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Tyler Durden

Huren müssen künftig mindestens 23 Jahre alt sein

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Heute in Spiegel-online...

 

Amsterdam - Huren müssen künftig mindestens 23 Jahre alt sein

 

Strenge Auflagen für Prostituierte, die in Amsterdam anschaffen wollen: In dem weltberühmten Rotlichtviertel müssen die Frauen künftig mindestens 23 Jahre alt sein und gut Niederländisch oder Englisch sprechen können - nicht die einzige Beschränkung, die auf sie zukommt.

 

Zudem wird den Fensterbordellen und Pornoshows entlang der malerischen Grachten in der Altstadtgegend "De Wallen" ein "Ladenschluss" zwischen 4 und 8 Uhr auferlegt. Die Pläne machte der zuständige Stadtrat Lodewijk Asscher am Dienstag in der Zeitung "De Telegraaf" bekannt.

 

"Mit gerade mal 18 Jahren sind die Mädchen aus Bulgarien, Rumänien oder Ungarn noch sehr verletzlich. Sie werden hierher geholt, aber sie sind dem Druck überhaupt noch nicht gewachsen", sagte der Stadtpolitiker. "Eine Frau von 23 ist hingegen schon viel erwachsener und kann sich besser wehren." Deshalb müssten die Huren im weltberühmten Rotlichtviertel von Amsterdam künftig mindestens 23 Jahre alt sein und gut Niederländisch oder Englisch sprechen.

 

Die Amsterdamer Verwaltung werde künftig auch durchsetzen, dass sich alle "Sexarbeiterinnen" tatsächlich bei der Handelskammer eine Lizenz besorgen. Dabei müssten sie eine ausreichende Kenntnis der Landessprache und des Englischen oder zumindest der französischen oder spanischen Sprache unter Beweis stellen.

 

"Amsterdam ist eine Weltstadt, und Prostitution gehört dazu", sagte Asscher. Es müsse aber sichergestellt werden, dass die Frauen dieser Tätigkeit wirklich freiwillig nachgehen und sich gegen unerbetene Freier durchsetzen können.

 

Über die Hälfte der Haschisch-Kneipen sollen aus der Altstadt verschwinden

 

Das Prostitutionsverbot in den frühen Morgenstunden begründete Asscher damit, dass so die Kontrolle der Wallen-Gegend - darunter die Fahndung nach illegalen Zuhältern - durch Sicherheitskräfte erleichtert werde. "Um die Zeit laufen da doch sowieso fast nur Trunkenbolde und Fieslinge rum."

 

Der Stadtrat hat auch die Federführung für die Ende 2008 beschlossene Neugestaltung der Wallen. Danach soll die "rosse buurt" (Rotlichtgegend) im Laufe mehrerer Jahre erheblich verkleinert werden. Über die Hälfte der mehr als 500 Huren-Schaufenster und der über 80 Haschisch-Kneipen sollen aus dem historischen Altstadtkerns Amsterdams verschwinden.

 

Im Zuge des Plans "Erneuerung des Herzens von Amsterdam" sollen die Wallen "zu einem der abwechslungsreichsten und interessantesten Stadtviertel Europas" werden. Prostitution und Cannabis-Konsum sollen dabei nicht abgeschafft, aber auf einen Kernbereich entlang einer der großen Grachten konzentriert werden. In freiwerdenden Grachtenhäuser sollen Galerien, Geschäfte und Restaurants einziehen. Bislang ist Amsterdam bei Verwirklichung dieser Pläne noch nicht weit gekommen.

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F CK

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Was hat denn Verletzlichkeit oder Freiwilligkeit mit dem Alter zu tun Herr Asscher?!

 

Ach, das hochgelobte Gentrifizierungskonzept Amsterdams funzt also nicht, insbesondere in der Wirtschaftskrise können ein paar versprengte Designer und Künstlerateliers nicht das Staatssäckel füllen, die ja in die Anschaffbuden eingezogen sind, nachdem man viele Huren von dort aus in die Randgebiete zwangsversetzt hat; offenbar reichen ein paar Huren als Touristenattraktion doch nicht aus, die die Stadt sich als folkloristische Variante zuletzt in Marktlage noch gegönnt hat.

