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Vollständige Version anzeigen : "Manche Männer benehmen sich wie Tiere"


Philebos
09.06.11, 15:03
http://www.zeit.de/2011/24/Hotel-Zimmermaedchen

Interessant die Aussage zur Prostituierten-Quote: ca. jeder Zwanzigste habe sich eine aufs Zimmer kommen lassen. Ich hätte gedacht, dass es mehr sind.

Anubis
09.06.11, 15:25
Ich hab so meine Zweifel, dass das Hotelpersonal das jedesmal mitkriegt... Ist ja nicht immer so, dass es offensichtlich ist.

Senta O.
09.06.11, 15:35
Meiner Meinung nach, wird da in den Medien wieder was aufgebauscht, was so nicht ist!

Ich sehr viele Jahre in 4 und 5 Sternen Häusern als Hotelfachfrau gearbeitet! Weder war es bei uns üblich, dass Gäste das Personal übermäßig "angemacht" hat, noch wurden nach dem Besuch einer "Dame" unzählige Kondome im Zimmer gefunden!

Wenn ich heute als Escort das Zimmer verlasse, bemühe ich sehr, die Kondome entweder im Mülleimer verschwinden zu lassen, bzw. ich nehm sie auch in einem gesonderten Beutel mit, weil ich eben weiss, dass es solche Listen mit den Vorkommnissen bei den Gästen gibt!

Und für angetrunkene Gäste an der Bar oder im Restaurant, die sich gar nicht mehr zu benehmen wussten, war dann ein männl. Mitarbeiter schnell zu Stelle!

Zudem arbeitet eine ausgelernte Hotelfachfrau nicht als Zimmermädchen.....

Thea
09.06.11, 15:44
Wenn ich heute als Escort das Zimmer verlasse, bemühe ich sehr, die Kondome entweder im Mülleimer verschwinden zu lassen, bzw. ich nehm sie auch in einem gesonderten Beutel mit, weil ich eben weiss, dass es solche Listen mit den Vorkommnissen bei den Gästen gibt!


Das sollte man nicht nur wegen einer solchen Liste machen sondern aus Rücksicht und Respekt dem Zimmermädchen gegenüber. Es ist schlicht unhöflich, dem Personal zuzumuten, gebrauchte Kondome einzusammeln... :gruen:

LuvUndLee
09.06.11, 17:46
Die Zeit ist halt die Zeitung für den Studienrat, auch da muß es manchmal deftiger sein. Ist wahrscheinlich eh erfunden, das Interview.

_LuvUndLee

Philebos
09.06.11, 17:55
Die Zeit ist halt die Zeitung für den Studienrat, auch da muß es manchmal deftiger sein. Ist wahrscheinlich eh erfunden, das Interview.

_LuvUndLee

Mein Lieber, ich habe die ZEIT seit 25 Jahren abonniert und bin kein Studienrat! :nudelholz: Leider hat das ZEIT-Magazin, aus dem dieser Artikel stammt, seit einigen Jahren eine Neigung zu Boulevard-Themen - dass die Redakteure Interviews erfinden, halte ich aber für sehr unwahrscheinlich.

LuvUndLee
09.06.11, 18:06
Die Süddeutsche hat doch auch erfundene Interviews abgedruckt. Warum soll das die Zeit nicht auch machen?

_LuvUndLee

MaikM39
09.06.11, 18:09
Ich weiß gar nicht was ihr alle habt. Nicht umsonst gibt es den Hit und Ohrwurm "Männer sind Schweine"

Und bevor hier eine riesige Diskussion losgeht, ich habe nichts gegen Schweine.

Philebos
09.06.11, 18:16
Die Süddeutsche hat doch auch erfundene Interviews abgedruckt. Warum soll das die Zeit nicht auch machen?

_LuvUndLee

Weil es jedem journalistischen Ethos widerspricht und ich die Redaktion der ZEIT oder des ZEIT-Magazins nicht für so verdorben halte. Dass ein einzelner Journalist ein erfundenes Interview unterschiebt, kann immer vorkommen, dass eine Redaktion das wissentlich abdruckt, wäre ein Skandal. Ist letzteres bei der Süddeutschen tatsächlich passiert?

sissiba
09.06.11, 18:16
Mein Lieber, ich habe die ZEIT seit 25 Jahren abonniert und bin kein Studienrat! .

