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Vollständige Version anzeigen : Menschenhandel - ein neuer Versuch..


Mel
23.04.11, 11:54
aus der Welt.

Meiner Meinung nach mal wieder ein halbherziger Versuch.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13244302/Familienministerin-will-schaerferes-Bordell-Gesetz.html

Bloßeinbesucher
23.04.11, 12:24
Gehört das nicht in den Thread "Die deutsche Initiative zur Novellierung des Prostitutionsgesetzes"? - Schließlich ist der Kern der Nachricht, daß Frau Schröder die Vorlage des Bundesrats aufgreift.

Mel
23.04.11, 12:38
Nein, da es sich im wesentlichen nur um einen Link zu einem Artikel in den Nachrichten handelt.

MC
23.04.11, 13:09
Vor wenigen Minuten hat der Bundestag ein neues Gesetz beschlossen. In ein paar Wochen wird Prostitution nicht mehr sittenwidrig sein, sondern eine Arbeit wie jede andere, legal, mit Sozialversicherung.
Ausser in der Welt und Berliner Morgenpost ist nichts dazu zu finden, hat jemand einen offiziellen Link dazu?

Bloßeinbesucher
23.04.11, 13:53
Die Aussage bezieht sich auf Ende Oktober 2001.

Mel
23.04.11, 13:56
Ich weiß nicht genau was Du mit "offiziellem Link" meinst MC, aber hier gibt es noch was zu diesem Thema.

http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=29100

Bloßeinbesucher
23.04.11, 14:04
Glaubt mir, in dem Artikel steht nachrichtlich nichts anderes drin, als daß die Schröder die Bundesratsvorlage (vgl. Thread "Die deutsche Initiative ...") aufgreift. Der Rest ist bloße Inszenierung des Themas. Deshalb ist woanders auch nichts darüber zu finden.

Anmerkung: Die Redaktionen von "Welt" und MoPo hängen miteinander zusammen.

Noch eine Anmerkung: Hinter dem "gemeinsamen Papier der Innenminister", von dem am Ende die Rede ist, verbirgt sich die Beschlußvorlage.

Jupiter
23.04.11, 15:35
Wie kann man nur der Springer-Presse glauben schenken??????????????

Gruß Jupiter

Andy-Tech
24.04.11, 09:20
Laut „Welt“ plant sie für Mai Eckpunkte für einen Gesetzesentwurf, der vor allem eine Genehmigungspflicht für Bordelle vorschreibt und Vorschläge aufgreift, die die Innenminister bereits in einem Papier verabschiedet haben.

Wie kommen denn die Politiker hier auf die Idee, dass ein Bordell in Deutschland nicht genehmigungspflichtig wäre?

Man braucht eine Gewerbeanmeldung, Anmeldung beim Finanzamt, Schankerlaubnis, Anmeldung bei der IHK, Berufsgenossenschaft .... und und und und

All diese Dinge haben bisher ausgereicht, um Bordelle zu verhindern, zu schließen oder zu drangsalieren, wenn es die Moralisten verlangt haben. Was soll denn da jetzt eine weitere Genehmigung jetzt ändern? Die Leute die bisher illegal betrieben haben, werden sich dann auch einen Dreck um den neuen Wisch kümmern.

Macht es den anständigen Leuten einfacher einen anständigen Bordellbetrieb zu führen und es wird weit mehr bringen als solche Polemik mal wieder.

Bayernbulle
24.04.11, 10:04
Letztendlich haben die Behörden immer die Möglichkeit einen unliebsamen Bordellbetrieb zu beseitigen..und sei es über die Steuerschiene, da lässt sich immer etwas finden.

Ariane
24.04.11, 10:40
Es gibt in Berlin seit einigen Jahren eine Bordellschliessungswelle, die vor allem kleine Wohnungsbordelle betrifft, wo die Frauen sicher arbeiten können. Dies betrifft auch alteingesessene Betriebe, die seit Ewigkeiten als Gewerbebetrieb geführt wurden. Nur eine einzige Betreiberin konnte sich über den Rechtsweg erfolgreich widersetzen. Begründet werden die Schliessungsverfügungen vornehmlich über das Baurecht (http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1226) in Wohn- und Mischgebieten. Nun steigen immer mehr BetreiberInnen auf Massage/Tantramassagen um, wahrscheinlich wollen sie einer Schliessungsanordnung vorgreifen. Gleichzeitig sind zwei weitere Grossbordelle in Planung. Über die "wahren" Hintergründe schweige ich mich mal aus. Ich sag dazu nur "berluskonesk".