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Vollständige Version anzeigen : Vermeidung von Zwang und Ausbeutung. Wie?


Anubis
17.01.08, 09:11
Aus aktuellem Anlass, weils in einem anderen Thread mal wieder hoch hergeht wollte ich den Versuch unternehmen, die Sache auf konstruktive Fuesse zu stellen. Ich fuerchte zwar, dass das nichts werden wird, aber versuchen kann mans ja mal.

Ausbeutung, Zwang, Zuhaelterei. Die unschoenen Begleiterscheinungen der Prostitution. Unabhaengig davon, in welchem Ausmass das auftritt sind sich wohl (fast) alle einig, dass das ein Problem darstellt.

Wie koennte man dem beikommen? Tun wir mal so als haetten wir die Macht, ein Regelwerk nach unserer Vorstellung aufzustellen. Finden wir eines, das das Problem aus der Welt schafft?

In der Diskussion sehe ich bislang folgende Ansaetze:

- Kunden - macht die Augen auf (worauf genau achten?)
- Kunden - vermeidet die billigen Angebote

Mir persoenlich baut das zu sehr auf die Bereitschaft aller Kunden, mitzuziehen. Ich glaube nicht an diese Bereitschaft der Masse.

Mein Vorschlag (nicht nur meiner uebrigens), um mal den Anfang zu machen: Wir fuehren eine amtliche Registrierung fuer die Damen ein. Fuer diese Registrierung muss die Dame eine Arbeitserlaubnis vorlegen und anhand zu bestimmender Kriterien glaubhaft darlegen koennen, dass sie selbstbestimmt arbeiten kann. Jeder Club, jedes Bordell, jede Agentur darf nur Damen mit verifizierter Registrierung in seinen Raeumen arbeiten lassen, bzw. vermitteln. Bei Verstoss harte Strafen, bis zur Schliessung. Kunden duerfen nur Dienste von Damen in Anspruch nehmen, die eine (nicht offensichtlich gefaelschte) Registrierung vorlegen koennen. Auch hier: bei Verstoss Bestrafung des Kunden.

Also, liebe erhitzte Gemueter: Welche Ideen habt Ihr, die zur Loesung des Problems "Ausbeutung, Zwang, Zuhaelterei" in der Prostitution beitragen? Bitte beschraenkt die Gedanken nicht nur auf Escort. Das ist nur ein klitzekleiner Teil der Prostitution.

atlan
17.01.08, 09:19
Eine zwar eher destruktive Antwort (weil ich selbst keinen sinnvollen Lösungsansatz habe) aber ich fürchte dein Vorschlag wäre in etwas so "erfolgreich" wie die Alkoholprohibition in den USA in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
Die Folge war in erster Linie eine Kriminalisierung des Alkoholkonsums mit ganz üblen Folgen.


-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Katrina
17.01.08, 09:27
Hinschauen , Erkennen, Handeln!!!!! (http://www.stoppt-zwangsprostitution.de/html/freier.html)

erstmal ein guter Anfang.

Mfg

Katrina

Anubis
17.01.08, 09:29
Eine zwar eher destruktive Antwort (weil ich selbst keinen sinnvollen Lösungsansatz habe) aber ich fürchte dein Vorschlag wäre in etwas so "erfolgreich" wie die Alkoholprohibition in den USA in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
Die Folge war in erster Linie eine Kriminalisierung des Alkoholkonsums mit ganz üblen Folgen.
Glaube ich nicht. Da gibts doch ganz erhebliche Unterschiede. Schliesslich ist keinesfalls davon die Rede, Prostitution zu verbieten. Und selbst das geht, siehe Schweden. Dort kam es auch nicht zu mit der Prohibition vergleichbaren Folgen.

Aber nochmal meine Bitte: Konstruktiv! Wenn mein Vorschlag schlecht ist, meinetwegen. Wie gehts besser?

Anubis
17.01.08, 09:36
Hinschauen , Erkennen, Handeln!!!!! (http://www.stoppt-zwangsprostitution.de/html/freier.html)
Machen doch sehr viele schon. Die, die es jetzt noch nicht machen werden es auch kuenftig nicht tun, und solche hats zuviele.

est
17.01.08, 09:43
jeder kunde sollte wissen, dass die effektive bekämpfung der zwangsprostitution die voraussetzung für die legalität des paysex darstellt.
deshalb sollten gerade die freunde des paysex daran interessiert sein, jede art von zwangsprostitution zur anzeige zu bringen.

Alina
17.01.08, 09:56
Anubis den Vorschlag hattest Du ja vor einiger zeit schonmal im Forum gemacht, also das mit dem anmelden usw. - ansich keine schlechte Idee, keine Frage, aber kriminelle Banden/Zuhälter haben oft keine offiziellen Club, das sind oft Wohnungen, usw. - die Überprüfung aller paysex Wohnungen dürfte ein Aufwand sein, der dem Staat zu teuer und zu zeitaufwendig ist.

Man sollte auch nicht grundsätzliche günstige Paysexangebote meiden, aber sich bei extrem günstigen Angeboten Gedanken machen, ob da evtl. keine freiwillige Arbeit dahinter steckt.

Natürlich verdient man im Ostblock weniger und es ist für die Damen hier teils gutes Geld, aber bei gewissen Preisen sollte man schon eher die Finger davon lassen, ich sehe einen Unterschied darin, ob man 50EUR in einem Club ausgibt für 1h, oder 99 EUR für egal wie lange und egal wie oft und nach eigener Recherche darf man teils sehr wohl 6h mit der gleichen Dame es "ausnutzen" und das ist für mich einfach Zwang - sorry.

Hier im Forum tritt das ja gar nicht so auf, aber es gibt genügend Foren, wo Männer ganz stolz berichten, das die Dame geheult hat beim Sex und er sie für 20 EUR richtig schön lange durchgenommen hat usw.

Und solche Männer verurteile ich, das meinte ich auch beim anderen Thema, ich verurteile bestimmt nicht Männer, denen Escort zu teuer ist und die in Clubs usw. gehen.

Eine Lösung weiß ich leider leider nicht, außer das man mit etwas offeneren Augen durch die Paysexwelt gehen sollte und gewisse Dinge nicht unterstützen sollte.

Anubis
17.01.08, 10:10
Anubis den Vorschlag hattest Du ja vor einiger zeit schonmal im Forum gemacht, also das mit dem anmelden usw. - ansich keine schlechte Idee, keine Frage, aber kriminelle Banden/Zuhälter haben oft keine offiziellen Club, das sind oft Wohnungen, usw. - die Überprüfung aller paysex Wohnungen dürfte ein Aufwand sein, der dem Staat zu teuer und zu zeitaufwendig ist.
Deswegen muss es fuer den Kunden gefaehrlich werden, solche Angebote einfach unbedarft wahrzunehmen. Aber ob es wirklich so unmoeglich ist, alle Angebote zu kontrollieren? Die muessen ja schliesslich auch oeffentlich werben um Kunden zu bekommen, d.h. man kann sie recht leicht ausfindig machen. Ich denke mal in einer mittleren Stadt muesste man dafuer nicht mal einen Beamten vollzeit damit beschaeftigen. Der waere durch eine maessige Gebuehr fuer die Registrierung leicht zu finanzieren.

Hier im Forum tritt das ja gar nicht so auf, aber es gibt genügend Foren, wo Männer ganz stolz berichten, das die Dame geheult hat beim Sex und er sie für 20 EUR richtig schön lange durchgenommen hat usw.
Hm. Hab ich bis jetzt nicht gelesen. Aber sind nicht gerade solche Maenner ein Beweis dafuer, dass Selbstverantwortung der Kunden eben nicht die Loesung ist? Glaubst Du, die handeln nur aus Unwissenheit so? Ich glaube eher denen ist das scheissegal.

Alina
17.01.08, 10:18
Natürlich ist es denen scheiß egal, aber wenn die, denen es nicht scheißegal ist, es zumindest nicht unterstützen, dann ist es besser, als gar nichts zu tun.

Und glaub mir in anderen Foren gehts noch ganz anders ab, lese da schon nicht mehr, so beschämend finde ich das, da ist die Frau nur noch: "das Loch" "Fickmatratze" usw.

Und genau die berichten dann eben oft stolz von Flatrate Clubs und von 20 EUR Angeboten usw., -

Eine Lösung gibt es leider nicht, also zumindest keine die 100% greift - selbst wenn Prostitution komplett verboten wäre, es gibt immer Mittel und Wege und wie Atlan schon sagte, oft wird es nur noch schlimmer.

Ich wäre zumindest skeptisch bei gewissen Angeboten und würde es dann eher lassen.

