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Anna-HH

MATCH POINT - Spannende Selbsterkenntnis

Empfohlene Beiträge

Liebe Leute,

 

Heute habe ich einen absolut empfehlenswerten und wahrnehmungspsychologisch interessanten Woody Allen-Film gesehen:

MATCH POINT.

 

INHALT:

 

In der Hoffnung, Zugang zur Upper Class zu bekommen, betätigt sich der aus einer einfachen irischen Familie stammende Chris Wilton als Tenniscoach in einem exklusiven Londoner Club. Dort gewinnt er Tom als Freund; dessen Schwester Chloe himmelt ihn an, und die wohlhabenden Eltern der beiden mögen Chris ebenfalls. Er scheint sein Ziel erreicht zu haben.

Doch dann verliebt Chris sich ausgerechnet in Toms Ex-Verlobte Nola (…)

- Und das Doppellleben wächst ihm über den Kopf.

 

KRITIKEN:

 

"Es ist ein Film über das Glück. Über die Widersprüche von Ehrgeiz und Leidenschaft. Und über die Straflosigkeit", erklärt Woody Allen. "Ich wollte etwas machen über die Rolle, die das Glück im Leben spielt [...] Jeder hätte doch gern, dass er die Kontrolle über sein Leben hat, oder zumindest ein bisschen Kontrolle. Jeder denkt doch [...], wenn ich regelmäßig Sport treibe und vernünftig esse und nicht rauche, dann werde ich … Aber so läuft das nicht. Und keine noch so große Planerei kann der großen Rolle gerecht werden, die das Glück eben spielt."

(Quelle: http://www.dieterwunderlich.de/Allen_matchpoint.htm)

 

"Ein Film über die Berechenbarkeit und die Unberechenbarkeit des Glücks."

 

 

MEINE FRAGEN:

 

- Falls ihr den Film gesehen habt:

 

a) Was hat euch (nicht) gefallen und warum?

 

Mir gefällt besonders die raffinierte Herantastung an die Psychologie des Begehrens aus sexueller, soziologischer und ökonomischer Perspektive. Zudem sind die Charaktere sehr komplex und dadurch nur langsam zu durchschauen. Am eindrucksvollsten allerdings ist das Schlussbild, in dem die endgültige Zerbrochenheit des Protagonisten sichtbar wird, mit dem man -trotz seiner Kaltblügikeit- irgendwie Mitleid bekommt...

 

b) Habt auch ihr die spannende Selbstbeobachtung gemacht, dass der Film aus der Escort/Bucher-Perspektive betrachtet anders wirkt als aus der Sicht als Privatperson?

Ich jedenfalls war erschrocken, dass ich aus der Sicht einer Escort-Dame relatives Verständnis und Mitleid für die Situation des Protagonisten aufbauen könnte.

Als Privatfrau fand ich das skrupellose Verhalten des Mannes gegenüber seinen Mitmenschen (besonders Ehefrau und Geliebte) eher widerwärtig und abstoßend.

 

(M)EIN FAZIT:

 

Hätte der Chris stattdessen doch lieber eine gute Escort gebucht:

Mit klaren Ansagen und beidseitig geltenden Regeln, ohne falsche Versprechen und Verstrickungen. Dann wäre sein Leben so viel einfacher ...

 

So, nun aber wirklich schnell ins Bett.

Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich euch.

 

:heart:-lichst

Anna

bearbeitet von Anna-HH

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Ich habe den Film eher aus Sicht einer in London arbeitenden Person gesehen. Ist halt schon witzig, wenn man die ganzen Plätze erkennt, und beinahe ins selbe Kino geht wie die Protagonisten im Film.

Und letztendlich bestätigt es halt doch das Clichee, das man schon immer in sich getragen hat: Wäre ich doch mal Tennislehre geworden und hätte mir nen reichen Schwiegerpappa gesucht. Dann wäre alles einfacher (naja, die finanziellen Sachen, der Rest scheint ja auch kompliziert). Gerade wenn man im Fianzbereich tätig ist, wirkt es ja schon putzig, wie der Hauptdarsteller ohne Konsequenzen ein paar Millionen mit einem Währungstrade verzocken darf. Und so gerne man Vorturteile über die unfähigen Leute mit Verbindungen auch kultiviert, die überwiegende Mehrzahl der gutbezahlten Leute im Bankenbereich ist eher hochmotiviert und fähig (heisst nicht, dass sie nicht betriebsblind sind) im Gegensatz zur Hauptfigur.

