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Vollständige Version anzeigen : SM Escort im geschützten Bereich?


MC
19.11.06, 11:49
Da es kaum Beiträge zu dieser Thematik gibt, weil der eine oder andere eine hemmschwelle besitzt (?), wäre es evtl. überlegenswert ihn nur für einen beschrankten Kreis zugänglich zu machen, d.h. nur für Mitglieder welche sich für diesen Bereich interessieren (nein, ohne Gebühren).
Was meint ihr dazu?

markus38
19.11.06, 17:04
Ich glaube es liegt eher daran das die Mehrheit der Mitglieder nicht so auf SM steht. Auch bei den Models scheint das so zu sein.
Tara ist ja die einzige die etwas dazu geschrieben hat. Dabei ist SM eine sehr leidenschaftliche Art der Erotik wenn man darauf steht :-)
Viele Grüße
markus

MC
19.11.06, 17:22
Na, da glaube ich täuscht du dich ;) Der Bedarf ist schon da, wie beispielsweise in dieser Umfrage (http://www.mc-escort.de/forum/showthread.php?t=744) ersichtlich. Also ein Anteil von mindestens 30% hat schon Interesse an SM.
Nur wer will schon beispielsweise öffentlich anfragen welche Domina spezialisiert ist auf auspeitschen und Hoden Aufhängen? :schaem:

markus38
19.11.06, 17:33
Ja, aber so direkt muß eine Frage ja auch nicht sein... aber es stimmt, es ist sicher schwierig sich frei über diese Themen auszutauschen. Schlißlich ist dies kein SM-Forum.
Aber dennoch, die meisten Damen äußern sich nur wenig darüber.

Dennis
19.11.06, 17:51
SM ist eine Form - Spielart von Sex - Erotik.

die spielarten von sind mannigfaltig. was für den einen "niemals" in frage kommt ist nicht gleichbedeutend mit "out of the line" nur weil man selbst nichts damit anfangen kann. und nur weil eine spielart nicht dem mainstream entspricht heißt das ja nicht das man diejenigen für die sex mehr ist - sein könnte als "normales verhalten whatever that may be anyway" nicht einen raum geben sollte um sich dem einen oderen anderen thema anzunähern.

ich finds immer wieder amüsant wenn einerseits aussagen wie " bin für alles offen" fallen und gleichzeitig die schubladen bei bestimmten termini gleich einem pawlowschen reflex runtergehen wenn man eine variante pers. ablehnt.

ich finde die idee sehr gut

Sina
20.11.06, 08:54
MC ich denke ich würde dieses Thema nicht in einen anderen Bereich verschieben, denn nur so können Hemmschwellen abgebaut werden und bei manchen die Lust des erlebens geschürt werden.

Wie gesagt SM ist eine Spielart und SM hat nur Bedingt etwas mit Schmerz zu tun, sondern eher mit Macht und Neugier.

Markus ich denke mal nicht NUR Tara hat sich da zu den Themen geäussert, ausserdem war Interesse da, von vielen anderen Usern.

Außerdem, wir haben ja jetzt erst seit ein paar Tagen die Serviceangabe "BDSM" warten wir doch einfach mal ob sich jetzt was in der Sparte tut :zwinker:


Sina

Violetta-Frankfurt
20.11.06, 10:01
Ich finde, der SM Bereich sollte dort bleiben, wo er jetzt schon ist. Ich glaube kaum, daß die Beteiligung reger wird, wenn es einen eigenen Bereich hierfür gibt. Das erhöht Hemmschwellen eher noch.

Für mich ist SM strikt dem privaten Bereich vorgehalten. Im Gewrbe wäre mir dies viel zu gefährlich

Violetta

Sina
20.11.06, 10:16
Ich finde, der SM Bereich sollte dort bleiben, wo er jetzt schon ist. Ich glaube kaum, daß die Beteiligung reger wird, wenn es einen eigenen Bereich hierfür gibt. Das erhöht Hemmschwellen eher noch.

Für mich ist SM strikt dem privaten Bereich vorgehalten. Im Gewrbe wäre mir dies viel zu gefährlich

Violetta


Ja Violette das sehe ich auch so! Obwohl wenn ich den dominanten Part übernehme ist das wieder etwas anderes. Mir sind halt meist auch die Gäste nicht egal und durch meine Erfahrungen bin ich eher die Person die sich langsam vortastet, Vorgespräche führt und ein Codewort vereinbart.
Hatte früher auch leichte devote Spiele angeboten, bis ich an einen Gast geriet der gegen meine Tabus verstossen hat, zauberte auf einmal einen Rohrstock hervor und schlug damit ca. 5 mal auf meinem Hintern! Habe das Treffen dann abgebrochen, nur mein Freund musste mir daheim erstmal den Hintern mit Bepanthen für 3 Tage behandeln da die Striemen böse Male hinterlassen habe.

Seitdem haben alle die es ehrlich meinen einfach Pech!!!!!

Lucy
20.11.06, 12:10
da hast du noch richtig glück gehabt, sina.. sowas geht mitunter noch wesentlich schlimmer aus.. nichts desto trotz bleibt ein gewisses mißtrauen zurück und führt dazu, daß man sich gar nicht mehr einlassen kann auf so etwas.

da sm ein riesiges spektrum umfaßt und ich nur ganz wenig dinge machen würde (als dom) biete ich das gar nicht erst an. wenn ich jemanden für meinen spaß haben möchte, tu ich das im privaten bereich.

ich glaube auch nicht, daß ein extra bereich dafür hier im forum nötig sein sollte.

in diesem sinne einen wundervollen tag wünsche

lucy

Sina
20.11.06, 12:30
da hast du noch richtig glück gehabt, sina.. sowas geht mitunter noch wesentlich schlimmer aus.. nichts desto trotz bleibt ein gewisses mißtrauen zurück und führt dazu, daß man sich gar nicht mehr einlassen kann auf so etwas.

da sm ein riesiges spektrum umfaßt und ich nur ganz wenig dinge machen würde (als dom) biete ich das gar nicht erst an. wenn ich jemanden für meinen spaß haben möchte, tu ich das im privaten bereich.

ich glaube auch nicht, daß ein extra bereich dafür hier im forum nötig sein sollte.

in diesem sinne einen wundervollen tag wünsche

lucy


Stimmt Lucy, dass Misstrauen bleibt zurück und Glück habe ich wirklich gehabt!!
Zu dem Spiel gehört halt auch VIEL Vertrauen! Das habe ich danach nicht mehr besessen. Viel angeboten habe ich was das Spectrum anbelangt auch nicht, aber mein Hintern ist nicht so empfindlich, von daher stört mich das weniger, Wachsspiele und Fesselspiele sind halt auch nicht sooo Risikoreich, das alles habe ich danach aber aus meinem Kundenservice gestrichen.
Privat geniesst man ja noch weitaus mehr Spielarten :zwinker: in einer Beziehung ist Vertrauen ja gegeben und man kann geniessen und sich fallen lassen.

