PDA

Vollständige Version anzeigen : Unser Strafrecht ist zu harmlos....


Rolliman
06.12.10, 19:30
9 Jahre Knast für 400 Missbrauchsfälle als HIV-Positiver? Ich zweifel anserem Rechtssystem...
http://www.express.de/news/panorama/aids-infizierter-soll-kinder-missbraucht-haben/-/2192/4900030/-/index.html

Thule
06.12.10, 20:35
Nun einige Höchsttstrafen dürften ruhig etwas grosszüger ausfallen.
Um aber wirklich etwas zu verändern wäre es notwendig, den Passus "oder Geldstrafe" nur noch in wenigen Ausnahmefällen überhaupt im Gesetz zu belassen und die Mindesthaftzeit entsprechend aufzurunden.

Das würde dann auch in den vielen anderen Fällen helfen, in denen nicht die Höchstststafe vorgeschlagen wird.
Sehr gut wäre auch das Urteilen nach Einzelfällen ohne "Mengenrabatt".
Selbst bei nur einem Jahr Haft pro Einzefall hätte sich die weitere Lebensplanung für den Herrn sicherlich erledigt.

---------- Beiträge zusammengefügt um 20:35 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 20:29 Uhr ----------

Um dem Resozilisierungsgedanken Rechnung zu tragen genügt es eine vorzeitige Entlassung nach mindestens 50%iger Verbüßung der Haftstrafe in Aussicht zu stellen.

RMB
06.12.10, 22:28
Im Prinzip hast Du ja nicht unrecht. Das scheitert aber schon daran, dass wir dann erstmal ein Dutzend neuer Gefängnisse bauen müßten, die aber keiner in seiner Gemeinde haben will. Da muß Geisler dann wieder schlichten ... ;-)

Und Geld für den Bau, den Unterhalt von Gebäude und Insassen ist auch nicht da ....

Problem. Zwangsarbeit verstösst gegen die Menschenrechte ...

Also doch mehr und höhere Geldstrafen, bei denen die haben ? Das wäre dann wieder der gute alte Ablasshandel ... Gibt Ärger mit den Lutheranern !

:heul:

Unregistriert
15.12.10, 03:21
Tja, und dann nur 9 Jahre.
Im Iran wird wegen Ehebruch Steinigung angesagt.

Und in D duerfen Geisteskranke kinder missbrauchen.
Ich habe einen Wuergreiz.

Ganz einfach: Abschieben nach Thailand. Ich selbst lebe da.
Wenn der Penner kommt, hole ich ihn persoenlich ab und bringe in einen Thai Knast.

Che Woife

perversling1337
08.02.11, 23:28
Im Prinzip hast Du ja nicht unrecht. Das scheitert aber schon daran, dass wir dann erstmal ein Dutzend neuer Gefängnisse bauen müßten, die aber keiner in seiner Gemeinde haben will. Da muß Geisler dann wieder schlichten ... ;-)

Und Geld für den Bau, den Unterhalt von Gebäude und Insassen ist auch nicht da ....

Problem. Zwangsarbeit verstösst gegen die Menschenrechte ...

Also doch mehr und höhere Geldstrafen, bei denen die haben ? Das wäre dann wieder der gute alte Ablasshandel ... Gibt Ärger mit den Lutheranern !

:heul:

letzers würde am ende noch zu einstellungen wie "super, diesen monat kann ich mir ja noch ne vergewaltigung leisten" führen.

härtere strafen würden aber auch einen größeren abschreckungseffeckt haben.

sexualstraftäter zu kastrieren wäre auchnoch eine möglichkeit.

wurde glaub ich sogar schon erfolgreich gemacht. weiß aber nicht mehr in welchem land.

alfder
08.02.11, 23:31
letzers würde am ende noch zu einstellungen wie "super, diesen monat kann ich mir ja noch ne vergewaltigung leisten" führen.

härtere strafen würden aber auch einen größeren abschreckungseffeckt haben.

sexualstraftäter zu kastrieren wäre auchnoch eine möglichkeit.

wurde glaub ich sogar schon erfolgreich gemacht. weiß aber nicht mehr in welchem land.

Wahrscheinlich in einem Land, das Du nicht in der EU haben möchtest :wie-geil:

Valerie_escort
09.02.11, 00:44
Das erwähnte Land ist Polen. Ich meine, 2009 sei der Beschluss durchgekommen. Allerdings handelt es sich um eine chemische Kastration, alles andere wäre wohl nicht durchsetzbar. Die Behandlung ist nun Pflicht nach einer Haftstrafe, aber auch "nur" bei Vergewaltigung an Kindern, nicht bei Vergewaltigung per se. Die Haftstrafen gehen bei wenigen Jahren los. Lächerlich. Wenn jemand die kriminelle Energie und die Menschenverachtung aufbringt jemanden zu vergewaltigen ist er in 3-4 Jahren wie auf freiem Fuß. Wenn jemand in einer Gang unter Gruppenzwang aus 20m Entfernung seinen Zeigefinger an einer Waffe bewegt, sitzt er 15 Jahre oder länger. Unser Rechtssystem ist zwar in erster Linie konsequentialistisch aufgebaut, aber auch das passt für mich hierbei nicht, denn das Argument "Das Opfer lebt ja noch" ist nach einer Vergewaltigung ebenso lächerlich.