 

Schön, daß Drogenhandel und Prostitution und damit Kriminalisierung auch hier diskursiv eine Einheit bilden. Steuergeschenke hat die Stadtverwaltung den holländischen Huren zuletzt noch gemacht, prima, und jetzt dieser jämmerliche Backslash. Ach ja, stimmt, humanitäre Gründe.

bearbeitet von Ariane

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Aus Sicht der Qualitätssicherung ist das Mindestalter von 23 Jahren zu begrüssen. Somit beherrschen dann die Damen wenigstens die sexuellen Grundfunktionen.

 

Gruss Hans

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"Mein Stecker ist international."

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Dann dürfen die Herren wohl tief(er) in die Tasche greifen, wenn sie unter der Ladentheke eine unter 23 angeboten bekommen.

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Nun ja, ob 18, 23 oder 25 Jahre alt....

 

Jede Frau ist verschienden gereift....

Ob sie es nun freiwillig und mit Spaß an der Sache macht, merkt nur der Klient oder die "beste "Arbeitsfreundin" dort.

 

Ich selber habe mit 19 Jahren begonnen und war sehr unbedarft...

 

Ich finde, keine Gesetze sollten das bestimmen, sondern man selbst als Mensch....


...Wer den Schlüssel dazu hätte, der müßte nicht bloß aus den Fußspuren ein Tier, an den Wurzeln oder Samen eine Pflanze zu erkennen imstande sein, er müßte das Ganze der Welt: Die Gestirne, die Geister, die Menschen, die Tiere, die Heilmittel und Gifte, alles müßte er in seiner Ganzheit erfassen und aus jedem Teil und Zeichen jeden anderen Teil ablesen können...

Hermann Hesse (Der Regenmacher)

 

www.hanse-versuchung.de

www.hanse-versuchung.com

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Über die Hälfte der Haschisch-Kneipen sollen aus der Altstadt verschwinden

 

:oha: ... das trifft mich viel schwerer! :lach:

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"Sex ist sehr unkompliziert, wenn man von keinem Komplex, sondern von einem Bedürfnis geleitet wird."

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:oha: ... das trifft mich viel schwerer! :lach:

 

Ey Mann, ja, das ist totaaaaaaaal krass, Mann...:muede:

 

Aber immerhin kommt einen Tag später auch die Süddeutsche auf den Plan und bleibt beim Thema, das Thema Kiffen wird ignoriert...

 

Prostitution in Amsterdam - Weiblich, käuflich, 23

Im Kampf gegen die Rotlicht-Kriminalität will Amsterdam ein Mindestalter für Prostituierte einführen. Kritiker verurteilen den Plan: Sie sehen das Grundrecht auf Berufsfreiheit gefährdet

Von C. Kahlweit

 

Lodewijk Asscher ist ein umtriebiger junger Mann. Der 35-jährige Jurist amtiert in Amsterdam als Vize-Bürgermeister, hat über "Grundrechte der Kommunikation" promoviert, hat sich die Säuberung des Rotlichtviertels zur Aufgabe gemacht - und will am 3. März mit seiner Arbeitspartei bei den Kommunalwahlen gut abschneiden.

 

Eines der Grundrechte von Kommunikation ist es, im Wahlkampf populäre Positionen zu beziehen, daher hat Asscher am Dienstag dem Telegraaf gesagt, der Stadtrat plane eine Neuerung für das berühmte Rotlicht-Viertel: In Zukunft sollten Huren dort nur noch arbeiten dürfen, wenn sie mindestens 23 Jahre alt seien.