Was den dominaten Bereich anbelangt, ich biete keine RS, aber Bondage, Wachs, psychische Dominanz, Eis, Klammern, Abbindungen usw. an.
Switcher oder Devote können sich halt sehr gut rein versetzen in den anderen, sie wissen meist welche Reaktion eine Aktion zur Folge hat :zwinker: :grins:


Sina

raketef
29.11.06, 20:21
Na, da glaube ich täuscht du dich ;) Der Bedarf ist schon da, wie beispielsweise in dieser Umfrage (http://www.mc-escort.de/forum/showthread.php?t=744) ersichtlich. Also ein Anteil von mindestens 30% hat schon Interesse an SM.
Nur wer will schon beispielsweise öffentlich anfragen welche Domina spezialisiert ist auf auspeitschen und Hoden Aufhängen? :schaem:
Ich möchte auch nicht unbedingt meine Vorlieben hier präsentieren...

Lucy
29.11.06, 20:28
hmm ich glaube, wer sich dafür interessiert wird eine domina gezielt suchen. diese hardcore-sachen werden in den einschlägigen foren angeboten. wenn sich eine sach-unkundige dame an solchen dingen versucht, kann das ganz böse enden.

ich empfehle für die harten sachen den gang zur ausgebildeten domina.

für die nicht so harten dinge kann man doch die bekannten damen anflüstern :-).

in diesem sinne

lg lucy

Laudana
29.08.09, 13:43
mal wieder hinterhergedackelt:

ich fände einen geschützten bereich ganz prima!
nur: wie/wodurch erfolgt die selektion?

probleme haben nach meiner erfahrung vor allem oder auch nur submissive männer (ich werd dazu in kürze in einem separaten fred was schreiben). denn sie hadern (verständlicherweise, wenn man sich die wildnis anschaut, die man realität nennt) mit dieser (sub)rolle. und das ist gerade hier - im forum mit sehr vielen männern, die gerne auch mal den hirschen geben - sehr, sehr schwer.

eher dominate männer entsprechen dem klischee des "ganzen kerls", die tendenziell submissive frau ebenso dem pendant. für die braucht's m.e. das also nicht... oder? das wäre eher mal thema für allg. feministische analysen des gender- und sexualverhaltens....

nochmal die frage: wie könnte so ein bereich geschützt werden?

Kenni
29.08.09, 13:49
mal wieder hinterhergedackelt:

ich fände einen geschützten bereich ganz prima!
nur: wie/wodurch erfolgt die selektion?

probleme haben nach meiner erfahrung vor allem oder auch nur submissive männer (ich werd dazu in kürze in einem separarten fred was schreiben). denn sie hadern (verständlicherweise, wenn man sich die wildnis anschaut, die man realität nennt) mit dieser (sub)rolle. und das ist gerade hier - im forum mit sehr vielen männern, die gerne auch mal den hirschen geben - sehr, sehr schwer.

eher dominate männer entsprechen dem klischee des "ganzen kerls", die tendenziell submissive frau ebenso. für die braucht's m.e. das also nicht... oder? das wäre eher mal thema für allg. feministische analysen des gender- und sexualverhaltens....

nochmal die frage: wie könnte so ein bereich geschützt werden?

Trinke mal einen Kaffee ! Die Anfrage ist aus 2006, da durftest du ohne vorzeigen des Persos, noch nicht nicht einmal in die Zappelbude. . . . .:lach:

Da sind in der Tat sogar Dackel flinker, SPARE dir freche Kommentare !

Laudana
29.08.09, 13:57
und warum pfeifst du mich so an? muss dich doch gar nicht kümmern...

Kenni
29.08.09, 14:07
und warum pfeifst du mich so an? muss dich doch gar nicht kümmern...

Wusste nicht das du heute Empfindlichkeiten zeigst. . .:zwinker:

Laudana
29.08.09, 14:13
nö. ich fands nur leicht aggro und mehr als leicht überflüssig.

es ist doch wirklich schwer für einen mann, sich als sub zu outen. da würde es doch hier blöde kommentare ohne ende hageln. von den geschlechtsgenossen. leider.
daher bald was dazu.

und: mir pupsegal, wie alt der fred hier ist.

Kenni
29.08.09, 14:21
nö. ich fands nur leicht aggro und mehr als leicht überflüssig.

es ist doch wirklich schwer für einen mann, sich als sub zu outen. da würde es doch hier blöde kommentare ohne ende hageln. von den geschlechtsgenossen. leider.
daher bald was dazu.

und: mir pupsegal, wie alt der fred hier ist.

Aggro, da kennst mich aber schlecht, dass war mehr ironisch.

Zum Thema: Da hast du sicher vollkommen recht, ich weiß nur nicht ob es hier so etwas schon gab. Der selbst ernannte Forenachivar Asfaloh, weiß immer bestens Bescheid. Evtl. fragst den einfach einmal bevor du dir überflüssig Mühe machst, ist ja alles mit Arbeit verbunden.:gruss:

Laudana
29.08.09, 14:31
kleines k, ich kenni dich doch noch gar nicht...

und im bdsm-thread ist nix dergl zu finden.
außerdem hab ich soviel dazu zu fragen, dass sich n neuer faden eh lohnte.

Asfaloth
29.08.09, 17:53
Aggro, da kennst mich aber schlecht, dass war mehr ironisch.

Zum Thema: Da hast du sicher vollkommen recht, ich weiß nur nicht ob es hier so etwas schon gab. Der selbst ernannte Forenachivar Asfaloh, weiß immer bestens Bescheid. Evtl. fragst den einfach einmal bevor du dir überflüssig Mühe machst, ist ja alles mit Arbeit verbunden.:gruss:


Selbsternannt ??? :hmm:

Egal....

outing freds dazu gibts keine ausser dieser Diskussion über den bereich Moneyslave...
http://www.mc-escort.de/forum/showthread.php?t=3426&highlight=devot&page=5

und begleitet hierzu vielleicht noch das.
http://www.mc-escort.de/forum/showthread.php?t=744&highlight=devot

Interessanterweise beide Diskussionen mit Tara verknüpft, die quasi zu den Gründungsmitgliedern gehört, aber wierder in der versenkung verschwunden ist.