Bloßeinbesucher
09.02.11, 03:14
... sexualstraftäter zu kastrieren wäre auch noch eine möglichkeit...

Gute Idee. Am besten fangen wir schon mal mit den Besitzern von Pornos an, in denen Darstellerinnen im Schulmädchen-Look auftreten. Aber richtig Spaß wird es erst nach Einführung des "schwedischen Modells" machen.

... Die Haftstrafen gehen bei wenigen Jahren los. Lächerlich. Wenn jemand die kriminelle Energie und die Menschenverachtung aufbringt jemanden zu vergewaltigen ist er in 3-4 Jahren wie auf freiem Fuß. Wenn jemand in einer Gang unter Gruppenzwang aus 20m Entfernung seinen Zeigefinger an einer Waffe bewegt, sitzt er 15 Jahre oder länger. Unser Rechtssystem ist zwar in erster Linie konsequentialistisch aufgebaut, aber auch das passt für mich hierbei nicht, denn das Argument "Das Opfer lebt ja noch" ist nach einer Vergewaltigung ebenso lächerlich.

Kniffliges Problem. Da scheint es grundsätzlich nur zwei Lösungen zu geben. Entweder man verschiebt den Strafrahmen für Tötungsdelikte deutlich nach unten. Hätte den Vorteil, daß sich künftig um Kleinkram wie Mord die Amtsgerichte kümmern könnten und die Landgerichte entsprechend entlastet werden. Oder man führt für Vergewaltigung die Todesstrafe ein. Damit zimperliche Richter nicht angesichts der Irreversibilität eines Justizirrtums wegen angeblicher Zweifel allzu viele Angeklagte ungeschoren davonkommen lassen, wäre das Verfahren im Sinne einer alten feministischen Forderung abzukürzen: Die Schuld gilt durch die Benennung des Täters seitens der Opferzeugin als erwiesen. Bei eventuell doch noch verbleibenden Restzweifeln (begründet etwa durch ein Alibi) ist im Interesse der Generalprävention (Abschreckung) die Kastrationsstrafe zu vollstrecken.

Asfaloth
09.02.11, 07:42
In manchen Gefängnissen kann selbst ein jahr für einen Kinderschänder ziemlich lang werden. Auch Totschläger und Räuber haben manchmal Kinder .....

Chandler Bing
09.02.11, 11:15
Ich kann nur davor warnen in einen Erkenntnisstand zurückfallen, der Zeiten vor der Aufklärung entlehnt ist.

Es darf ins Gedächtnis gerufen werden, dass richtigerweise „Rache“ kein achtenswerter Strafgrund mehr ist. Strafe soll die Schuld des Täters ausgleichen und ihm die Möglichkeit der Sühne geben; dies geschieht in Form der Spezial- und Generalprävention (also: Abrechreckung und „Erziehung“ des Täters i.S.e. Resozialisierung einerseits und Abschreckung der Allgemeinheit andererseits). Das Prinzip „Aug’ um Aug’“ – das i.Ü. auch Kriege zwischen den Sippen eindämmen bzw. verhindern wollte – gilt zurecht nicht mehr.

Und in diese Richtung geht alles, was vorschnell nach schärferen Strafen schreit. Natürlich ist zurecht ein immer wieder gegeißelter Missstand, dass z.T. Vermögensdelikte schärfer sanktioniert werden als Gewaltdelikte.

Aber wie selbstgefällig und eitel ist der Placeboeffekt, der durch ein insoweit kostenfreies Handheben im Parlament bei einer Gesetzesänderung zur Erhöhung des Strafrahmens erreicht wird. Diesem reflexartigen Ruf erliegt traditionell auch immer wieder gerade die Mehrheitspartei im hiesigen Freistaat, um so die Lufthoheit über den Stammtischen zu erringen. Anstatt im Gegensatz dazu – durchaus kostenintensiv – z.B. in Ausbildung (Stichwort „Bildungsrepublik Deutschland“ – ich lach mich tot) und sozialpsychologische Betreuung zu investieren. Dort findet oder fände effektive Prävention zum Wohl der Allgemeinheit statt. Das will man sich schlichtweg nichts kosten lassen. Aber jede Gesellschaft bekommt die Volksvertreter, aber auch die Verbrecher, die sie verdient. In der Hierarchie des Strafvollzugs stehen Sexualstraftäter und v.a. Kinderschänder am untersten Ende.

