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Vielen Dank, Sonnenkönig, da bin ich sehr gespannt - insbesondere auf die beiden Dokumentarfilme; der Beschreibungstext klingt schonmal serh vielversprechend.

Den Spielfilm "Pretty Baby" aus dem Jahr 1979 mit der blutjungen Brooke Shields habe ich bereits mehrmals gesehen. Er gibt einen guten Einblick in das New Orleons des Jahres 1917 (idies war das Jahr, in dem nicht nur die USA in den 1. Weltkrieg eintrat, sondern auch das Jahr, in dem die Bordelle in Storyville geschlossen wurden; eine Epoche ging zu Ende, was auch in diesem Film sehr deutlich nachzuspüren ist.)

Ich fand es auch immer bemerkenswert wie leicht und locker und ironisch dieser Film wirkt ohne dirket "wertend" zu wirken (auch nicht bei dem doch recht heiklen Thema Kinderprostitution.)

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....es war eine sehr gelungene dokumentation

 

klischeefrei und aus den verschiedenen blickwinkeln vor allem der frauen und ihrer geschichten, frei von sensationsgier und frei von moralischen zeigefingern.

 

er zeigte die abhängigkeiten, von männlichen gesetzen, vom druck physischer gewalt, angedroht für die familien, von den verlockungen des geldes, dem nicht mehr anders geld verdienen können, den spaltungsversuchen, den kindern und am ende

 

......den sehnsüchten nach einem "normalen leben", übrigens egal ob pariser luxus callgirl, psssst betreiberin oder athener terminwohnungsdame.

 

die doku handelte von selbstbetrug, männlichen machtstrukturen gegen die sexuelle selbstbestimmung der frau und scharfen gesetzen, die die lage der frauen nicht verbessert - im gegenteil die arbeit gefährlicher macht.

 

und es handelte von respekt und anerkennung -sowohl für den einzelnen- aber ganz besonders auch durch die gesellschaft, für die eine solche frau weiterhin nur etwas unanständiges sein kann.

 

DH

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Guten Morgen,

 

einen Teil des Filmes mit Brooke Shields habe ich auch gesehen und fand ihn schon relativ grenzwertig....man fragt sich dann doch, ob so ein junges Mädchen bereits so eine Rolle spielen muss und wo da die elterliche Fürsorge gewesen ist. Besonders interessant fand ich den geschichtlichen Aspekt: die Hure im Mittelalter bis ins 21.Jahrhundert wurde wertneutral dargestellt-der Bericht an sich war nicht gefärbt, es wurden Dinge gezeigt, wie sie wohl tatsächlich sind. Hochinteressant.

 

@Sonnenkönig: Danke für den Programm-Tipp :blume3:.

 

Was mir persönlich auffiel (Pariser Escort-Mädchen): bis zu einem gewissen Punkt haben die Damen klare, sachliche Ansichten über die Gründe Ihrer Tätigkeit und ab einem gewissen Punkt wurde es dann doch recht emotional. Dass sie einiges an Geld verdienen konnten (Hilfe für die Familie etc.) beschert ihnen Sicherheit, aber dann kam dann doch der Punkt, an dem "ein Kloß im Hals" war. Irgendwie ist man dann doch in die Branche "hineingerutscht", viel hatte wohl auch mit Zufall zu tun und den äusseren Umständen.

Diese Tätigkeit ist sicher oft keine leichte und schade, dass es gesellschaftlich oft noch geächtet wird-am Ende ist es nie jemand gewesen.....

 

Gruß, P.

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Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.

(Johann Wolfgang von Goethe)

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Ich kann dazu nur sagen: Arte hält im Gegensatz zu bestimmten Privatsendern, was sich der Zuschauer verspricht.

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ja Passionstar, ich frag mich auch manches Mal, was in den Köpfen von Künstlern, Schriftstellern vor sich geht, die sich über das Rotlicht her machen, und manchen Ballet ... äh Filmmüttern, die sich über einen besonderen Ehrgeiz definieren, ihre Brut zum Film zu bringen, Vergleich Brooke Shields in Pretty Baby vom "virtuosen" Louis Malle oder Jodie Foster in Taxi Driver vom "grossartigen" Martin Scorcese, die literarische Wichsvorlage Lolita von Nabokov, jenseits vom Rotlicht, aber eine gewisse "Familienähnlichkeit" ist durchaus vorhanden, was das lechzende Publikum betrifft; letztlich werden hier filmisch oder literarisch Sexworker-Mythen, Bilder vom Rotlicht konstituiert, die in den Köpfen fortwirken, alleine durch die Ästhetik, und die Realität ist weniger abstrakt, eher konkret, im Falle von Minderjährigen grausam.

