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Tanja
01.08.11, 13:38
Bauchgefühl - Intuition - 6.Sinn


Bauchgefühl hat mir in meinem Leben schon immer sehr geholfen, egal ob es um Menschen oder Situationen ging.

Leute die mich kennen, wissen, wenn mein Bauch anschlägt, dann kann ich das meist nie rational erklären, aber ich irre mich äußerst selten.

Gerade im Paysex vor allem im Bezug auf Kunden und Dates höre ich immer auf meinen Bauch.

Aber gerade auch im Alltag ist es mir sehr nützlich und hat mich schon oft zurecht zögern lassen, wenn jemand versucht hat mich "einzuwickeln".

Manche können das nicht verstehen und belächeln mich....
Bei ihnen siegt die Ratio, das Bauchgefühl haben sie großenteils verdrängt.


Die Intuition - jenes Wissen, ohne zu wissen, warum man es weiß - arbeitet in Gefahrensituationen zuverlässiger und schneller als die schwerfällige Logik, der wir uns so gern anvertrauen. Das Gefühl im Bauch ist nichts anderes als das Ergebnis eines kognitiven Prozesses. Er läuft nur sehr viel schneller ab, als uns bewusst werden kann. Warum jemand, der verlernt hat, auf die eigenen Gefühle zu achten, als Schiff ohne Ruder durchs Leben treibt, hat schon der amerikanische Wissenschaftsjournalist und EQ-Guru Daniel Goleman einleuchtend beschrieben.

Zitat aus dem Buch von Gavin de Becker:

Mut zur Angst - Wie Intuition uns vor Gewalt schützt


Geht es zwar um Gewaltprävention, aber ich bin der Meinung, dass uns im Alltag so viele Situationen begegnen,die nicht zwingend mit Gewalt zu tun haben, in denen aber unser Bauch anschlägt.

Warum haben viele verlernt darauf zu hören?
Macht es überhaupt Sinn auf seinen Bauch zu hören?
Kann man es wieder lernen mehr drauf zu hören, kann man es trainieren?

Ich fände das sehr wichtig, denn die Sätze

Ich hatte ein komisches Gefühl... mir war gar nicht wohl dabei...irgendetwas hat mich gestört... ich hätte es wissen müssen...

höre ich öfters wenn ich mich mit Leuten unterhalte, die negative Erlebnisse hatten.

Oft bin zumindest ich der Meinung, das wäre mir so nicht passiert, weil ich in solchen Fällen anders reagiere, und auf meinen Bauch höre...

Selbst bei Terminvereinbarungen zu Dates, und ich arbeite ausschließlich nach Termin, kann ich zu 90% im Vorfeld sagen ob der Termin stattfindet oder nicht ;-).
Sehr oft weiß ich auch vorab, wie sich eine Situation entwickelt und kann dementsprechend deeskalierend agieren...

Nein, ich bin keine Hellseherin, aber ich traue meinen Gefühlen...

Traut ihr ihnen auch oder sagt ihr das ist Humbug?

Emphatie und Bauchgefühl, sind für mich wichtige Eigenschaften des Menschen, die viel zuwenig bewusst genutzt, sondern eher verdrängt werden.

LG Jutta

---------- Beiträge zusammengefügt um 13:38 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 13:31 Uhr ----------

Dies kann man auch auf alltägliche negtive Erlebnisse beziehen...

aber es hat mich mal wieder zum Nachdenken und Reflektieren veranlasst.

Opfer sind zu freundlich

Angst darf man haben. Gavin de Becker erklärt, warum sie vor Gewalttäternschützt

Er muss schon im Hausflur gewartet haben. Gleich ist er zur Stelle, als der jungen Frau die Einkaufstüte reißt. Dosen mit Katzenfutter rollen die Treppe hinunter. "Hab sie schon! Ich bring sie Ihnen", ruft der Mann von unten. Der 27-jährigen Kelly kommt seine Stimme merkwürdig vor. Aber schnell hat der freundliche Fremde die Dosen eingesammelt und greift nach der Tüte in Kellys Arm. "Nein, danke, ich kann das alleine tragen", wehrt sie ab. Unbeirrt steuert er mit den Einkäufen auf ihre Wohnungstür zu.

Sie findet ihn aufdringlich, aber lässt ihn ein. Ihr Zögern zieht er charmant ins Lächerliche: "Wir können doch die Tür offen lassen ..." Stunden später entkommt Kelly ihm: vergewaltigt, gedemütigt, knapp dem Tod entronnen.

Ein beispielhafter Fall, sagt der amerikanische Sicherheitsexperte Gavin de Becker. Seine Klientin Kelly hätte ihrer Intuition folgen sollen. Stattdessen missachtete sie jedes Alarmsignal, weil sie im Handeln des Mannes bewusst nichts entdecken konnte, das ihr Misstrauen gerechtfertigt hätte.
Typisch nennt de Becker dieses Verhalten wir seien zu schnell dabei, unsere eigenen Impulse lächerlich zu machen.

De Beckers Buch The Gift of Fear, das in den USA schon 1997 auf den Bestsellerlisten stand, ist nun auf Deutsch erschienen als Mut zur Angst. Bei denen, die sich kaum noch in die S-Bahn trauen, wird es ins Schwarze treffen. Doch das Buch schürt nicht die übliche Sensationslust. Der Autor kritisiert hart die Panikmache vieler Medien. Er weiß zu differenzieren, schreibt spannend und hat, ergänzt um deutsche Kriminalitätsstatistiken, ein nützliches Lehrbuch der Gewaltprognose verfasst.

Prognose? Kann man überhaupt vorhersagen, aus welcher Situation sich ein Verbrechen entwickelt? Wir sind gewöhnt an hilflose Kommentare, die einem Massaker wie dem in Littleton folgen. "Sinnlos" hätten die Täter in die Menge geschossen. Das suggeriert, die Katastrophe sei ein Naturereignis. Aber menschliche Gewalt ist kein Geheimnis. Aus Sicht des Täters geschieht sie voller Logik.

"Wer die Signale der Gefahr lesen kann, wird weniger wahrscheinlich zum Opfer", behauptet de Becker und beruft sich auf Hunderte von Fallgeschichten, die er in Jahrzehnten aufgezeichnet hat. Schon unter Reagan galt er im US-Justizministerium als ausgewiesener Fachmann. Heute beschäftigt de Becker, der selbst aus einer von Gewalt geprägten Familie stammt, an die 60 Mitarbeiter in seiner Sicherheitsfirma. Von Los Angeles aus berät er Filmstars, Politiker und andere Prominente.

Die Opfer eines Verbrechens erkennen oft erst im Nachhinein, wie sie manipuliert worden sind. Sie reagierten zu freundlich, zu höflich und ließen den Täter gewähren. "Es kam alles ganz plötzlich", erzählen sie wie Kelly. Aber dann erinnern sich die meisten: an ihr Unbehagen gleich zu Anfang. An die Sätze, mit denen ihr Peiniger sie testete.