Ich lese seit 35 Jahren MAD und seit einiger ZEIT Birdland und Carnivora ich glaube der Unterschied besteht nur in der größe der Ausgaben und in den Farben...:verstecken:

LuvUndLee
09.06.11, 18:24
Weil es jedem journalistischen Ethos widerspricht und ich die Redaktion der ZEIT oder des ZEIT-Magazins nicht für so verdorben halte. Dass ein einzelner Journalist ein erfundenes Interview unterschiebt, kann immer vorkommen, dass eine Redaktion das wissentlich abdruckt, wäre ein Skandal. Ist letzteres bei der Süddeutschen tatsächlich passiert?

Ja, das ist bei der Süddeutschen passiert. Interviews mit Brad Pitt, Sharon Stone, Mike Tyson etc. wurden vom Hollywood-Korrespondenten Tom Kummer erfunden. Allerdings hat die Zeitung behauptet, diese Fakes nicht wissentlich gedruckt zu haben.

_LuvUndLee

Georgia
09.06.11, 18:34
Achso ..... :muede:

Ich hab mir schon die Hände gerieben vor Vergnügen , weil ich dachte es geht um schweinische Männer....:lach:

Oder zumindest um rülpsen, pupsen, und sich am Sack kratzen :grins:

Rolliman
09.06.11, 19:06
Ich kann da als mehrmals Interviewter vielleicht etwas zu sagen:

Wenn ein Interview geführt wird läuft ein Band mit: Soweit ist es klar!

Jetzt hat aber nicht jeder Interviewgast die Gabe, sich sofort Fehlerfrei- und Druckfein zu artikulieren. Es kommt also sehr darauf an, was der Reporter hinterher vom Mitschnitt abschreibt.
Da die Deutsche Sprache aber recht facettenreich ist, kann es sein, das der Reporter mit etwas Interpretation einen ganz anderen Sinn in das Interview zaubern.

Freie Journalisten, die Ihre "Werke" erst fertig Verkaufen können, verwursten ein Interview quasi 3mal.Sie sind wahre Meister darin, ein Interview der Klientel der Zeitung gemäß anzupassen...

Als Liebhaber der deutschen Sprache finde ich dieses jonglieren mit Worten schon genial. Als Interviewpartner dem das Wort quasi im Munde 5mal durchgeschleudert wird, findet man dieses Verhältnis suboptimal.

Was das Thema Rotlicht angeht, so geht man damit in Deutschland eher scheinheilig um. Auf der einen Seite werden die Damen als "Mutter Theresa" in den Himmel gelobt, wenn sie älteren Herren im Altersheim für einige Zeit die Einsamkeit nimmt, oder es wird die Mutter als Heldin gefeiert, die um das Überleben Ihrer Kinder zu sichern anschafft.

2 Wochen später wird das Bild derselben Frau in nem Artikel verwurstet, in dem alle Prostituierten Abzocker und Asozial sind.

Mit dem Wissen sind solche Artikel für mich nicht mehr, wie nette Bettlektüre.

Philebos
09.06.11, 19:21
Vielleicht mal zurück zum Thema: einige Aussagen des Artikels finde ich durchaus glaubwürdig. Bei Minibar und PayTV schummeln kommt sicher vor. Kondome nicht wegräumen weil "dafür gibt's ja das Zimmermädchen" kann ich mir bei manchen Menschen auch gut vorstellen. Über arrogantes Verhalten mancher Herren gegenüber dem Personal haben ja auch schon einige Damen berichtet. Und den Herrn oder die Dame vom Zimmerservice bewusst in Verlegenheit bringen - da bekenne ich mich schuldig, dies auch einmal getan zu haben. :schaem: Es war ein Mann, und eine in Lack und Leder gekleidete Dame spielte dabei eine nicht unwesentlich Rolle :zwitsch: War vielleicht nicht ganz korrekt, hat aber Spaß gemacht :grins: Bei einer Frau, die von einem nackten Gast empfangen wird, sehe ich das allerdings schon kritischer, da hätte ich das Zimmer wohl nicht betreten.

