cantare
09.04.09, 11:21
neulich verschlug es mich bei der suche nach einer geeigneten restauration für ein treffen auf die homepage des "himmel und erde" in limburg an der lahn. die bilder der kapelle sowie die karte mit von mir heissgeliebten mittelhessischen gerichten, teilweise modern interpretiert, überzeugten mich und meinen begleiter, und wir reservierten einen tisch.
nun kenn ich mich in limburg nicht sonderlich gut aus, aber das navi führte mich sicher hin, und wie ich es mir dachte war die location ob ihrer aussergewöhnlichkeit schon von weitem zu sehen. eine kleine schnuckelige freistehende alte friedhofskapelle (keine ahnung welcher baustil :schaem:), mit ausreichend parkmöglichkeiten drumherum.
man öffnet das meterhohe hölzerne beschlagene eingangstor (der eiserne türgriff wie es sich gehört auf nasenhöhe), betritt die kapelle, und wird sofort von der sakralen stimmung in den bann gezogen. der eindruck den man von den bildern der homepage bekommt ist absolut authentisch! schlicht aber wirkungsvoll gestaltet, die weissen kirchenfenster als absoluter blickfang wenn man im hellen ankommt, leicht abgetönte weisse wände, kerzenähnliche wandlampen, derb-hölzernes mobiliar, schlichte weisse servietten, und passendes schweres ungeschnörkeltes silberbesteck... die stimmung verstärkt sich noch, wenn es langsam dunkelt, und die beleuchtung zum tragen kommt...insgesamt ein stimmiges gesamtbild...
ein freundlicher empfang macht den ersteindruck perfekt, und man fühlt sich sofort sauwohl :zwinker:
die karte ist übersichtlich und wie schon erwähnt hessisch-rustikal: leckere vorspeisen vom gamba-süppchen bis salat, wild, verschiedene typische fleischgerichte, auch ne große auswahl für vegetarier.
und als namensgeber für das lokal natürlich: himmel und erde, eines meiner leibgerichte (für die nicht-hessen: kartoffelpüree und gebratene blutwurst mit apfelkompott)
die nette bedienung zählte allerdings gleich zu beginn eine lange liste aktueller änderungen an der karte auf, und bekam dafür von uns ein lob für diese gedächtnis-leistung, da wir, kaum war sie am ende angekommen, die ersten gerichte schon vergessen hatten :grins: aber nachfrage wäre jederzeit möglich gewesen...
die süßen sünden lockten ebenso, und dort waren u.a. neben der klassischen crème brulée natürlich auch arme ritter (für nichthessen: auch kathäuserklöße genannt, abgerieben brötchen in milch getaucht und in den semmelbröseln gebraten, klassisch mit vanillesoße, hier mit pfirsichkonfitüre und vanilleeis) zu finden.
die preise sind morderat, kein hauptgericht über 15€, und auch die weinkarte ist ausgesucht, nicht überladen und wirkt nicht überteuert.
himmel und erde sollte es dann natürlich unbedingt sein, und es war köstlich! frisches kartoffelpüree, schön mit stückchen drin :schleim:, und feine blutwurst, genau richtig gebraten, und kleine apfelstückchen, gerade soviel, dass sie wenn gewollt eine leichte süße gaben, aber den deftigen gesamteindruck nicht erschlugen. einzig die röstzwiebeln hätte ich mir frisch gewünscht.
der ausgesuchte trockene weisswein (fragt mich nicht nach namen) passte perfekt dazu. arme ritter nach dem mächtigen kartoffelpüree wollte ich mir nicht antun, dafür aber den klassiker unter den desserts probieren, und auch die crème brulée war ausgezeichnet.
das essen wurde von der superfreundlichen und herzlichen chefin persönlich serviert, die uns zum nachtisch auch gleich ein wenig von der geschichte des einzigen restaurants in einer friedhofskapelle weltweit erzählte, und schloss mit einem kleinen tränchen im auge mit den worten: diese kapelle hat soviel traurigkeit gesehen, und nun ist sie angefüllt mit lebendigkeit und fröhlichkeit. darauf hat sie 32 jahre lang gewartet!
an diesem abend war erstaunlich wenig betrieb, ausser uns waren nur 2 weitere tische besetzt, eine ausnahme, wie wir bestätigt bekamen, reservierung ist also absolut notwendig!
fazit: wiederholungsfaktor 100% :grins:
für hessen eine reise in großmutters küche, für nicht-hessen eine perfekte möglichkeit hessische küche kennenzulernen.
