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Bordelle müssen Mehrwertsteuer der Umsätze der Damen abführen

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Alt 07.09.17, 11:31   #1
Escoreal Escort
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Escoreal Escort ist auf dem richtigen Weg
Bordelle müssen Mehrwertsteuer der Umsätze der Damen abführen

http://www.ksta.de/koeln/pascha-grue...teilt-28356546


Pascha-Gründer Hermann Müller wegen Steuerhinterziehung verurteilt

"Müller und sein Betriebsleiter sind vom Landgericht ausschließlich wegen hinterzogener Umsatzsteuer verurteilt worden. Erstmals hat damit ein deutsches Strafgericht festgestellt, dass Bordelle von den Einnahmen der bei ihnen tätigen Prostituierten Mehrwertsteuer ans Finanzamt abführen müssen – auch wenn die Frauen freiberuflich arbeiten und und aus ihren Einnahmen dem Betreiber Zimmermiete zahlen." – Quelle: http://www.ksta.de/28356546 ©2017

Vor 2 Jahren wurde ich noch belächelt, als ich mir genau um diese Thematik Gedanken gemacht habe und geraten den Steuerberater zu wechseln...
Was hätte es für Folgen wenn sich dieses Modell jetzt auch bei Escortagenturen durchsetzen würde?
Davon abgesehen, dass viele Agenturen wegen den erheblichen Nachzahlungen dann schließen müssten, würde meiner Meinung nach diese Regelung hauptsächlich auf dem Rücken der doch so schützenswerten Damen ausgetragen werden - ein Widerspruch zum neuen Prostituiertenschutzgesetz.

* Damit das Modell einer Escortagentur überhaupt noch Sinn bzw. Profit abwerfen würde, müsste die Agenturprovision zumindest bei den kleinunternehmerisch tätigen Damen um ein Vielfaches erhöht werden

* Stammkundenrabatte würde es entweder nicht mehr geben oder das komplette Honorar betreffen müssen - also auch den Anteil der Dame (warum sollte eine Dame weniger Honorar erhalten bei einem Kunden den sie nicht kennt, nur weil es ein Stammkunde der Agentur ist ?!)- weil die Agentur ansonsten unter Umständen sogar Minus macht

* Pauschalprovisionen wie ich es bei längeren Urlaubsbuchungen handhabe, dürfte es auch nicht mehr geben, aus dem o.g. Grund

* Ich übernehme manchmal Reisekosten für die Damen, falls der Kunde diese nicht gezahlt hat, das wäre dann auch schnell eine Nullnummer

* Buchführerisch müssten mir dann ja die Damen Rechnungen stelle, die ich als Ausgaben angebe. Da ich monatlich ja Umsatzsteuervoranmeldungen abzugeben habe, würde das eine gewisse Disziplin und fristgerechte Rechnungsstellung von den Damen voraussetzen, die ich ehrlich gesagt für schwer umsetzbar halte...und die Rechnungen für die Damen schreiben kann ich ja auch nicht, weil mir die Rechnungsnummer unbekannt ist, da ich ja davon ausgehen muss, dass die Damen noch andere Jobs über ihr Gewerbe versteuern.

Alles in allem wäre diese Grundlage zusammen mit dem neuen Gesetz so kompliziert und würde einem in der Praxis so viel Steine in den Weg legen, dass ich nicht weiß ob das Modell Escortagentur dann überhaupt noch Sinn machen / bzw. genügende Profit abwerfen würde.

Wie seht ihr das ?
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Alt 07.09.17, 13:07   #2
Spring Escort
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AW: Bordelle müssen Mehrwertsteuer der Umsätze der Damen abführen

Das ist meiner Meinung nach politisch so gewollt. Das Al Capone Prinzip: "Kriegen wir Euch nicht mit dem Recht, kriegen wir Euch mit der Steuer. Der Hermann Müller Prozess ist der langerwartete "Musterprozess" das Ergebnis bisher ein Freibrief unverständliche Sonderregelungen für/gegen das Prostitutionsgewerbe einzuführen und durchzusetzen.
Ich werde mit meinem Pessimismus auch in diesem Punkt insb. hier seit Jahren belächelt und ausgelacht.
Kurz nach dem Prozess die Razzia in Köln mit Durchsuchungsbefehl für alle Zimmer der Frauen im Pascha in Köln ist sicher kein Zufall. Da will man Fakten schaffen z.B. was verdienen die dort tätigen Frauen um dann in anderen Fällen die Steuer schätzen zu können.
Die Folge wird sein dass die betroffenen Betreiber noch höhere Kosten weitergeben (müssen). Darunter leiden wieder die arbeitenden Frauen, denen dann noch weniger bleibt.
Primär geht es um die Abschaffung der Prostitution in allen Bereichen, nach dem nordischen Modell wie es sich Solwodi, EMMA etc. vorstellen. Diese Antiprotistutionslobby, übrigens gut finanziert, wird das befürchte ich mittelfristig durchsetzen.
Das Agentursystem wie bisher praktiziert ist für mich (leider) ein Auslaufmodell und macht auch keinen richtigen Spass mehr ...
Diese Hatz, in Verbindung mit dem sogenannten ProstSchG ist ein Flashback in die Zeit vor 2001 und wird einen grossen Teil der Prostituierten wieder in die Illegalität treiben und schutzlos stellen. Polizeiberichte und Statistiken aus Schweden beweisen dies hinlänglich.
Bleiben zwei vage Hoffnungen:
1. Dass Hermann Müller die Revision gewinnt
2. Dass der Verfassungsbeschwerde unter DC stattgegeben wird

