"), würde man diesen Kompromiss wohl bei kürzeren Abständen ansiedeln. Nicht wegen der betreffenden Person selbst (ob die nun ein positives Ergebnis ein paar Wochen früher oder später erfährt, ist therapeutisch weitgehend irrelevant), sondern zum Schutz Dritter.
Übrigens, ein verantwortungsvoller Arzt wird bei einem positiven Test dem Patienten unter einem Vorwand nochmals Blut abzapfen und den Test wiederholen, weil es auch durchaus sogenannte "falsch-positive" Ergebnisse gibt, die bei einer Wiederholung mit hoher Wahrscheinlichkeit korrigiert werden.
Wenn Du heute zum HIV Test gehst und der Antikörpernachweis liegt unter dem sogenannten "cut-off"-Wert, dann bist Du "negativ". Das heißt aber nicht, dass nicht bereits in einer Woche ein Testwert erhalten werden könnte, der über dem cut-off Wert liegt, also "positiv".
OK... ab sofort gehe ich jeden Tag.... :nudelholz:
Also eine Verknüpfung von Inkubationszeit und Testhäufigkeit ist nicht logisch. Es ist eher ein pragmatischer Ansatz für einen guten Kompromiss zwischen Testhäufigkeit und akzeptablem "Restrisiko".
... ich bin ja auch pragmatisch veranlagt :streicheln1:
bluemarine
03.09.10, 12:31
weil es auch durchaus sogenannte "falsch-positive" Ergebnisse gibt, die bei einer Wiederholung mit hoher Wahrscheinlichkeit korrigiert werden.
Zur Präzisierung: ob man fälschlicherweise HIV positiv getestet wurde (also falsch positiv), weiss man ja nach einem ersten positiven Testergebnis ersteinmal nicht.
Da die Tests recht zuverlässig (aber halt nicht unfehlbar) sind, ist es nicht so wahrscheinlich wie oben beschrieben, dass es sich (bei einem 2. und 3. Test) als Fehlalarm herausstellt.
Nur wenn man vorher weiss, dass man fäschlicherweise positiv getestet wurde, dann ist es naheliegend, dass ein 2. Test richtig und negativ ausfällt - aber wer weiss das schon, der einen Test machen lässt?
Sorry für den trockenen Zwischenruf, aber bei dem ernsten Thema wollte ich keine Unklarheiten im Raum stehen lassen...
b
Das ist absolut klar. Ich denke, dass im Falle positiver Ergebnisse (egal, ob HIV, Krebsmarker, oder sonstwas) auch weniger "sensible" Tresenmannschaft das nicht einfach so hinausposaunen würde.
Wäre zu hoffen... habe aber im zusammenhang mit einer Tumordiagnose auch schon mal anders gehört.
Das war ein "Arzt", der das quasi im krankenhaus im "Vorübergehen" erwähnt hatte: " Ach ja... über ihren Tumor..der ist übrigens bösartig... sollten wir uns nächste Woche nach meinem Urlaub unterhalten..."
Aber der "normale" Umgang mit dem Thema (bei der Frage der Durchführung des Tests) ist ja das eigentliche Problem. So hat mich viel mehr gestört, was die Doktorin (unter vier Augen) zu mir in dem Zusammenhang auf meinem Wunsch nach dem Test gesagt hatte, weil ihre Bemerkung zum häufig wechselnden GV eben offenbar gespickt ist von seltsamen Vorurteilen.