Es sollen und können hier nicht das Einzelschicksal der Betroffenen oder fragwürdige Einzelfallentscheidungen (derer gibt es genug) diskutiert werden. Das Thema Sicherungsverwahrung – das ist von der eigentlichen Strafe strikt zu trennen und dient der Sicherheit der Allgemeinheit vor nach wie vor gefährlichen Tätern, die ihre Strafe verbüßt haben - ist rechtsstaatlich mehr als diffizil. Es geht um die schwierige Abwägung zwischen Würde der Opfer/Schutz der Allgemeinheit und der Menschenwürde des Täters. Letztere kann niemand, der ernst genommen werden will, in Abrede stellen. Strafrecht ist, man mag das bedauern oder nicht, täter- nicht opferbezogen. Dies ist schlichte Rechtstatsächlichkeit.

Dies ist auch Hintergrund der richtigen Entscheidung zum Verbot der Todesstrafe. Gleichzeitig ist dies das beste Beispiel für Grenzen der Abreckung des Täters. Kein potentieller Straftäter blättert vor der Tatbegehung im Strafgesetzbuch und überlegt es sich nochmal. Weder der Kapitalverbrecher, der andernorts bei Mord mit der Spritze oder dem Stuhl bedroht ist, noch der jenige, der sich angeblich überlegen will: „Ah, das ‚kostet’ ja nur soviel …“.

Dennoch: hier wird vorschnell mit Kanonen auf Spatzen und am eigentliche Thema und allzu indifferent diskutiert. Und wozu: zur „Ergötzung des Publikums“ und einer Katharsis via Sündenbock – und: Auflagensteigerung. Das wird weder den Opfern noch den Tätern gerecht.

Und das sage ausdrücklich als Vater einer fast 18jährigen Tochter, der gedanklich keine Hand dafür ins Feuer legen kann wie er als Betroffener auf Opferseite reagieren würde. Den Fall Monika Bachmeier dürften noch einige kennen.





Und noch eines: die Kastrationsdiskussion erinnert mich zunächst an die barbarischen 1000 Jahre zwischen 1933 und 1945. Zwangssterilisation Behinderter hatten wir schon mal. Vielleicht sollten wir Deutschen uns in diesem Bewusstsein eine gewisse Zurückhaltung auferlegen und erst einmal nachdenken und abwägen. Auch eine nach wie vor in vielen Teilen – leider mit allen damit verbundenen Ressentiments und Rosenkranz-Patentlösungen - klerikaler geprägte Gesellschaft wie Polen ist da sicherlich kein wirkliches Vorbild. Europarechtliche Bedenken mal ganz außen vor. Solche Gedankengänge verbieten sich schlichtweg.


Sorry für die Länge, aber sonst läuft m.E. die Diskussion in die falsche Richtung.


Gruß

Chandler B*

Asfaloth
09.02.11, 11:21
Danke für die Stimme der Vernunft....

jakob
09.02.11, 11:24
Vielleicht sollten Menschen sich in diesem Bewusstsein eine gewisse Zurückhaltung auferlegen und erst einmal nachdenken und abwägen.

Zustimmung, schlage lediglich vorstehende Änderung vor. Hat mit Staatsbürgerschaften in ihrer Zufälligkeit und Beliebigkeit nichts zu tun.

P.S.: Was mich an der "wir Deutschen" Phraseologie im Zusammenhang mit der NS Zeit schon immer gestört hat, sie erwägt noch nicht einmal, dass es deutsche Staatsangehörige gibt, welche beispielsweise jüdischen Glaubens sind ....

Chandler Bing
09.02.11, 12:11
@Jakob:
Ja und nein.

Ich gebe Dir Recht, dass dies als universell wünschenswert ist (und ich setzte das, btw, voraus). Mir fällt nur - und ich bin mit dem Auftrag, an den geschichtlichen Kontext zu erinnern (das ist von pauschalisierender Selbstbezichtigung in der Generationenfolge zu trennen) relativ streng - ein, dass es immerhin die berühmten deutschen Sekundärtugenden waren, die die monströse Gewalt(tät)igkeit einzigartig machten und teilweise bedingten. Es hülfe ja nichts zu sagen, Ähnliches kam auch schon anderswo vor. Das war der eine Grund.

Wenn sich mein Kind mit einem anderen streitet, versuche ich zu deeskalieren und erkläre zunächst meinem Kind die Situation oder nehme mein Kind aus dem Feuer. Leider kommt es oft vor, dass - wie einfach (als wenn nur einer dazu gehört) - erstmal das fremde Kind "zusammengestaucht" wird. Das war der andere Grund.

Die ideologisch-gefärbte Einordnung als "Deutscher" im Gegensatz zur Religionszugehörigkeit zeigt ja die Absurdität des Ganzen (incl. Blut und Boden, Rasse etc.) Da stimme ich Dir zu. Ich fand es plakativ nur insoweit probat als wir hier einfach vorsichtig argumentieren und die Augen vor dem, was bereits hier einmal passiert ist, nicht verschließen sollten. Immerhin sind die Blüten der Geschichtsvergessenheit heutzutage manchmal nur allzu deutlich zu beobachten. Aber das ist eigentlich an issue of a different lecture.