. Btw. Laudanas Postings haben sie mir übrigens wieder etwas ins gedächtnis gerufen...

Ariane
29.08.09, 18:18
nee, fremdernannt.

Ich habe zwar "auch" Fetisch-Escort im Angebot, bin dabei weder Dompteuse noch Slavegirl, und handhabe dies nicht öffentlich. Warum und wieso ich diverse Rollenspiele schätze, Stichworte: provokative Erotik, Abwechslungsreichtum, ist meine persönliche Angelegenheit. Auf einschlägigen BDSM Sites gibt es doch genügend Diskussionen rund um die jeweiligen Vorlieben, FAQs, Sicherheitsstandards etc. und mir ist nicht wirklich deutlich geworden, wieso ein Escort-Forum, dass bekanntermassen andere Schwerpunkte, nämlich Sex und Erotik diskutiert, dazu die Neigungen von Subs und Dommes sowie Grauzonen öffentlich diskutieren sollte.

Philebos
29.08.09, 18:30
nee, fremdernannt.

Ich habe zwar "auch" Fetisch-Escort im Angebot, bin dabei weder Dompteuse noch Slavegirl, und handhabe dies nicht öffentlich. Warum und wieso ich diverse Rollenspiele schätze, Stichworte: provokative Erotik, Abwechslungsreichtum, ist meine persönliche Angelegenheit. Auf einschlägigen BDSM Sites gibt es doch genügend Diskussionen rund um die jeweiligen Vorlieben, FAQs, Sicherheitsstandards etc. und mir ist nicht wirklich deutlich geworden, wieso ein Escort-Forum, dass bekanntermassen andere Schwerpunkte, nämlich Sex und Erotik diskutiert, dazu die Neigungen von Subs und Dommes sowie Grauzonen öffentlich diskutieren sollte.

Fetish und BDSM sind für mich kein Gegensatz zu Sex und Erotik!

Ich finde es gut, dass es bei MC einen Bereich BDSM gibt, denn viele Damen und Herren hier haben offenbar Interesse daran, ihre sexuellen Erfahrungen in diese Richtung zu erweitern und sich dazu auszutauschen. Für Spezialisten gibt es sicherlich andere Foren.

Kenni
29.08.09, 20:33
Selbsternannt ??? :hmm:

Egal....




Ich weiß es nicht besser, wenn nötig kläre mich auf !

Asfaloth
29.08.09, 22:00
Ich weiß es nicht besser, wenn nötig kläre mich auf !

Nein, Du hattest recht .erste Erwähnung des Begriffes 07.01.09 15:52 von mir ...

Mit dem Gefühl von Realitätsverlust geh ich jetzt schlafen...

Kenni
29.08.09, 22:18
Nein, Du hattest recht .erste Erwähnung des Begriffes 07.01.09 15:52 von mir ...

Mit dem Gefühl von Realitätsverlust geh ich jetzt schlafen...

Aus Traurigkeit ? Nicht meinetwegen, ich nehme nichts übel.:lach:

Miss Solitaire
30.08.09, 00:15
Ich möchte auch nicht unbedingt meine Vorlieben hier präsentieren...
So viel Genanz in einem Forum wie diesem?!?
Was sind denn für Dich Vorlieben die öffentlich sein dürfen - z.B. " meine Escort-Lady soll blond sein und darf keinen weißen BH zu einem schwarzen Kleid tragen"!?(Zitat von einem anderen User, nur als Beispiel"mißbraucht!!!)Denn Statemenst wie diese veröffentlichen dem empathischen Leser noch ganz viel andere Dinge - ganz ungewollt!!!
Im übrigen outet sich ja jede Escort Dame allein mit Ihrem Angebot(auch als Serviceliste bekannt)...

---------- Beiträge zusammengefügt 30.08.09 um 00:07 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war 29.08.09 um 23:08 Uhr ----------

Da es kaum Beiträge zu dieser Thematik gibt, weil der eine oder andere eine hemmschwelle besitzt (?), wäre es evtl. überlegenswert ihn nur für einen beschrankten Kreis zugänglich zu machen, d.h. nur für Mitglieder welche sich für diesen Bereich interessieren (nein, ohne Gebühren).
Was meint ihr dazu?
Auch auf die Gefahr hin das ich mangels Kenntnis an evtl. bereits vorhandenen Foren/Bereichen vorbeischreibe möchte ich doch kundtun das die Eröffnung eines Fetisch-Forums in vielerlei Hinsicht von Vorteil ist. Bis vor einige Jahren war mir der Fetischbereich mit all seinen Facetten völlig unbekannt, vielen Usern wird es ähnlich gehen. Einige haben evtl. Tendenzen die sie noch nicht zuordnen können oder lassen sich von klassischen Zuordnungen wie "SM gleich ausschließlich Domina die einen auspeitscht bis das Blut spritzt" abschrecken und wären für Tipps die über die Manigfaltikeit des Fetisch`s an sich sicherlich dankbar.
Ich biete ähnlich wie Ariane Fetisch Escort (sowie Spielarten)an, reise aber nicht mit einem gynäkologischen Stuhl sowie Andreaskreuz im Handgepäck an. Viellen ist der Sex in einem bestimmten Material (Latex,Leder & whatever) schon Fetisch genug, manch einer möchte sich aber nur einmal an diese Szene herantasten (und dann evtl. zum Gynäkologischen Stuhl mit dem Andreaskreuz weiter) um dann doch zur Heimkost zurück zu kehren. Man könnte das Forum zunächst allgemein halten und dann von dort auf verschiedene Unterforen (wie Leder, Lack,Latex,Lingerie etc.) und den verschiedenen Spielarten verweisen. Gilt es hier doch spezielle Wünsche zu erfüllen und die Lust nicht nur im "Standartprogramm" zu bedienen.Da sich (zumindest gemäß meiner technisch begrenzten) Ansicht nach ja nur die Escorts mit Ihren Fotos&Profilen "outen" können bleibt doch trotz allem(und aller Nicknames) die Privatsphäre des Kunden/Users doch weiterhin geschützt - somit niemand Schaden erleidet sondern im Endeffekt doch allen geholfen wird.

---------- Beiträge zusammengefügt um 00:12 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 00:07 Uhr ----------

Ja, aber so direkt muß eine Frage ja auch nicht sein... aber es stimmt, es ist sicher schwierig sich frei über diese Themen auszutauschen. Schlißlich ist dies kein SM-Forum.
Aber dennoch, die meisten Damen äußern sich nur wenig darüber.
Ooooch, ich bin da recht "offenherzig" (zwinker)...!!!

