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Recht - Gesundheit - Soziales Themen über Recht, Gesundheit und Soziales mit Bezug zur Prostitution, Erotik und Escortservice.


Bucher mit Aids - rechtliches

Recht - Gesundheit - Soziales


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Alt 05.01.18, 23:53   #1
MC
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Bucher mit Aids - rechtliches

Nehmen wir an, ein Kunde bucht bei einer Agentur, weist vor dem Treffen explizit mehrfach darauf hin wie wichtig ihm Safer Sex ist und auch Oralsex natürlich nur mit Kondom gewünscht ist, was ja nach derzeitiger Rechtsprechung auch korrekt ist.
Nach dem Date hakt er nach, ob das Kondom denn auch wirklich beim Entsorgen intakt war. Eine Woche später schreibt er dass er HIV positiv getestet wurde und will die Schuld auf die Dame schieben, diese soweit man es derzeit absehen kann nichts "eingefangen" hat. Seitdem hakt er immer wieder nach ob die Dame denn wirklich gesund ist.
Nun kann man natürlich als Agentur vermuten dass der Kunde wirklich Aids hat und trotz dieses Wissens Escortdamen bucht. Wahrscheinlich möchte er danach nur sichergehen, dass er keinen angesteckt hat um seinen Seelenfrieden zu wahren.
Es wäre jetzt natürlich schrecklich, wenn er diese Nummer bei weiteren Agenturen bzw. Independents abzieht, selbst wenn er nur ein Spinner sein sollte und den Damen unnötige Angst einjagt.



Was sind eure Gedanken dazu? Wie sollte man eine solche Situation handhaben? Danke.
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Alt 06.01.18, 13:13   #2
Save the Date Escort
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AW: Bucher mit Aids - rechtliches

Zitat:
Zitat von MC Beitrag anzeigen
Nach dem Date hakt er nach, ob das Kondom denn auch wirklich beim Entsorgen intakt war. Eine Woche später schreibt er dass er HIV positiv getestet wurde und will die Schuld auf die Dame schieben, diese soweit man es derzeit absehen kann nichts "eingefangen" hat.


Was sind eure Gedanken dazu? Wie sollte man eine solche Situation handhaben? Danke.

Nun ja, der Herr musste schon vor dem Sex mit der Dame HIV positiv gewesen sein, weil das diagnostische Fenster mit 3 Monaten angegeben wird. Egal ob der Kunde sich nun nach 3 Monaten oder einer Woche wegen eines positiven HIV Tests bei mir meldet, würde ich die Dame sofort aus dem Verkehr ziehen und sie selbstverständlich erstmal zum Arzt schicken, um einen Test durchzuführen.

Was dem Kunden angeht, würde ich die Geschehnisse mit den letzten 4 Ziffern seiner Mobilnr. oder den letzten Buchstaben seiner Email öffentlich machen. Agenturen und Independents mit denen ich kollegialen oder freundschaftlichen Kontakt pflege und persönlich kenne, würde ich die vollständigen Kontaktdaten des Kunden mitteilen.

Es macht für mich erstmal keinen Unterscheid, ob er ein Spinner ist oder leider wirklich HIV positiv ist. Ich denke, das keine Escort Dame mit ihm intime Stunden verbringen möchte.
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Alt 06.01.18, 14:56   #3
Strumpfhosenfrank
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AW: Bucher mit Aids - rechtliches

Iht wisst aber schon, dass es mit der sogenannten PEP (Postexpositionsprophylaxe) eine wirksame Methode gibt, sich gegen die yinfektion auch hernach [eben post] zu schützen?
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Alt 06.01.18, 15:07   #4
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AW: Bucher mit Aids - rechtliches

Ich denke die Dame/Agentur werden sich gut aufgeklärt haben (also nicht böse gemeint, jeder Rat ist sicher gut), geht ja vermutlich eher darum, was man in einem solchen Fall (rechtlich) tun kann bezüglich dieser Aussage von ihm, dass sie ihn angesteckt hätte/Aids hätte. Wer weiß, wo er das noch überall erzählt. Das ist dann mehr als ein übler Scherz. Sollte die Polizei nicht zuständig sein, wird diese Stellen nennen können, die es sind. Oder einen Anwalt fragen. Da hier ja auch Anwälte sind, kann vielleicht jemand helfen und zumindest kurz sagen, was man rechtlich tun könnte. Keine kostenlose komplette Beratung, aber denke MC/die betroffene Agentur hoffen auf einen Rat vom Fachmann.

Drücke auf jeden Fall der Agentur/Dame die Daumen, dass sich das aufklärt (zum Guten) und eine Warnung im LO/Anbieter Only wäre sicher ratsam.
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Geändert von PLE-Agency (06.01.18 um 15:15 Uhr)
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Alt 06.01.18, 16:58   #5
Save the Date Escort
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AW: Bucher mit Aids - rechtliches

Zitat:
Zitat von Strumpfhosenfrank Beitrag anzeigen
Iht wisst aber schon, dass es mit der sogenannten PEP (Postexpositionsprophylaxe) eine wirksame Methode gibt, sich gegen die yinfektion auch hernach [eben post] zu schützen?
Ein hundertprozentiger Schutz ist die PEP aber dennoch nicht. Trotzdem natürlich empfehlenswert, wenn man den Verdacht hat sich angesteckt zu haben (zumindest in den nächsten 72h), um einen Ausbruch zu verhindern.
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Alt 06.01.18, 20:08   #6
nobeard
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AW: Bucher mit Aids - rechtliches

Zitat:
Zitat von Strumpfhosenfrank Beitrag anzeigen
Iht wisst aber schon, dass es mit der sogenannten PEP (Postexpositionsprophylaxe) eine wirksame Methode gibt, sich gegen die yinfektion auch hernach [eben post] zu schützen?