Es setzt nur, wie gesagt, auch im vorliegenden Zusammenhang vorschnellen Patentrezepten auch wieder die notwendigen Grenzen.

D'accord ?


Beste Grüße

Chandler B*

Lineker
09.02.11, 12:18
Wir sollten hier Deutschland mal schnellstens anfangen den Blick von den Tätern auf die Opfer zu lenken.
Nicht die Täter gehören in den Mittelpunkt sondern die Opfer, deren Leben zerstört worden ist.
Wenn ich jetzt schon wieder mitbekomme, dass beim Fall Marco der Täter auf einmal die Schiene fährt "ich wurde als Kind sexuell missbraucht"
ist es schlimm, dass ihm solches widerfahren ist, nur für mich kein Grund ihn jetzt zu verschonen.
Der hätte sich in ärztliche Behandlung begen können anstatt ein Kind zu töten.
Und er würde es sicherlich wieder tun wenn er könnte.

jakob
09.02.11, 12:22
@Chandler
Es eröffnet aber auch dem Gegen-"Argument" der "Nazikeule" und dem m.E. berechtigten Einwurf der ungerechtfertigt auferlegten "Kollektivschuld" (=Sippenhaft) Tür und Tor. Im Ergebnis verhärten sich Positionen meist, was bei diesen Themen allein schon deshalb wenig sinnvoll ist, weil die Bereitschaft zur Änderung von Positionen ohnehin eher gering ist.

Und die Diskussion einer eventuellen besonderen Verantwortlichkeit der nachgeborenen deutschen Staatsbürger im Sinne von "Hüter der Mahnmale des Schreckens" mag zwar interessant und durchaus kontrovers sein, aber m.E. nicht nur OT, sondern, selbst wenn ich mich da irren sollte, absolut nachrangig hinter dem Aspekt der Menschlichkeit, von mir aus auch der (positiven) Aspekte des christlich abendländischen Kulturgutes, auf welche lustigerweise gerade auch die "Rübe ab" Seite sich gerne an anderem Orte beruft.

bluemarine
09.02.11, 12:22
Wir sollten hier Deutschland mal schnellstens anfangen den Blick von den Tätern auf die Opfer zu lenken.
Nicht die Täter gehören in den Mittelpunkt sondern die Opfer, deren Leben zerstört worden ist.

Du meinst also, dass höhere Strafen den Opfern helfen?

b

perversling1337
09.02.11, 12:36
Du meinst also, dass höhere Strafen den Opfern helfen?

b

also wenn ich vergewaltigungsopfer wäre würde mir das auf jedenfall ein sicherheitsgefühl geben, wenn ich wüste mein vergewaltiger sitzt erstmal lange lange zeit hinter gittern.

Lineker
09.02.11, 12:36
nein, wir sollten mal ganz schnell dafür sorgen dass sich der staat nicht hauptsächlich zwecks betreuung um die täter kümmert, sondern um die opfer.
wie die opfer resozialisiert werden können, wie den opfern geholfen werden kann mit ihrer situation zu rande kommen.
ein opfer muss mit dem schaden ein leben lang zurechtkommen, der täter ist nach wenigen jahren wieder in freiheit und kann das leben "geniessen".
dementsprechend muss das opfer betreut werden und nicht der täter.
ausserdem haben wir die nötigen gesetze/möglichkeiten dazu, täter aus dem verkehr zu ziehen, nur werden sie nicht konsequent angewandt.

jakob
09.02.11, 12:42
nein, wir sollten mal ganz schnell dafür sorgen dass sich der staat nicht hauptsächlich zwecks betreuung um die täter kümmert, sondern um die opfer.
wie die opfer resozialisiert werden können, wie den opfern geholfen werden kann mit ihrer situation zu rande kommen.
ein opfer muss mit dem schaden ein leben lang zurechtkommen, der täter ist nach wenigen jahren wieder in freiheit und kann das leben "geniessen".
dementsprechend muss das opfer betreut werden und nicht der täter.
ausserdem haben wir die nötigen gesetze/möglichkeiten dazu, täter aus dem verkehr zu ziehen, nur werden sie nicht konsequent angewandt.

Meist wollen die Opfer aber auch vorhandene Angebote (die auch seitens der Kassen ersetzt werden) nicht wahrnehmen, beispielsweise psychologische Betreuung. Dies merke ich in der Annahme an, dass Du mentale Schäden der Opfer meinst, nicht materielle.

Wenn jemandem von einem Betrüger Millionen geklaut werden, soll ja wohl kaum der Staat dies dem Opfer erstatten, oder?