Julian Kaye
17.01.08, 10:24
Ja wo bin ich denn hier gelandet? "Vermeidung von Zwang und Ausbeutung. Wie?" - so lautet das Thema.

Mein Vorschlag: Flächendeckende kostenlose und auf Wunsch anonyme Beratungsangebote mit psychotherapeutischer Betreuung und Gesundheitsvorsorge für alle Sexworker und Konsumenten. Berufsspezifische Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote für Sexworker. Und vor allem: Entkriminalisierung der Prostitution und Stärkung des Berufsstands. Regelmäßige Aufklärungskampagnen und eine berufsständische Öffentlichkeitsarbeit zur Aufklärung über die Arbeit von Sexworkern. Die kriminellen Machenschaften sind das Ergebnis der Schattenwirtschaft und Kriminalisierung von Paysex.

Aufklärung und Information ist das A und O sowie Entkriminalisierung von Sexwork.

Hilfreich ist auch: Jeden Dünkel fallen zu lassen und Solidarität unter Sexworkern zu üben. Anstatt die Verantwortung auf die Kunden zu schieben, sich selbst einmal an der eigenen Nase zu greifen und sich mit allen Kollegen und Kolleginnen, ob Luxus oder Low Budget, gegen jede Form von Zwang zu solidiarisieren anstatt sich abgrenzen zu wollen. Zwangsprostitution gibt es auch im Hig-Class-Bereich, nicht nur wie hier in Berlin auf dem Drogenstrich in der Potsdamer Straße oder dem Kinderstrich in der Kurfürstenstraße.

Katrina
17.01.08, 10:24
Anubis,

Noch eine kleiner Vorschlag, deine Denkweise finde ich nicht verkehrt, aber warum so kompliziert?

Männer können doch einfach den Pass von einer Frau verlangen, wo sie sich nicht sicher sind. Denn muss eine jeder bei sich tragen oder zur Hand haben.
Kann sie ihn nicht zeigen, kann es ein erstes Zeichen sein, das sie`s nicht freiwillig macht.
Denn ausländische Frauen, die unter Zwang arbeiten, besitzen keine Papiere. Die werden ihnen weggenommen, so das sie nicht flüchten können.
Dann ganz ruhig , Hilfe anbieten und genau hinschauen wie die Frau reagiert. Viele Frauen, die unter Zwang stehen, werden diesen kleinen Faden aufnehmen wollen.

Was entscheidend ist, das ruhige und besonnende Handeln des Gastes. Keine Aufmerksamkeit erregen. Und sofort, zur nächsten Behörde.

Aber stimmt, auch das ist nicht realisierbar. Dafür haben viele Männer zu viel Angst sich selber als Freier zu outen.

Mfg
Katrina

Anubis
17.01.08, 10:25
Und glaub mir in anderen Foren gehts noch ganz anders ab, lese da schon nicht mehr, so beschämend finde ich das, da ist die Frau nur noch: "das Loch" "Fickmatratze" usw.
Interessehalber: Wo? Ich lese im BW7 und hier. In Beiden wuerden die Autoren solcher Berichte in der Luft zerrissen.

Tyler Durden
17.01.08, 10:27
Jeder Kunde hat die Möglichkeit, mündige Entscheidungen zu treffen. Aber nur wenige tun es, wie wir auch in der KFC-Diskussion merken.

Wer bereit ist, sein Hirn mal kurz anzuwerfen, dem wird auch ohne abschreckende Bilder klar sein, dass sich bestimmte Leistungen unter würdigen Bedingungen erst ab einem gewissen Preisniveau erbringen lassen.

Aber in diesem Forum dürfte wohl so gut wie kein Freier erreicht werden, der vor diesen Problemen wirklich die Augen verschließt.

Deshalb, was könnte man tun?

Anubis Vorschlag der Registrierung ist grundsätzlich nicht schlecht. Vor allen Dingen hat eine Registrierung - die einen Marktzutritt erlaubt - für mich erst mal nichts mit einer Prohibition - die einen Marktzutritt verbietet - zu tun.

Auf der anderen Seite wird es aber viele Prostituierte geben, die eine amtliche Registrierung aus unterschiedlichen Gründen ablehnen. Und damit wieder in die Illeglität getrieben werden, in der Ausbeutung, Zwang, Zuhälterei meist die übelste Ausprägung erreichen.

Es müsste ja nicht ein Amt sein, der Staat wird für eine solche Marktregulierung eigentlich nicht benötigt. Eine Registrierung kann auch durch nicht-staatliche Organisationen erfolgen, die Einhaltung durch eine nicht-staatliche Stelle überprüft werden und erst bei Verstößen kommen über die Strafverfolgung staatliche Organe ins Spiel. Dieses "Qualitätssiegel"-Prinzip wird in verschiedensten Branchen erfolgreich verwendet.

Aber es kostet Geld, egal, ob es privatwirtschaftlich oder staatlich organisiert wird. Und damit erst mal zu steigenden Preisen führen wird. Andererseits könnte eine gerechtere Verteilung der Paysex-Einnahmen zu Gunsten der Prostituierte und zu Lasten des Zuhälters dazu führen, dass sich das Preisniveau wieder reguliert. Die Rolle des Zuhälters wird weniger wichtig werden, wenn die Kriminalität im Paysex und seinem Umfeld abnimmt.

Somit hätten wir die Anbieterseite etwas beleuchtet. Für mich ist aber der größte Hinderungsgrund der Wunsch der Freier, unerkannt zu bleiben. Dieser Wunsch wird sich nie ändern. Und damit kann man auf die Unterstützung der Masse der Kunden nicht bauen.

Anubis
17.01.08, 10:28
Noch eine kleiner Vorschlag, deine Denkweise finde ich nicht verkehrt, aber warum so kompliziert?
Weil die Registrierung nicht notwendigerweise den Namen oder die Adresse der Dame enthalten muss. Die muss nur vom Amt authentifizierbar sein, das geht auch ohne Namen.

Ich bin sicher, Ihr Frauen wuerdet den wenigsten Kunden Eure Paesse zeigen wollen...
Was entscheidend ist, das ruhige und besonnende Handeln des Gastes. Keine Aufmerksamkeit erregen. Und sofort, zur nächsten Behörde.

Aber stimmt, auch das ist nicht realisierbar. Dafür haben viele Männer zu viel Angst sich selber als Freier zu outen.
Das muesste anonym gehen (was auch nicht ohne Probleme ist). Zumindest aber so, dass man nicht befuerchten muss, dass zuhause eine amtliche Vorladung hereinflattert.

Alina
17.01.08, 10:30
Anubis Du hast nen Pager

@ Claus, da hast Du Recht, ich würde mit demonstrieren, mit helfen, aber nicht jede hat sich geoutet bei Familie+Freunden und könnte vollen Einsatz geben, aber Du hast recht nur auf den Kunden schieben geht nicht.

Anubis
17.01.08, 10:32
Auf der anderen Seite wird es aber viele Prostituierte geben, die eine amtliche Registrierung aus unterschiedlichen Gründen ablehnen. Und damit wieder in die Illeglität getrieben werden, in der Ausbeutung, Zwang, Zuhälterei meist die übelste Ausprägung erreichen.
Was koennte ein Grund fuer eine Frau sein, sich nicht zu registrieren obwohl sie es koennte? Jetzt abgesehen davon, dass sie einen Zuhaelter hat, der sie nicht laesst... Um dem zu begegnen muss es halt auch fuer den Freier strafbar sein, Dienste einer Frau ohne Registrierung in Anspruch zu nehmen, das waere dann die andere Seite. Ohne die gehts nicht.

Anubis
17.01.08, 10:34
Anubis Du hast nen Pager
Hm, ich seh nix. Bin aber auch kein Premium'ler. Vielleicht kann ich gar nimmer pagen...

Doch, lesen kann ichs. Antworten aber nicht...

Tyler Durden
17.01.08, 10:35
[...]
Männer können doch einfach den Pass von einer Frau verlangen, wo sie sich nicht sicher sind. Denn muss eine jeder bei sich tragen oder zur Hand haben.
Kann sie ihn nicht zeigen, kann es ein erstes Zeichen sein, das sie`s nicht freiwillig macht.
Denn ausländische Frauen, die unter Zwang arbeiten, besitzen keine Papiere. Die werden ihnen weggenommen, so das sie nicht flüchten können.
Dann ganz ruhig , Hilfe anbieten und genau hinschauen wie die Frau reagiert. Viele Frauen, die unter Zwang stehen, werden diesen kleinen Faden aufnehmen wollen.

Was entscheidend ist, das ruhige und besonnende Handeln des Gastes. Keine Aufmerksamkeit erregen. Und sofort, zur nächsten Behörde.