P.S.: Sollte sich das "Pascha" Steuermodell durchsetzen, wäre die konsequente Folge, dass die betroffenen Sexworker*innen nicht mehr selbstständig tätig sind. Somit müssten dann auch noch rückwirkend Lohnsteuer und Sozialabgaben abgeführt werden
__________________
Liebe Grüße
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Geändert von Spring Escort (07.09.17 um 13:40 Uhr)
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Alt 07.09.17, 14:10   #3
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AW: Bordelle müssen Mehrwertsteuer der Umsätze der Damen abführen

Zitat:
Zitat von Escoreal Escort Beitrag anzeigen
Was hätte es für Folgen wenn sich dieses Modell jetzt auch bei Escortagenturen durchsetzen würde?
Davon abgesehen, dass viele Agenturen wegen den erheblichen Nachzahlungen dann schließen müssten, ...
Soweit ich weiss, ich das doch schon der Fall. Zumindest weiss ich es von einer Frankfurter Agentur, die da jetzt die Mehrwertsteuer der letzten Jahre nachzahlen musste.
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Alt 07.09.17, 18:26   #4
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AW: Bordelle müssen Mehrwertsteuer der Umsätze der Damen abführen

Bordellbetriebe sind doch mit Escort Vermittlungen in keinster Weise zu vergleichen. Zumal das Thema Mehrwert Besteuerung von Escort Agenturen bereits vor einigen Jahren verhandelt wurde und auch hier im MC diskutiert wurde. Jede Escort Agentur hat mittlerweile Formulierungen auf ihrer Webseite, die genau diese Gesamt-Mehrwertsteuer Problematik ausschließt.
Und wer hier darauf hinweist, dass dann auch Lohnsteuer und Sozialabgaben anfallen würden, der handelt wider besseres Wissen oder ist schlichtweg uninformiert.
Wulf ist offline  
Alt 07.09.17, 18:34   #5
Escoreal Escort
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AW: Bordelle müssen Mehrwertsteuer der Umsätze der Damen abführen

http://www.anwalt-prostitutionsrecht...eistungen.html

Man kann versuchen anhand entsprechender Formulierungen, AGB und Verträge sich davor zu schützen, aber eine Garantie ob es klappt, gibt es nicht.

Und wenn der Hermann-Müller-Prozess jetzt als Musterprozess für die Besteuerung angesehen wird...
Escoreal Escort ist offline  
Alt 07.09.17, 19:01   #6
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Zitat:
Zitat von Escoreal Escort Beitrag anzeigen
http://www.anwalt-prostitutionsrecht...eistungen.html

Man kann versuchen anhand entsprechender Formulierungen, AGB und Verträge sich davor zu schützen, aber eine Garantie ob es klappt, gibt es nicht.

Und wenn der Hermann-Müller-Prozess jetzt als Musterprozess für die Besteuerung angesehen wird...
Man kann es nicht nur "versuchen" sondern sicherstellen.
Und noch einmal: Hermann Müller ist mit einer Escort Agenturleiterin nicht vergleichbar.
Wulf ist offline  
Alt 07.09.17, 19:23   #7
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AW: Bordelle müssen Mehrwertsteuer der Umsätze der Damen abführen

Immer das Gleiche. Da kann jeder wer will einen Laden aufmachen. Ohne kaufmännische Ausbildung und so.
Und dann schreien alle herum, wenn was schief läuft weil sie was falsch gemacht haben. Steuerberater alleine ersetzt das nicht was Unternehmer selbst wissen sollen. Das gilt sogar für uns Independents

Ich kann später auch nicht sagen habe ich nicht gewusst. Und wenn was unklar ist, dann muss man sich eben schlau machen. So wie Alina das macht und auch noch für alle Posten tut.
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"If you don't feed me, fuck me or finance me, your opinion on me doesn't really matter."
Anne-Marie ist offline  
Alt 07.09.17, 19:55   #8
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AW: Bordelle müssen Mehrwertsteuer der Umsätze der Damen abführen