Inwiefern ein Täter sein Leben "genießt" ist wiederum eine ganz andere Frage. Wenn ich an der Krankenpfleger denke, der Kinder der Intensiv missbraucht hat, und sich dann kurz nach seiner Verhaftung selbst mit einem Knastmesser die Eier abgeschnitten hat. Ob bei dem Leben von "Genuss" die Rede sein kann, ich weiss nicht ...

perversling1337
09.02.11, 12:44
nein, wir sollten mal ganz schnell dafür sorgen dass sich der staat nicht hauptsächlich zwecks betreuung um die täter kümmert, sondern um die opfer.
wie die opfer resozialisiert werden können, wie den opfern geholfen werden kann mit ihrer situation zu rande kommen.
ein opfer muss mit dem schaden ein leben lang zurechtkommen, der täter ist nach wenigen jahren wieder in freiheit und kann das leben "geniessen".
dementsprechend muss das opfer betreut werden und nicht der täter.
ausserdem haben wir die nötigen gesetze/möglichkeiten dazu, täter aus dem verkehr zu ziehen, nur werden sie nicht konsequent angewandt.


weißt du denn genau wie es im momment um die opferversorgung steht ?

ich glaub eher, das die opfer nur weniger von den medien in den mittelpunkt gerückt werden, daher entsteht der eindruck es würde sich nicht um sie gekümmert.

sollen jetzt bei vergewaltigungsopfern mehr kamerateams zuhause vorbeikommen und noch mehr fragen gestellt werden, nur damit die öffentlichkeit sieht, dass sich gekümmert wird? ich glaube das würde eher schaden.

alfder
09.02.11, 12:46
@Chandler
Es eröffnet aber auch dem Gegen-"Argument" der "Nazikeule" und dem m.E. berechtigten Einwurf der ungerechtfertigt auferlegten "Kollektivschuld" (=Sippenhaft) Tür und Tor. Im Ergebnis verhärten sich Positionen meist, was bei diesen Themen allein schon deshalb wenig sinnvoll ist, weil die Bereitschaft zur Änderung von Positionen ohnehin eher gering ist.

Und die Diskussion einer eventuellen besonderen Verantwortlichkeit der nachgeborenen deutschen Staatsbürger im Sinne von "Hüter der Mahnmale des Schreckens" mag zwar interessant und durchaus kontrovers sein, aber m.E. nicht nur OT, sondern, selbst wenn ich mich da irren sollte, absolut nachrangig hinter dem Aspekt der Menschlichkeit, von mir aus auch der (positiven) Aspekte des christlich abendländischen Kulturgutes, auf welche lustigerweise gerade auch die "Rübe ab" Seite sich gerne an anderem Orte beruft.

<Vorsicht Sarkasmus>

Tja und Vollstreckungen werden auch immer schwieriger http://www.fr-online.de/politik/kein-gift-fuer-todesspritzen-in-den-usa/-/1472596/6721998/-/index.html

Lineker
09.02.11, 12:46
Meist wollen die Opfer aber auch vorhandene Angebote (die auch seitens der Kassen ersetzt werden) wahrnehmen, beispielsweise psychologische Betreuung. Dies merke ich in der Annahme an, dass Du mentale Schäden der Opfer meinst, nicht materielle.

Wenn jemandem von einem Betrüger Millionen geklaut werden, soll ja wohl kaum der Staat dies dem Opfer erstatten, oder?

naürlich geht es mit um mentale bzw. körperliche schäden.

materielle schäden: da muss natürlich der täter aufkommen, selbst wenn er , wie in deutschland möglich ist,
zwischenzeitlich insolvenz anmeldet um dann für unterhalb der pfändungsgrenze woanders den selben mist noch mal macht.
siehe der dioxin skandal - verurusacher insolvent, bauern gucken in die röhre.
der verantworliche sollte sein leben lang nicht mehr froh werden dürfen.

jakob
09.02.11, 12:53
der verantworliche sollte sein leben lang nicht mehr froh werden dürfen.

Weil dieser nachvollziehbare Wunsch schon immer an der Gewissenlosigkeit mancher Zeitgenossen gescheitert ist und noch nie diesbezüglich eine Lösung gefunden wurde (außer Rübe ab), haben die Religionen postmortale und zeitlich unbegrenzte Qualen in Aussicht gestellt.

Bloßeinbesucher
09.02.11, 13:00
Verstümmelungsstrafen haben ja durchaus eine Logik, die nicht vom Rachegedanken allein getragen ist. Man entfernt ein Organ bzw. einen Körperteil, ohne den die Tat nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen ausführbar ist. Damit ist nicht nur der Sühne und der Prävention gedient, sondern auch der Resozialisation. Lehrreich ist da ein Blick auf mittelalterliche Darstellungen des Strafvollzugs: Der Dieb, der die Hand auf den Block gelegt hat, blickt vertrauensvoll auf den Scharfrichter, der das Beil zum Hieb erhebt - gleich wird sie ab sein, die böse Hand, die gestohlen hat. Damit ist nicht nur die Schuld ausgeglichen, sondern der Täter zugleich in ganz augenfälliger Weise, durch räumliche Trennung, von ihr befreit. Nach demselben Muster hat man Huren die Nase abgeschnitten, und diesem Muster folgt auch der Vorschlag, männliche Sexualstraftäter zu kastrieren.