Aber stimmt, auch das ist nicht realisierbar. Dafür haben viele Männer zu viel Angst sich selber als Freier zu outen.

Mfg
Katrina

Unabhängig davon, wieviel Angst ein Man davor hat, sich zu outen, welche Handhabe sollte er haben, sich den Pass zeigen zu lassen? Wenn mich jemand nach meinem Pass fragt, der kein (Zivil-)Polizist oder Grenzschützer ist bzw. meinen Pass nicht zu Meldezwecken (Hotelerie) oder zur berechtigten Feststellung meiner Identität (z.B. als Unfallbeteiligter oder bei bargeldloser Zahlung) benötigt, dann zeige ich ihn nicht.

Julian Kaye
17.01.08, 10:42
Kein Konsument hat Anspruch darauf, den Pass einer Sexworkerin zu sehen, ebensowenig wie die Sexworkerin Anspruch hat, den Pass des Kunden zu sehen. Paysex erfolgt in der Anonymität, beide haben einen Anspruch darauf, dass diese Anonymität gewahrt wird. Das ist ein eherner Grundsatz im Paysex und gehört zum Einmaleins eines Escorts.

Bin ich jetzt hier der Einzige der etwas sagt?

Alina
17.01.08, 10:43
Anubis müsste aber da sein, wenn nicht schreib bitte ne PN, dann antwort ich Dir da.

Die Passsache finde ich auch etwas krass, denn ich würde auch niemals meinen Pass zeigen, ok ich arbeite nicht in einem Club, aber könnte ja trotzdem gewungen werden...nur meine privaten Daten/Pass geht nun wirklich keinen Herrn dann etwas an....und ich denke das dies schwierig werden wird, zumal wenn sie dann ihn zeigt ist die Stimmung trotzdem kaputt, oder?

Anubis
17.01.08, 10:46
Bin ich jetzt hier der Einzige der etwas sagt?
Koennte man nicht so sehen.. oder wie meinst Du das?

Lucy
17.01.08, 10:50
also ihr habt wirklich absurde ideen. ich würde mich weder freiwillig registrieren lassen, damit der staat ein auge auf mich hat noch würde ich jemals einem gast meinen pass zeigen. das ist reichlich realitätsfremd.

die registrierung würde zu noch größeren schwierigkeiten führen, als man so schon hat. denkt zum beispiel an krankenversicherungen, die lt. alina für damen, die sich als prostituierte outen, nicht greifen. das ist nur ein beispiel, es gibt noch viel mehr. die gesellschaftliche ächtung ist nämlich überall zu spüren, wenn man sich so outet.

und ich lege gesteigerten wert darauf, daß ich gegenüber meinen gästen anonym bleibe. ich will die escorts mal sehen, die ihren gästen zuerst ihren pass zeigen.

Katrina
17.01.08, 10:53
Unabhängig davon, wieviel Angst ein Man davor hat, sich zu outen, welche Handhabe sollte er haben, sich den Pass zeigen zu lassen? Wenn mich jemand nach meinem Pass fragt, der kein (Zivil-)Polizist oder Grenzschützer ist bzw. meinen Pass nicht zu Meldezwecken (Hotelerie) oder zur berechtigten Feststellung meiner Identität (z.B. als Unfallbeteiligter oder bei bargeldloser Zahlung) benötigt, dann zeige ich ihn nicht.

Tyler D.

Ich rede auch nicht, von euch Männern.

auch muss sie ihre Daten nicht preisgeben, einfach nur zeigen das sie einen Pass hat.

Wie gesagt, es ist auch keine Lösung, aber ein Anfang.

Tyler Durden
17.01.08, 11:01
Was koennte ein Grund fuer eine Frau sein, sich nicht zu registrieren obwohl sie es koennte? Jetzt abgesehen davon, dass sie einen Zuhaelter hat, der sie nicht laesst... Um dem zu begegnen muss es halt auch fuer den Freier strafbar sein, Dienste einer Frau ohne Registrierung in Anspruch zu nehmen, das waere dann die andere Seite. Ohne die gehts nicht.

Eine grundsätzliche Abneigung gegen Staatliche Stellen aufgrund von negativen Erfahrungen als Prostituierte in der Vergangenheit. Dürfte es nicht zu selten geben.

Steuerliche Gründe, da das Prüfungsrisiko durch das Finanzamt zunimmt.

Beides halte ich für realistische Gründe, die Frauen davon abhalten werden. Lucy hat in der Zwischenzeit meine Einschätzung dankenswerterweise bestätigt.

Deinen letzten Satz halte ich für die richtige Konsequenz.

Julian Kaye
17.01.08, 11:02
...da hast Du Recht, ich würde mit demonstrieren, mit helfen, aber nicht jede hat sich geoutet bei Familie+Freunden und könnte vollen Einsatz geben, aber Du hast recht nur auf den Kunden schieben geht nicht.

Der Wunsch, als Sexworker (und natürlich auch als Kunde) anonym zu bleiben, ist legitim. Nicht selten ist dieser berechtigte Anspruch auf Wahrung der Anonymität das Druckmittel in der Zwangsprostitution. Da bedürfen Sexworker des besonderen Schutzes, durch den Gesetzgeber und die Behörden.

Katrina
17.01.08, 11:09
also ihr habt wirklich absurde ideen. ich würde mich weder freiwillig registrieren lassen, damit der staat ein auge auf mich hat noch würde ich jemals einem gast meinen pass zeigen. das ist reichlich realitätsfremd.

die registrierung würde zu noch größeren schwierigkeiten führen, als man so schon hat. denkt zum beispiel an krankenversicherungen, die lt. alina für damen, die sich als prostituierte outen, nicht greifen. das ist nur ein beispiel, es gibt noch viel mehr. die gesellschaftliche ächtung ist nämlich überall zu spüren, wenn man sich so outet.

und ich lege gesteigerten wert darauf, daß ich gegenüber meinen gästen anonym bleibe. ich will die escorts mal sehen, die ihren gästen zuerst ihren pass zeigen.

Lucy, im Moment rede ich nicht vom Escorts!!!!!!

Ich rede von Frauen, die kaum Deutsch reden, sehr jung sind. Da liegt mein Augenmerk.

Schon allein, an der Reaktion, dieser Frauen, bei der Frage des Passes, kann man schon einiges erkennen.
Frauen, die unter Zwang stehen, werde eingeschüchtert reagieren.

Eine Frau die nichts weiter zu verbergen hat, wird anders reagieren.

Mir ist klar, das es fast utopisch ist. Aber wenigsten mache ich mir Gedanken.

mfg

Katrina

Tanja
17.01.08, 11:11
Prostitution ist in Deutschland nicht mehr sittenwidrig, als Sexworker hat man auch Rechte, die man notfalls auch einklagen kann.

Ich stimme Anubis zu! Wenn sich alle Sexworker wieder in einem regelmäigen Zeitraum in einer amtlichen Stelle vorstellen müssten, egal ob Kolleginnen auf der Stra?e oder im High Class Bereich, dann könnte man viel eher aufklären und eventuell Schutz bieten.

Diese Stellen müssten auf Gesundheitsämtern sein, unter Mitwirkung der Hurenorganisationen Von Hydra, über Madonna bis Nitribitt.

Die Registrierung kann anonym erfolgen anhand einer Registrierungsnummer mit Arbeitsname und Foto(Sowas wie ein "Pass") und eine Aufnahme der unveränderlichen Kennzeichen (Personenbeschreibung).

Damit wäre gewährleistet, dass die Damen regelmäßig zu Untersuchungen gehen und die Möglichkeit gegeben, sie auch in Ihrer Muttersprache aufzuklären, Hilfsangebotezu machen, Ausstiegsmöglichkeiten aufzuzeigen.Außerdem kann man damit zumindestens die zum Großteil körperliche Gewalt gegen Sexarbeiterinnen eindämmen, da sie offensichtliche Spuren hinterlässt.
Zuhhältern der aggressiven Sorte wird es so zumindest erschwert ihre Damen, hier in Deutschland einfach mal so als "Fickfleisch" auf den Markt zu bringen und auszubeuten, denn Ersatz kann so nicht mehr so schnell besorgt werden.

Die Überwachung ist auch heute gegeben, denn die Kripo und die Sitte, sowie die Steuerfahndung ist gerade auch in Foren vertreten und sie besuchen in den Städten regelmäßig Arbeitsplätze von Sexworkern.
Beim Escort sind es zum Teil die sogenannten Lockvögel, die Fakebuchungen in Hotels und in Privatadressen machen.
Diese Polizisten und Steuerfahnder haben immer das Recht, sich die Papiere einer Kollegin zeigen zu lassen, und tun das auch.