---------- Beiträge zusammengefügt um 00:15 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 00:12 Uhr ----------

Oooooch, ich bin da recht"offenherzig"(zwinker)...!!!

Asfaloth
30.08.09, 08:55
Aus Traurigkeit ? Nicht meinetwegen, ich nehme nichts übel.:lach:

Nee..war Müdigkeit gewesen..:zwinker:

@Miss Solitaire..

es gibt doch Möglichkeit hier, eine geschlossene Gruppe einzurichten, die sich mit dem Thema befasst und auch mal ins Detail gehen kann.
Kannst Du selbst eröffenen über den Communjity-bereich und Du kannst dann Leute freigeben dafür.

Wäre es das, was Du suchst ?

hiheelfan
28.01.10, 15:38
es ist doch wirklich schwer für einen mann, sich als sub zu outen. da würde es doch hier blöde kommentare ohne ende hageln. von den geschlechtsgenossen. leider.
.

Also ich bin zwar ein Neuling in diesem Forum, muß aber dennoch widersprechen: 1. sind es doch gerade solche Männer, die sehr oft im Berufsleben in Führungspositionen, oftmals mit sehr viel Verantwortung, tätig sind, die die submissive Rolle besonders aufregend finden. Dh daß diese Männer meistens sehr erfolgreich sind im Beruf und sich eigentlich nicht für diese Empfindung zu genieren. und
2. zeugt es gerade von einem hohen Maß an Selbstbewußtsein und Mit-sich-im-Reinen-sein, so etwas zuzugeben, oder?

Leviana von Degenfelder
28.01.10, 16:59
Ich glaube es liegt eher daran das die Mehrheit der Mitglieder nicht so auf SM steht. Auch bei den Models scheint das so zu sein.
Tara ist ja die einzige die etwas dazu geschrieben hat. Dabei ist SM eine sehr leidenschaftliche Art der Erotik wenn man darauf steht :-)
Viele Grüße
markus


Na ja, ich bin auch Fan von Bizarr Erotik und softem SM, kein Muss bei mir, aber ich freue mich immer sehr, wenn solche Treffen anstehen...
Dementsprechend ist meine Seite auch mit solchen Fotoaufnahmen ausstaffiert,
KG LIV:putzen:

Elektra
28.01.10, 19:22
1. sind es doch gerade solche Männer, die sehr oft im Berufsleben in Führungspositionen, oftmals mit sehr viel Verantwortung, tätig sind, die die submissive Rolle besonders aufregend finden. Dh daß diese Männer meistens sehr erfolgreich sind im Beruf und sich eigentlich nicht für diese Empfindung zu genieren
Das ist ein Klischee, das zudem noch einige unhaltbare Kausalzusammenhänge zwischen sexueller Neigung und Lebensumfeld impliziert.

hiheelfan
31.01.10, 12:47
Das ist ein Klischee, das zudem noch einige unhaltbare Kausalzusammenhänge zwischen sexueller Neigung und Lebensumfeld impliziert.

Da muß ich widersprechen: ich glaube nicht, daß es allzuviele Männer gibt, die in untergeordneten Positionen beruflich tätig sind, sich üblicherweise häufig ansch.. lassen müssen und ein primär fremdbestimmtes Arbeitsumfeld haben, und dann auch noch beim Sex submissive Tendenzen haben. Eher umgekehrt. Das ist auch wissenschaftlich belegt.

Das heißt natürlich nicht, daß das bei JEDEM so ist, aber der prozentuelle Anteil an Männern, die eine Begegnung mit einer Domina aufregend finden, ist sicher höher bei Männern in Positionen mit viel Macht und Verantwortung..

---------- Beiträge zusammengefügt um 12:47 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 12:40 Uhr ----------

Na ja, ich bin auch Fan von Bizarr Erotik und softem SM, kein Muss bei mir, aber ich freue mich immer sehr, wenn solche Treffen anstehen...
KG LIV:putzen:

Ich werde Anfang Dezember in Hamburg sein und hoffe sehr auf ein Treffen...
:bettchen::blumenkuss:

Bloßeinbesucher
31.01.10, 14:26
Daß sogenannte Führungskräfte besonders eifrige Domina-Kunden sind, muß nicht nur kein Widerspruch sein, man braucht es auch nicht notwendig als kompensatorische Verhaltensweise deuten, in dem Sinne etwa, daß, wer, den ganzen Tag über andere Leute piesackt, dann sexuell zum Ausgleich oder gar zur Strafe auch einmal ein bißchen gequält werden möchte. Ich glaube, es ist viel einfacher: Je weniger Herkunft und fachliche Eignung für das berufliche Fortkommen eine Rolle spielen, desto häufiger gelangen Leute in Führungspositionen, die Spaß an Machtspielchen haben. Ob sie diese Neigung im sexuellen Bereich dann dominant oder devot ausleben, ist zweitrangig.

Lucy
31.01.10, 14:41
männer in führungspositionen wollen "die verantwortung an der türe abgeben". diese aussage habe ich nicht nur einmal gehört. sie wollen sich fallenlassen können und einfach einmal das tun, was die domina ihnen sagt.

selbstverständlich gibt es auch männer, die in führungsposition sind und privat auch dom oder sad oder beides. in welchem verhältnis dom/dev bei männern aus führungspositionen stehen, weiß ich nicht.

lg lucy

Bloßeinbesucher
31.01.10, 17:10
männer in führungspositionen wollen "die verantwortung an der türe abgeben". diese aussage habe ich nicht nur einmal gehört. sie wollen sich fallenlassen können und einfach einmal das tun, was die domina ihnen sagt...

Interessante Beobachtung. Es kann sich aber auch um eine naheliegende Selbststilisierung handeln, nicht nur zur Rationalisierung des eigenen Verhaltens, sondern auch, um sich der Domina nicht völlig auszuliefern. Schließlich schultern diese Männer die Last der Verantwortung aufs Neue, sobald sie wieder zur Tür hinausgehen. Und so furchtbar schwer wiegt die Last dann übrigens auch wieder nicht, jedenfalls nicht für diejenigen, zu deren Führungsstärke es gehört, "Verantwortung zu delegieren".

Escort Kira
31.01.10, 17:20
Nun ja, ich denke, dass eine Art Vorliebe von Machtspielen (in welcher Form auch immer) häufiger bei Männern in Führungspositionen beobachtet werden kann, da sie sich schon beruflich mit dem Thema Macht auseinandersetzten müssen. Dennoch werden sicherlich auch etliche, die sich in untergeordneten Stellungen befinden, eine derartige Neigung haben, sich aber die Inanspruchnahme eines Escorts nicht immer leisten können (oder wollen oder überhaupt, mangels Auseinandersetzung mit dem Thema, eine Ahnung davon haben, ob ihnen so etwas gefällt).