Bemerkenswert ist weniger die Forderung nach einer Rückkehr zu Körperstrafen, als die Beschränkung dieser Forderung auf Sexualdelikte. Daß sie nicht ganz zufällig sein kann, zeigt die Rückkehr zu einer mittelalterlichen Strafe in einem anderen Fall, der öffentlichen Zurschaustellung ausschließlich von sexual offenders im Internet, also am "virtuellen Pranger", in den USA. Wie Valerie so schön gezeigt hat, liegt diese Sonderstellung nicht in der außerordentlichen Schwere einer Tat begründet, sondern in einer außerordentlichen Schwere der Schuld.

Was Sexualdelikte in den Augen mancher so verwerflich macht, daß sie dem Täter die Menschenwürde und das Recht auf körperliche Unversehrtheit absprechen, ist trivialerweise eben der sexuelle Charakter seines Motivs. Bei europäischen Feministinnen und amerikanischen Puritanern ist eine solche Haltung beängstigend, aber auch verständlich. Bei Leuten, die in deren Augen selbst nichts anderes als Sexualstraftäter sind, wirkt sie um so beängstigender, als sie zugleich komisch ist.

Lineker
09.02.11, 13:01
wer glaubt bitte heute noch an religionen ?
meine oma, möge ihre seele in freiden ruhen, okay, aber mein vater z.b. nicht mehr
ich auch nicht, weil ganz einfach die realität was anderes sagt.

jakob
09.02.11, 14:22
wer glaubt bitte heute noch an religionen ?
meine oma, möge ihre seele in freiden ruhen, okay, aber mein vater z.b. nicht mehr
ich auch nicht, weil ganz einfach die realität was anderes sagt.

Das ist ja genau das Dilemma der Aufklärung. Zu erklären, ohne Versprechung auf ein Paradis, warum ethisches Verhalten wünschenswert ist. Denn die Darwinistische Evolutionstheorie sagt ja im Kern genau das Gegenteil. Der Stärkere und zugleich Rücksichtlosere setzt sich durch.

Wurde ja hier auch schon angemerkt, mit den netten Kerlen gehen die Frauen Kaffee trinken, aber mit den Arschlöchern vögeln sie.:zwinker:

bluemarine
09.02.11, 14:46
Wurde ja hier auch schon angemerkt, mit den netten Kerlen gehen die Frauen Kaffee trinken, aber mit den Arschlöchern vögeln sie.:zwinker:

Aber auch: bei den "Machos" verhüten sie, und wenn die Zeit reif ist, bekommen sie Kinder von den "Softies" :-)

Und: Die heutige Evolutionstheorie unterstützt alle Verhaltensmuster, die der Fortpflanzung dienen. Dass im 21. Jahrhundert nicht nur Muskeln oder Egoismus weiter helfen sollte klar sein.

b

Chandler Bing
09.02.11, 15:11
:clown:

Gute alte Zeit:

Ich erinnere mich: es war ein sonniger Tag im Herbst 1555 ...
Es war warm, lediglich ein laues Lüftchen zog ab und an vorbei.
Fernsehen war noch nicht erfunden.
Vereinzelt labte sich das Volk an öffentlicher Belustigung wie:
"Holt mich hier raus, ich bin ein Landsknecht !"
Die Twitter vögelten (odersoähnlich ... ) :grins:

Um noch mal den Kalauer um die Religiösität zu bemühen: römisch-katholisch oder franzöisch-promisk ?

Das ist ja genau das Dilemma der Aufklärung. Zu erklären, ohne Versprechung auf ein Paradis, warum ethisches Verhalten wünschenswert ist. [...]

Warum seh' ich das nicht ganz so ? :smile: Das Problem ist aber weniger religionsspezifisch.

Beispiel Hinduismus - dieses von diesem ewigen Kreislauf Erlöst-Werden-Wollen (sozusagen: endlich kein Ewiges Leben mehr) ! Da lob' ich mir die Idee des pragmatischen Katholizismus (natürlich bayerischer Prägung !!): raus aus der transzendentalen Diaspora, hin zu Schweinsbraten und Starkbier (im Hintergrund: Orgelmusik). Und Vergebung gibt's obendrein. Großartig.


Wurde ja hier auch schon angemerkt, mit den netten Kerlen gehen die Frauen Kaffee trinken, aber mit den Arschlöchern vögeln sie.:zwinker:

Das ist doch das Thema. Und was ist der Umkehrschluss, wenn man nicht Kaffee trinken geht ?
Erschütternd: man(n) ist ausreichend weder "netter Kerl" noch Arschl*** ...


GsD gibt es für die zweite Kategorie VHS-Kurse. :lach:


So. Schluss mit OT (sorry).
Bitte verschieben.
Mittagspause in der Sonne.
Spass jehabt.
Frühlingswetter treibt Blüten

:clown:

Alina
09.02.11, 17:32
ich vögel nicht mit Arschlöchern :nono: - was ist bei mir in der Evolution schief gelaufen?