Dieses Thema Zwang betrifft deutsche Kolleginnen genauso wie ausländische.
Nicht jeder der im Billigsegment arbeitet steht automatisch unter Zwang, wenn wir mal wirtschaftliche Zwänge weg lassen.

Auch in gehobenen Preisklassen gibt es Zwang und Ausbeutung, werden Frauen regelrecht "verkauft" von skrupellosen Menschen (weiblich wie männlich).

Man wird Zwangsprostitution nie ganz eindämmen können, aber durch diese Maßnahmen könnte man sie zumindest erschweren und etwas uninteressanter machen.

Wenn dann zusätzlich noch Kunden hinsehen und nicht nur konsumieren, Auffälliges bei Hilfsorganisationen melden, wäre ein erster Schritt getan.

Tanja, die sich bei sexworker.at engagiert und nicht wegschaut

Julian Kaye
17.01.08, 11:14
@Katrina
Jeder kann sich mal irren.

Auch ich wäre eingeschüchtert, wenn mich eine Kundin nach meinem Ausweis fragte. Vermutlich würde ich das Date kommentarlos abbrechen und gehen. Dazu kann ich jedem nur raten.

Anubis
17.01.08, 11:15
die registrierung würde zu noch größeren schwierigkeiten führen, als man so schon hat. denkt zum beispiel an krankenversicherungen, die lt. alina für damen, die sich als prostituierte outen, nicht greifen. das ist nur ein beispiel, es gibt noch viel mehr. die gesellschaftliche ächtung ist nämlich überall zu spüren, wenn man sich so outet.
Das wuerde nur stimmen, wenn die Daten oeffentlich zugaenglich waeren. Davon ist doch gar keine Rede.

Einfach "absurd" sagen, weil Du Dich nicht registrieren wollen wuerdest ist Dein gutes Recht. Das ist aber auch gleichbedeutend mit "weiter so", so realistisch musst Du dann schon sein.

Lucy
17.01.08, 11:16
katrina, du machst unterschiede zwischen escorts und anderen prostituierten! es gibt aber gegenüber den behörden und auch gegenüber den gästen keine wenn es um outen geht.

Lucy
17.01.08, 11:18
beitrag, der leider nicht zu löschen ist.!

Julian Kaye
17.01.08, 11:21
@Tanja
Da ich die Zeiten der Zwangsregistrierung und -untersuchung noch kenne und dabei keine positiven Erfahrungen gemacht habe und auch aufgrund der Diskussionen auf sexworker.at bezüglich der Zwangsuntersuchungen in Österreich bin ich gegen dieses Verfahren. Ich plädiere für kostenlose Untersuchungen auf sexuell übertragbare Krankheiten und deren Behandlung für die gesamte Bevölkerung und eine permanente Aufklärung über die Risiken. Das Geld für die Zwangsuntersuchungen und -registrierungen wäre meiner Meinung nach da besser aufgehoben. Es geht nämlich nicht nur darum, die Konsumenten vor einer Ansteckung durch uns Sexworker, sondern auch darum, uns vor der Ansteckung durch die Konsumenten zu schützen.

Anubis
17.01.08, 11:22
anubis wasn quark! muß ICH mich gegenüber behörden und gästen freiwillig outen, nur damit die zwangsprostitution eingedämmt wird???? du erzählst ja auch nicht jedem, wie du heißt!!!!

und in dem moment wo auf meiner gewerbeanmeldung prostituierte stehen würde, hätte ich gegenüber krankenkassen sehr wohl ein echtes problem!
Freiwillig? Von freiwillig registrieren war nie die Rede. Das muss Pflicht sein. Und zwar der Behoerde gegenueber, nicht dem Kunden gegenueber. Was das mit der Gewerbeanmeldung zu tun hat seh ich jetzt auch nicht... Lies einfach noch mal den Vorschlag durch, wenn Du dich etwas abgeregt hast...

Lucy
17.01.08, 11:28
nö. ich steig aus dem thema aus.

Alina
17.01.08, 11:34
me 2 nicht wegen Dir Anubis, hat andere Gründe

Dennis
17.01.08, 11:35
Hinschauen , Erkennen, Handeln!!!!!
erstmal ein guter Anfang.

Mfg

Katrina


stimmt - das ist der erste schritt: erkenne dich selbst . . . . :grins:

Katrina
17.01.08, 11:38
@Katrina
Jeder kann sich mal irren.

Auch ich wäre eingeschüchtert, wenn mich eine Kundin nach meinem Ausweis fragte. Vermutlich würde ich das Date kommentarlos abbrechen und gehen. Dazu kann ich jedem nur raten.

Wenn, mir einer vernünftig erklärt warum er ihn sehen will, dann würde ich bestimmt nicht eingeschüchtert reagieren.

katrina, du machst unterschiede zwischen escorts und anderen prostituierten! es gibt aber gegenüber den behörden und auch gegenüber den gästen keine wenn es um outen geht.

Warum soll ich Unterschiede machen, ich habe oft schon selber betont das ich ein Prostituierte bin. Ich nehme Geld für Sex, das macht mich schon automatisch zu einer. Da mache ich nicht meine Augen zu.

Hallo? Und ich sage doch nicht, das der Gast in meinen Personalien sehen sollen. Nur Zeigen das ich eine Pass besitze. Mehr nicht, wie oft den noch.

Natürlich vernünftig mit Begründung nachfragen.

Und Gast soll sich auch nicht bei jeder Frau erkundigen, sondern wo viele Merkmale darauf hinweisen.
Natürlich muss Mann sich auch mit diesem Thema auseinander setzten wollen um überhaupt Merkmale zu erkennen.

mfg

Katrina

Anubis
17.01.08, 11:43
nö. ich steig aus dem thema aus.
Viel Konstruktives kam ja nicht. So gesehen haettste auch gleich draussen bleiben koennen..

Sina
17.01.08, 15:18
sorry lieber Goya...

Aber rechne einfach einmal, ein Gast zahlt 99€ für meinendwegen 6H davon nimmt er 5 Frauen in Anspruch, dann sind wir schon bei ca 20 euro für eine Frau, dann sind Essen und Getränke frei ca 5€

Ach ja ich der Betreiber, bekommt ja auch noch was, und das nicht wenig,

Was bleibt einer Frau? Wenn sie 5-10 euro bei einem Gast hat, denke ist dies schon hoch gerechnet.

Nein, sowas nenne ich auch Missbrauch!!!!!! und hat für mich keine Daseinsberechtigung:nono:

Katrina

(Katrina ich habe nur dein Posting hier gepostet, weil es dabei um das Thema Flat geht - nicht persönlich)

Dann gebe auch ich mal meinen Senf dazu, ich habe mich über diese Flats nämlich auch mal erkundigt und ohhhhhh weiha was habe ich gegenwind bekommen von den "Freunden" :traurig:

Es muss aber unterschieden werden. Meines Wissens nach gibt es 2 Preisstaffelungen:
1. die 99 € Variante (3x aufs Zimmer)
2. die 99 € Variante (so oft man will)
3. die 159 € Variante (so oft man will)

Dazu hier mal ein paar Links
http://www.body-lodge.de/index1.php
http://www.discountsexladies-hd.de/index2.htm
http://www.sexdiscount-nuernberg.de/
http://www.der-sex-discounter.de/home.php
und das sind nur ein paar von VIELEN solcher Seiten

Der Unterschied liegt an diesen Clubs schon darin, dass nicht wie bei FKK-Clubs sich der Betreiber von den Eintrittsgeldern finanziert, sondern dies im Eintrittspreis schon einberechnet ist. Das bedeutet rein rechnerisch, von dem Geld sind noch Unterhaltungskosten, etc. abzuziehen.

Nehmen wir jetzt mal einfach die 99 € Variante und 3x Sex auseinander. Die Instandhaltung, der Unterhalt eines Clubs. Setzen wir die Betriebskosten einmal niedrig an und dank dem LH wurden da damals ja von Preise für die Damen für 30 Minuten von 12 € meines Wissens gesprochen. Was diese Herrn als sehr gerechtfertigt angesehen haben - nein nicht für den Standard wie er in Clubs herrscht (ZK, FO & Verkehr) - sondern für den gesamten Service :traurig:. In 1 Std. verdient also eine Dame in diesen Räumlichkeiten 24 €, dass ist die Auskunft deren "Freunde". Dies bedeutet also das dem Betreiber für das bereitstellen der Räume und alles andere von 99 € .... 63 € verbleiben pro Gast.