Ansonsten, mein "Thekengespräche" ging ja noch ein bissl weiter. Die Sprechstundenhilfe ergänzte die "Verkündung" noch mit der Bemerkung, es sei ja bei mir auch nichts anderes zu erwarten gewesen. Hierauf meinte ich, dass ich zwar auch nichts anderes erwartet hätte, aber warum sie eigentlich nicht, ob ich denn tatsächlich so aussähe, als ob ich schon längst jenseits von Gut und Böse wäre (breit grinsend). Lustig eine "Berliner Schnauze" nach einer geeigneten Antwort suchen zu sehen. Wobei ihre Antwort "eigentlich nicht" wiederum mich etwas irritierte und mich von einer Vertiefung dieses Aspekts vorsichtshalber Abstand nehmen ließ. "Ganz und gar nicht" hätte mir irgendwie besser gefallen :lach:
Wärst Du einer der im anderen Thread erwähnten "Bad Guys", wäre das ein Aufhänger für ne Verabredung abends gewesen...
escort-flüsterer
03.09.10, 13:27
Na, weil hier auch über die Kosten eines solchen Tests gesprochen wurde.
Kostet hier über ein vom Hausarzt bemühtes bekanntes Kölner Großlabor 17,49 €. Test war am nächsten Tag da , Rechnung vom Labor kam Wochen später.
Habe der Sprechstundenhilfe im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung sagen müssen, dass ein HIV-Test mit dabei sein soll. Kein Kommentar ihrerseits, nur ein Kreuzel mehr auf dem Bearbeitungsbogen.
escort-flüsterer
Aber der "normale" Umgang mit dem Thema (bei der Frage der Durchführung des Tests) ist ja das eigentliche Problem. So hat mich viel mehr gestört, was die Doktorin (unter vier Augen) zu mir in dem Zusammenhang auf meinem Wunsch nach dem Test gesagt hatte, weil ihre Bemerkung zum häufig wechselnden GV eben offenbar gespickt ist von seltsamen Vorurteilen.
Ansonsten, mein "Thekengespräche" ging ja noch ein bissl weiter. Die Sprechstundenhilfe ergänzte die "Verkündung" noch mit der Bemerkung, es sei ja bei mir auch nichts anderes zu erwarten gewesen. Hierauf meinte ich, dass ich zwar auch nichts anderes erwartet hätte, aber warum sie eigentlich nicht, ob ich denn tatsächlich so aussähe, als ob ich schon längst jenseits von Gut und Böse wäre (breit grinsend). Lustig eine "Berliner Schnauze" nach einer geeigneten Antwort suchen zu sehen. Wobei ihre Antwort "eigentlich nicht" wiederum mich etwas irritierte und mich von einer Vertiefung dieses Aspekts vorsichtshalber Abstand nehmen ließ. "Ganz und gar nicht" hätte mir irgendwie besser gefallen :lach:
Solches Verhalten - solche Arztgespräche - sind leider wieder immer öfter Alltag geworden. Zahnärtze sind da ganz besonders an vorderster Front zu finden. Über 50 % von Ihnen lehnen die Behandlung eines HIV Positiven mit den haarsträubensten Begründungen ab.
Hier mal eine kleine Auswahl von Begründungen warum Zahnärzte die Behandlung von Menschen mit HIV ablehnen. Ist alles dokumentiert . . . .
„Unsere Praxis ist was die Hygiene betrifft dafür nicht eingerichtet“
„Nein, wegen der Hygiene. Aber in der Uni Klinik in Mainz oder im Carolinum in der Uniklinik in Frankfurt sind sie gut aufgehoben. Außerdem ist es mit der S-Bahn kein Problem dort hin zu kommen.“
„Ach nein, lieber nicht. Da ist die Angst vor einer Ansteckung und außerdem habe ich Kinder“
„Wir haben nicht die entsprechenden Vorrichtungen“
„Nein, wir sind nicht auf HIV Patienten eingestellt . . . . . wir sind sehr christlich eingestellt“
„Im Prinzip ja, aber wegen der Hygiene. Wir sind eine offene Praxis, haben keine abgeschlossenen Räume. Zu uns kommen sehr viele Kiddis . . . „
„Nein, dafür sind ja Kliniken spezialisiert“
„. . . eher nicht, da wir wegen der Hygiene und Sterilisation nicht entsprechend eingerichtet sind . . .“
„Wir nehmen keine HIV Patienten an“.
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