 

Junge Mädchen sehr "verletzlich"

Asscher geht davon aus, dass junge Mädchen noch sehr "verletzlich" seien; "eine Frau von 23 ist hingegen schon viel erwachsener und kann sich besser wehren." Außerdem fordert er, dass sich alle Prostituierten zukünftig bei der Handelskammer eine Lizenz holen müssten, um anschaffen zu gehen, und dass die Amsterdamer Huren-Fenster und Porno-Shops zwischen vier Uhr nachts und acht Uhr morgens zu schließen hätten. In dieser Zeit könnte die Polizei die Läden nach Zuhältern und Mädchenhändlern durchsuchen.

 

Hinter der Initiative Asschers steht eine sehr reale Bedrohung: Immer mehr Zwangsprostituierte werden in den Westen verschleppt; gerade erst letzte Woche habe die Polizei einen türkischen Mädchenhändler festgesetzt, der in großem Maße junge Frauen aus der Türkei nach Europa verbracht habe, berichtet Herbert Raat, Sprecher der Stadt Amsterdam. Die Stadt versuche, sagt Raat, aus "moralischer Verpflichtung" gegen Zwangsprostitution und Kriminalität im Rotlichtviertel vorzugehen. Auch dem Parlament in Den Haag liege eine Initiative zur Altersbegrenzung für Sexarbeiterinnen vor - allerdings solle das Mindestalter landesweit bei 21 liegen.

 

Stefanie Klee vom "Bundesverband sexuelle Dienstleistungen" hält die Idee aus Holland für abwegig. Eine solche Beschränkung verstoße gegen das Grundrecht auf Berufsfreiheit; niemand könne einer volljährigen Frau verbieten, als Prostituierte zu arbeiten.

 

Zumindest die Initiative Amsterdams für die Säuberung des Rotlichtbezirks schreitet voran. Die Zahl der Genehmigungen für Bordelle wird reduziert; zahlreiche Gebäude wurden aufgekauft und neu genutzt. Nun soll, wenn es nach Asscher geht, so weit wie möglich sichergestellt werden, dass nur Prostituierte anschaffen gehen, die das freiwillig tun. Den Versuch wäre es wert.

 

Am Dienstag ist in Stuttgart die Rumänin Iana Matei von einer Zeitschrift zur "Europäerin des Jahres" gekürt worden, weil sie sich für die Opfer von Zwangsprostitution einsetzt. Allein 6000 Jugendliche unter 17 Jahren, schätzt Unicef, werden jährlich aus Osteuropa zum Anschaffen gen Westen gebracht. Matei konnte 400 von ihnen retten.

bearbeitet von Tyler Durden

F CK

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In der Alten Nationalgalerie in Berlin wird gerade Ed Kienholz' Environment "Roxy" von 1960/61 gezeigt. In diesem Werk, das einen Raum in einem Freudenhaus zeigt, verarbeitete er Erinnerungen an einen Bordellbesuch als Jugendlicher.

 

Kienholz und seine Frau waren Anfang der Siebzigerjahre auf Einladung des DAAD nach Westberlin gekommen und wie viele andere hier geblieben. Von Berlin aus fuhren sie regelmäßig nach Amsterdam, wo Ed durch das Rotlichtviertel zog und die Hoerengracht fotografierte. Diese Fotos dienten als Grundlage für eines der bedeutendsten Werke des Künstlerpaares, "Hoerengracht", das momentan in der Londoner National Gallery zu sehen ist.

 

Hier eine Information der National Gallery: http://www.nationalgallery.org.uk/whats-on/exhibitions/kienholz-the-hoerengracht

 

Und ein Artikel im art Magazin mit Fotos:

 

http://www.art-magazin.de/kunst/24368/kienholz_hoerengracht_national_gallery_london

 

Wen es interessiert, ein Artikel von heute aus dem Berliner Tagesspiegel, in dem auch kurz über die Veränderungen im Amsterdamer Rotlichtviertel berichtet wird:

 

http://www.tagesspiegel.de/kultur/ausstellungen/Ed-Kienholz;art2652,3006550

bearbeitet von Julian Kaye
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Mein Tip; die Ausstellung sich ersparen.