Bayernbulle
09.02.11, 18:50
Weil dieser nachvollziehbare Wunsch schon immer an der Gewissenlosigkeit mancher Zeitgenossen gescheitert ist und noch nie diesbezüglich eine Lösung gefunden wurde (außer Rübe ab), haben die Religionen postmortale und zeitlich unbegrenzte Qualen in Aussicht gestellt.

Die Katholiken tun sich hier leichter..Wallfahrten in die Altöttinger Gnadenkapelle führen zu einem vollständigen Ablass der Sündenstrafe...für die immobilen Nerds reicht auch der Empfang von "Urbi et orbi" übers Internet zum vollständigen Ablass...bei rechtzeitiger Vorsorge gibts keine Höllenqualen..:wie-geil:

bluemarine
09.02.11, 18:55
ich vögel nicht mit Arschlöchern :nono:

auch nicht AV passiv? :tanzen:

b

Iris
09.02.11, 20:03
Das ist ja genau das Dilemma der Aufklärung. Zu erklären, ohne Versprechung auf ein Paradis, warum ethisches Verhalten wünschenswert ist. Denn die Darwinistische Evolutionstheorie sagt ja im Kern genau das Gegenteil. Der Stärkere und zugleich Rücksichtlosere setzt sich durch.

Großes Missverständnis, kleine Korrektur: „Survival of the fittest”, besagt eben nicht, dass sich der Stärkere durchsetzt, sondern der, der sich am besten an die gegebenen Lebensbedingungen anzupassen weiß.

Alina
09.02.11, 20:59
auch nicht AV passiv? :tanzen:

b


willste? :lach:

Bernd666
09.02.11, 21:36
ich vögel nicht mit Arschlöchern :nono: - was ist bei mir in der Evolution schief gelaufen?

Ich dachte immer, dass man erst nach dem V********* als A********* beschimpft wird.

Alina
09.02.11, 21:38
ist das bei Dir so? Dann solltest Du Dir Gedanken machen :zwinker:

genießer
09.02.11, 22:02
Natürlich sollte man Sexualstraftäter kastrieren! Dann ist das Problem doch gelöst! Ebenso sollte man Dieben die Hand abschlagen! Bei Körperverletzung sollten natürlich alle Körperteile abgetrennt werden, die zur Körpervertzung benutzt wurden. Den Strafzettel bei überhöhter Geschwindigkeit ersetzen wir durch Abtrennung des Gasfußes. Bei Beleidigung sollte der Mund zugenäht werden. Für alle Strataten, bei denen keine der Extremitäten direkt zum Einsatz kam würde ich vorsorglich die Guillotine vorschlagen...wenn der Kopf ab ist sind nämlich ALLE Probleme gelöst.

Diese Reform hin zu einem gerechteren und vereinfachten Strafrecht löst dann auch das Problem mit den vielen Gefängnissen die keiner haben will und senkt insgesamt die Kosten des Justizapparates. Ich bin ohnehin dafür, Gerichtsverhandlungen ganz abzuschaffen (zu teuer und zu lasch) und die Entscheidung über Schuld oder nicht Schuld wieder dem guten alten Landadel zu überlassen! Unser aller Liebling zu Guttenberg würde da schon durchgreifen! Man könnte allerdings auch den Vorschlag aufnehmen sich wieder mehr auf die Opfer zu konzentrieren: Sollen doch die Opfer selbst oder (falls diese noch nicht oder nicht mehr können) deren Angehörige über die Schuldfrage und die Bestrafung entscheiden. Das wäre dann doch wohl WIRKLICH gerecht!

Wir müssten dann halt nur aufpassen, dass nicht vielleicht jemand auf die Idee kommt zu fragen, was SOWAS WIE WIR überhaupt in der EU zu suchen hat! Aber (um perversling einen Gefallen zu tun und Godwin's Law zu erfüllen), dann greifen wir halt auf die gute alte Idee zurück Europa durch Eroberung von der Demokratie und dem laschen Rechtsstaat zu befreien...dann herrscht hier endlich wieder Zucht und Ordnung!

:nudelholz:

Kenni
09.02.11, 22:42
In manchen Gefängnissen kann selbst ein jahr für einen Kinderschänder ziemlich lang werden. Auch Totschläger und Räuber haben manchmal Kinder .....

Leider werden Kinderschänder im Knast auch noch verwöhnt, sie leben in der Regel ausschließlich in Gruppen Gleichgesinnter und von den anderen Strafgefangenen strikt getrennt um Übergriffe zu vermeiden, da sie in der Hierarchie ganz unten angesiedelt sind.

bluemarine
09.02.11, 23:43
Leider werden Kinderschänder im Knast auch noch verwöhnt, sie leben in der Regel ausschließlich in Gruppen Gleichgesinnter.

na, verwöhnen ist für mich was anderes :brust-zeigen:

b

chatyeti
11.02.11, 10:12
ist sowieso ein ganz schwieriges Thema, "peinliche" Strafen verbietet uns das Grundgesetz, und irgendwie bin ich ganz froh, dass gewisse Grundrechte nicht einfach aberkannt werden können.
Und höhere Strafen, ist eigentlich aufgrund des Opferschutzes schwer, denn wenn man Mord und Missbrauch gleich bestraft, werden viel mehr Morden geschehen, um das Verbrechen zu verheimlichen.