 

 

Die Dokus fand ich erschütternd und real. Die alltägliche Monotonie der belgischen Sexworkerin im Fenster, die durch das ON/OFF der Hintergrundplatte beim Eintritt eines Gastes noch verschärft in Szene gesetzt wurde, vergleichbar mit den Pausenräumen in Bordellen ("private" Gäste, die Netten; ja, sie meint jene, die einen als Mensch wahrnehmen und dafür darf man dankbar sein); das Escort-Girl aus Paris hat in dem Moment Tränen in den Augen gehabt, als sie erwähnte, daß es ihrer Familie, die sie füttert, letztlich egal ist, womit sie ihr Geld verdient, und diese Gleichgültigkeit hat ihren Selbstwert zeitlebens (also schon vor Eintritt in "gewisse Kreise" O-Ton) bestimmt. Anerkennung durch Geliebt-Fühlen, Urvertrauen, das ist, was nicht nur vielen Sexworkern fehlt. Manche kompensieren es durch bezahlte Nähe, ich weiss, wovon ich rede. Und damit sind wir am Kasus Knaxus von Selbstbestimmung und Grenzüberschreitung, den "Grenzwert", den Est an anderer Stelle kürzlich als interessant hervorhob, wenn auch OT. Natürlich möchte man sich als geistig-gesunder und emotional-stabiler Mann der "Selbstbestimmung" einer Sexarbeiterin, einer Escort-Dame vergewissern, um auf der "richtigen" Seite zu sein; wie kann man sie als Kunde tatsächlich bestimmen, wenn ein Escort permanent der Freiheit und dem reinen Spass das Wort spricht und bewirbt?! Wird sie authentischer und glaubwürdiger, je mehr sie ihre Freiheit anpreist? Wo beginnt das Authentische und wo wird damit kokettiert? *grübel* Wie stünde Mann denn da, wenn sich die vielgepriesene Selbstbestimmung im Zusammenhang mit Sexwork als Luftnummer erweist? Ist man bei allem Honoraraufwand nicht doch nur ein Kunde, egal ob Hotel, Bordell oder Strassenstrich?

 

Wie muss man einen Mann verstehen, der Sex, Nähe, Kommunikation gegen Geld schätzt? Jenseits von windigen "Loch ist Loch" Rammlern, die am Strassenstrich im Benz vorbeijockeln und Ausschau halten?! Sind wir alle emotional, nicht nur sexuell bedürftig? Ungeliebte Kinder? Ob auf Anbieter- oder Nachfrager-Seite?! Wer füllt unser Vakuum? Ist Selbstbestimmung im Zusammenhang mit Geld-Übergabe überhaupt möglich? Fragen über Fragen, die uns dieser Themenabend leider nicht beantworten konnte. Insofern fand ich die "Puff-Geschichten", so, wie sie da standen, nicht sonderlich erhellend, sondern nur larmoyantes Futter für das ARTE-Publikum.

 

 

Der Fall Griechenland war ja auch der Oberhammer: regulierte Prostitution 20€ für einen Quickie zwischen 6-8 Minuten; mit 8€ ist man bei Zwangsprostituierten mittlerweile dabei, die nur zwischen Teufel und Belzebub wählen können. Die Frage, wie man Menschenhandel im Zusammenhang mit Zwangsprostitution unterbinden kann, welche Perspektiven Sexarbeit in einem vereinigten Europa :clown: hat, um mehr sichere Räume zu gewährleisten und Sex-Sklaverei zu unterbinden, dazu gab es keinerlei Information und Recherche; also keine Diskussion über die Rechtssicherheit bzw. Unsicherheit und wie man evtl. jenseits von Verbotsdiskussionen, Verboten inkl. einer effizienteren Entwicklungspolitik in den Herkunftsländern der Migrantinnen alternative Perspektiven schafft, die den Frauen Chancen bietet, jenseits von abhängiger Prostitution. Griechenland ist also die Drehscheibe für Sex-Sklaverei und Menschenhandel im Zusammenhang mit Prostitution in ganz Europa, haben wir gelernt, und "registrierten" Huren ist nicht erlaubt, in den bürgerlichen Stand der Ehe einzutreten, so als "Unperson". Dies bekommt ja noch ein besonderes Geschmäckle, wie in der ARD Sendung FAKT kürzlich zu sehen war, "dass etwa ab 2006 die Prostitution zu einem Zweig der Volkswirtschaft erklärt worden (ist), um das Bruttosozialprodukt um mehrere Milliarden Euro zu erhöhen und das Defizit kleiner darstellen zu können." Bei aller Diskriminierung des Gewerbes, des Un-Personenstandes der Frauen, schafft es das korrupte Griechenland doch tatsächlich, noch einen Mehrwert aus der Sexsklaverei sowie der regulierten Prostitution zu schöpfen. Einfach ekelhaft. Ich bin dafür, daß in keine griechischen Staatsanleihen investiert wird.:clown: und auf die Staatspleite wird derzeit ja auch munter spekuliert, eher aus anderen Gründen:clown:. Was ist bloss aus der Wiege der Aufklärung geworden?! Wahrscheinlich so viel wie aus dem Land der Dichter & Denker?! (ok, daß man Einzel-Leistungen als Kulturerbe einverleibt ist hinlänglich bekannt und in allen Ländern Usus)

 

ps: passionstar; die Hure im Mittelalter wurde nicht "wertneutral", wie du schreibst, dargestellt; Stichwort: gelber Schal.