Julian, ich hab die Ausstellung im Dezember in meinem Blog kommentiert und in einem englischsprachigen SW-Blog folgendes geschrieben:

I dont like the kienholz-exhibition, a rediculous reminescence to a gentrified area,

where “whores” become a part of a tourist freak & folk show.

The exhibition is a typical one dimensional idealistic kitsch reflection

of sexworkers lifes, the dolls should look “like humans” (citation

catalogue) . Redlight-Imaginations by almost all artists of the centuries

were a result of being part of a freak show because they were loners,

depressed and tend to solidarise with so called deviants. Usually it

reflects the artists loneliness, self-complaint why life is so unfair and

projections, reasons why artists (and philosophers) feel usually so

familiar with sex workers, the only women affordable for them during their

lifetime. The artist & the muse, the artist & the whore, all these kiddy male phantasies,

are mixed up with a flair of romance & kitsch.

 

its kitsch not art, wet dreams of middle-class hypocrats who are going to

criminalise sexwork at the same time (the policy and crime bill is in the

last step of the legislation) and tend to gentrify soho like amsterdam.

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@Ariane

 

Ich habe schon länger mehr oder weniger im Scherz den Verdacht, dass die Mädels in der Oranienburger Strasse in Wirklichkeit Frauen aus dem Stellenpool der Senatsverwaltungen sind, die von der Partner Berlin GmbH o.ä. eingekleidet und dorthin gestellt werden, damit die Touris was zum Gucken haben.

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@Ariane

 

Ich habe schon länger mehr oder weniger im Scherz den Verdacht, dass die Mädels in der Oranienburger Strasse in Wirklichkeit Frauen aus dem Stellenpool der Senatsverwaltungen sind, die von der Partner Berlin GmbH o.ä. eingekleidet und dorthin gestellt werden, damit die Touris was zum Gucken haben.

 

 

Und ich arbeite in der Nähe der Oranienburger Strasse und habe da noch NIE eine Hure gesehen:huepfen:

Wo verstecken die sich denn:frag:

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Jakob; nur hier zeigt sich das umgekehrte Bild als in der Ausstellung, die Frauen schauen fast alle identisch aus, wie Puppen. Ob die "Arm aber sexy Metropole" mit diesen "Hostessen" erfolgreich für sich werben und das dringend benötigte Investment in Berlin ankurbeln kann?!:clown:

 

 

Marleene, das ist wie mit den Vampiren, die tanzen erst ab Einbruch der Dunkelheit, ab ca 22h bis tieeef in die Nacht kannst du sie sichten.halloween_smilie_180.gif

bearbeitet von Ariane
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@Ariane: Grundsätzlich sollte man sich die Kunst zunächt selber anschauen um sich eine Meinung zu bilden.

 

Ich wundere mich immer wieder, was Kienholz noch immer auslöst. Ein Werk von Kienholz, mit dem ich mich intensiv beschäftigt habe und das ich in mehreren Ausstellungen gesehen habe, ist The Art Show:

 

http://noskoff.lib.ru/pina/KIENHOLZ/artshow0.jpg

 

Kienholz hat an seinen einzelnen Evironments über Jahre gearbeitet. Auf den ersten oberflächlichen Blick lässt sich auch "The Art Show" so lesen, wie Lieschen Müller sich die Besucher einer Ausstellung wahrnimmt: alles intellektuelle Spinner. So ist es aber nicht. Ich habe Hoerengracht und Roxy bisher nicht im Original gesehen, werde es mir aber anschauen.

 

Viele, die ich persönlich kenne, mögen die Arbeiten von Kienholz nicht. Eine Kunsthistorikerin, die "The Art Show" mehrmals in Ausstellungen, die sie kuratierte, ausgestellt hat, fasste es in einem Gespräch mit mir einmal so zusammen: "Ich find das einfach scheusslich."