Zum Beispiel bedient sich der fremde junge Mann gezielt des Mittels der erzwungenen Gemeinsamkeit: "Wir sollten uns beeilen ..." Eine solche Wir-sitzen-im-selben-Boot-Haltung ist nur schwer zurückzuweisen, ohne sich sehr unhöflich vorzukommen. Strategisch geschickt setzen Täter Charme und Nettigkeit ein, ködern ihre Opfer im Plauderton mit zu viel Details oder geben unerbetene Versprechen ab - eines der sichersten Gefahrenzeichen, warnt de Becker. Ein solches Versprechen sei "wie ein Spiegel, mit dem Sie die Chance erhalten, Ihr eigenes, intuitives Signal zu erkennen

es ist das Abbild Ihres Zweifels" - den der andere spürt. Müssen wir also unser Leben in dauernder Besorgnis fristen? Nur das nicht!, schreibt der Experte. Der immer währende Alarmzustand blockiere unsere Wahrnehmung für die wirklich wichtigen Signale. Gelassen sollen wir auf die Instinkte vertrauen und - danach handeln.

Die Intuition - jenes Wissen, ohne zu wissen, warum man es weiß - arbeitet in Gefahrensituationen zuverlässiger und schneller als die schwerfällige Logik, der wir uns so gern anvertrauen. Das Gefühl im Bauch ist nichts anderes als das Ergebnis eines kognitiven Prozesses. Er läuft nur sehr viel schneller ab, als uns bewusst werden kann. Warum jemand, der verlernt hat, auf die eigenen Gefühle zu achten, als Schiff ohne Ruder durchs Leben treibt, hat schon der amerikanische Wissenschaftsjournalist und EQ-Guru Daniel Goleman einleuchtend beschrieben. De Becker zitiert ihn gern.

Dennoch: Als (Über-)Lebenshilfe für den Nachhauseweg im Dunkeln taugen seine Ratschläge kaum. Denn einerseits plädiert er dafür, das Sich-Sorgen-Machen zu lassen andererseits empfiehlt er, auch den leisen Tönen zu lauschen. Und wie wir allzu beunruhigende Fantasien wieder aus unseren Köpfen verbannen, weiß der erfahrene Berater auch nicht so genau. Stattdessen sucht er Zuflucht in der Statistik: Obwohl wir Fremde für besonders bedrohlich halten, werden 80 Prozent aller Mordtaten von Menschen begangen, die ihr Opfer gut kennen.

Die Gewaltbereitschaft abgewiesener Liebhaber, verlassener Ehemänner oder wütender Exangestellter kann der Psychologieexperte eindrucksvoll ausbreiten. Wie sich Glied für Glied einer Handlungskette aneinander reiht, an deren Ende ein Blutbad steht, das ist oft von erschreckender Logik. Meist beginnt so eine Kette mit einer Form des Stalking. Der Begriff lässt sich, ähnlich wie Mobbing, nur schwer ins Deutsche übersetzen und steht für das beharrliche Belästigen anderer durch Telefonterror, Schreiben von Briefen oder Auflauern. Von der Sinnlosigkeit seines Tuns wird sich ein Stalker mit Argumenten nie überzeugen lassen, lehrt de Becker. Im Gegenteil, Menschen, die nicht loslassen können, werden durch wütende Ablehnenung nur bestärkt. Die effektivste Art, sich zur Wehr zu setzen, ist überraschenderweise oft das Nichtstun. Wem es gelingt, einen Quälgeist ins Leere laufen zu lassen, hat seine Ruhe schneller zurückgewonnen.

In den USA ist das Geschäft mit der Sicherheit zu einem profitablen Wirtschaftszweig geworden. Und auch in Deutschland gilt die Angst vor Gewalt seit langem als Thema. Gavin de Becker bietet plausible Analysen und Strategien, ohne Patentlösungen anzupreisen. Das ist mehr, als man von einem Buch mit diesem Titel erwarten konnte.

Gavin de Becker:

Mut zur Angst Wie Intuition uns vor Gewalt schützt

Wolfgang Krüger Verlag, Frankfurt am Main 1999

440 S., 39,80 DM

zeit.de (http://www.zeit.de/1999/40/Opfer_sind_zu_freundlich)

Aileen
01.08.11, 15:31
Ich weiß ganz genau was du mit diesem "Bauchgefühl" meinst und bei mir ist es absolut identisch..

Kann dich da absolut nachvollziehen.. Man kann es nicht erklären, aber es ist einfach da!

Liebe Grüße Aileen

Knackpo
01.08.11, 17:10
Hi Ihr :kuss5:,
...ja,manchmal ist es glaube ich garnicht verkehrt aus dem Bauch heraus zu entscheiden,...grade im zwischenmenschlichen Bereich,...da es meiner Meinung nach keine Patentrezepte diesbezüglich gibt,...dafür ist der Mensch und seine Verhaltensmuster einfach zu vielschichtig,...!

Da spielen einfach die persönlichen Erfahrungen eine große Rolle,...das ist dann zwar nicht allgemein anwendbar,...aber für einen selbst oftmals doch das richtige!!!

:betthupferl:

LG

bgm41
01.08.11, 21:19
Hallo Jutta,

Danke für Deinen Beitrag.
Ich kenne dieses "Bauchgefühl" auch. Und sehr oft gibt es mir die richtigen Signale bzw. verhilft zu der richtigen Entscheidung.
Ich hatte auch schon Fälle, bei denen ich das "Bauchgefühl" ignoriert hatte und dann stellte sich die Entscheidung als falsch heraus.

LG

Thea
01.08.11, 21:23
Bauchgefühl... ohne das geht es gar nicht... :nono:

ShivaRagazzo
01.08.11, 21:30
Langsam lerne ich, auf meine Intuition zu hören.
Hat bei mir zwar nicht mit Gefahr zu tun,
aber immer öfter merke ich, dass es gut war, meinem (Mit-)Gefühl zu trauen und und aktiv Anteil zu nehmen.
Auch in den Massagen hat sich das schon oft als richtig erwiesen,...

ekim
01.08.11, 21:58
Also ich höre immer auf meine innere Stimme, weil sie so gut wie immer richtig liegt!

Wer Angst zeigt, hat es schon zu gut wie verloren!
Sehe ich immer wenn die Leute angst vor meinen Hund haben,
dann greift sie sofort an!

aurora06
01.08.11, 22:01
Da fällt mir jetzt nur ein viell. Männer spezifisches Beispiel von Bauchgefühl ein.
Mann fährt mit jenseits der 200 kmh auf einer 2 spurigen Autobahn. Fast leer. Ab und zu auf der rechten Spur Autos. Aber man merkt irgendwie, warum auch immer, der zieht jetzt rüber und will den 500 meter vor ihm fahrenden LKW überholen. Instinktiv geht man mit dem rechten Fuss vom Gas, bremsbereit leicht auf die Bremse. Und er wechselt auf die linke Spur ohne Blinker.
Ist so, aber ich spüre es irgendwie.