Bayernbulle
10.06.11, 01:56
Mein Gott...jeder normale Mensch versucht das Zimmer einigermaßen ordentlich zu verlassen..bei meinem letzten Date ist mir auch ein Fauxpas passiert..ich habe das Frühstück aufs Zimmer bestellt und nochmal geguckt, dass alle Kondome vom Bett und vom Nachttisch verschwinden..Das Zimmermädchen kam mit dem Frühstück und hat ihr Wägelchen mit dem Essen an den Tisch gefahren..ich unterschreibe die Rechnung, sie schaut an sich runter und was klebt an ihrem Schuh..

richtig, ein Kondom..war mir zwar etwas peinlich, aber davon geht die Welt auch nicht unter.

PS Übrigens gibt es auch Escortdamen und nicht nur Herren, die gegenüber dem Hotelpersonal so arrogant auftreten, dass man sich als Begleiter fremdschämt.

Senta O.
10.06.11, 08:31
Vielleicht mal zurück zum Thema: einige Aussagen des Artikels finde ich durchaus glaubwürdig. Bei Minibar und PayTV schummeln kommt sicher vor. Kondome nicht wegräumen weil "dafür gibt's ja das Zimmermädchen" kann ich mir bei manchen Menschen auch gut vorstellen. Über arrogantes Verhalten mancher Herren gegenüber dem Personal haben ja auch schon einige Damen berichtet. Und den Herrn oder die Dame vom Zimmerservice bewusst in Verlegenheit bringen - da bekenne ich mich schuldig, dies auch einmal getan zu haben. :schaem: Es war ein Mann, und eine in Lack und Leder gekleidete Dame spielte dabei eine nicht unwesentlich Rolle :zwitsch: War vielleicht nicht ganz korrekt, hat aber Spaß gemacht :grins: Bei einer Frau, die von einem nackten Gast empfangen wird, sehe ich das allerdings schon kritischer, da hätte ich das Zimmer wohl nicht betreten.



Ich gebe dir vollkommen recht!

Aber z.B. das Zimmermädchen in Verlegenheit bringen und das Zimmermädchen sexuell belästigen ist ein sehr großer Unterschied!

Ein erfahrenes Zimmermädchen lässt davon nicht aus der Ruhe bringen!

Aber wie BB schreibt, JEDER NORMALE Mensch, versucht das Zimmer halbwegs ordentlich zu verlassen und wird sich auch ausserhalb des Zimmer anständig benehmen!

Aus dem Interview geht aber hervor, das jedes Hotel eine Gefahr für weibl Mitarbeiter und jeder Gast ein potenzieller Vergewaltiger wäre!

Dem ist mit Sicherheit nicht so!

Man kann auch jede charmante, lustige aus der Gelegenheit gegriffene "Anmache" als sexuellen Übergriff anklagen!

Asfaloth
10.06.11, 10:50
Kommt halt gut als Schlagzeile und Story in "Dominique-Strauss-Kahn" - Zeiten....

Dem Leseraffen muss ja ständig neuer Zucker gegeben werden, was liegt näher, als das bereits angesprungene Kopfkino des Spiessbürgers noch weiter anzukurbeln.

bluemarine
10.06.11, 10:57
Ich wunderte mich beim Lesen über die prüde Einstellung der Dame im Interview:

"Viele Männer saßen, wenn ich reinkam, nur in Boxershorts im Sessel. Man versucht dann, schnellstmöglich sein Tablett loszuwerden."
-> Ist das so schlimm? Das ist vielleicht stil- oder taktlos, aber mehr???
Oder sehe ich das zu sehr aus meiner entspannten Männerbrille?
Auch die Putzfrauen in Sportstudios, Bädern und Herrentoiletten wischen durch die Gegend, wenn da nackte oder pinkelnde Männer sind.

Erstaunlich auch ihre Aussage:
"...Prostituierte aufs Zimmer kommen lassen. Offiziell war es in dem Berliner Hotel, in dem ich gearbeitet habe, verboten."
-> Hä? steht das in den "AGBs", dass Herren sich nicht mit Prostiturierten auf dem Zimmer treffen dürfen??? Habe ich noch NIRGENDS gesehen, dass das irgendwo steht. Das klingt wirr und als unbedachte Verralgemeinerung der dann folgenden Aussage, dass sie keine Prostiturierten vermitteln durften.