Sicherlich kann es für manche Menschen ein angenehmer Ausgleich zum Alltag/Beruf sein, sexuell eine gegenteilige Position einzunehmen. Dennoch zeigt sich meines Erachtens hier keine Tendenz. Man kann Vorlieben nicht an der beruflichen Stellung erkennen, da sie aus den persönlichen Erfahrungen sowie charakterlichen Eigenschaften, evtl. sogar Vererbung und den aktuellen Gegebenheiten heraus entstehen. Es kann in vielen Fällen ein Zusammenhang zwischen bestimmten Charakterzügen (wie einer sehr dominanten Art) eines Menschen und seinen sexuellen Vorlieben erkennbar sein, aber das zu verallgemeinern oder einen direkten Zusammenhang mit der beruflichen Position zu unterstellen wäre zu simpel (daraus entstehen lediglich Klischees, die nicht bewiesen werden können). Der Mensch ist doch um vieles komplexer und darüber hinaus nicht beständig. Gewisse Vorlieben können sich im Laufe des Lebens immer ändern und eine Vorliebe schließt die andere nicht unbedingt aus.

VanessaS
01.02.10, 09:38
Meiner Meinung nach ist die vermehrte devote Ausprägung der Frau und die vermehrte dominante Ausprägung des Manes eine internalisierte Erziehungssache.
Das heisst, dass dies eigentlich nciht dem bewussten Handeln unterliegt.

Ebenso betrifft es devote Männer evtl. auch aus Erziehungsgründen. Erziehungssache, die garnicht zwingend etwas mit Sexualität zu tun hat. Ich denke,dass man das nicht nur vom aktuellen Status in der Berfuswelt abhängig machen kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, da ich gern beobachte, dass da sehr viele Aspekte und auf dominanter Seite auch sehr viel Unsicherheiten in der Persönlichkeit mit einspielen und auf der devoten häufig Sicherheit gesucht wird.

Der Evolutionsbezug sollte auch sehr stark dabei Beachtung finden.

Bloßeinbesucher
01.02.10, 11:42
Meiner Meinung nach ist die vermehrte devote Ausprägung der Frau und die vermehrte dominante Ausprägung des Manes eine internalisierte Erziehungssache.
Das heisst, dass dies eigentlich nciht dem bewussten Handeln unterliegt.

Ebenso betrifft es devote Männer evtl. auch aus Erziehungsgründen. Erziehungssache, die garnicht zwingend etwas mit Sexualität zu tun hat. Ich denke,dass man das nicht nur vom aktuellen Status in der Berfuswelt abhängig machen kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, da ich gern beobachte, dass da sehr viele Aspekte und auf dominanter Seite auch sehr viel Unsicherheiten in der Persönlichkeit mit einspielen und auf der devoten häufig Sicherheit gesucht wird.

Der Evolutionsbezug sollte auch sehr stark dabei Beachtung finden.

Es ist sicherlich richtig, daß sexuelle Neigungen immer auch mit der Erziehung zusammenhängen, und wenn nicht mit der Erziehung, dann mit der Evolution. Aber eben deshalb, weil das so ist, helfen Erziehung und Vererbung bei der Erklärung des speziellen Falls nicht weiter. Allenfalls ließe sich möglicherweise demonstrieren, daß eine bestimmte Art von Erziehung den Zögling sowohl zu einem Kandidaten für Führungsaufgaben macht als auch ihn für sadomasochistische Praktiken prädestiniert. Aber genau damit wäre zugleich der Nachweis erbracht, daß es eben doch einen Zusammenhang zwischen beruflichem Status und sexuellen Vorlieben gibt.

Da finde ich den Einwand Kiras triftiger, daß die sogenannten Führungskräfte vor allem deshalb überproportional häufig zur Domina gingen, weil sie sich im Unterschied zu anderen solche Vergnügungen leisten können. Voraussetzung wäre, daß alle Männer, oder wenigstens die meisten, im Grunde devot sind.

hiheelfan
01.02.10, 12:25
Na, da hat sich ja ganz unerwartete eine hochinteressante Diskussion entwickelt.
Ich persönlich glaube, daß an vielen Argumenten ein gewisser Wahrheitsgehalt dran ist, und ganz besonders natürlich auch der sozio-ökonomische Aspekt nicht unwichtig ist.

Diskussionswürdig ist jedoch zweifelsohne,
1. ob es tatsächlich so ist, daß Menschen in gehobenerem sozialen Status bzw in Führungspositionen sich mehr für SM-Praktiken interessieren bzw. der "Firmenchef" eher zur Domina geht als der "Fließbandarbeiter", und wenn ja warum? Psychologie oder Ökonomie oder einfach weil´s "in" ist?

2. warum das Interesse für solche Spiele in einer Gesellschaft immer dann besonders hoch bzw modern wird, wenn eine Zivilisation einerseits einen sehr hohen Lebensstandard erreicht hat und andererseits aber ihren kulturellen Zenit bereits deutlich überschritten hat (zB im alten Rom, Ägypten, Frankreich im 18. Jhdt etc etc.).

Denn eines scheint mir unbestritten: SM hat bei uns an gesellschaftlicher Relevanz und auch Akzeptanz in den letzten 20 Jahren extrem gewonnen.

Asfaloth
01.02.10, 12:52
Denn eines scheint mir unbestritten: SM hat bei uns an gesellschaftlicher Relevanz und auch Akzeptanz in den letzten 20 Jahren extrem gewonnen.

Wie Erotik an sich, oder ?

Wer die schlagzeilen der Lifestyle-Magazine liest, wird vermutlich davon ausgehen, dass manche Themen über Kochrezepte, Diäten und Fitness-/gesundheitstipps hinaus noch vor 20 Jahren einen Aufschrei der Empörung verursacht hätten.

Mann / Frau kann inzwischen zu gewissen Präferenzen stehen und hat genug Spielraum in einschlägigen Clubs, Portalen etc.

Dennoch scheint der Hang zu klischeebeladenen Vorstellungen wir in manchen Posts hier ungebrochen. hat wohl damit zu tun, dass das Thema selbst bei Erotikroutiniers nochmal einen besonderen Stellenwert hat.