 

Mir haben übrigens die Statements der italienischen Prostituierten gefallen, im Zusammenhang mit der katholischen Kirche.

 

 

pps: meine Fragen gelten der De-Konstruktion einer verlogenen Denkweise und Mythen im Zusammenhang mit Sexarbeit; letztlich geht es um die Wertschätzung "allen" Sexarbeiterinnen gegenüber, die diese Arbeit tagtäglich leisten; ob eine Frau auf der Strasse, im Puff oder im 5-Sterne-Hotel "selbstbestimmt" werkelt? Wer maßt sich an, darüber ein Urteil zu fällen?! Letzten Endes geht die Motivation vom Geld aus, wie BeB auch indirekt aus seiner Sicht in Nachbarthread schön beschrieben hat, um mehr oder weniger interessante und tolle Frauen zu treffen, denen man sonst nicht begegnen würde. Und eine Frau im Bordell ist nicht weniger interessant, manchmal sogar interessanter, als eine 5-Sterne-Dame.

bearbeitet von Ariane
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Leider konnte ich mir die Beiträge noch nicht ansehen.

 

@Ariane, wieder ein paar grundsätzliche Gedanken. :spitzenkl

 

 

 

pps: meine Fragen gelten der De-Konstruktion einer verlogenen Denkweise und Mythen im Zusammenhang mit Sexarbeit; letztlich geht es um die Wertschätzung "allen" Sexarbeiterinnen gegenüber, die diese Arbeit tagtäglich leisten; ob eine Frau auf der Strasse, im Puff oder im 5-Sterne-Hotel "selbstbestimmt" werkelt? Wer maßt sich an, darüber ein Urteil zu fällen?! Letzten Endes geht die Motivation vom Geld aus, wie BeB auch indirekt aus seiner Sicht in Nachbarthread schön beschrieben hat, um mehr oder weniger interessante und tolle Frauen zu treffen, denen man sonst nicht begegnen würde. Und eine Frau im Bordell ist nicht weniger interessant, manchmal sogar interessanter, als eine 5-Sterne-Dame.

 

Diese Gedanken gehen mir auch öfters durch den Kopf. Besonders im Nachklang eines Treffens, welches mir gestattete einen "besonderen" Menschen etwas kennenzulernen. Eine Diskussion hierzu verbietet mir nur der Respekt vor dem persönlichen "Schutzmantel" der Dame.

 

Gruß Jupiter


"Wenn du fühlst, dass in deinem Herzen etwas fehlt, dann kannst du, auch wenn du im Luxus lebst, nicht glücklich sein."

 

(Tenzin Gyatso, 14. Dalai Lama)

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Guten Morgen,

 

@Ariane: ich lese Deine Berichte wirklich sehr gerne, Du schreibst wirklich gut und bringst Dinge knackig auf den Punkt. :blumenkuss:

 

Stimmt, wertneutral war dies mit dem "gelben Schal" sicher nicht, aber für den neutralen TV-Zuschauer, der sich ansatzweise für das Thema "Prostitution" interessiert, war es schonmal ein kleiner "Anriss" und eine kleine Möglichkeit, auch mal hinter die Fassade zu gucken als auch einen kleinen Einblick in die Historie zu erhaschen. Das nicht immer alles eitel Sonnenschein in der Branche ist, ist vollkommen klar. Dass die Tätigkeit als solche eine nicht ganz leichte ist, ist auch klar und daher habe ich so großen Respekt davor. Nervenstärke ist mitunter gefragt.

 

Gänsehaut (im negativen Sinne) bekommt man tatsächlich, wenn man Szenen sieht wie "Damen auf dem Straßenstrich und vorbeifahrende Wagen, die anhalten"....da grausts mir wirklich und wie geil muss ein Mann eigentlich sein, um (wohlwissend, dass das soziales Elend dort steht, Frauen, denen es wirklich richtig schlecht geht) dann auch noch an den eigenen Trieb zu denken. Aber: Hauptsache Schnäppchen.

 

Gruß, P.

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Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.

(Johann Wolfgang von Goethe)

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