Tanja
01.08.11, 22:07
Er muss schon im Hausflur gewartet haben. Gleich ist er zur Stelle, als der jungen Frau die Einkaufstüte reißt. Dosen mit Katzenfutter rollen die Treppe hinunter. "Hab sie schon! Ich bring sie Ihnen", ruft der Mann von unten. Der 27-jährigen Kelly kommt seine Stimme merkwürdig vor. Aber schnell hat der freundliche Fremde die Dosen eingesammelt und greift nach der Tüte in Kellys Arm. "Nein, danke, ich kann das alleine tragen", wehrt sie ab. Unbeirrt steuert er mit den Einkäufen auf ihre Wohnungstür zu.

Sie findet ihn aufdringlich, aber lässt ihn ein. Ihr Zögern zieht er charmant ins Lächerliche: "Wir können doch die Tür offen lassen ..." Stunden später entkommt Kelly ihm: vergewaltigt, gedemütigt, knapp dem Tod entronnen.

Diese Passage aus der Buchbesprechung fesselt mich irgendwie, denn ich kann sie zu 100% nachfühlen.

Wie oft in meinem Leben habe ich ähnliche Situationen (meist weniger gefährlich) erlebt und bin nicht meinem ersten Impuls gefolgt...
Im Nachhinein habe ich es immer bereut und es hätte mir Vieles erspart, wenn ich schon damals mehr Selbstvertrauen gehabt hätte.

Wir werden dau erzogen freundlich zu sein und zu vertrauen, leider oft auch bedingungslos zu vertrauen...

Wenn jemand nett zu uns ist, dann schalten wir ganz schnell sämtliche Warnsignale, die uns unser Bauch eventuell sendet, aus.

Wir lassen uns nur allzugern von Äußerlichkeiten blenden...
Werden enttäuscht....
und können nicht nach-/mitfühlen wie es anderen geht, bzw was ihre Motivation ist....

Wenn man sich ein bisschen für Körpersprache und Gesichtsausdrücke interessiert, dafür offen ist zu trainieren und auch Eindrücke zulässt, die man nicht erklären kann, dann ist man sehr oft überrascht, was Stimmen, Blicke, Fotos für ein Gewitter im Kopf auslösen wenn der Bauch senden darf....

Viele wischen das einfach bei Seite und lassen den Kopf die Führung übernehmen...
Wir analysieren, wägen ab, ordnen ein und werten anhand von Mustern, die wir erlernt und erfahren haben, lassen uns Entscheidungen abnehmen...

Mir hat sehr lange, obwohl bereits Beruf und Familie da war, das Selbstvertrauen und der Mut gefehlt, mich gegen den Mainstream und das Offensichtliche zu entscheiden, und dabei hab ich im Nachhinein gesehen, sehr oft negative Erlebnisse zum aktiven Teil selbst verschuldet....

Seit ich mir bewusst mache, also selbstbewusst und selbstvertrauend meinen Intuitionen einen größeren (selbst)Wert zugestehe und sie gleichberechtigt in meine Entscheidungen mit einfließen lasse, bin ich immer wieder erstaunt, dass mein Bauch ergänzt durch Ratio und Logik fast immer richtig liegt.

Für mich haben die Worte Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl eine andere Wertigkeit bekommen....

Wie geht es euch, wenn ihr reflektiert?

In Bezug auf
- Menschen und Zwischenmenschliches
- Situationen, bekannt und unbekannt
- neue Aufgaben und Erwartungen
- Ver- und Beurteilungen

Wie reagiert ihr...
eher intuitiv, oder eher vorgeplant und (selbst?)bestimmt
oder eher nach vorgegebenen Mustern, dem Mainstream?

Warum ich das wissen will?

Ich bin neugierig interessiert am Thema und wie andere darüber denken, wie sie es (er)fühlen oder ob sie es nicht nachvollziehen können.

LG Tanja

jakob
02.08.11, 09:42
Das was gerne als "Bauchgefühl" bezeichnet wird ist m.E. eine komplexe Mustererkennung auf der Basis von 1) persönlichen Erfahrungen und 2) einer spontanen Abwägung "was könnte jetzt passieren/sein". Das "Autobahnbeispiel" drückt das m.E. perfekt aus. Also im Kern ein durchaus "rationaler" Prozeß, ähnlich der strengen mathematischen Regeln entsprechenden Mustererkennung mit "trainierten" neuronalen Netzwerken. Die Ähnlichkeit geht sogar noch weiter, die menschliche Mustererkennung kann, ebenso wie bei neuronalen Netzwerken, gelegentlich falsch liegen, bzw. nicht das "optimale" Ergebnis liefern.

Klar sollte man auf eine solche(s) "Mustererkennung"/Bauchgefühl hören. Denn meistens liegt es eben richtig, mit zunehmendem Alter und Erfahrung sogar fast immer. Es sei denn, es wird von eigenem Wunschdenken oder momentanen speziellen Erwartungen sozusagen vernebelt bzw. verzerrt.

P.S.: Die Mustererkennung geht allerdings völlig in die Hose, wenn sie als "Erfahrungen" auch Hörensagen (also nicht eigene Erfahrungen) einschließt. Dann ists bis zum Vorurteil nicht mehr weit.

Jupiter
02.08.11, 09:52
Die Steuerung der Handlungen / Entscheidungen erfolgen von einer Mischung von Bewusst (meist rational) und Unbewusst (intuitiv). In unserem modernen Umfeld, welches vorwiegend von „rationalen“ Zwängen (Sicht der Initiatoren) gesteuert werden, ist uns teilweise die Sicht auf die unterbewussten Steuerungsaktivitäten abhanden gekommen. Im Grunde ist auch das „Bauchgefühl“ eine unterbewusste Steuerung. Die Gehirnforschung sieht hier direkte Zusammenhänge mit dem persönlichen Charakter. Damit ist auch die Intuition eines jeden genau so einzigartig wie der Charakter.
Dazu kommt, dass ständig versucht wird, auf unsere unterbewusste Steuerung Einfluss zu nehmen (Psychologie, Werbung, Marketing, Rhetorik) indem tief sitzende Wünsche angesprochen werden.

Gruß Jupiter

jakob
02.08.11, 09:59
Im Grunde ist auch das „Bauchgefühl“ eine unterbewusste Steuerung.

Das ist eben die Frage, finde ich. Eine komplexe Mustererkennung ist nicht deshalb notwendigerweise unterbewußt, weil sie spontan/simultan ist und sich insofern von einem diskreten Gedankenzug a la syllogistischer Kette etc. wesentlich unterscheidet.

Wünsche etc. mögen auch unterbewußt da sein. Aber sie verfälschen eben m.E. die optimale Mustererkennung ebenso wie "eingeflüsterte" Fremderfahrungen (oder Behauptungen).