Dazu sollte man noch etwas differenzieren, den zwischen der Vergewaltigung eines Kindes und dem Besitz eines Pornos, wo eine Darstellerin (die nachweisslich über 2o ist und der Film auch so beworben wird) die aber wie 17 aussieht ( und somit willkommen in der "Kinderpornografie) sind doch Welten.

Dazu kommt auch noch, das die Straftaten im sexuellen Selbstbestimmungsrecht seit Jahren rückläufig sind, sie aber durch die Medien viel Stärker gepusht werden, weil sie Quote bringen.

Eine simple Verschärfung des Strafrechts wird bei "Kranken" Tätern nicht viel bringen, da sie an sowas wie Unrecht oder Strafe nicht denken und eben kein "Unrechtsbewußtsein" haben.


Die Grundsätzliche Frage aber bleibt, was will man erreichen? Wenn es um den Schutz der Opfer geht, wäre mehr Geld für Strafverfolgung wichtig ( ich sag nur 6,5 Stellen im BKA sollen das Kinderpornografie Problem im Web alleine lösen) oder Ämter, die sich einsetzen ( ich sag nur der Fall in Rheinland Pfalz, wo die aktuell Fall schon seit 1999 bekannt war aber man nichts unternommen hat)


Für jeden ist es leichter in der eigenen Nachbarschaft weg zu sehen und härtere Strafen zu fordern und alle Verantwortung auf den Staat zu schieben, aber mal ehrlich, die Frage ist, was soll im Fordergrund stehen? Der Schutz der Opfer oder das eigene Ego?

Kenni
11.02.11, 11:08
Naja, früher war es nicht so. Da waren die mit den anderen Gefangenen zusammen und lagen regelmäßig mit gebrochenen Kiefern und anderen Gliedmaßen auf der Krankenstation. Wenn sie es dann überlebt haben, daher kann man die strikte Trennung zumindest als erheblichen Vorteil bezeichnen.

Im übrigen reichen einigen von denen schon aus Zeitschriften heraus gerissene Werbebilder über Kinderspielzeug als Vorlage zum onanieren aus. Das habe ich in einem Bericht über dieses Thema im TV gesehen, unglaublich aber wahr.

genießer
11.02.11, 15:56
...und irgendwie bin ich ganz froh, dass gewisse Grundrechte nicht einfach aberkannt werden können.

Sehr nett ausgedrückt! Irgendwie bin ich eigentlich auch ganz froh, dass uns die Grundrechte nicht "aberkannt" werden dürfen. Wie wärs denn z.B. mit Artikel 1 unseres Grundgesetztes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar!" Gewisse Forumsmitglieder würden jetzt wahrscheinlich argumentieren: "Na klar, die Würde ist unantastbar. Von einzelnen Gliedmaßen steht da aber nix!" :lach:

Naja, früher war es nicht so. Da waren die mit den anderen Gefangenen zusammen und lagen regelmäßig mit gebrochenen Kiefern und anderen Gliedmaßen auf der Krankenstation.


Und da konnten Sie noch froh sein, dass Sie nicht mit gebrochenen Kiefern und ohne andere Gliedmaßen auf der Krankenstation lagen! :zwinker: :lach:

alfder
12.02.11, 02:36
Sehr nett ausgedrückt! Irgendwie bin ich eigentlich auch ganz froh, dass

... die Legislative, Judikative und Exekutive (noch) nicht in Händen der Stammtische ist!

Albino
12.02.11, 08:58
@ alfder etwas unpopulär vielleicht aber manch ein politiker sollte man in die hand der stammtische kommen um endlich mal wieder das gefühl von volksnähe zu bekommen....denn von volksvertreter .....*zweifel*

chatyeti
12.02.11, 14:01
du meinst wie in der Schweiz? So lange die "Volksmeinung" so leicht beeinflussbar ist, würde ich das Fass sicher nicht aufmachen. Ich sag nur, 12 Mio lesen jeden Tag die Bildzeitung.

alfder
12.02.11, 16:37
du meinst wie in der Schweiz? So lange die "Volksmeinung" so leicht beeinflussbar ist, würde ich das Fass sicher nicht aufmachen. Ich sag nur, 12 Mio lesen jeden Tag die Bildzeitung.

In der Schweiz klappt das überwiegend auch ganz gut, die haben aber auch schon länger Übung in Demokratie.

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

Wenn diese Gewalt unmittelbar vom Volke ausgeübt würde, wäre mir etwas bange... Die Verteilung der Gewalt ist schon ganz gut...

Das Problem ist nicht, dass 12 Mio jeden Tag die Bildzeitung lesen, das Verstehen ist das Problem, egal was sie lesen :clown: wenn sie überhaupt lesen können...