Da möchte ich als langjähriger Arzt in der Notaufnahme eines Grosskrankenhauses in einer deutschen Metropole STARK WIDERSPRECHEN. Ja, es gibt die PEP aber NEIN, sie schützt keinesfalls, sondern verringert nur das Risiko, sich zu infizieren.

Musste ich mal loswerden. Ihr glsubt nicht wieviele Spezialisten an einem Wochenende auftauchen, mal eben „ne PEP“ haben wollen, sich aber nicht darüber bewusst sind, dass man das Risiko nur verringert und durchaus einige Monatene konsequent-heftige und teure Therapie vor sich hat.


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Alt 07.01.18, 21:26   #7
hautzinger
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AW: Bucher mit Aids - rechtliches

Kleine Relativierung für alle, die wirklich eine PEP brauchen: Standarddauer ist 4Wochen und Truvada und co. kann man auch ganz gut vertragen. Und ja, es senkt das Risiko nur um ca. 80%.
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Alt 10.01.18, 21:22   #8
Daphne
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Daphne ist auf dem richtigen Weg
AW: Bucher mit Aids - rechtliches

Ich habe meinen Landsmann Hercule Poirot konsultiert, und er sieht den Fall folgendermaßen:

Laut Hercule leidet der Klient unter einer Aids-Phobie und möchte einfach sichergehen, dass das Risiko sich angesteckt zu haben inexistent ist.

Welche Belege gibt es dafür?

a/ Vor dem Treffen möchte er wissen, ob die Damen der Agentur Safer Sex praktizieren. Und zwar nicht nur mit ihm, sondern im Allgemeinen.

b/ Nach dem Date bekommt er Angst, dass das Kondom vielleicht nicht für ausreichend Schutz gesorgt hat. Vielleicht ist das Kondom sogar abgerutscht oder gerissen und er hofft, dass die Escort-Dame oder Agentur ihn beruhigen können.

c/ Eine Woche später schreibt er, dass er HIV positiv getestet wurde. Das ist natürlich Blödsinn. Es gibt keinen Test, der nach einer Woche schon ein sicheres Ergebnis liefert. Auch der Klient müsste es wissen, falls er tatsächlich medizinische Hilfe in Anspruch genommen hat.

Fazit: er hat sich nicht testen lassen.

1/ Was ist aber passiert während dieser Woche? Ganz einfach, Horrorszenarien sind entstanden. Da er nicht sicher sein kann, dass das Gummi bis zum Schluss intakt war, versucht er den HIV-Status der Dame herauszufinden. Er kann natürlich die Agentur fragen, aber
ob sie die Wahrheit sagen wird…

Der Klient erfindet eine List. Er behauptet positiv zu sein. Jetzt muss die Agentur reagieren.
Entweder sagt die Agentur, dass ihre Frauen sich regelmäßig testen lassen, oder sie bittet die Dame, einen Test zu machen und teilt dem Klienten anschließend das Resultat mit.

2/ Was die Rechtslage angeht, ist Hercules kein Jurist, aber das Buch von Frau Dr. Margarete Gräfin von Galen „Rechtsfragen der Prostitution und seine Auswirkungen“ gibt eine Hilfestellung. Die Dame kann in Haftung genommen werden, insofern sie sich bewusst war, eine SOA zu haben, und der Klient außer dieser einer Begegnung nachweislich keine sexuellen Kontakte in letzter Zeit hatte.

3/ Aber zurück zur Frage, wie wir als Agentur handeln würden. Ich hätte versucht, den Klienten aufzuklären. Absolute Sicherheit kann er natürlich nicht nach einer Woche haben, aber die Wahrscheinlichkeit sich angesteckt zu haben ist nicht hoch. Für eine PeP- Postexpositionsprophylaxe ist es zu spät und das Risiko auch zu gering. Pep ist kein Aspirin und wird nur in begründeten Verdachtsfällen angeordnet.
Bei einer Ansteckung müssen einige Faktoren zusammenkommen. Die Frau muss HIV positiv sein und das Gummi muss gerissen oder abgerutscht sein. Die meisten Escorts nutzen aber Kondome, die etwas stabiler als handelsübliche sind und haben natürlich Übung mit diesen. Schließlich bedeutet Geschlechtsverkehr mit einer HIV-positiven Dame nicht eine automatische Krankheitsübertragung. Die Gefahr besteht, aber der Klient muss wirklich das Pech einer Ansteckung haben. Falls das noch nicht hilft, würde ich ihn fragen, ob er in den Wochen nach dem Geschlechtsakt eine Art Grippegefühl hatte? Bei einer Neuinfektion wehrt sich der Körper und reagiert mit grippeähnlichen Symptomen.

4/ Falls es sich doch herausstellen sollte, dass der Klient positiv getestet wurde, würde ich natürlich die Dame auffordern, sich testen zu lassen und selbstverständlich nicht mehr vermitteln.
PS: Für Menschen, die sich für das Thema interessieren, gibt es einen Artikel auf unserem Blog:
„Der Mythos vom heterosexuellen HIV“:
https://daphnes-escort-berlin.de/blog/

Greg, Daphne’s
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