Harry Haller
28.12.06, 15:16
Alice Schwarzer versucht, wie ich dem unten stehenden Artikel aus EMMA entnehme, mal wieder eine Kampagne zu starten (wie seinerzeit "ProNo"). Das Gesamtdossier kenne ich nicht, da EMMA nicht zu meiner bevorzugten Lektüre gehört. Ich fürchte allerdings, daß angesichts des zeitgenössischen Neo-Puritanismus diese Kampagne erfolgreich verlaufen könnte. Oder sehe ich weisse Mäuse ?
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DAS SYSTEM PROSTITUTION
Die Ware Frau
Ist es normal, dass ein Mann Frauen kauft wie eine Ware? Dass er für ein paar Euro-Scheine ihren Körper und ihre Seele anfassen kann? Ja, es ist die Norm, mehr noch: Es ist gesellschaftsfähig. Zumindest in Deutschland, wo die Prostitution neuerdings (fast) "ein Beruf wie jeder andere" ist.
Seit der Gesetzesreform 2002 gibt es kaum noch Schranken für die "Sexindustrie" und ihr Bedarf an frischer Ware steigt unablässig. Der Handel mit Menschen - meist Frauen und Kinder - ist einer der einträglichsten und wird nun auch staatlich gefördert: via Ich-AGs für Frauen, die in die Prostitution einsteigen, oder Gründungszuschüsse für Arbeitslose, die ein Bordell eröffnen wollen. Stars brüsten sich in den Medien mit ihren Bordellbesuchen.
Und Bordelle und Zuhälter preisen auf allen Kanälen und mit allen Methoden ihre Ware an. Prostitution ist in. Zumindest für die Freier, Zuhälter und Menschenhändler. Für die Ware Frau sieht das schon anders aus. EMMAs Recherche ergibt: Prostituierte in Deutschland - der Drehscheibe des europäischen Frauenhandels - sind ausgelieferter denn je zuvor. Wie es dazu kommen konnte. Wer davon profitiert. Was Prostituierte selber dazu zu sagen haben. Wieso die Reform von 2002 dringend rückgängig gemacht werden muss. Und warum Prostitution jede Frau angeht. Antworten auf all diese Fragen in diesem Dossier.
Die Fotos im Dossier entnahmen wir dem Band 'Still Lovers' von Elena Dorfman (laif). Sie fotografierte die mit 'Realdolls' lebenden Männer an der amerikanischen Westküste. Die von einem Bildhauer und Ex-Band-Leader seit 1995 produzierten Realdolls haben ein Stahlskelett, sind aus Silikon und lebensgroß bzw. -schwer. Sie werden nach den individuellen Wünschen der Kunden gestaltet. Grundpreis 6.000 Dollar.
http://www.emma.de/dossier_prostituion_1_2007.html
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DAS SYSTEM PROSTITUTION
Die Ware Frau
Ist es normal, dass ein Mann Frauen kauft wie eine Ware? Dass er für ein paar Euro-Scheine ihren Körper und ihre Seele anfassen kann? Ja, es ist die Norm, mehr noch: Es ist gesellschaftsfähig. Zumindest in Deutschland, wo die Prostitution neuerdings (fast) "ein Beruf wie jeder andere" ist.
Seit der Gesetzesreform 2002 gibt es kaum noch Schranken für die "Sexindustrie" und ihr Bedarf an frischer Ware steigt unablässig. Der Handel mit Menschen - meist Frauen und Kinder - ist einer der einträglichsten und wird nun auch staatlich gefördert: via Ich-AGs für Frauen, die in die Prostitution einsteigen, oder Gründungszuschüsse für Arbeitslose, die ein Bordell eröffnen wollen. Stars brüsten sich in den Medien mit ihren Bordellbesuchen.
Und Bordelle und Zuhälter preisen auf allen Kanälen und mit allen Methoden ihre Ware an. Prostitution ist in. Zumindest für die Freier, Zuhälter und Menschenhändler. Für die Ware Frau sieht das schon anders aus. EMMAs Recherche ergibt: Prostituierte in Deutschland - der Drehscheibe des europäischen Frauenhandels - sind ausgelieferter denn je zuvor. Wie es dazu kommen konnte. Wer davon profitiert. Was Prostituierte selber dazu zu sagen haben. Wieso die Reform von 2002 dringend rückgängig gemacht werden muss. Und warum Prostitution jede Frau angeht. Antworten auf all diese Fragen in diesem Dossier.
Die Fotos im Dossier entnahmen wir dem Band 'Still Lovers' von Elena Dorfman (laif). Sie fotografierte die mit 'Realdolls' lebenden Männer an der amerikanischen Westküste. Die von einem Bildhauer und Ex-Band-Leader seit 1995 produzierten Realdolls haben ein Stahlskelett, sind aus Silikon und lebensgroß bzw. -schwer. Sie werden nach den individuellen Wünschen der Kunden gestaltet. Grundpreis 6.000 Dollar.
http://www.emma.de/dossier_prostituion_1_2007.html