Erschreckt euch das???? :hmm:
Selbst bei 15 €/ 30 Min. Anteil für 1 Dame geht die Rechnung nämlich schon nicht mehr auf. Dies wären nämlich dann 30 € Std.-Lohn und nur noch 39 € für den Betreiber.
Egal in welcher Gegend, solche Räumlichkeiten werden IMMER als gewerbliche Räume angemietet, was bedeutet das die Miete pro Monat weitaus höher ist - oder will mir da ein Firmeninhaber widersprechen :cool:

Selbst bei 50 Gästen am Tag, kann kein Betreiber so überleben. Der Strom, das Wasser, die Gewerbesteuer, Handtücher, Inventar, Getränke, Speisen, bleibt diesem kein Geld mehr übrig und ich kenne niemanden der einfach nur der Nächstenliebe so ein Geschäft betreibt. In einem der hier geposteten Links ist auch der Club darunter, wo eine Motorradgäng ihren Hauptsitz ein Stock tiefer ihr Heim nennt. Wen es interessiert, das ist die Seite wo mehrere Adressen angegeben werden.

Ich bin wirklich einer der letzten, der man Neid unterstellen kann oder Unkollegialität oder sonst etwas in der Richtung.
Ich habe meine Erfahrungen im Escort, in einer Bar und in einer Wohnung gemacht. Ich gehe bestimmt nicht mit Scheuklappen durch die Gegend, kenne einige Kolleginnen auch aus anderen Bereichen - ja Escort ist wirklich die Art des Paysexes wo das Honorar am höchsten ist. Aber wer wirklich glaubt, dass Escort gleichzeitig bedeutet das die Frauen sich nur als was besseres sehen wollen, der setzt einem Irrglauben auf.
Es gibt Damen, die nicht Wohnungen am Tag 1000 € und mehr Umsatz mit nachhause nehmen - 500 € ist aber der Schnitt in der Regel und das ist kein Hanebüchen. Auch in Fkk-Clubs ist das nicht anders meine Herrn.

Sicher es sind nicht alle Damen einem Zwang unterlegen, egal in welcher Art des Paysexes .... aber macht doch nicht einfach die Augen zu und baut euch eine Scheinwelt auf ..... IHR die immer alles so gern seziert. *kopfschüttel*

So und jetzt könnt ihr mich Teeren und Federn ..... das war sowieso eines meiner letzten Postings hier.
Ich neige mein Haupt vor Euch - ihr Fachmänner! :lach:


Sina

Alina
17.01.08, 15:38
Kann Sina nur voll und ganz zustimmen, so sehe ich es auch, aber mittlerweile ist es ja so, das man sich schon fast entschuldigen muss Escort zu sein, ab einem gewissen Honorar - das ist nicht nur meine Meinung und ich ziehe mir auch keinen Schuh an, aber wie Sina so schön sagt es wird alles seziert, anstatt es zu genießen.

Ich teere Dich nicht Sina und schließe mich Dir an und werde (zur Freude mancher) mich hier auch nicht mehr beteiligen im Forum, außer im Werbeber. was ja sowieso laut mancher unser einziger Grund sein soll, hier zu sein, na dann folgen wir dem doch mal.

Manche haben viel Herzblut und Ehrlichkeit hier reingesteckt, aber irgendwann fehlt die Lust.

Auf dieses Zerflücken von Escort und immer mehr Zickereien und persönliche Beleidigungen (ich meine das allgemein) habe auch ich keine Lust mehr.

Sina danke für die ausführlichen Infos, ich wusste doch, das ich nicht ganz falsch liege, leider....

Auch ich grüße alle Fachmänner *G und wenn schon einer dank Sinas Infos ein wenig genauer hinschaut, ist schon ein kleiner Erfolg da.

Alina

Jupiter
17.01.08, 15:56
Hallo,

diese Diskussion ist doch reichlich akademisch.

Zum Thema Registrierung und dann doch Zwangsprostitution passt die heutige Meldung in der Süddeutschen (S. 32 München / Bayern), wo hier einentsprechende Verschiebung zur Verschleierung zwischen Hamburg und München aufgedeckt wurde.

Leider ist dieser Artikel nicht bei der SZ Online. Habe ihn aber hier vorliegen.

Gruß Jupiter

est
17.01.08, 16:15
Hallo,

diese Diskussion ist doch reichlich akademisch.

Zum Thema Registrierung und dann doch Zwangsprostitution passt die heutige Meldung in der Süddeutschen (S. 32 München / Bayern), wo hier einentsprechende Verschiebung zur Verschleierung zwischen Hamburg und München aufgedeckt wurde.

Leider ist dieser Artikel nicht bei der SZ Online. Habe ihn aber hier vorliegen.

Gruß Jupiter


Die Hamburg-München-Connection
Zwei Zuhälter zwingen junge Frauen in die Prostitution und schicken sie zur Registrierung nach Bayern

Von Susi Wimmer

Die gerade mal 18-jährigen Frauen sollten in München quasi angelernt und eingeführt werden, ehe sie später in Hamburg und anderen deutschen Städten als Prostituierte anschaffen sollten. Das Hamburger Landeskriminalamt hat jetzt zwei Männer festgenommen, denen Menschenhandel sowie ausbeuterische Zuhälterei vorgeworfen wird. Die Männer sollen die verschuldeten Frauen gezwungen haben, anzuschaffen und einen Großteil ihres Verdienstes an sie abzugeben.

Bereits zur Wiesnzeit bemerkte die Polizei etwas Unruhe im Münchner Rotlichtmilieu: Immer mehr Prostituierte aus Hamburg tauchten auf, die Szene befürchtete, dass die Hanseaten sich in der Landeshauptstadt etablieren wollten. Auffällig war, dass von den insgesamt 29 Prostituierten aus Hamburg zwölf noch keine 21 Jahre alt waren. Erst als eine 18-Jährige aus der Szene aussteigen wollte und bedroht wurde, kam Licht in das Hamburger Treiben.

Die 18-Jährige erklärte bei der Polizei, sie habe Schulden. Deshalb sei sie von dem 31-jährigen Rumänen und dem 19-jährigen Deutschen zur Prostitution gezwungen worden. Unter Federführung des Hamburger LKA ermittelten die Beamten schließlich, wie die Hamburg-München-Connection funktionierte. Die Frauen im Alter von 18 bis 20 Jahren wurden von ihren Hamburger Zuhältern zum "Anlernen" nach München geschickt. Denn in München ist es Usus, dass Prostituierte sich bei der Polizei melden, dort belehrt werden - und auch Hilfe angeboten bekommen. Nach dieser Beratung sind sie registriert und erhalten eine Bescheinigung, die bei späteren Polizeikontrollen das amtliche Procedere verkürzt. "Diese Bestätigungen haben sich die Damen bei uns geholt", sagt Peter Breitner, Leiter des Dezernats für organisierte Kriminalität. Mit diesem Pass nun konnten die jungen Frauen auch ungehindert in anderen Städten als bereits etablierte Prostituierte arbeiten.

Was die Polizei nicht wusste war, dass die Frauen von den Zuhältern gezwungen wurden. Laut Strafgesetzbuch ist im Paragraphen über Menschenhandel festgelegt, dass sich derjenige strafbar macht, "der Personen unter 21 Jahren zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution bringt". Das Strafmaß liegt bei ein bis zehn Jahren. "Die haben uns quasi ausgetrickst", sagt Breitner.

Nach und nach stieß das LKA Hamburg auf sieben Opfer, die in Hamburg und München zur Prostitution gezwungen worden waren. Zwei Zuhälter wurden verhaftet, drei weitere Deutsche, zwei Frauen und ein Mann, sind verdächtig, die Opfer in die Prostitution eingewiesen und überwacht zu haben. Insgesamt durchsuchte die Polizei 13 Etablissements, darunter ein Stundenhotel in München, und stellte Akten sowie mehrere Handys sicher. Die Ermittlungen laufen weiter, aber die Gefahr, dass sich die Hamburger Szene in München einnistet, "ist gebannt", meint Breitner.

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.14, Donnerstag, den 17. Januar 2008 , Seite 49

Anubis
17.01.08, 16:25
diese Diskussion ist doch reichlich akademisch.

Zum Thema Registrierung und dann doch Zwangsprostitution passt die heutige Meldung in der Süddeutschen (S. 32 München / Bayern), wo hier einentsprechende Verschiebung zur Verschleierung zwischen Hamburg und München aufgedeckt wurde.
OK. Gut. Ich hatte eigentlich um Vorschlaege gebeten, da kommt aber nichts. Dann lassen wir es halt wie es ist. Aber bitte, lasst dann auch das Thema Zwang kuenftig ruhen, ist ja offenbar alles in Ordnung wenn es sich nicht lohnt konstruktiv ueber Abhilfe nachzudenken ...