Klar ist, dass innerhalb Pay-Sex seitens Anbieterin die Rolle der Domina die deutlich ungefährlichere ist und wohl deshalb eher präferiert wird. Der Bucher als Dominierender Part und die Anbieterin in der submissiven Rolle ist nur innerhalb enes sehr kontrollierten Umfeldes sinnvoll und anzuraten oder er findet auf einer zwischenebene eines aufgebauten besonderen vertrauens statt.

Das letztere ist jedoch nicht einforderbar, sondern hängt von den Protagonisten ab, inwieweit sie sich aufeinander einlassen können und wollen.

Stimmt da jedoch die Chemie, kann es ÄUSSERST reizvoll sein...zumindest nach meiner Erfahrung...

Lucy
01.02.10, 13:31
Na, da hat sich ja ganz unerwartete eine hochinteressante Diskussion entwickelt.
Ich persönlich glaube, daß an vielen Argumenten ein gewisser Wahrheitsgehalt dran ist, und ganz besonders natürlich auch der sozio-ökonomische Aspekt nicht unwichtig ist.

Diskussionswürdig ist jedoch zweifelsohne,
1. ob es tatsächlich so ist, daß Menschen in gehobenerem sozialen Status bzw in Führungspositionen sich mehr für SM-Praktiken interessieren bzw. der "Firmenchef" eher zur Domina geht als der "Fließbandarbeiter", und wenn ja warum? Psychologie oder Ökonomie oder einfach weil´s "in" ist?

2. warum das Interesse für solche Spiele in einer Gesellschaft immer dann besonders hoch bzw modern wird, wenn eine Zivilisation einerseits einen sehr hohen Lebensstandard erreicht hat und andererseits aber ihren kulturellen Zenit bereits deutlich überschritten hat (zB im alten Rom, Ägypten, Frankreich im 18. Jhdt etc etc.).

Denn eines scheint mir unbestritten: SM hat bei uns an gesellschaftlicher Relevanz und auch Akzeptanz in den letzten 20 Jahren extrem gewonnen.

es ist natürlich wirklich so, daß ein fließbandarbeiter die preise einer domina nicht zahlen kann. ich habe über jahre zum größten teil sehr intelligente und gebildete menschen im sm-bereich kennengelernt, das war noch bevor es so richtig "in" wurde. einfache arbeiter sind mir kaum begegnet.

inzwischen hat sich das durch die akzeptanz von sm ein wenig geändert.

lg lucy

Bloßeinbesucher
01.02.10, 14:36
Ich versuche mal, den Diskussionsstand zusammenzufassen.

... Diskussionswürdig ist jedoch zweifelsohne,
...
2. warum das Interesse für solche Spiele in einer Gesellschaft immer dann besonders hoch bzw modern wird, wenn eine Zivilisation einerseits einen sehr hohen Lebensstandard erreicht hat und andererseits aber ihren kulturellen Zenit bereits deutlich überschritten hat (zB im alten Rom, Ägypten, Frankreich im 18. Jhdt etc etc.).

Denn eines scheint mir unbestritten: SM hat bei uns an gesellschaftlicher Relevanz und auch Akzeptanz in den letzten 20 Jahren extrem gewonnen.

Damit hätten wir neben dem psychologischen Ansatz (der Domina-Gänger kompensiert sein eigenes dominantes Verhalten bzw. seine Verantwortung im Berufsleben) und dem anthropologischen Ansatz (beruflich erfolgreich sind Männer mit Neigung zu Machtspielen, sie leben ihre Neigung eben auch sexuell aus) noch einen dekadenztheoretischen Erklärungsansatz.

Alle drei Modelle setzen voraus, daß Führungskräfte tatsächlich proportional häufiger zur Domina gehen als andere. Daß daraus irgend etwas für die sexuelle Disposition von Führungskräften folgt, stellt Kira (zur Domina geht halt, wer es sich leisten kann) in Frage. Der dekadenztheoretische Ansatz (und auch der anthropologische, sobald man ihn gesellschaftskritisch wendet) hat überdies zur Voraussetzung, daß zwar Führungskräfte häufiger zur Domina gehen, dies aber nicht zwangsläufig so ist (also gewissermaßen: "Der Fisch stinkt vom Kopf her"). Dem widerspricht Asfaloth:

... Wer die schlagzeilen der Lifestyle-Magazine liest, wird vermutlich davon ausgehen, dass manche Themen über Kochrezepte, Diäten und Fitness-/gesundheitstipps hinaus noch vor 20 Jahren einen Aufschrei der Empörung verursacht hätten.

Mann / Frau kann inzwischen zu gewissen Präferenzen stehen und hat genug Spielraum in einschlägigen Clubs, Portalen etc.

Dennoch scheint der Hang zu klischeebeladenen Vorstellungen wir in manchen Posts hier ungebrochen. hat wohl damit zu tun, dass das Thema selbst bei Erotikroutiniers nochmal einen besonderen Stellenwert hat.

...

Kurz, "Erotik an sich" ist in den vergangenen 20 Jahren insgesamt sichtbarer geworden, deshalb wird SM heute überhaupt wahrgenommen. Daraus würde folgen, daß die Dekadenz-These nicht belegbar ist, weil es über die Zustände in der Zeit davor keine Quellen gibt. Es folgt daraus freilich nichts über das Sexualverhalten von Führungskräften.

Sonnenkönig
01.02.10, 15:05
warum das Interesse für solche Spiele in einer Gesellschaft immer dann besonders hoch bzw modern wird, wenn eine Zivilisation einerseits einen sehr hohen Lebensstandard erreicht hat und andererseits aber ihren kulturellen Zenit bereits deutlich überschritten hat (zB im alten Rom, Ägypten, Frankreich im 18. Jhdt etc etc.).

Denn eines scheint mir unbestritten: SM hat bei uns an gesellschaftlicher Relevanz und auch Akzeptanz in den letzten 20 Jahren extrem gewonnen.


Daraus würde folgen, daß die Dekadenz-These nicht belegbar ist, weil es über die Zustände in der Zeit davor keine Quellen gibt. Es folgt daraus freilich nichts über das Sexualverhalten von Führungskräften.

Ist sie auch nicht, gibt es doch auch das Beispiel England, wo SM-Praktiken besonders in Mode kamen als das Empire eher noch im Aufbau begriffen war. Dieses erreichte dann seinen Zenit erst im prüden viktorianischen Zeitalter.
Außerdem ist das Beispiel Rom ein schlechtes; die gängigen klischeehaften Vorstellungen vom moralisch verkommenen spätantiken Rom, was deshalb dann auch unterging, sind ja falsch.