Knackpo
02.08.11, 10:05
Da fällt mir jetzt nur ein viell. Männer spezifisches Beispiel von Bauchgefühl ein.
Mann fährt mit jenseits der 200 kmh auf einer 2 spurigen Autobahn. Fast leer. Ab und zu auf der rechten Spur Autos. Aber man merkt irgendwie, warum auch immer, der zieht jetzt rüber und will den 500 meter vor ihm fahrenden LKW überholen. Instinktiv geht man mit dem rechten Fuss vom Gas, bremsbereit leicht auf die Bremse. Und er wechselt auf die linke Spur ohne Blinker.
Ist so, aber ich spüre es irgendwie.

...ja,sowas z.B. gibt es glaube ich sehr häufig,...:moin:!

...oder eine Person betritt ein Geschäft,ein Restaurant,oder so...es ist alles ganz entspannt,eigentlich garnichts los,...aber man weiss schon das dieser Mensch gleich Ärger machen wird,...weshalb auch immer
:denke:!!!

...das eigene Bauchgefühl kann einen sicherlich auch mal täuschen,...aber in der Regel bin ich persönlich damit bisher ganz gut gefahren,...auch in bremsligen Situationen!!!

...und für die Damen ist es sicherlich bei ihrem Job noch wichtiger ein gutes/sicheres Gefühl bei der ganzen Sache zu haben,...sonst ist keine gute Arbeit möglich:verstecken:!!!

Ein Beispiel:...meine Angebetete hatte es schon das einige Kunde gezielt versucht haben beim FN in ihrem Mund zu kommen,...was Sie so aber nicht anbietet,einfach nicht möchte,...also gegen jede Absprache mit ihr,...was Sie aber aufgrund ihres Bauchgefühls verhindern konnte,...in dem Sie rechtzeitig abbrach...:nudelholz:!

...hat von euch schon Jemand ähnliches erlebt?!


LG

Jupiter
02.08.11, 17:47
Das ist eben die Frage, finde ich. Eine komplexe Mustererkennung ist nicht deshalb notwendigerweise unterbewußt, weil sie spontan/simultan ist und sich insofern von einem diskreten Gedankenzug a la syllogistischer Kette etc. wesentlich unterscheidet.

Wünsche etc. mögen auch unterbewußt da sein. Aber sie verfälschen eben m.E. die optimale Mustererkennung ebenso wie "eingeflüsterte" Fremderfahrungen (oder Behauptungen).


Sicher kann man hierzu sehr viel theoretisieren. Mir fehlt aber der neurologisch-wissenschaftliche Hintergrund.

Mir geht es um die praktische Anwendung / Umsetzung; ich muss mit meinen "Ich" klarkommen und werde weiterhin mein "Bauchgefühl" nicht unterdrücken, sondern es einbinden / anwenden. Wenn ich eine mir unbekannte Escortdame das erste Mal buchen will, sagt mir das erste Telefongespräch schon viel, bei der Begegnung selbst, sagt mir mein "Bauchgefühl" in den ersten Sekunden das weitere.

Gruß Jupiter

aurora06
02.08.11, 19:03
Sicher kann man hierzu sehr viel theoretisieren. Mir fehlt aber der neurologisch-wissenschaftliche Hintergrund.

Mir geht es um die praktische Anwendung / Umsetzung; ich muss mit meinen "Ich" klarkommen und werde weiterhin mein "Bauchgefühl" nicht unterdrücken, sondern es einbinden / anwenden. Wenn ich eine mir unbekannte Escortdame das erste Mal buchen will, sagt mir das erste Telefongespräch schon viel, bei der Begegnung selbst, sagt mir mein "Bauchgefühl" in den ersten Sekunden das weitere.

Gruß Jupiter

und wenn es im Bauch zwickt, dann breche ich das Date ab. :streicheln:

Papst
02.08.11, 19:26
nicht bauchgefühl auf das herzen hören

Bayernbulle
02.08.11, 22:46
Irgendeiner hat glaube ich mal gesagt das Bauchgefühl ist der Verstand des Herzens..dann passt es wieder

Der Peili
03.08.11, 00:15
Meiner Meinung nach ist das Bauchgefühl weder soziologisch beeinflusst (Werbung/Normen) noch "mystisch" sondern einfach nur ein Zusammenwirken der uns gegebenen Sinne kombiniert mit Erfahrungswerten. Oftmals wird es auch einfach nur mit Angst verwechselt.

Wenn man das Bauchgefühl in alltägliche Situationen betrachtet, wird man entdecken, dass es sich häufiger irrt als es zutrifft, genanntes Beispiel mit der Autobahn. Jedoch bleiben die wenigen Treffer einfach in Erinnerung und dominieren das subjektive Empfinden.

Hingegen denke ich aber auch, dass man ihm im zwischenmenschlichen Bereich unbedingt folgen sollte. Die Deutung von Mimik und Gestik fließen hier genauso ein wie das Aufnehmen der Stimme und Körpersprache des Gegenübers. Diese sind äußerst schwer zu verstellen und geben so oftmals ein zuverlässiges Bild ab, welches wir zwar unbewusst aber nicht unterbewusst aufnehmen. Ich denke es ist demnach ein zuverlässiges Mittel eine unbekannte Person oder Situation einschätzen zu können.

Ich habe mich persönlich im Bezug auf andere Menschen nur auf dieses "Gefühl" verlassen und wurde nie enttäuscht. Anerzogene gesellschaftliche Normen und Erwartungen sind nicht im Ansatz derart aussagekräftig, zudem meist Klischee gebunden.

Ariane
03.08.11, 02:50
Heutzutage eignet sich der Satz "Nur mit dem Herzen sieht man gut" (Antoine de Saint-Exupéry; aus: Der kleine Prinz) als "zitierwürdig", selbst in Signaturen und Sedcards als kommodifiziertes, abgewandeltes Anhängsel, Keks ohne Autor und Quelle. Über die Bedingungen der Möglichkeit, heile zu bleiben und mit dem Herzen überhaupt sehen zu "können", und dabei die Rahmenbedingungen im Sexworking oder Escorting abzustecken zu lernen, darüber wurde hier ja kürzlich eine administrative Sperre verhängt (las ich aus mind. zwei MC-Comments). Also Themen wie Stalking etc. stören da nur, wie auch in jedem Escort-Coaching. :blume2:

Wünsche allen einen glücklichen Sommer.:smile:

Dennis
03.08.11, 08:06
Heutzutage eignet sich der Satz "Nur mit dem Herzen sieht man gut" (Antoine de Saint-Exupéry; aus: Der kleine Prinz) als "zitierwürdig", selbst in Signaturen und Sedcards als kommodifiziertes, abgewandeltes Anhängsel, Keks ohne Autor und Quelle. Über die Bedingungen der Möglichkeit, heile zu bleiben und mit dem Herzen überhaupt sehen zu "können", und dabei die Rahmenbedingungen im Sexworking oder Escorting abzustecken zu lernen, darüber wurde hier ja kürzlich eine administrative Sperre verhängt (las ich aus mind. zwei MC-Comments). Also Themen wie Stalking etc. stören da nur, wie auch in jedem Escort-Coaching. :blume2:

