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Ich habe auch schon aus Betreibermund die Auffassung gehört, es sei vor dem ProstG, also als P6 generell als sittenwidrig erachtet wurde, besser gewesen. Wobei ich davon ausgehe, dass damit nicht unbedingt die Situation der Frauen selbst gemeint war.

 

Diese Auffassung ist allerdings nicht repräsentativ, aber eben durchaus (auch) vorhanden.

bearbeitet von nolensvolens
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Ja, man muss es leider so sagen, dass viele Betreiber kein Interesse daran haben die Situation zu verbessern. Das darf man natürlich nicht verallgemeinern. Habe auch Ausnahmen erlebt, aber man merkt schon, das es recht schwer ist, diese “mit ins Boot“ zu kriegen...

  • Danke 4

www.melanie-escort-nrw.com

 

**************

 

Socrates: "To do is to be"

Jean-Paul Sartre: "To be is to do"

Frank Sinatra: "Dobedobedo"

 

***************

 

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.

- Marlene Dietrich -

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...wieso sollte die Politik, der Zuhälter, der Vermieter von Räumlichkeiten, der Gast, usw....Alle die daran mitverdienen, oder diesen Service nutzen, ein Interesse an Gesellschaftlich gestärkten / akzeptierten Prostituierten haben, oder gar an organisierten, mit eigenem Vertretungsorgan / Gewerkschaft, oder besseren Rechten ?!

 

Wäre es doch für viele von den oben genannten zum Nachteil, finanziell oder rein vom Machtgefüge. Verzeiht das ich es so schreibe, mir wäre es sehr recht wenn Prostitution endlich als normaler Beruf mit allen Gesellschaftlichen Rechten und Pflichten anerkannt werden würde, und die Damen und Herrn die diesem nachgehen, nicht mehr als geächtete behandelt würden. Aber das wird nicht so schnell passieren, wenn überhaupt jemals. Es gibt einfach zu viele Einflussreiche Personen die kein Interesse an einer derartigen Änderung haben, und die Gesellschaft an sich ist auch nicht dazu bereit. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber das ist leider keine Mehrheit.

 

Um so wichtiger ist die Arbeit von Menschen wie Ariane, usw. die sich einsetzen um etwas positiv in die Richtung zu bewegen.

Wäre schön wenn ich den Tag noch erlebe, wo es ganz normal ist das man im Freundeskreis, in der Öffentlichkeit, oder sonst wo, sagen kann: " Ich bin Versicherungskaufmann, ich Elektriker, ich Polizist, und ich bin Prostituierte!", und keinen juckst, weil der Mensch dahinter zählt, und nicht ein Klischee !

 

 

Lieben Gruß,

Knackpo

bearbeitet von Knackpo
  • Danke 1

Mann mit Knackpo...,und nicht nur dem!!!

 

...ich kann es beweisen,...zwinker!!!

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Nachtrag:...ich bin mir sicher, wenn die gesellschaftliche Akzeptanz für Prostitution da wäre, und die Anerkennung als normaler Beruf, würde auf lange Sicht die Ausbeutung in diesem Gewerbe, durch wenn auch immer, mit Sicherheit unterbunden, zumindest Eingeschränkt.

 

Wollen wir hoffen das Redner/-in, wie eben z.B. Ariane, auf die richtigen offenen Ohren stoßen, damit wir nicht in französische, oder noch schlimmere Verhältnisse abdriften, sondern es den Betreffenden die aus freien Stücken sich für diesen Beruf der Prostitution entschieden haben, es leichter gemacht wird einer ganz normalen Tätigkeit wie der Prostitution nachzugehen.

 

Ohne Grauzonen, Ausbeutung durch Dritte, und kriminellen Machenschaften.

 

Lieben Gruß,

Knackpo


Mann mit Knackpo...,und nicht nur dem!!!

 

...ich kann es beweisen,...zwinker!!!

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Es gibt auch andere zu stille Bündnisse.

Danke für Erwähnung @Knackpo.