Die Wahrheit ist wohl banal wie immer: unter (männlichen) Hotelgästen gibt es genau so viele Ar...löcher wie unter Bäckern, Lehrern und überall. Nur lässt sich so kein Leser hinterm Kamin hervorlocken (siehe Post von Rolli).

Und wenn Männer abstreiten, P6-Fernsehen genutzt zu haben, dann wahrscheinlich auch zum großen Teil aus Scham...

Um auf die Diskussion der Medien und deren Niveau einzugehen: für mich ist das Niveau und der Gehalt des Interviews nicht der Zeit würdig.
Ist halt im Kontext mit DSK zu sehen - da versucht jeder Journalist auf Biegen und Brechen seinen Senf dazu beizutragen.

b

aurora06
10.06.11, 11:33
Was ist da so schlimm. Ich würde als Zimmermädchen Gummihandschuhe tragen, dann ist mir egal was da am Boden rumliegt.
PS: Ich hab , auch in guten Hotels noch kein Zimmermädchen gesehen, das mir gefallen hätte. Die einzigen Damen die mir gefallen hatten standen an der Rezeption, und da wird es etwas schwierig mit der Anmache, zumindest mit Boxershorts .

Bayernbulle
10.06.11, 11:35
Diesen Trend zum Boulevard bei der "Zeit" gibt es ja schon seit längerer Zeit. Früher habe ich sie regelmäßig gelesen, mittlerweile nicht mehr...Giovanni di Lorenzos Kampf für die Political Correctness in seiner "Netz gegen Nazis"-Seite hat mich sehr befremdet...da wurden rechtskonservative Zeitungen, über deren inhaltliche Positionen man sicher diskutieren kann, diskreditiert und mit Neonazis in einen Topf geworfen..für einen Journalisten, der sich für Meinungsvielfalt einsetzen sollte, unwürdig..

Insofern bleibe ich lieber bei meinen Leib- und Magenzeitschriften FAZ und NZZ

Asfaloth
10.06.11, 12:53
Da ich mir meine Meinungsvielfalt erhalten möchte, lese ich grundsätzlich alle wichtigen... wenn nicht in Papier, dann online.

www.dnnd.de (http://www.dnnd.de)

Philebos
10.06.11, 13:06
Da ich mir meine Meinungsvielfalt erhalten möchte, lese ich grundsätzlich alle wichtigen... wenn nicht in Papier, dann online.

www.dnnd.de (http://www.dnnd.de)

Das finde ich gut, scheitert bei mir aber an der Zeit - ich schaffe nicht mal regelmäßig eine Tageszeitung, wenn ich nicht gerade auf Dienstreise bin und in Zug oder Flieger lesen kann.

Letztlich tendiert man sicher dazu, die Blätter zu lesen, bei denen man die größte Übereinstimmung mit seiner eigenen Meinung feststellt (und das ist bei mir die ZEIT), was natürlich dazu führt, in dieser noch bestärkt zu werden und andere Sichtweisen erst recht auszublenden. Daher werfe ich ab und zu auch mal einem Blick in die FAZ, auch wenn es mich da oft schüttelt...

Senta O.
10.06.11, 13:11
Das finde ich gut, scheitert bei mir aber an der Zeit - ich schaffe nicht mal regelmäßig eine Tageszeitung, wenn ich nicht gerade auf Dienstreise bin und in Zug oder Flieger lesen kann.

Letztlich tendiert man sicher dazu, die Blätter zu lesen, bei denen man die größte Übereinstimmung mit seiner eigenen Meinung feststellt (und das ist bei mir die ZEIT), was natürlich dazu führt, in dieser noch bestärkt zu werden und andere Sichtweisen erst recht auszublenden. Daher werfe ich ab und zu auch mal einem Blick in die FAZ, auch wenn es mich da oft schüttelt...

die ZEIT ist die einzige Zeitung die ich abonniert habe! Aber verrate mir doch mal, wie du die im Zug oder Flieger liest?!?!