Wünsche allen einen glücklichen Sommer.:smile:

Um mit dem Herzen sehen zu können müssen wir erst mal all den Zugang zu unseren Herzen frei machen. Da gibt es Unmengen von ErziehungsMüll und Konditionierung die es wegzuräumen gilt.

jakob
03.08.11, 08:31
Heutzutage eignet sich der Satz "Nur mit dem Herzen sieht man gut" (Antoine de Saint-Exupéry; aus: Der kleine Prinz) als "zitierwürdig", selbst in Signaturen und Sedcards als kommodifiziertes, abgewandeltes Anhängsel, Keks ohne Autor und Quelle. Über die Bedingungen der Möglichkeit, heile zu bleiben und mit dem Herzen überhaupt sehen zu "können", und dabei die Rahmenbedingungen im Sexworking oder Escorting abzustecken zu lernen, darüber wurde hier ja kürzlich eine administrative Sperre verhängt (las ich aus mind. zwei MC-Comments). Also Themen wie Stalking etc. stören da nur, wie auch in jedem Escort-Coaching. :blume2:

Wünsche allen einen glücklichen Sommer.:smile:

:lach:

Unabhängig davon denke ich, dass das "Herz" nichts mit dem Bauchgefühl zu tun haben sollte, bzw. eigene Gefühle ("Herz") einem "gesunden" Bauchgefühl nur im Wege stehen. Einfaches Beispiel, das "Herz" mag sagen, dass ein Stalker ja eigentlich ein ganz armes Schwein ist. Dennoch sollte man dem Bauchgefühl folgen und beim "bloss weg" bleiben. Das "Herz" veranlasst einen manchmal ein böses Spiel Anderer mitzuspielen, obwohl das Bauchgefühl einem selbst sagt, dass das bescheuert ist.

Ansonsten, was das "heile bleiben" angeht, jedes empfindende Herz braucht vermutlich eine ordentliche Portion Phlegmatismus im Sinne von Eysenck (Wikipedia: "Nach Eysenck ist das phlegmatische Temperament durch die Kombination von emotionaler Stabilität mit Introversion gekennzeichnet"). Sonst kriegt es einen Knacks.

Asfaloth
03.08.11, 08:37
Ich denke, Intuition und verstand sind keine gegensätze, sondern sich einander bedingende und unterstützende Seiten des Wahrnehmungs - und Entscheidungsprozesses.

Viele Dinge nehmen wir nicht bewusst, sondern unbewusst wahr, aber sie fliessen dennoch in unsere Entscheidung, was wir tun oder wie wir etwas einschätzen, mit ein.

Daraus ergibt sich dieses gefühl, etwas zu wissen, ohne es begründen zu können. Dies wird dann oft als Intuition verstanden. Für manche ist das beunruhigend

Der Verstand kann dies behindern, wennwir ihn benutzen, um eine scheinsicherheit dadurch zu erzeugen, in dem wir uns nur auf die "fokussierten" scheinbaren fakten stützen. Das ist aber letztendlich eine schwarze Brille, in die wir sehschlitze einschneiden und versuchen, ein gebirgspanorame zu erfassen.

Nutzen wir ihn aber so, dass wir bewusst achtsamkeit trainieren bzw. sie zulassen, können wir uns die Fähigkeit des "sehens im Augenwinkels" aneignen und dadurch Sicherheit gewinnen.

Zuviel Intuition kann aber auch nachteilig sein, denn nicht immer sind intuitive verhaltensweisen optimal. Die Kombination aus beidem macht es wohl.

Ein Beispiel:

Fahre ich mit dem Auto schnell eine enger werdende Kurve und die Räder beginnen Bodenhaftung zu verlieren, dann werde ich intuitiv vom Gas gehen. Dadurch verbessere aber nichts, im gegenteil, den die Motorbremse erzeugt eine weitere destabilisierende Kraft auf die Reifenhaftfläche.

ich kann mir aber verstandesgemäss antrainieren, stattdessen auszukuppeln, damit befreie ich die reifen von allen Motorkräften und es wirkt nur noch die Zentrifugalkraft. dadurch gewinnt das Fahrzeug an Stabilität in der Kurve.

Dies muss ich mit mit dem verstand antrainieren, bis ich es in der Stuation intuitiv beherrsche.

Zum thema Schutz im escort hatten wir schon mehrere Diskussionen. ich sehe im gegensatz zu Ariane jedoch nicht, dass diese unterbunden werden sollen. Die Comments bezogen sich m.E. auf ein spezifisches Diskussionsverhalten, dass Misstrauen ohne konkreten Grund kritisierte und nicht gegen den Diskussinsgegenstand des zweifellos vorhandenen Stalkingrisikos gerichtet (ist jetzt aber nur eine intuitive Schlussfolgerung meinerseits .. :zwinker: )

Intuition zu entwickeln aus mit dem verstand verarbeiteten Erlebnissen und Erfahrungen - sei es die eigenen oder die anderer - ist, denke ich, eine der wichtigsten Fähigkeiten, im Paysex als Anbieterin mit heiler haut und heiler Seele zu bestehen.


Ergänzung:

zum Thema "Herz" = Emotion kann ich nur sagen, es hat mir immer geholfen, allzu belastendes sehr rational auf den Tisch zu legen und kühl zu analysieren. Meist ist die unagenehmste Entscheidung dann die richtige.

aurora06
03.08.11, 09:21
Ein Beispiel:

Fahre ich mit dem Auto schnell eine enger werdende Kurve und die Räder beginnen Bodenhaftung zu verlieren, dann werde ich intuitiv vom Gas gehen. Dadurch verbessere aber nichts, im gegenteil, den die Motorbremse erzeugt eine weitere destabilisierende Kraft auf die Reifenhaftfläche.

ich kann mir aber verstandesgemäss antrainieren, stattdessen auszukuppeln, damit befreie ich die reifen von allen Motorkräften und es wirkt nur noch die Zentrifugalkraft. dadurch gewinnt das Fahrzeug an Stabilität in der Kurve.

Dies muss ich mit mit dem verstand antrainieren, bis ich es in der Stuation intuitiv beherrsche.




hast Du kein ESP, PSM oder wie es sonst noch so heißt ? So schnell wie die Technik, kann ein Mensch gar nicht reagieren .

Gina
03.08.11, 09:55
Alo ich höre auch sehr oft auf mein Bauchgefühl... meist habe ich damit aber auch recht... viele verstehen es nicht wenn ich sage: Dieses oder jenes ist nicht koscher ohne das ich es begründen kann.

Beispiele kennen viele meiner Kolleginnen mehr als genug und wurden auch schon angsprochen (Terminplatzer, unangenehmes Date, usw.). Oftmals entscheide ich schlichtweg vor Ort ob es paßt oder nicht - und kann dann nicht einmal wirklich sagen warum.