Katrina
17.01.08, 16:30
OK. Gut. Ich hatte eigentlich um Vorschlaege gebeten, da kommt aber nichts. Dann lassen wir es halt wie es ist. Aber bitte, lasst dann auch das Thema Zwang kuenftig ruhen, ist ja offenbar alles in Ordnung wenn es sich nicht lohnt konstruktiv ueber Abhilfe nachzudenken ...

Warum sollen sich die Männer was überlegen? Dann müssten viele selber zugeben, das sie sich selber belügen.

Das sieht man doch an Dir, jedes Agument, was ander bringen versuchst du zu wiederlegen.

Anubis
17.01.08, 16:44
Das sieht man doch an Dir, jedes Agument, was ander bringen versuchst du zu wiederlegen.
Aha... ist das so, bloss weil ich nach Begruendungen und Erfahrungen frage und nicht nach Meinungen?

Ich finde es reichlich unverschaemt, was Du und andere mir hier direkt oder indirekt unterstellen. Aber gut, sachlich kann man das Thema offenbar hier genausowenig wie im Emma-Forum diskutieren. Muss man mit leben.

Ich hab das Problem fuer mich geloest. Eine generelle Loesung interessiert offenbar keinen also solls mir auch recht sein. Lassen wirs halt.

Tyler Durden
17.01.08, 16:56
Aha... ist das so, bloss weil ich nach Begruendungen und Erfahrungen frage und nicht nach Meinungen?

Ich finde es reichlich unverschaemt, was Du und andere mir hier direkt oder indirekt unterstellen. Aber gut, sachlich kann man das Thema offenbar hier genausowenig wie im Emma-Forum diskutieren. Muss man mit leben.

Ich hab das Problem fuer mich geloest. Eine generelle Loesung interessiert offenbar keinen also solls mir auch recht sein. Lassen wirs halt.

Ich finds ein wenig schade, wie dieses interessante Thema verläuft.

Begründungen und Erfahrungen fände ich auch interessanter als das Schreiben reiner Meinungen. Vielleicht beteiligen sich hier aber nicht die richtigen Ansprechpartner dafür. Warum sollte jemand, der sich aktiv in einem Escort-Forum beteiligt, seine Bordell-, Straßenstrich- oder Billig-Paysex-Erfahrung ausbreiten? Egal, ob auf der Kunden- oder Anbieterseite.

Es wäre vielleicht eine freiere Diskussion geworden, wenn sich das Thema hätte entwickeln können.

Lucy
17.01.08, 17:42
Viel Konstruktives kam ja nicht. So gesehen haettste auch gleich draussen bleiben koennen..

mußt du gleich so persönlich werden? ich freu mich schon aufs treffen in ffm niederrad!

Anubis
17.01.08, 19:34
mußt du gleich so persönlich werden? ich freu mich schon aufs treffen in ffm niederrad!
Wieso persoenlich? Kam was von Dir ausser "Quatsch" und "absurd"? Treffen in Niederrad? Wenn Du was dagegen hast komm ich da nicht, kein Problem, ich muss niemanden mit meiner Anwesenheit belasten...

Asfaloth
17.01.08, 19:39
warum denn so scharf..... irgendwie scheint hier etwas die gute Kinderstube auf der strecke zu bleiben.... sehr bedauerlich, muss ich mal sagen.... :traurig:

Asfaloth
17.01.08, 21:39
Sicher es sind nicht alle Damen einem Zwang unterlegen, egal in welcher Art des Paysexes .... aber macht doch nicht einfach die Augen zu und baut euch eine Scheinwelt auf ..... IHR die immer alles so gern seziert. *kopfschüttel*

So und jetzt könnt ihr mich Teeren und Federn ..... das war sowieso eines meiner letzten Postings hier.
Ich neige mein Haupt vor Euch - ihr Fachmänner! :lach:


Sina

??????? ..... wie ist das zu verstehen ????

R2D2
17.01.08, 23:28
Hinschauen , Erkennen, Handeln!!!!! (http://www.stoppt-zwangsprostitution.de/html/freier.html)

erstmal ein guter Anfang.

Mfg

Katrina

Handeln? Hieße das nicht, die Zwangssituation auch noch auszunutzen?

alfder
18.01.08, 00:06
das thema ist einfach zu ernst und zu traurig, um es in
persönliche anfeindungen ausufern zu lassen.

WIR ALLE tragen verantwortung und sollten unsere augen
vor dem elend und der frauenverachtung nicht verschliessen.

wer sehen will der sieht, dass im paysexbereich nicht alles heile
welt ist. sich auf "korrupte" behörden zu verlassen und seine hände
(schwanz) in unschuld zu waschen...

dass bei vielen frauen, wut aufkommt, hilflose wut, wer kann es ihnen verdenken.
die frauen werden auch hier in ihren gefühlen verletzt. sie können sich nicht
hinter anonymen nicks verstecken.

es gilt ganz einfach ein bewusstsein und kritische sichtweisen zu sensibilisieren.
und jeder kann dabei mithelfen. jeder markt wird vom verhalten und den
gewohnheiten der konsumenten gelenkt und dominiert.

Anubis
18.01.08, 08:57
dass bei vielen frauen, wut aufkommt, hilflose wut, wer kann es ihnen verdenken. die frauen werden auch hier in ihren gefühlen verletzt. sie können sich nicht hinter anonymen nicks verstecken.
Deswegen kann ich nicht begreifen, dass keine Vorschlaege von der Seite kommen ausser "Augen auf".
es gilt ganz einfach ein bewusstsein und kritische sichtweisen zu sensibilisieren.
und jeder kann dabei mithelfen. jeder markt wird vom verhalten und den
gewohnheiten der konsumenten gelenkt und dominiert.
Am Konsumentenverhalten wird sich im grossen und ganzen nichts aendern, davon bin ich ueberzeugt. Fuer diese Vermutung gibt es unendlich viele Beispiele. Ich bin schwer enttaeuscht, dass ich fuer diese Meinung hier angegriffen worden bin. Als ob das gleichbedeutend damit waere, dass ich persoenlich mich nur auf Behoerden verlassen und selbst die Augen nicht aufhalten wollte. Diese von mehreren Damen hier vorgetragene Auffassung empfinde ich als persoenliche Beleidigung fuer die ich nicht viel Verstaendnis aufbringe.

Dennis
18.01.08, 09:17
Handeln? Hieße das nicht, die Zwangssituation auch noch auszunutzen?

handeln bedeutet unter anderen "NICHT solche angebote in anspruch nehmen."

Mitunter habe ich das gefühl das man alles intellektuel verhochkompliziert. die eigene verantwortung und das eigenen tun und lassen bleibt dabei völlig auf der strecke oder wird auf wundebare weise wegrationalisiert und verdrängt.

nicht umsonst habe ich in meiner antwort an katarina geschrieben:

"stimmt - das ist der erste schritt: erkenne dich selbst". und das heißt schlicht und einfach - der erste schritt fängt immer bei einem selbst an.

aber wie das nun mal so ist . . .in der theorie ist jeder sehr gut. die praxis sieht anders aus . . frei nach dem motto: funck the duck - was juckts mich. deutsch muß sie ja nicht können hauptsache französisch . . . und für euro 99,-- n paar geile nummern schieben . . . . find`sch einfach nur geil . . .

Katrina
18.01.08, 09:20
Deswegen kann ich nicht begreifen, dass keine Vorschlaege von der Seite kommen ausser "Augen auf".

Am Konsumentenverhalten wird sich im grossen und ganzen nichts aendern, davon bin ich ueberzeugt. Fuer diese Vermutung gibt es unendlich viele Beispiele. Ich bin schwer enttaeuscht, dass ich fuer diese Meinung hier angegriffen worden bin. Als ob das gleichbedeutend damit waere, dass ich persoenlich mich nur auf Behoerden verlassen und selbst die Augen nicht aufhalten wollte. Diese von mehreren Damen hier vorgetragene Auffassung empfinde ich als persoenliche Beleidigung fuer die ich nicht viel Verstaendnis aufbringe.