Ich brauche dafür das ganze Bett! :lach::zwinker:

Bayernbulle
10.06.11, 13:14
Da ich mir meine Meinungsvielfalt erhalten möchte, lese ich grundsätzlich alle wichtigen... wenn nicht in Papier, dann online.

www.dnnd.de (http://www.dnnd.de)

Ob ein sozialistisches Kampfblatt wie die "Junge Welt" jetzt zu den wirklich wichtigen gehört, lasse ich mal dahingestellt.

Für mich ist Zeitungslektüre etwas anderes als Nachrichten lesen..Die Breite an Informationen ersetzt manchmal leider die Tiefe..und da steuere ich gerne entgegen, indem ich mit aus meiner Sicht journalistisch gut gemachten Zeitungen mehr Zeit verbringen als mich mit redundanten News von verschiedenen Blättern zu füttern.

Asfaloth
10.06.11, 13:24
Ob ein sozialistisches Kampfblatt wie die "Junge Welt" jetzt zu den wirklich wichtigen gehört, lasse ich mal dahingestellt.

Für mich ist Zeitungslektüre etwas anderes als Nachrichten lesen..Die Breite an Informationen ersetzt manchmal leider die Tiefe..und da steuere ich gerne entgegen, indem ich mit aus meiner Sicht journalistisch gut gemachten Zeitungen mehr Zeit verbringen als mich mit redundanten News von verschiedenen Blättern zu füttern.

Ich erlaube mir den Hinweis, dass Du in dem von mir eingestellten Link das Angebot durchaus einschränken kannst auf die relevanten... bzw. die, man selbst dafür hält...

Wer sich z.B. für den nahen Osten interessiert, wird vermutlich HAARETZ und ALDJAZEERA lesen, manche dann wieder eher nicht..

Ausserdem sind die verschiedenen Kommentare zum gleichen Thema durchaus interessant. letztendlich gehts ja darum, eine eigene Meinung zu entwickeln und nicht darum, eine vorgefertigte zu übernehmen. Die Konzentration auf ein oder zwei Blätter wäre mir persönlich dann zu einseitig.

ist aber nur meine meinung, jeder macht das, wie er es für richtig hält. :zwinker:

Bayernbulle
10.06.11, 13:48
Ich erlaube mir den Hinweis, dass Du in dem von mir eingestellten Link das Angebot durchaus einschränken kannst auf die relevanten... bzw. die, man selbst dafür hält...

Wer sich z.B. für den nahen Osten interessiert, wird vermutlich HAARETZ und ALDJAZEERA lesen, manche dann wieder eher nicht..

Ausserdem sind die verschiedenen Kommentare zum gleichen Thema durchaus interessant. letztendlich gehts ja darum, eine eigene Meinung zu entwickeln und nicht darum, eine vorgefertigte zu übernehmen. Die Konzentration auf ein oder zwei Blätter wäre mir persönlich dann zu einseitig.

ist aber nur meine meinung, jeder macht das, wie er es für richtig hält. :zwinker:

Mit den Zeitungen ist es wie mit den Escorts..ich kann nicht alle lesen, die ich lesen möchte und nicht alle buchen, die ich buchen möchte..:lach:

Eine wirkliche Vielfalt in der deutschen Presselandschaft zu politischen Themen gibt es ja kaum..in den meisten Blättern wird der Mainstream wiedergekäut.

Ich muss mir keine Meinung zu jeder Blähung machen, die ein Politiker von sich gibt. Ausnahmen sind wirtschaftliche Themen, da erwarten meine Kunden eine Meinung von mir.

Ich habe 3 Opernzeitschriften abonniert, die ich von vorne bis hinten lese und zwei Zeitschriften mit CD-Rezensionen klassischer Musik, die ich zu 80% lese...Das mag man als Flucht vor der Realität ins Artifizielle bezeichnen und damit liegt man auch nicht so ganz falsch.

Rolliman
10.06.11, 15:42
Das hübscheste Zimmermädchen war noch immer Lulea in Schweden. Eine Finnin mit Pechschwarzen langen Haaren und Stahlblauen Augen.
Mit der hätte ich gerne mal "Schiffe versenken" gespielt.

Ariane
11.06.11, 11:29
Ich habe 3 Opernzeitschriften abonniert, die ich von vorne bis hinten lese und zwei Zeitschriften mit CD-Rezensionen klassischer Musik, die ich zu 80% lese...Das mag man als Flucht vor der Realität ins Artifizielle bezeichnen und damit liegt man auch nicht so ganz falsch.