ich werde sicher den einen oder anderen ausflug nach limburg machen, nur um dort wieder essen zu gehen!
nun kenn ich mich in limburg nicht sonderlich gut aus, aber das navi führte mich sicher hin, und wie ich es mir dachte war die location ob ihrer aussergewöhnlichkeit schon von weitem zu sehen. eine kleine schnuckelige freistehende alte friedhofskapelle (keine ahnung welcher baustil :schaem:), mit ausreichend parkmöglichkeiten drumherum.
man öffnet das meterhohe hölzerne beschlagene eingangstor (der eiserne türgriff wie es sich gehört auf nasenhöhe), betritt die kapelle, und wird sofort von der sakralen stimmung in den bann gezogen. der eindruck den man von den bildern der homepage bekommt ist absolut authentisch! schlicht aber wirkungsvoll gestaltet, die weissen kirchenfenster als absoluter blickfang wenn man im hellen ankommt, leicht abgetönte weisse wände, kerzenähnliche wandlampen, derb-hölzernes mobiliar, schlichte weisse servietten, und passendes schweres ungeschnörkeltes silberbesteck... die stimmung verstärkt sich noch, wenn es langsam dunkelt, und die beleuchtung zum tragen kommt...insgesamt ein stimmiges gesamtbild...
ein freundlicher empfang macht den ersteindruck perfekt, und man fühlt sich sofort sauwohl :zwinker:
die karte ist übersichtlich und wie schon erwähnt hessisch-rustikal: leckere vorspeisen vom gamba-süppchen bis salat, wild, verschiedene typische fleischgerichte, auch ne große auswahl für vegetarier.
und als namensgeber für das lokal natürlich: himmel und erde, eines meiner leibgerichte (für die nicht-hessen: kartoffelpüree und gebratene blutwurst mit apfelkompott)
die nette bedienung zählte allerdings gleich zu beginn eine lange liste aktueller änderungen an der karte auf, und bekam dafür von uns ein lob für diese gedächtnis-leistung, da wir, kaum war sie am ende angekommen, die ersten gerichte schon vergessen hatten :grins: aber nachfrage wäre jederzeit möglich gewesen...
die süßen sünden lockten ebenso, und dort waren u.a. neben der klassischen crème brulée natürlich auch arme ritter (für nichthessen: auch kathäuserklöße genannt, abgerieben brötchen in milch getaucht und in den semmelbröseln gebraten, klassisch mit vanillesoße, hier mit pfirsichkonfitüre und vanilleeis) zu finden.
die preise sind morderat, kein hauptgericht über 15€, und auch die weinkarte ist ausgesucht, nicht überladen und wirkt nicht überteuert.
himmel und erde sollte es dann natürlich unbedingt sein, und es war köstlich! frisches kartoffelpüree, schön mit stückchen drin :schleim:, und feine blutwurst, genau richtig gebraten, und kleine apfelstückchen, gerade soviel, dass sie wenn gewollt eine leichte süße gaben, aber den deftigen gesamteindruck nicht erschlugen. einzig die röstzwiebeln hätte ich mir frisch gewünscht.
der ausgesuchte trockene weisswein (fragt mich nicht nach namen) passte perfekt dazu. arme ritter nach dem mächtigen kartoffelpüree wollte ich mir nicht antun, dafür aber den klassiker unter den desserts probieren, und auch die crème brulée war ausgezeichnet.
das essen wurde von der superfreundlichen und herzlichen chefin persönlich serviert, die uns zum nachtisch auch gleich ein wenig von der geschichte des einzigen restaurants in einer friedhofskapelle weltweit erzählte, und schloss mit einem kleinen tränchen im auge mit den worten: diese kapelle hat soviel traurigkeit gesehen, und nun ist sie angefüllt mit lebendigkeit und fröhlichkeit. darauf hat sie 32 jahre lang gewartet!
an diesem abend war erstaunlich wenig betrieb, ausser uns waren nur 2 weitere tische besetzt, eine ausnahme, wie wir bestätigt bekamen, reservierung ist also absolut notwendig!
fazit: wiederholungsfaktor 100% :grins:
für hessen eine reise in großmutters küche, für nicht-hessen eine perfekte möglichkeit hessische küche kennenzulernen.
ich werde sicher den einen oder anderen ausflug nach limburg machen, nur um dort wieder essen zu gehen!