Asfaloth
01.02.10, 15:10
Ich versuche mal, den Diskussionsstand zusammenzufassen.



Damit hätten wir neben dem psychologischen Ansatz (der Domina-Gänger kompensiert sein eigenes dominantes Verhalten bzw. seine Verantwortung im Berufsleben) und dem anthropologischen Ansatz (beruflich erfolgreich sind Männer mit Neigung zu Machtspielen, sie leben ihre Neigung eben auch sexuell aus) noch einen dekadenztheoretischen Erklärungsansatz.

Alle drei Modelle setzen voraus, daß Führungskräfte tatsächlich proportional häufiger zur Domina gehen als andere. Daß daraus irgend etwas für die sexuelle Disposition von Führungskräften folgt, stellt Kira (zur Domina geht halt, wer es sich leisten kann) in Frage. Der dekadenztheoretische Ansatz (und auch der anthropologische, sobald man ihn gesellschaftskritisch wendet) hat überdies zur Voraussetzung, daß zwar Führungskräfte häufiger zur Domina gehen, dies aber nicht zwangsläufig so ist (also gewissermaßen: "Der Fisch stinkt vom Kopf her"). Dem widerspricht Asfaloth:

Ich widerspreche ??

Kurz, "Erotik an sich" ist in den vergangenen 20 Jahren insgesamt sichtbarer geworden, deshalb wird SM heute überhaupt wahrgenommen. Daraus würde folgen, daß die Dekadenz-These nicht belegbar ist, weil es über die Zustände in der Zeit davor keine Quellen gibt. Es folgt daraus freilich nichts über das Sexualverhalten von Führungskräften.

Ich bin der Ansicht, nur weil ein thema (noch) nicht öffentlich diskutiert werden konnte, bedeutet das nicht automatisch die Nichtexistenz.

Allerdings scheint der Mut zur Spekulation ungebrochen. Belegbar mit belastbaren Zahlen ist nämlich damals wie heut sehr wenig. Erfahrungswerte können zwar Hinweise geben, mehr aber nicht.

Muss aber auch nicht sein, wie ich finde... die eigentliche Ausgangsfrage des threads war ja sowieso eine andere und bezog sich auf den Wunsch nach einer nichtöffentlichen Zone für den Bereich, also das gegenteil von Öffentlichkeit. .

Bloßeinbesucher
01.02.10, 15:27
Ich widerspreche??

Da habe ich mich vielleicht etwas mißverständlich ausgedrückt. Gemeint ist: "Asfaloth tritt der Dekadenzthese entgegen." Einverstanden?

Iris
01.02.10, 15:30
Ausgehend von meiner fünfjährigen Erfahrung als professionelle Domina kann ich sagen, dass alle Schichten und jedes Alter vertreten sind. Die Super-Verdiener kommen sogar gemessen an ihrem Budget im Verhältnis zu den Handwerkern, Polizisten, Studenten, Rentnern, Marathonläufern, Professoren, Kindergärtnern, Programmierern, Krankenpflegern, Spastikern, Kleinunternehmern... eher selten.
Was ich bemerkenswert finde ist, dass sich die Szenen kaum mischen. Also ein Mann, der mit seiner Partnerin SM lebt, bucht keine Professionelle und ein Mann, der regelmäßig Dominas besucht, lebt SM nicht privat.
Hinsichtlich der Frage nach Neigung und Beruf habe ich die Erfahrung gemacht, dass tatsächlich Männer aus Berufen, in denen sie andere regeln müssen, eher rein submissiv sind, wohingegen ich die hartgesottensten Masochisten unter den Handwerkern ausmachen konnte. Also das Geistig-symbolische der Unterwerfung einerseits und die konkrete physische Grenzverletzung andererseits. Es gibt aber auch Mischformen.
Ich find's ja toll, dass die Sexualität sich weitgehend dem impertinenten Zugriff der Wissenschaft zu entziehen vermag. Mir reicht es schon, wenn das Wunder meines Körperinneren völlig entmystifiziert ist.

Asfaloth
01.02.10, 17:24
Da habe ich mich vielleicht etwas mißverständlich ausgedrückt. Gemeint ist: "Asfaloth tritt der Dekadenzthese entgegen." Einverstanden?

Sagen wir so: ich kann der These nur wenig Vertrauen entgegenbringen.

Das Wort "Dekadenz" erscheint mir unangebracht, ich persönlich würde eher das Wort "Überreizung" oder "Abstumpfung" wählen.

Abstumpfung, die durch immer nachdrücklicherer Bilder, Eindrücke und Praktiken kompensiert werden muss.

Das ist die eine Seite.... zumeist ist diese auch nach meinen bescheidenen theoretischen Erfahrungen eher dem Extremen verhaftet.

Es gibt aber auch noch eine zweite Seite, die ich mit mal vor einiger Zeit mit meinem Blogtext "Sanfte Dominanz" versucht habe zu beschreiben.

Gemeint ist das spielerische Ausloten gewisser spezieller Reize und Situationen. Dies hat nichts mit Abstumpfung zu tun, sonderen eher mit einer Art Befreiung von gewissen Fesseln der Erziehung oder der Gesellschaft. Dies ist aber zugebenermassen eher in einer Ebene des Vertrauens möglich, die in einer Beziehung öfters, im pay sex sehr selten anzutreffen ist.

Zum Glück bedeutet "Sehr selten" nicht automatisch "Niemals" .... :zwinker:

Bloßeinbesucher
02.02.10, 11:13
Eine Kleinigkeit, die mir zum Thema noch einfiel: Aus der Feststellung, daß der Arbeiter oder kleine Angestellte schon deshalb seltener zur Domina geht, weil er sich das nicht leisten kann, wird möglicherweise umgekehrt ein Schuh. Weil die Domina weiß, daß ihre Kundschaft zahlungskräftig ist, setzt sie die Preise von vornherein entsprechend fest. Das kann nur funktionieren, wenn sie keine Konkurrenz durch eine "Volksdomina" zu fürchten hat, sei es, weil dieser die "geistig-symbolische Unterwerfung" (Iris) nicht leicht genug von der Hand geht, oder sei es deshalb, weil es die Volksdomina schlicht nicht gibt. Was wiederum bedeuten würde: weil es keine Nachfrage nach ihr gibt.