 

Eine Auseinanderetzung damit lohnt sich. Wenn man seine Arbeiten als simple Freakshow eines Kleinbürgers abtut, der sich ins "Rotlichtmilieu" verirrte, um damit Aufsehen zu erregen, wird man diesem Künstler und seiner Kunst nicht gerecht.

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@Julian Kaye

Ich bin letztes Jahr an einer Galerie hier in Mitte vorbei spaziert, die kurz vor der Eröffnung stand.

Ich dachte noch: Wow, die haben ja noch eine Menge zu tun.

Spät abends auf dem Weg von der Arbeit zu meinem Auto konnte ich dann in der Mitte des Raumes:

einen Schlafsack, einen leeren Einkaufskorb und ein paar leere, umgefallene Bierflaschen sehen.

Immer diese Handwerker:schrei:

Nachdem ich eine Woche Tag für Tag die gleichen Sachen auf der Erde liegen sah, erkannte ich: UUPPS...DAS ist also KUNST:denke::aber:

Kunst ist für mich etwas, was ICH NICHT kann(malen, töpfern, bildhaue®n etc).

Aber eine Badewanne ausstellen(Joseph beuys),

(Die Geschichte dient in der Medienberichterstattung gelegentlich als Beispiel dafür, dass die zeitgenössische Kunst nicht immer auf den ersten Blick als Kunst zu erkennen und von Müll manchmal nicht zu unterscheiden sei.)

DAS kann ich auch.

Also liegt Kunst IMMER im Auge des Betrachters

 

 

 

http://www.nrw-museum.de/output/controller.aspx?cid=102&detail=2&detail2=81

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@julian, ich hab mir die Ausstellung in London angeschaut und eine DVD zur Ausstellung sowie den Katalog dazu gründlich durchgelesen. Es ging mir um die verkitschte Vorstellung des Rotlichts, die in vielen Köpfen herum geistert, und bei den gleichen zumeist Faszination, Ekel und Abscheu hervorruft und welchen Beitrag Künstler dazu geleistet haben. Darum ging es. Viele werden von der Geisterbahn sicher begeistert sein, ich spreche von der Installation der Huurengracht.

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Vielleicht hätten die Kienholzens aus den Fotografien eine Ausstellung erstellen sollen.

 

Zitat aus dem TS

 

Das Licht: Das, hat Ed Kienholz gesagt, sei es gewesen, was ihn am Amsterdamer Rotlichtviertel wie bei der Arbeit an der Hoerengracht am meisten faszinierte.

 

 

Die Frage die sich stellt. Zu welcher Jahreszeit war er in Amsterdam? zu welcher Tageszeit hat er die Aufnahmen gemacht?

 

Amsterdam an trüben regnerischen Novemberwochentagen wenn keine Touristen unterwegs sind, die Zeit am frühen abend wenn die Huren angefangen haben zu arbeiten, an einem Sommertag, oder die Zeit zwischen 4, 5 uhr morgens . . . . . war er in den Seitengassen die links und rechts von den Wallen abgingen . . .

 

ich denke es ist ein großer Unterschied ob man dort lebt und arbeiten muß - arbeiten geht oder ob man Beobachter - ist.

 

ich habe in dieser Zeit 1974/75 in Adam gelebt. Die Wahrnehmung der "Atmosphäre" in diesen Gassen/Krachten pendelt zwischen "Film Noir Beleuchtungsatmosphäre", zugedröhnter Pseudoromantischer Jenever Verklärung und unsäglicher Traurigkeit.

bearbeitet von Dennis

Jenseits von Gut und Böse . . .