Mein Bauchgefühl hat mich schon oft vor schlimmeren bewahrt obwohl man das nie ausschließen kann das dann doch mal passiert war passieren soll.

Meiner Meinung nach sind es aber Erfahrungswerte denen man sich nicht blind verschlossen hat sondern sie als Grundlage nimmt bei ähnlichen Situationen. Erfahrungswerte gepaart mit Verstand sind das Beste was einem Menschen passieren kann - egal in welchem Bereich... egal ob P6 oder Privatleben.

Dennis
03.08.11, 15:34
Ich denke, Intuition und verstand sind keine gegensätze, sondern sich einander bedingende und unterstützende Seiten des Wahrnehmungs - und Entscheidungsprozesses.

yeap so is es . . .

Viele Dinge nehmen wir nicht bewusst, sondern unbewusst wahr, aber sie fliessen dennoch in unsere Entscheidung, was wir tun oder wie wir etwas einschätzen, mit ein.

wir - jeder von uns hat einen filter in seinem hirn das nur das in unser bewußtsein durchläßt was wir durch erziehung etc pp als für uns wichtig erachten. würde alles ungefiltert in unser bewußtsein strömen, dann würde es PENG machen und die sicherung wär durchgebrannt . . . . oder wir wärn TILT wie beim flipper . . .

zum Thema "Herz" = Emotion kann ich nur sagen, es hat mir immer geholfen, allzu belastendes sehr rational auf den Tisch zu legen und kühl zu analysieren. Meist ist die unagenehmste Entscheidung dann die richtige.

genau so is es . . . . . .

Asfaloth
03.08.11, 20:55
hast Du kein ESP, PSM oder wie es sonst noch so heißt ? So schnell wie die Technik, kann ein Mensch gar nicht reagieren .


Junge, ich hab in Autos fahren gelernt und nicht in rollenden lenkbaren Computern.
Die ersteren fahr ich heut noch gern, da spielt derlei zu wissen dann schon eine Rolle. :smile: ...Unabhängig wars auch nur ein Beispiel ..

aurora06
03.08.11, 21:01
Junge, ich hab in Autos fahren gelernt und nicht in rollenden lenkbaren Computern.
Die ersteren fahr ich heut noch gern, da spielt derlei zu wissen dann schon eine Rolle. :smile:

ich liebe Regensensor, automatische Lichteinschaltung, Parkhilfe, Automatik sowieso, Bremsassistent ,Spurerkennung usw usw,
Meinen Führerschein hab ich mit einem BMW 2002 tii gemacht :smile: War das Privatauto von meinem Fahrlehrer.

Asfaloth
03.08.11, 21:14
Na dann,,,ich halt von dem ganzen Schnickschnack nix.... man verliert das Intuitive Gefühl, um den Bogen ins Thema wieder zu finden...

aurora06
03.08.11, 21:26
Na dann,,,ich halt von dem ganzen Schnickschnack nix.... man verliert das Intuitive Gefühl, um den Bogen ins Thema wieder zu finden...

ich kann dich schon verstehen. Ich tippe mal das ich ca. 10-15 Jahre mehr auf dem Buckel hab als Du. Irgendwann wird man einfach ein bisschen bequemer.

Beispiel: Habe letztens auf nasser Fahrbahn mal das PSM ausgeschaltet. Bin etwas stärker ins Gas, ohje, zum Glück war die Strasse drei spurig , Mann ist mir heiß geworden als mich fast das Heck überholte. Mit PSM wird es nur laut, und das Auto geht wie auf Schienen durch die Kurve.

Thea
03.08.11, 21:29
Gut, dass jakoppp schon Feierabend hat.... :lach: :lolly:

aurora06
03.08.11, 21:38
Gut, dass jakoppp schon Feierabend hat.... :lach: :lolly:

er wird ja wohl irgendwann Morgen wieder aufstehen. Ist für Männer aber ein tolles Thema. :verstecken:

jakob
04.08.11, 09:08
Nix da, sooo leicht lasse ich mich nicht provozieren .... :lach: :zwinker:

Thea wg. "jakoppp": :nudelholz: :nudelholz: :nudelholz: :lach: :handkuss:

Tanja
04.08.11, 12:46
Für mich ist Bauchgefühl nach wie vor die Summe von Erfahrungen, die man gemacht hat, Erlebtes und Erlerntes, das im Unterbewusstsein gespeichert ist.Dazu kommen natürliche Reflexe wie Vorsicht, gesunde Angst und Misstrauen.

In bestimmten Situationen reagiert das Unterbewusstsein schneller als das Bewusstsein und der Verstand und mahnt uns so zu erhöhter Vorsicht, oder eben nochmal genauer Nachdenken, bevor man handelt.

Geht mir sehr oft so, wenn es sich um Menschen dreht, bei denen ich nicht sagen kann, was nicht stimmig ist, aber mein Bauch sich meldet....
Oft sind es dann Leute, die unheimlich symphatisch sind, Blender, die auch über "Leichen" gehen würden um ihr Ziel zu erreichen, die versuchen einen für ihr Fortkommen zu "benutzen"....

In Situationen, in die ich mich bewusst nicht begebe, weil sie mir nicht geheuer sind und ich auf meinen Bauch vertraue...

Bei Terminvereinbarungen scheinbar die Art der Verhandlung, wenn jemand Zweifel hat und schwankt, und sich im Gespräch oder per Email nicht traut das kund zu tun....

In Foren, wenn ich Beiträge lese, die mich eigentlich explodieren lassen, aber mein Bauch dann sagt... komm lass es,
- dein Gegenüber wird deine Meinung nie akzeptieren, weil er/sie Scheuklappen trägt oder bewusst tragen will, da du sonst seine/ihre "Illusionswelt" kaputt machst und ihn/sie in die harte Realitätswelt drängst,
- dein Gegenüber wurde in seiner Meinung von dritten beeinflusst, weil er/sie "schlechte/negative Erfahrungen" gemacht hat und nun überall Gefahr wittert.....
- dein Gegenüber jemanden oder eine "Wahrheit" verteidigen möchte....

Da hilft mir mein Bauchgefühl dies zu akzeptieren und einfach mal nicht zu antworten, auch wenn mir einiges auf der Zunge liegen würde.

Wenn ich mir einige der letzten Beiträge so ansehe....
taucht das wort "Bauchgefühl" sehr häufig auf, wie im Fotografenbeitrag.

Ich fände es schön, wenn man allgemein dem "Bauchgefühl, der Emphatie, der Intuition, dem 6.Sinn mehr Wert im Leben als Ratgeber zum Nachdenken und Handeln geben würde, und so eventuell achtsamer und besonnener, egal wo, reagieren könnte.

Leider muss es heute immer schnell schnell und sofort sein, kaum einer nimmt sich noch die Zeit, auf sich selbst zu achten und in sich reinzuhören....