Anubis,

Du machst es einen auch sehr schwer. Niemand hat dich beleidigt.
Einige User haben versucht, auf deine Fragen zu antworten, auch Vorschläge zu unterbreiten.
Wie hast du reagiert? Entweder, selber beleidigend, mit Unterstellungen, oder du hast versucht, die Vorschläge und Meinungen wieder zu wiederlegen.
Wir können dir hier nichts beweisen, außer du liest die Links, die hier mit geposten wurden. Aber denen schenkst du keine Beachtung, denn es kam kein Kommentar von dir.
Auf das Post von Sina, kam auch nichts. Obwohl dort eindeutig steht, wieviel Frauen in solchen Flatclubs verdienen, dein einziger Kommentar war,(evtl nur Ironisch) das du dich darauf jetzt lieber beschränkst.
Sorry, aber mit solchen Äußerungen, kannst du nicht von uns verlangen, das wir da ruhig bleiben.

Natürlich, ist Hinschaue erstmal ein Anfang. Was nützen große Aktionen, wenn du das Problem nicht siehst.

Gebe bei Googel, einfach einmal das Wort Zwangsprostitution ein. Und du bekommst reichlich Informationen und Erfahrungsberichte. Mit diesem Informieren, fängt Hinschauen schon an.

Mfg

Katrina

Anubis
18.01.08, 09:34
Wie hast du reagiert? Entweder, selber beleidigend, mit Unterstellungen, oder du hast versucht, die Vorschläge und Meinungen wieder zu wiederlegen.
Nein, ich habe nicht versucht die Vorschlaege und Meinungen zu widerlegen. Ich habe sie hinterfragt, ja, das sollte man ja wohl immer tun. Das ist der Sinn einer Diskussion.

Welche Beleidigungen kamen von mir? Wem habe ich was unterstellt? Ist mir nicht bewusst. Zu Lucy war ich etwas grob, ja. Das beruhte aber auch auf Gegenseitigkeit...
Auf das Post von Sina, kam auch nichts.
Das sie natuerlich gewuerzt hat mit "hoer doch auf zu traeumen". Was haette da drauf kommen sollen, der war ja sogar am Thema vorbei? Nochmal, ich habe den Thread gestartet weil ich Handlungsbedarf sehe. Irgendwie finde ich es unlogisch, dass das dazu gefuehrt hat, dass ich als Traeumer dastehe.
Natürlich, ist Hinschaue erstmal ein Anfang. Was nützen große Aktionen, wenn du das Problem nicht siehst.

Gebe bei Googel, einfach einmal das Wort Zwangsprostitution ein. Und du bekommst reichlich Informationen und Erfahrungsberichte. Mit diesem Informieren, fängt Hinschauen schon an.
Haeh? Was glaubst Du warum ich diesen Thread gestartet habe????? Weil ich das Problem nicht sehe, oder wie??? Ich kapier nichts mehr...

Ich glaube wir reden hier voellig aneinander vorbei. Das Thema war "was kann man gegen Ausbeutung und Zwang tun", es geht nicht drum, die Existenz von Ausbeutung und Zwang zu beweisen, die steht ausser Frage. Wieso sollte ich also Links kommentieren, die Zwang belegen? Im uebrigen waren mir die Links, die gepostet wurden auch schon vorher bekannt.


Der Flatrate-Kommentar war die Folge meiner Frustration hier. Der kam nach allem anderen, der kann also nicht die Ursache der Angriffe gewesen sein.

Katrina
18.01.08, 09:59
Anubis,
Um dir das jetzt alles Vorzuführen, fehlt mir im Moment die Motivation und auch die Zeit.
Ich denke, das ist jetzt so oder so eine persönliche Sache zwischen uns, ist entweder per PN zu lösen oder wir lassen es so stehen.

Nur eine Frage noch an dich. Die ganze Diskussion wurde ausgelöst, durch meine Ängste ,was Sexfflatrate angeht.

Wie du schreibst, hast du eine Lieblingsfrau, die du immer wieder gerne besuchst.
Ich weiß nicht was sie die Stunde nimmt oder bekommt, ich gehe mal von ca 100-150 euro aus.
Würdest du ihr zumuten, für den gleichen Service, statt 100-150 euro nur 12 euro zu bekommen?

mfg

Katrina

R2D2
18.01.08, 10:33
handeln bedeutet unter anderen "NICHT solche angebote in anspruch nehmen."

Mitunter habe ich das gefühl das man alles intellektuel verhochkompliziert. die eigene verantwortung und das eigenen tun und lassen bleibt dabei völlig auf der strecke oder wird auf wundebare weise wegrationalisiert und verdrängt.

nicht umsonst habe ich in meiner antwort an katarina geschrieben:

"stimmt - das ist der erste schritt: erkenne dich selbst". und das heißt schlicht und einfach - der erste schritt fängt immer bei einem selbst an.

aber wie das nun mal so ist . . .in der theorie ist jeder sehr gut. die praxis sieht anders aus . . frei nach dem motto: funck the duck - was juckts mich. deutsch muß sie ja nicht können hauptsache französisch . . . und für euro 99,-- n paar geile nummern schieben . . . . find`sch einfach nur geil . . .

Reingefallen :jaja:

Handeln sollte übrigens nicht nur "nicht in Anspruch nehmen" bedeuten. Wenn man den Verdacht auf Zwangsprostitution hat, sollte man die Polizei informieren.

Anubis
18.01.08, 10:40
Wie du schreibst, hast du eine Lieblingsfrau, die du immer wieder gerne besuchst. Ich weiß nicht was sie die Stunde nimmt oder bekommt, ich gehe mal von ca 100-150 euro aus. Würdest du ihr zumuten, für den gleichen Service, statt 100-150 euro nur 12 euro zu bekommen?
Die Frage kann man unterschiedlich verstehen.

- Wuerde ich drauf eingehen, wenn sie mir 12 euro/h als Preis anbietet? Nun, da ich sie kenne und weiss, dass das ein freiwilliges Angebot waere, warum nicht?

- Wuerde ich akzeptieren, dass jemand Druck auf sie ausuebt damit sie fuer 12 Euro arbeitet? Natuerlich nicht.

Das ganze steht und faellt mit der Freiwilligkeit. Die halte ich fuer das ausschlaggebende Kriterium, nicht den Preis. Das ist aber akademisch, sie wuerde nicht fuer 12 Euro arbeiten. Heisst das, dass keine Frau fuer 12 Euro arbeiten wuerde? Keine Ahnung, schon moeglich.

Lucy
18.01.08, 10:42
das problem ist, wann fängt der zwang an? wenn ein zuhälter einer frau sagt: hey ich liebe dich und für eine gemeinsame zukunft arbeitest du in deutschland und wir legen das ganze geld auf die hohe kante...

was machen? das ist sanfte gewalt und die frau würde niemals gegen den zuhälter aussagen. ich glaube, die grenzen sind da sehr fließend. und mal ganz ehrlich, ich habe noch nie eine frau kennengelernt, die gezwungen wurde, in diesem job zu arbeiten und ich das mitgekriegt hätte, insofern kann ich auch nicht sagen, hier oder da könnte man einschreiten.

Anubis
18.01.08, 10:55
das problem ist, wann fängt der zwang an? wenn ein zuhälter einer frau sagt: hey ich liebe dich und für eine gemeinsame zukunft arbeitest du in deutschland und wir legen das ganze geld auf die hohe kante...
Ja, das ist ein Problem. Da kann man als Kunde aber auch nicht viel machen, oder? Wie will man das erkennen, wenn die Frau selbst meint, sie machts aus freien Stuecken fuer die gemeinsame Zukunft?

Lucy
18.01.08, 10:57
eben. da sind alle machtlos. anders sieht es bei den geschlagenen gequälten mädchen aus.. aber wie gesagt, die habe ich noch nie im echten leben zu gesicht bekommen.

escort-flüsterer
18.01.08, 11:57
Mein Vorschlag (nicht nur meiner uebrigens), um mal den Anfang zu machen: Wir fuehren eine amtliche Registrierung fuer die Damen ein. Fuer diese Registrierung muss die Dame eine Arbeitserlaubnis vorlegen und anhand zu bestimmender Kriterien glaubhaft darlegen koennen, dass sie selbstbestimmt arbeiten kann. Jeder Club, jedes Bordell, jede Agentur darf nur Damen mit verifizierter Registrierung in seinen Raeumen arbeiten lassen, bzw. vermitteln. Bei Verstoss harte Strafen, bis zur Schliessung. Kunden duerfen nur Dienste von Damen in Anspruch nehmen, die eine (nicht offensichtlich gefaelschte) Registrierung vorlegen koennen. Auch hier: bei Verstoss Bestrafung des Kunden.



So was kann nur ein typischer DEUTSCHER Beamter aus dem schwarzen rechts-konseratvem Lager vorschlagen.