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Generell finde ich eine Altersbegrenzung im Sinne von "ab wann" in dieser Berufssparte sehr sinnvoll, auch wenn diese zum ältesten Gewerbe der Welt gehört. Schwierig wird allerdings eine allgemeine Grenze festzusetzen, es gibt 16jährige die geistig reifer sind wie 25jährige und umgekehrt. Bei Alkohol, Führerschein, Wahlrecht, Zigaretten und. co. hat man sich (zum Vor-bzw. Nachteil des einen oder anderen ) ja auch einigen können...Bin nämlich immer wieder "überrascht" wie viele "gerade amtlich Volljährige" in dem Business tätig sind, und frage mich z.B. nicht nur bei meiner ehemaligen Agentur ob eine 19jährige die sich für Extrem-Sex anbietet auch wirklich weiß (und ertragen kann)was da auf sie zukommt...Aber wie immer wir die Nachfrage dieses Problem "regeln":forenengel:


Your passion is MY profession

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....na ja, bundespräsident darf man erst mit 40 werden.

aber gv ist schon mit 16 legal. sogar ao!

und selbständig kann ich mich mit 18 machen.

schon bisschen willkürlich, das ganze...

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Kunst ist für mich etwas, was ICH NICHT kann(malen, töpfern, bildhaue®n etc).

Aber eine Badewanne ausstellen(Joseph beuys),

 

Die Kunst ist vielleicht, dass Ludi nicht gleich drinnen hockt... :lach:

 

 

....na ja, bundespräsident darf man erst mit 40 werden.

 

... ich darf dich erinnern, dass die Niederlande keinen Bundespraesidenten hat, die sind ne Monarchie... :lach:

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"Sex ist sehr unkompliziert, wenn man von keinem Komplex, sondern von einem Bedürfnis geleitet wird."

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@Ariane @Marleene: Ich habe weder Roxy noch Hoerengracht gesehen, ich kenne beide Environments nur von Fotos und aus Berichten. Edward Kienholz hat an diesen Installtionen intensiv über Jahre gearbeitet. Es handelt sich bestimmt nicht um ein oberflächliches verkitschtes oder nach platten Vorurteilen zustande gekommenes Statement zum P6. In The Art Show hat er die Puppen teils nach lebenden Menschen aus der Kunstszene entworfen. Einer der Puppen trägt sogar das Originalkleid der dargestellten Person. Mit anderen Worten, unter anderem gehört es zu seiner Arbeitsweise, die Realität möglichst genau nachzubilden, ein Verfahren, das sehr leicht zu dem Eindruck führt, dass die Realität verkitscht, übertrieben, von Voruteilen beeinflusst dargestellt ist, da man die Realität für weniger kitischig hält, als sie es tatsächlich ist. Ich war nicht in diesem Amsterdamer Viertel in den Siebzigerjahren. Nach den Aussagen von Dennis:

 

... ich habe in dieser Zeit 1974/75 in Adam gelebt. Die Wahrnehmung der "Atmosphäre" in diesen Gassen/Krachten pendelt zwischen "Film Noir Beleuchtungsatmosphäre", zugedröhnter Pseudoromantischer Jenever Verklärung und unsäglicher Traurigkeit.

 

kommt Kienholz dem in Hoerengracht (ohne dass ich es selber im Original gesehen habe) offenbar doch sehr nahe. Das Verkitschte, Kleinbürgerliche kommt vielleicht nicht von der Einstellung oder der falschen Wahrnehmung des Künstlers, sondern von der Inszenierung der Hoerengracht in der Realität. Ein Vorwurf, der hier in Bezug auf Amsterdam ja mehrmals angeklungen ist. Vielleicht ist es das, was Kienholz uns (auch) zeigen wollte - auf seine Art, mit seinen Mitteln und in seiner Arbeitsweise.

 

Sicherlich hat Ariane gute Gründe es so zu sehen, wie sie es beschreibt. Dazu sollte sich aber jeder selber eine eigene Meinung bilden, also sich die Kunst doch noch im Original anschauen. Manchmal einfach so im Vorbeigehen, wie diese Installtion in Mitte, bei der die Realität der vielen Baustellen in Mitte in den Räumen der Galerie so realistisch nachgebildet wurde, dass das Kunstwerk wie eine richtige Baustelle aussah. Das löste zumindest im Nachhinein Erstaunen aus.

bearbeitet von Julian Kaye

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ZITAT:Julian Kaye; "Dazu sollte sich aber jeder selber eine eigene Meinung bilden, also sich die Kunst doch noch im Original anschauen. Manchmal einfach so im Vorbeigehen, wie diese Installtion in Mitte, bei der die Realität der vielen Baustellen in Mitte in den Räumen der Galerie so realistisch nachgebildet wurde, dass das Kunstwerk wie eine richtige Baustelle aussah. Das löste zumindest im Nachhinein Erstaunen aus."