LG Jutta

zzZZzz
04.08.11, 13:44
Eigentlich völliger Quatsch, das mit dem Bauchgefühl. Es mag ja sein, daß man bei einer Dateanbahnung auf seinen sogenannten 6. Sinn hören sollte, das tun aber alle und ist nicht ein Privileg besonders begabter oder sonstwie talentierter Menschen. Man hat auch schlicht keine andere Möglichkeit. Man kennt den Bucher ja nicht. Welche rationalen Entscheidungsmöglichkeiten habe ich denn? Keine.

Wenn man rationale Entscheidungshilfen hat, sollte man diese auch nutzen. Dass das kaum welche tun, ist eines der Hauptprobleme dieser Welt. Aktuelles Beispiel gefällig? Gut. Als die erste Meldungen über einen Bombenanschlag in Norwegen über den Ticker liefen, konnte man in den öffentlichen und privaten Fernsehanstalten sogenannte "Terrorexperten" (Hallo, Herr Theveßen!) über "höchstwahrscheinlich" und "ganz ohne Zweifel"einen "islamistischen" Terroranschlag schwadronieren hören. Selbst Stunden nachdem die norwegische Polizei einen "islamistischen" Anschlag ausschloß, ließen sich unsere Auguren nicht beirren. Am Tag danach hängte man sich dann mirnixdirnix an den allgemeinen Zug hintendran als sei nichts gewesen. Achso, war ein "echter" Norweger, na, dann....

Man könnte meinen das größte Verbrechen, das ABB begangen hat ist nicht, dass er über 60 Kinder und Jugendliche eiskalt erschossen und ermordet hat, sondern, dass er keinen Turban trägt und keinen langen Bart hat. Jemand, der die berühmte skandinavische Kuschelpädagogik genossen hat und trotzdem zum Tier wird. Geht ja mal gar nicht.

Und welche rationalen Entscheidungskriterien hätten geholfen, wenn man schon über mögliche Täter spekuliert? Ein Blick in den EU-Terrorjahresbericht hätte genügt. Dort sind 249 Terroranschläge in der EU registriert und davon ganze 3 mit "islamistischen" Hintergrund. Das sind ganze 1,2 %. Die anderen 98,8% haben wir uns selbst herangezogen. Mahlzeit.

Echte Intuition ist sowieso nur den Genies gegeben wie Einstein, Newton oder Schachspielern wie Bobby Fischer oder Garri Kasparow. Da wird schon mal ein Zug nach Gefühl gemacht, der nach 30 Jahren Analyse in die Geschichte eingeht. Auch Künstlern wie Beethoven, Mozart, Picasso oder Dali gestehe ich Intuition zu, die aber immer von jeder Menge Arbeit und Fleiß begleitet wird. Der Rest macht jeden Tag den Coin Flip und gewinnt. Oder verliert. Während man jung ist, erinnert man sich an die falschen Entscheidungen besonders gut, wird man älter, geht man über die Fehler, die man so täglich macht, nonchalant drüber hinweg und erinnert sich eher an die paar richtigen Entscheidungen. Man redet sich dann die Lebenserfahrung ein, von denen manche denken sie käme von ganz allein. Tut sie aber nicht. Aber irgendwas muss ja am Alter gut sein. Wenn schon die Titten oder der Arsch das hängen anfängt. Gilt auch für Männer.

jakob
04.08.11, 13:57
Vermutlich ist auch die Frage, was wir jeweils unter "Bauchgefühl" und "Intuition" verstehen. Ich verstehe darunter halt eine komplexe simultane Mustererkennung, die sich notwendigenfalls mit entsprechendem Zeitaufwand durchaus rational analysieren und auch begründen läßt.

Dein Beispiel Norwegen > islamistischer Terror hat nicht mit Bauchgefühl oder Intuition in diesem Sinne zu tun. Allein schon weil die Folgerung Bombe > Islam weder komplex noch sonderlich intelligent ist (aus den von Dir genannten Gründen). Das ist reine Propaganda gewesen und im übrigen ein prima Beispiel, warum selbst simple syllogistische Ketten zu üblen Trugschlüssen führen können.

Ich glaube auch nicht, dass die von Dir genannten Genies besonders "intuitiv" in dem Sinne waren, dass sie nicht gewußt hätten, was sie tun. Ihre Fähigkeit zur Erkennung hochkomplexer Muster war vermutlich einfach höher entwickelt, als beim Durchschnittsmenschen.

P.S.: Ich habe auch im etwas fortgeschrittenen Alter keine Titten, welche hängen könnten :nana:

Knackpo
04.08.11, 14:38
:hmm:...hmmm???!

...ist nicht jede Entschiedung letztlich eine "Bauchentscheidung",...da jede menschliche Entscheidung subjektiv gefällt wird,werden muss,...begründet auf all die Dinge die den Einzelnen bis dahin geprägt/beeinflusst haben,bzw.prägen/beeinflussen,...dazu antreiben?!

...sind Toleranz,Rationalität und Objektivität nicht nur leere Worthülsen,...denn wer könnte dafür die allgemeingültigen Richtwerte festlegen,...ein unfehlbarer,allwissender:denke:?!

...nur mal so ein Denkanstoß!!! :huepfen:


LG

jakob
04.08.11, 14:44
...sind Toleranz,Rationalität und Objektivität nicht nur leere Worthülsen,...denn wer könnte dafür die allgemeingültigen Richtwerte festlegen,...ein unfehlbarer,allwissender:denke:?!


Klar. Wenn ich einen in die Schnauze kriege, kann ich mich auch fragen, ob das "objektiv" überhaupt geschehen ist, oder ich es mir nur einbilde .... :clown:

Diskussionen zwischen Existentialisten (wozu ich mich jedenfalls in Teilbereichen bekenne) und Mystikern sind meist eher schwierig, allein schon, weil man sich noch nicht einmal über die Existenz einer objektiven Wahrnehmung mittels Geräten einigen könnte.

zzZZzz
04.08.11, 14:44
VIch glaube auch nicht, dass die von Dir genannten Genies besonders "intuitiv" in dem Sinne waren, dass sie nicht gewußt hätten, was sie tun.

Doch, genau so ist es. Das kann man auch in den Biographien der entsprechenden Leute nachlesen. Insbesondere Schachspieler der höchsten Kategorie haben immer wieder Züge gemacht rein nach Intuition. Ich habe jetzt nur keine Lust mit Dir den Jugoslawischen Angriff in der Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung zu analysieren.

Mein Date wartet.

jakob
04.08.11, 14:47
Doch, genau so ist es. Das kann man auch in den Biographien der entsprechenden Leute nachlesen. Insbesondere Schachspieler der höchsten Kategorie haben immer wieder Züge gemacht rein nach Intuition. Ich habe jetzt nur keine Lust mit Dir den Jugoslawischen Angriff in der Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung zu analysieren.

Mein Date wartet.