Tja und warum, bin ich nicht Schwiegersohn geworden? Ein Blick in den Spiegel und das Gewissen macht klar, ich bleibe Escortbucher.

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Ich habe in den Film vor kurzem mal reingezappt, bin dann aber doch ins Bett - hätte ich dranbleiben sollen?

 

Interessamt für mich ist jedenfalls, dass Du selbst beim Filmschauen so klar zwischen Deinen "Rollen" trennen kannst...

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Ich hab den Film auch gesehen!

 

Fand ihn so la la zumal ich viele Leute kenne die ihn absolut supi finden! Weiss aber ehrlich gesagt nicht ob eher wegen dem Inhalt oder wegen Scarlett!:-)

 

Also ich denke dem Typen ging es nicht darum IRGENDEINE flach zu legen sodern eben Scarlett!

 

Was ueberhaut nicht mein Ding war, ist Sacreltts Rolle in dem Film! Sich und ihren Launen total ausgeliefert, hysterisch oder auch naiv! Hab nicht so genau drueber nachgedacht! Ist so ueberhaupt nicht meine Richtung- die tragische Schoenheit!

 

Kuesse aus ibiza

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Liebe Anna,

 

in der Tat ein ziemlich guter Film, auch für WA, von dem man (vordergründig) ja eher anderes erwartet. Aber ich denke, der entscheidende Hinweis - neben all dem, was Woody Allen ja selbst "offiziell" zu seinem Film hat verlautbaren lassen - ist die Lektüre Dostojewski's des Hauptprotagonisten gleich am Anfang der Geschichte. Dies stellt neben der Introsequenz die Weichen der eigentlichen Thematik, die im Zusammenleben von Menschen unausweichlich und allgegenwärtig erscheint : hat man sein Schicksal in der Hand, oder ist es unabwendbar ? Schon mit der Figur des Ödipus hat sich die Literatur, oder man darf schon sagen, die Philosophie dieser Fragen angenommen. Dostojewski, dessen Werke den Einzug in das moderne Leben im Hinblick auf Religion, die Schuldfrage und die Unabwendbarkeit bestimmter Ereignisse in unserem Leben - trotz der Bemühung es zum Besten zu wenden - gestellt hat, ist deshalb so aktuell wie eh und je. Manch einer wird diesem Plot mit Aufmerksamkeit folgen, um sich am Ende sicher zu sein : das passiert mir gewiss nicht ! Und um sich ein halbes Jahr später sich im größten Schlamassel, das zudem erstaunliche Parallelen zu einem zuvor als ausgeschlossen gehaltenen Szenario erkennen lässt, wieder zufinden. Dann wäre da noch die Schuldfrage. Aber unser aller Denkorgan ist diesbezüglich zu erstaunlichen Leistungen fähig, wenn es darum geht, sich aus einer Misere hinaus zu reflektieren.

 

Zum von Dir angesprochenen praktischen Bezug : natürlich spricht sich in einem stetig wachsenden Teil unserer Gesellschaft herum, dass man Grundbedürfnisse, wie den Ausbruch aus dem Alltag durch eine möglichst nicht verhängnisvolle Affaire auch "professionell", also vor allem ohne die sich oftmals einstellenden ungewünschten Nebeneffekte stillen kann. Aber was macht man wenn man sich in eine Escortdame verliebt ? Oder in einen Kunden ? Na ja, da wäre sie dann wieder, die vermeintliche Unausweichlichkeit, nebst aller verketteter Sekundärereignisse.... :-)

 

Was an dem Film wirklich sehr gelungen ist: der PointBreak gegen Ende ( an dem die Münze, welcher er sich werfend entledigen will, in super slowmo hängen bleibt ), der suggeriert, das des Hauptprotagonisten Schicksal besiegelt scheint, zum vermeintlichen Gegenteil umschlägt. Dass es ihn gerade nicht erwischt durch diese unvorhersehbare Wendung. Das ist nun mal das Leben ......

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Ich fand die Handlung etwas unglaubwürdig. Wenn ich mich recht erinnere, bemerkt die Polizei nicht, dass das Mordopfer schwanger war. Täte sie das, würde sie sehr schnell den Weg zum Mörder finden. Das ist ein gravierender Mangel am Plot, in einem Tatort wäre das nie passiert. Abgesehen davon ist es aber ein klasse Film. Und natürlich besser als all die verschnarchten Tatort-Streifchen.

 

_LuvUndLee

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Ich bin nicht sicher, ob sie wirklich schwanger war, oder sich das nur eingebildet hat.

 

Und bezüglich der Münzwurfes, ich glaube das war der Ehering der Nachbarn.

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