 

 

 

Nein, eher Entsetzen!

Wenn das Kunst ist, frage ich mich, welcher Spinner dafür auch noch Geld ausgibt.

Manchmal habe ich das Gefühl, das mancher "Künstler" uns einfach "verarscht":popo:

Sich am Ende des Tages einen Ast lacht, wieviele Deppen seine Entgleisungen, willkürliche Anordnung von Müll, als KUNST betrachten.

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Dass diese Installation gekauft wird, ist eher unwahrscheinlich. Von einem privaten Kunstliebhaber wohl kaum, wenn überhaupt, dann höchstens von einem Museum (und auch nur dann, wenn der Künstler bekannt ist). Das Spiel mit der Realität ist für mich, so wie Du es geschildert hast, witzig. Zunächst hat Dich diese Installation im Vorbeigehen getäuscht, dann kam es zu einer Erkentnis, nämlich dass es Kunst sein soll, was Dich entsetzt hat. So einfach ist es ja garnicht, heutzutage die Passanten auf der Straße durch Kunst zu entsetzen und zum Nachdenken über Kunst anzuregen - was Kunst darf oder nicht. Zudem denken wir hier auch noch darüber nach, ob und wie Realität in der Kunst dargestellt werden kann. Und wer wohl so etwas kauft. Es ist also ein Denkanstoss.

bearbeitet von Julian Kaye
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Ich persönlich mag nur Kunst, wo ich etwas erkennen kann.

Bei Bildern z.B. van Gogh, Toulouse Lautrec, einiges von Dali, da Vinci, Michelangelo, Rembrandt u.v.m.

Aber Kandinky z.B. sieht für mich aus, als hätte ein Schüler alle Utensilien aus dem Geometrie-Unterricht ausprobiert.

Keith Haring habe ich nachgemalt...sieht witzig(und original!) aus.

Ich war in einigen Ausstellungen..Vernissagen, habe mir die Bilder angesehen und gedacht: welchen Schimpansen haben sie denn da schmieren lassen...und dabei die Nachbarn belauscht.

Es fielen Kommentare wie: "diese Tiefe"...häh?...wo?...es ist doch wohl kein Loch hier irgendwo im Boden.

Natürlich spiegelt das nur MEINEN Kunstgeschmack, aber ich glaube, dass es viele Menschen gibt, die sich mit Kunstkenntnissen brüsten, um von anderen Defiziten abzulenken, denn kommt man mit diesen Leuten auf so einer Vernissage ins Gespräch und hakt nach, merkt man sehr schnell, dass ausser ein paar Fachausdrücken, breitgefächertem Oberflächenwissen, nicht viel dahinter steckt.

Ausserdem gilt es ja als "hipp" ein Mitglied/Kenner der Kunstszene zu sein.

Ich oute mich also hiermit als Kunst-Dilettant:huepfen:

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Ich sammle Miniaturen von Orten, die ich besuche. Wenn das Bild kein Foto ist und nicht größer als eine Postkarte, dann nehme ich es mit. Ich habe einiges in Öl, Radierungen, Aquarell, Zeichnungen etc. Inzwischen bringen mir sogar andere von ihren Reisen Miniaturen mit. Große Kunst ist das bestimmt keine, aber ich mag meine Sammlung. Und auch mit kleinen Bildern kann man eine Wand füllen.

Mit einer Freundin habe ich einige Ausstellungen moderner Kunst besucht. In Erinnerung ist mir die Qualität der Getränke geblieben.

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