Gerade große Schachspieler neigen zur leicht mystifizierten Selbstdarstellung (manchmal auch Selbstverständnis). :lach:

Manche meinen auch, dass es Intuition zur Lösung eines Integrals mittels Partialbruchzerlegung bedarf. Aber auch das ist eigentlich eher ein (spontaner) Mustererkennungsprozess.

genießer
04.08.11, 14:58
Insbesondere Schachspieler der höchsten Kategorie haben immer wieder Züge gemacht rein nach Intuition.

Manche meinen auch, dass es Intuition zur Lösung eines Integrals mittels Partialbruchzerlegung bedarf. Aber auch das ist eigentlich eher ein (spontaner) Mustererkennungsprozess.

:denke:
Wie unterscheidet man eigentlich objektiv zwischen "Intuition" und "Mustererkennung"? Das was man subjektiv als "Intuition" empfindet, ist objektiv gesehen vielleicht tatsächlich "Mustererkennung" (das gilt übrigens auch für Newton, Kasparow und Konsorten :zwinker:). Sind "Intuition" (oder "Bauchgefühl") und "Mustererkennung" am Ende etwa nur zwei Seiten derselben Medaille?

genießer
04.08.11, 15:16
Meine ich ja auch, nur dass Andere den Begriff der "Intuition" eher dem Gefühlsleben zuordnen, zumindest zum Teil. Das wäre dann aber etwas ganz anderes, weil Mustererkennung einen Input und "gelernte" Verknüpfungen benötigt, während gefühlsgesteuerte Reaktionen zumindest zum Teil aus sich heraus und mitunter unabhängig von Input erfolgen. Was letztere für Andere mitunter völlig überraschend und gar verwirrend macht.

Auch gefühlsgesteuerte Reaktionen sind nicht unabhängig vom "Input" (um deinen Wortgebrauch aufzugreifen). Allerdings gibt es da eben zu viele "instabile Parameter", was die Reaktion auf den "Input" chaotisch und damit schlecht vorhersagbar macht. Diesen Effekt kennen wir vom Wetter...auch das ist nur schlecht bis gar nicht vorhersagbar, obwohl die äußeren Einflüsse welche es bestimmen und die physikalischen Gesetzmäßigkeiten weitestgehend bekannt sind. Aber das ist jetzt schon ziemlich OT...

Unabhängig davon dürfte es doch außer Frage sein, dass auch dem was man üblicherweise als Intuition bezeichnet ein gewisser Lernprozess vorausgeht. Um die hier bereits genannten Beispiele aufzugreifen: Wer noch nie Auto gefahren ist, dessen Intuition dürfte ihm auch nicht sagen, dass das Auto auf der Nebenspur gleich die Spur wechseln wird. Niemand wird einen perfekten Schachzug "intuitiv" spielen ohne jahrzehntelange Übung im Schachspiel zu haben. Niemand wird eine Partialbruchzerlegung "intuitiv" machen, wenn er es vorher noch nie gemacht hat. Und wenn ich eine gefährliche Situation "intuitiv" richtig einschätze, dann doch nur weil ich entsprechend Lebenserfahrung gesammelt habe...

Abgesehen vom Aspekt der subjektiven Wahrnehmung kann ich also keinen großen Unterschied zwischen "Intuition" und "Mustererkennung" feststellen....

Jupiter
04.08.11, 17:41
Um mal wieder zum Thema zu kommen.


In bestimmten Situationen reagiert das Unterbewusstsein schneller als das Bewusstsein und der Verstand und mahnt uns so zu erhöhter Vorsicht, oder eben nochmal genauer Nachdenken, bevor man handelt.


Dies ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen, da hier verschiedene Gehirnregionen zuständig sind. Da war vor längerer Zeit ein Beitrag zu in "ZEIT WISSEN".

Gruß Jupiter

zzZZzz
06.08.11, 11:22
Wie unterscheidet man eigentlich objektiv zwischen "Intuition" und "Mustererkennung"?
In dem man nachdenkt.

Das was man subjektiv als "Intuition" empfindet, ist objektiv gesehen vielleicht tatsächlich "Mustererkennung"
Der Philosoph sagt nein.
Der Psychologe stimmt zu.
Der Informatiker piepst ja.

Sind "Intuition" (oder "Bauchgefühl") und "Mustererkennung" am Ende etwa nur zwei Seiten derselben Medaille?
Die Intuition fängt da an, wo die Mustererkennung aufhört. Allerdings nicht für alle.

genießer
06.08.11, 14:44
In dem man nachdenkt.


Achso!? Einfach nachdenken!? Na das habe ich natürlich nicht gemacht! :au: Mensch, darauf hätte ich doch selbst auch kommen können! :heul:

Na dann herzlichen Dank für die freundliche Belehrung! :prost:

zzZZzz
06.08.11, 15:10
Achso!? Einfach nachdenken!? :

Das ist nun mal die Hauptbeschäftigung eines Philosophen. Neben Onanieren auf dem Marktplatz. Hier mal ein Text zum Thema Intuition (http://www.tabvlarasa.de/30/Topakkaya.php). Vielleicht hilft's ja weiter.

Dabei geht es nicht darum, ob Bergson nun Recht hat oder nicht. Aber mit einer simplen Musterkennung wäre Galilei wohl nie zum Trägheitssatz gekommen oder darauf, dass Gegenstände im Vakuum gleich schnell fallen. Die Einsicht hätte schon Aristoteles haben können. Hat er aber nicht.

genießer
06.08.11, 16:20
Das ist nun mal die Hauptbeschäftigung eines Philosophen.

:denke: Hmm...und ich dachte immer, das wäre Taxi fahren! :au:

Hier mal ein Text zum Thema Intuition (http://www.tabvlarasa.de/30/Topakkaya.php). Vielleicht hilft's ja weiter.

Dabei geht es nicht darum, ob Bergson nun Recht hat oder nicht. Aber mit einer simplen Musterkennung wäre Galilei wohl nie zum Trägheitssatz gekommen oder darauf, dass Gegenstände im Vakuum gleich schnell fallen. Die Einsicht hätte schon Aristoteles haben können. Hat er aber nicht.


Danke für den Link zum Bergson-Artikel. Eine - wie ich finde - sehr eigenwillige gleichwohl interessante Definition des Begriffes "Intuition". Wenn man diese zugrundelegt, dann ist deine Aussage zum Thema "Trägheitssatz" von Galilei auch nachvollziehbar. Aber halt auch nur dann.... :zwinker:

MC
07.08.11, 22:32
38 OT Beiträge entfernt. Sollte diese Tendenz bei einigen Mitgliedern anhalten erwäge ich diese auf "Moderation" zu setzten. D.h., alle Beiträge müssen freigeschaltet werden. Und wer meinen Fleiß im Beiträge lesen kennt weiß was dies bedeutet.
Gerne lese auch ich gelegentlich OT Beiträge und bis zu einem gewissen Grad ist es auch in Ordnung. Ein Thema aber komplett zu zerlabern ist gegenüber den Mitgliedern respektlos welche gerne ernsthaft diskutieren möchten und auch speziell gegenüber dem Themen Ersteller.