Wieso ist das eine Flucht vor der Realität, sich für Schönes zu begeistern? :denke: Das ist sogar sehr vernünftig und ein guter Ausgleich in der doch sonst recht schnöden Welt.

sissiba
11.06.11, 12:32
Wieso ist das eine Flucht vor der Realität, sich für Schönes zu begeistern? :denke: Das ist sogar sehr vernünftig und ein guter Ausgleich in der doch sonst recht schnöden Welt.

...erklärt bei BB auch das große Allgemeinwissen über Opern etc.eher Realitätsnah!
Trotzdem finde ich die Welt nicht schnöde... es gibt ja auch noch einige Motorrad Zeitschriften:smile: :kuss3:

Philebos
11.06.11, 13:34
Wieso ist das eine Flucht vor der Realität, sich für Schönes zu begeistern? :denke: Das ist sogar sehr vernünftig und ein guter Ausgleich in der doch sonst recht schnöden Welt.

Ganz meine Meinung. Davon abgesehen ist die ideelle Welt vielleicht realer als die empirische Wirklichkeit.

Bayernbulle
11.06.11, 17:02
Wieso ist das eine Flucht vor der Realität, sich für Schönes zu begeistern? :denke: Das ist sogar sehr vernünftig und ein guter Ausgleich in der doch sonst recht schnöden Welt.

Du hast natürlich recht, dass es vernünftig ist. Nur in der Situation meiner niederbayrischen tiefkatholischen Sozialisation galt alles was nicht auf Arbeit und Broterwerb ausgerichtet war als überflüssig, hinderlich und auch "unmännlich" Das Bedürfnis nach Transzendenz wurde durch mehrmaligen Kirchgang pro Woche befriedigt. Das musste genügen.

Das war die Haltung meiner Mutter und Großmutter. Mein Vater hat da den Kontrapunkt gesetzt. Das gemeinsame Hören von Schubert-, Beethoven- und Mahler-Symphonien hat mir frühzeitig diese Welt eröffnet, die ich dann später verstärkt erkundet habe. Insofern hat diese Musik, wenn ich sie heute höre, auch noch eine latente Ebene als Klangraum meiner Kindheit. Mit ihm habe ich über philosophische und historische Texte diskutiert, die wir gemeinsam gelesen haben. Durch den Krieg hat er weder eine Universität noch ein Gymnasium besuchen können, dafür blieb ihm immerhin die NPEA erspart. Aber seine Bibliothek und sein Plattenschrank war voller neuer Geheimnisse, die es zu entdecken galt.

Später habe ich immer zwischen "vita activa" und "vita contemplativa" geschwankt. In der Jugend eher ersterem zugeneigt - auch mit dem Wunsch Dinge gesellschaftlich ändern zu wollen - fühl ich mich je älter ich werde in letzterem deutlich wohler. Da schwingt sicher auch ein resignativer Zug mit, das meinte ich mit "Flucht aus der Realität".

Aber mitterweile komme ich der Welt zeitweise mit Genuss abhanden, wie es so schön im Rückert -Gedicht heißt, das Mahler so trefflich komponiert hat.

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Da ich mir meine Meinungsvielfalt erhalten möchte, lese ich grundsätzlich alle wichtigen... wenn nicht in Papier, dann online.

www.dnnd.de (http://www.dnnd.de)

Die wichtigen Debatten auch über die politischen Themen findet eigentlich immer mehr in den Feuilletons statt...drum gehört die Website www.perlentaucher.de zu meiner täglichen Lektüre. Da bekommt man in verhältnismäßig wenig Zeit viel Substanz, man kann sich selektiv in interessierende Themen einarbeiten und man wird weitgehend von Nachrichten verschont, die 30 Minuten schon wieder völlig egal sind. Aus meiner Sicht ideal :wie-geil:

Dennis
11.06.11, 18:12
zum thema genuss . . .

Robert Pfaller "Wir haben ein gestörtes Verhältnis zum Genuss"

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-05/interview-robert-pfaller

Entscheidend ist, dass wir uns nicht ständig vor dem Tod fürchten, sondern vielmehr vor schlechtem Leben.