Iris
02.02.10, 14:11
Bébé, das ist Quatsch, was du da schreibst. Die relativ* hohen Preise in SM-Studios haben einen anderen Grund. Ein mittelgroßes Studio verfügt über eine Ausstattung, die mehrere zehntausend Euro gekostet hat. Im Gegensatz zur „Volksdomina”, die vielleicht denkt, dass eine Gerte und ein paar Ledermanschetten ein ausreichendes Equipment darstellen. Professionelle Dominas werden entweder über einen langen Zeitraum angelernt, oder belegen Workshops. Es findet also eine nicht geringe Investition statt, auch was das Outfit betrifft (mit Lack kommt man ja noch ganz billig weg, Leder und Latex sind in vernünftiger Qualität schlicht und ergreifend teuer). Wie auf dem normalen Arbeitsmarkt, kann hier die gelernte Arbeiterin ein höheres Salär veranschlagen, als die ungelernte.
Richtig liegst du mit der Annahme, die du zwar nicht konkret formulierst, die ich aber aus deinen Zeilen herauslese, gelungene Unterwerfung könne etwas mit Intelligenz zu tun haben. In SM-Studios ist das geistige Niveau sowohl der Damen, als auch der Gäste, wesentlich höher, als in Clubs (die ich auch kenne), was meiner Meinung nach mit dem Grad der Bewusstheit zusammenhängt, den es bedarf, um seinen Kink integrieren zu können.
Die „Volksdominas” gibt es natürlich. Das sind Lady Dagmar und Herrin Gabi, die in ihrem Häuschen ein Spielzimmer eingerichtet haben, mit Pannesamt und Räucherstäbchen, wo sie die geneigten Männer glücklich machen. Die Bandbreite ist die gleiche, wie im „normalen” P6.


*Vor der Euro-Einführung betrug der Preis für eine einstündige Session in einem Studio in Düsseldorf 450 DM, heute liegt er, je nach Region, zwischen 200 und 250 Euro

Bloßeinbesucher
02.02.10, 14:53
Bébé, das ist Quatsch, was du da schreibst. Die relativ* hohen Preise in SM-Studios haben einen anderen Grund. Ein mittelgroßes Studio verfügt über eine Ausstattung, die mehrere zehntausend Euro gekostet hat. Im Gegensatz zur „Volksdomina”, die vielleicht denkt, dass eine Gerte und ein paar Ledermanschetten ein ausreichendes Equipment darstellen. Professionelle Dominas werden entweder über einen langen Zeitraum angelernt, oder belegen Workshops. Es findet also eine nicht geringe Investition statt, auch was das Outfit betrifft (mit Lack kommt man ja noch ganz billig weg, Leder und Latex sind in vernünftiger Qualität schlicht und ergreifend teuer). Wie auf dem normalen Arbeitsmarkt, kann hier die gelernte Arbeiterin ein höheres Salär veranschlagen, als die ungelernte.
Richtig liegst du mit der Annahme, die du zwar nicht konkret formulierst, die ich aber aus deinen Zeilen herauslese, gelungene Unterwerfung könne etwas mit Intelligenz zu tun haben. In SM-Studios ist das geistige Niveau sowohl der Damen, als auch der Gäste, wesentlich höher, als in Clubs (die ich auch kenne), was meiner Meinung nach mit dem Grad der Bewusstheit zusammenhängt, den es bedarf, um seinen Kink integrieren zu können.
Die „Volksdominas” gibt es natürlich. Das sind Lady Dagmar und Herrin Gabi, die in ihrem Häuschen ein Spielzimmer eingerichtet haben, mit Pannesamt und Räucherstäbchen, wo sie die geneigten Männer glücklich machen. Die Bandbreite ist die gleiche, wie im „normalen” P6.


*Vor der Euro-Einführung betrug der Preis für eine einstündige Session in einem Studio in Düsseldorf 450 DM, heute liegt er, je nach Region, zwischen 200 und 250 Euro

Na, na, liebe Iris, warum gleich so streng? Ich bin weder auf körperliche Züchtigung aus, noch brauche ich jemanden, der mich geistig-symbolisch unterwirft. Und die Regression zum Säugling liegt mir schon gar nicht. Tatsache ist doch, daß im Vorangegangenen zwei unvereinbare Wahrnehmungen einander ziemlich unvermittelt gegenüberstehen, nämlich einerseits die Vermutung, Leute in Führungspositionen hätten einen besonderen Drang zur Domina, und andererseits die Aussage, das sei nicht der Fall bzw. lasse sich, falls doch, auch anders als aus der Persönlichkeitsstruktur dieser Männer erklären. Diese beiden losen Enden habe ich noch einmal in die Hand genommen, nicht zuletzt in der Hoffnung auf fundierte Widerrede. Die ist ja jetzt von Dir ebenfalls gekommen, und dafür danke ich Dir.

Küßchen, BeB

Iris
02.02.10, 19:12
Bloßeinbesucher,
der erste Satz meines letzten Beitrages war mitsamt Quatsch kokett gemeint. Wenn irgendwo dein Kürzel steht, lese ich immer Bébé. Diesmal konnte ich nicht an mich halten und schrieb es aus. Dass das dann in Kombination mit meinem schnörkellosen Duktus patronisierend rüberkommt, leuchtet mir ein. Mein Reglementierungsbedarf ist aber wirklich gedeckt, daran habe ich privat (also hier) weder Freude noch Interesse.
Aber so ganz falsch hast du es wohl nicht verstanden, sonst hättest du nicht mit einem Küßchen quittiert!

hiheelfan
03.02.10, 13:40
Sagen wir so: ich kann der These nur wenig Vertrauen entgegenbringen.

Das Wort "Dekadenz" erscheint mir unangebracht, ich persönlich würde eher das Wort "Überreizung" oder "Abstumpfung" wählen.

:
Nun ja, "Dekadenz" bedeutet ja nicht notwendigerweise nur etwas Negatives, sondern kann durchaus auch das Stadium einer Hochkultur nach Überschreiten ihres Höhepunktes bezeichnen.

Interessanterweise ist das genau das Stadium, in welchem der Teilnehmer einer solchen Zivilisation beginnt, sein individuelles Eigenwohl (auch "Glück" genannt) über das Gemeinwohl zu stellen, während vorher das persönliches Streben nach Glück dem Wohl der gesamten Zivilisation (Nation, Staat etc.) untergeordnet hat.

Oftmals ist dies auch genau die Zeit, in der es dem einzelnen Individuum vom Lebensstandard, Sicherheit, Gesundheit etc. relativ gesehen innerhalb der jeweiligen historischen Epoche am besten geht.
(copyright "Der Untergang des Amerikanischen Imperiums", 1986).

Und ist nicht gerade die Sexualität, das offene Ausleben und die Beschäftigung mit derselben ein ganz wesentlicher Teil des "persönlichen Glücks"?