Regeln Regeln auch zum Vögeln :nono:

escort-flüsterer

Anubis
18.01.08, 12:05
So was kann nur ein typischer DEUTSCHER Beamter aus dem schwarzen rechts-konseratvem Lager vorschlagen.
Sehr konstruktiver Beitrag, danke. Auf den Inhalt (der komplett falsch ist) deiner Beleidigung gehe ich nicht weiter ein, sonst werde ich gesperrt.

escort-flüsterer
18.01.08, 12:43
Also ich finde die ganze Diskussion hier im Forum mehr als müßig, auch wenn ich die Zwangsprostitution aufs schärfste verurteile.
Als Kunde von Escorts und gehobenen FKK-Clubs gehe ich eh nie in die billig-Bums-Läden, weil die dort arbeitenden Frauen weit jenseits meines Beuteschemas liegen und ich mich auch nicht mit den dort verkehrenden Fernfahrern und ähnlichem Klientel gemein mache.
Ich gehe auch nicht in ein Laufhaus der dortigen Abzocke wegen und damit fördere ich eh nicht die Umsätze dieses Geschäftes.

Die Mädels, die ich in Clubs kennen gelernt habe, machen es selbstbestimmt und fahren meist flotte Autos, die sich heute kaum junge Anwältinnen und Ärztinnen leisten können.

Viele kamem über die Freundin ins Geschäft und die noch nicht 18 sind können es nicht erwarten, volljährig zu werden, um das gute Geld zu verdienen, das sie nirgendwo anders auch nur ansatzweise verdienen könnten und würden.

Die Herrschaften, die die billigen Schmuddelläden aufsuchen, dürften in einem Escort-Forum weniger vertreten sein und die werden diese Läden auch nicht zur Bekämpfung der Zwangsprostitution meiden, da sie dazu geistig zu dump und für bessere Locations zu klamm sind.

Ohne das Problem der Zwangsprostitution verniedlichen zu wollen, so ist dieses Thema hier eher ein Thema des theoretischen zum Fenster raus Laberns willen, als dass die Ergüsse irgendwas an der Situation ändern könnten.

Wenn manche, wie Alina, darüber erbost sind und sich frustriert zurückziehen, weil einige versuchen, das Escorting zu zerpflücken, so glaube ich dass das eher deshalb geschieht, weil wirklich bereichernde Themen rund ums Escorting leider irgendwo auch endlich sind und der ein oder andere krampfhaft versucht, ein neues Thema aufzumachen um den verbalen Austausch im Forum in Gang zu halten.

Das Hobby Escort hat halt ausser Erlebnisberichten nicht so viele ständig neue Facetten wie Foren-Themen über Boote, Fotographie, Reisen, Auto, Hifi etc., wo sich die Technik laufend fortentwickelt

Also habt Nachsehen, wenn sich hier gelegentlich der ein oder andere Fred oder Beitrag suboptimal entwickelt.

escort-flüsterer

Anubis
18.01.08, 13:01
Die Herrschaften, die die billigen Schmuddelläden aufsuchen, dürften in einem Escort-Forum weniger vertreten sein und die werden diese Läden auch nicht zur Bekämpfung der Zwangsprostitution meiden, da sie dazu geistig zu dump und für bessere Locations zu klamm sind.
Genau darum gings. Auf deren Mitarbeit kann man nicht hoffen. Heisst das, man muss sich halt mit der Situation abfinden?

Wo, wenn nicht hier in diesem Forum, sind die Leute, die politisch etwas erreichen koennten und die auch noch wissen wovon sie reden? Deswegen dachte ich urspruenglich auch hier waere der richtige Platz fuer diese Diskussion. Jetzt denke ich das nicht mehr.

Ariane
18.01.08, 13:14
Mein Vorschlag: Flächendeckende kostenlose und auf Wunsch anonyme Beratungsangebote mit psychotherapeutischer Betreuung und Gesundheitsvorsorge für alle Sexworker und Konsumenten. Berufsspezifische Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote für Sexworker. Und vor allem: Entkriminalisierung der Prostitution und Stärkung des Berufsstands. Regelmäßige Aufklärungskampagnen und eine berufsständische Öffentlichkeitsarbeit zur Aufklärung über die Arbeit von Sexworkern. Die kriminellen Machenschaften sind das Ergebnis der Schattenwirtschaft und Kriminalisierung von Paysex.

Aufklärung und Information ist das A und O sowie Entkriminalisierung von Sexwork.

Hilfreich ist auch: Jeden Dünkel fallen zu lassen und Solidarität unter Sexworkern zu üben. Anstatt die Verantwortung auf die Kunden zu schieben, sich selbst einmal an der eigenen Nase zu greifen und sich mit allen Kollegen und Kolleginnen, ob Luxus oder Low Budget, gegen jede Form von Zwang zu solidiarisieren anstatt sich abgrenzen zu wollen. Zwangsprostitution gibt es auch im Hig-Class-Bereich, nicht nur wie hier in Berlin auf dem Drogenstrich in der Potsdamer Straße oder dem Kinderstrich in der Kurfürstenstraße.

JA JA JA JA JA JA !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!! Nur - es gibt hierzulande so gut wie keine Solidarität in der Szene (anders als in UK und USA); bei Hydra arbeiten bspw. sesselpupende Sozialpädagoginnen, die vom Milieu keinen Schimmer haben, dafür aber "Einstiegshilfe" für Anfängerinnen anbieten; früher haben sie damit geworben, daß dort sog. Aussteigerinnen als Sozialarbeiterinnen arbeiten, was de facto nicht stimmt. Statt "Anstatt die Verantwortung auf die Kunden zu schieben", würde ich lieber sowohl/als auch vorschlagen. Das gilt generell für alle gesellschaftlichen Probleme, die nur partnerschaftlich zu lösen sind. Männer mit "Anstand" wählen doch eh schon sorgfältiger und umsichtig aus, mit wem sie sich einlassen. Andere gehen lieber ihren Gewaltphantasien nach und ergötzen sich an ihren sadistischen Trieben; wie soll man das "abstellen", wo doch so viele hirnkrank sind?!

Beim BSD (Bundesverband sexueller Dienstleistungen e.V.) bin ich bspw. von der derzeitigen Vorsitzenden gebeten worden, die Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen. Sofort kam es zum Gezänk, weil jemand anders alte Pfründe nicht aufgeben wollte, dabei war von meiner Seite die Mitarbeit mehr ergänzend gedacht, auch hatte ich ich mich nicht aufgedrängt, sondern bin gebeten worden. Auf solche Machtspiele kann ich gut und gerne verzichten, die eine gemeinsame Arbeit nur behindert. Ein Imagewandel müßte jedoch her, d.h. ein Diskurswandel, aber den kann man nicht herbei zaubern; Vernunft wächst nicht auf Bäumen; mit dem Finger-auf-Andere zeigen und Schubladen-Denke ist auch viel einfacher als anzuerkennen, daß die Szene sehr facettenreich ist, vor allem aber, daß "alle" im Paysex-Bereich werkelnden Frauen/Männer keine "minderwertigen" Wesen, Opfer, Kriminelle sind, das aber ist die übliche Sichtweise. Natürlich versucht man sich als Escort genau davon auch abzugrenzen. Es müßten sich einige Mutige trauen, aus dem Schatten bzw. Rotlicht heraus zu treten, um eine sachliche Diskussion zu führen. Dann müßten sie allerdings damit rechnen, ihre Einkommenssicherheit aufzugeben bzw. daß niemand sie mehr bucht oder sie enterbt wird. Die sichere Anonymität wäre weg; davor haben die meisten verständlicherweise Angst.
Kriminelle Strukturen sind - wie schon andernorts erwähnt - in Ländern besonders virulent, wo Prostitution repressiv gehandhabt wird (z.B. Norwegen).

Claus, wir können uns aber gerne zusammentun und mit einem aussagekräftigen Plakat vor das Brandenburger Tor stellen.:willkommen:

escort-flüsterer
18.01.08, 13:18
Deswegen dachte ich urspruenglich auch hier waere der richtige Platz fuer diese Diskussion. Jetzt denke ich das nicht mehr.

Wer von uns hier im Bundestag sitzt oder gar ein Ministeramt bekleidet, möge sich outen.
Staatssekretäre und Parteivorsitzende also well come .

Oh wie freue ich mich auf das Foren-Treffen mit der geballten Staatsmacht am Pizzatisch bei Lasagne und Spaghetti Carbonara :grins::grins:

escort-flüsterer

Sina
18.01.08, 13:39
Hallo Ariane,

dann kann ich dir nur www.sexworker.at und die Organisation Nitribit e.V. empfehlen.

Dort wird wirklich VOR Ort etwas getan. Zwerg von den Sexworkern und einige andere Sexworker machen sich dort z.B. stark um für die Prostituierten etwas zu bewegen.

und nun bin ich wieder still.......