Natürlich sind in unserer Welt Escortagenturen mit Bordellbetrieben nicht vergleichbar. Das sieht das Finanzamt aber leider immer wieder anders, es wird in letzter Zeit bereits regelmäßig die Bordellrechtsprechung auf Agenturen übertragen (in Frankfurt waren bislang 5 Agenturen betroffen, es scheint ein Testlauf zu sein und wird mit der Zeit auch in anderen Städten passieren). Und das obwohl die Agenturen nicht nur steuerrechtlich beraten waren, sondern entsprechende Vorkehrungen getroffen hatten und einige sicher kaufmännisch alles andere als unerfahren sind. Bei jeder Agentur hat das Finanzamt gezielt nach "Schwachstellen" im Konzept gescreent. Da kann ein einziges Wort (nicht mal Satz) ausreichen, um das komplette Konzept aus deren Sicht zu kippen.
Interne Regelungen spielen hierbei übrigens keinerlei Rolle!
Und alleine schon die Tatsache, dass die Dame nicht den vollständigen Realnamen des Herren kennt (selbst wenn die Agentur dies ebenfalls nicht kann!), wird notfalls, wenn der nette Beamte nichts anderes findet, als Argument genutzt.
Aber: Man kann ja klagen, wenn man mit der Auffassung des Finanzamts nicht einverstanden ist. Dauert mindestens 2 Jahre und gezahlt werden muss natürlich trotzdem alles vorher...

Kleiner fun fact zum Thema Vergleichbarkeit: Im richterlichen Beschluss aus 2013, der den Finanzämter den Weg zu diesem Vorgehen (wenn auch mit immer anderer Argumentation) geebnet hat, wird eine Agentur mit einem Friseursalon verglichen. Und das war ein Richter des Bundesfinanzhofs München...
 
Alt 07.09.17, 20:03   #9
Escoreal Escort
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In diesem Fall nützt informieren allein leider nichts, weil es bisher noch keine einheitliche Gesetzesgrundlage gibt, wie die Versteuerung der Umsätze zu erfolgen hat. Man kann sich entweder an ein paar Gerichtsurteilen orientieren die evtl. andere Problematiken mit sich bringen ( Angestelltenverhältnis, Sozialabgaben etc.) oder es so wie 99 % Prozent aller anderen Agenturen machen.
Laut des oben zitierten Anwalts gibt es aber keine Garantie, dass es so klappt. Früher hat es funktioniert, jetzt gibt es immer mehr Urteile in die andere Richtung.
Wenn schon im Prostituiertenschutzgesetz Prostitution mit Escort in den gleichen Topf geworfen wird, weiß ich nicht warum das steuerrechtlich anders sein sollte ?!
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Alt 07.09.17, 20:33   #10
Wulf
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Zitat:
Zitat von Escoreal Escort Beitrag anzeigen
In diesem Fall nützt informieren allein leider nichts, weil es bisher noch keine einheitliche Gesetzesgrundlage gibt, wie die Versteuerung der Umsätze zu erfolgen hat. Man kann sich entweder an ein paar Gerichtsurteilen orientieren die evtl. andere Problematiken mit sich bringen ( Angestelltenverhältnis, Sozialabgaben etc.) oder es so wie 99 % Prozent aller anderen Agenturen machen.
Laut des oben zitierten Anwalts gibt es aber keine Garantie, dass es so klappt. Früher hat es funktioniert, jetzt gibt es immer mehr Urteile in die andere Richtung.
Wenn schon im Prostituiertenschutzgesetz Prostitution mit Escort in den gleichen Topf geworfen wird, weiß ich nicht warum das steuerrechtlich anders sein sollte ?!
Jetzt lass dich doch nicht verunsichern. Das Urteil zur Escort Agentur datiert aus Januar 2013 und diese Agentur hat Fehler gemacht. Dass diese Fehler heute nicht mehr gemacht werden durch spezifische neue Formulierungen und damit eine Sicherstellung erfolgt, zeigt doch auch die Tatsache, dass es meines Wissens nach in den letzten 5 Jahren keinen weiteren Fall im Bereich Escort gegeben hat. Auch der DAB (dümmster anzunehmender Bucher) erkennt heutzutage, dass eine Agentur NUR eine Vermittlungsleistung erbringt und nicht die Gesamtleistung und damit wohl auch das Finanzamt.

Dass hier vereinzelt Öl ins Feuer gegossen wird, ist einer ganz anderen Motivation geschuldet....
Wulf ist offline  
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