Aber: alle Betreiber pauschal in einen Topf mit Zuhältern zu werfen (wobei 'Zuhälter' ja auch mittlerweile weit ausgelegt wird, dass jeder Lebenspartner darunter fällt) ist nicht zielführend. Ich möchte hier etwas differenzieren, auch wenn ich nach reiflichem Überlegen, Beobachtungen und eigenen Erfahrungen konstatieren muss, dass viele Betreiber als Betreiber (auch wenn manche selbst noch als SW aktiv sind) eben einer anderen Geschäftslogik und Handlungsinteressen folgen denn die Interessen von Sexworkern zu berücksichtigen. Generelles Betreiber Bashing halte ich für problematisch, da es auch Leute in dieser Szene gibt, die sich bemühen, optimale Arbeitsbedingungen und faire Konditionen herzustellen und dies auch tun, selbst dabei behindert wurden. Mir sind z.B. Versuche bekannt, dass man sich mühte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse inkl. wohlmeinenden Vertragswerk pro Sexworker einzuführen (sieht das Prostitutionsgesetz als eine Option ja vor) und von zuständigen Ämtern abgewiesen wurde. Nach allen Abwägungen kann es doch nur eine Option geben: die vollständige Entkriminalisierung des Erotik-Gewerbes, die Integration ins Gewerberecht, die Möglichkeit selbständigen Arbeitens zuzulassen wie auch sinnvolle Rahmenbedingungen zu entwickeln, die ein selbständiges Arbeiten mit vertraglichen Bedingungen einer Festanstellung bzw. Zeitverträgen verknüpft und zu ermöglichen. Scheinselbständigkeit braucht kein Mensch, genauso wenig wie Betreiber, die in die Selbstbestimmungsrechte von SW direkt eingreifen. Es müssen Win-Win-Situationen für alle Beteiligten hergestellt werden, inkl. Bucher-Rechte. Alles unter Massgabe der Fairness und der besonderen Tätigkeit, die Sicherheit, Gesundheit und die Wahrung der Grundrechte aller am Geschehen Beteiligten ermöglicht. Es gibt viel zu tun.

bearbeitet von Ariane
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... alle Betreiber pauschal in einen Topf mit Zuhältern zu werfen (wobei 'Zuhälter' ja auch mittlerweile weit ausgelegt wird, dass jeder Lebenspartner darunter fällt) ist nicht zielführend...

 

Sehe ich auch so. Definitionsvorschlag: Der Zuhälter ist eine Figur, die auf den Plan tritt, wo der Staat Prostituierten Rechte vorenthält. Er setzt an denselben Stellen an, an denen auch der Staat ansetzt, um Prostitution zu unterbinden. Es sind die beiden Punkte, an denen sich Prostitution von anderen sexuellen Kontakten unterscheidet, also erstens bei der Anbahnung und zweitens der Bezahlung.

 

Der zweite Fall ist aus der Zeit vor dem Prostgesetz bekannt; wenn Dirnenlohn wegen Sittenwidrigkeit nicht einklagbar ist, ersetzt der Zuhälter den Schutz, den sonst der Staat gewährt, und sorgt dafür, daß trotzdem gezahlt wird. Den ersten Fall illustriert der Film. In Frankreich hält das Werbeverbot, also ein Anbahnungsverbot, dem Zuhälter die Tür auf.

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Bestätigt meine Infos z.B. aus Gesprächen mit französischen Sexarbeiterinnen am Strassenstrich: seit auch das passive Werben, also das einfach nur öffentliche Herumstehen im Minirock an der Strasse ins Fadenkreuz der Überwachung geriet, haben Strassendirnen von sich aus einen Mac, also Aufpasser gesucht. Aldiweil je höher der Kriminalisierungsgrad, desto mehr bekloppte und gewalttätige Männer (Kunden kann man das ja nicht nicht mehr nennen) finden sich ein. Leider arbeiten diese Macs häufig auch als Spitzel für die Polizei.

Kürzlich wurde vom französischen Senat das Verbot des passiven und aktiven Anwerbens zurückgewiesen, muss von der Nationalversammlung bestätigt werden.

bearbeitet von Ariane
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Bestätigt meine Infos z.B. aus Gesprächen mit französischen Sexarbeiterinnen am Strassenstrich: seit auch das passive Werben, also das einfach nur öffentliche Herumstehen im Minirock an der Strasse ins Fadenkreuz der Überwachung geriet, haben Strassendirnen von sich aus einen Mac, also Aufpasser gesucht.

 

Aufschlußreich ist die Etymologie von mac als Kurzform von maquereau (Hering), das sich - vgl. http://projetbabel.org/forum/viewtopic.php?t=15127 - vermutlich von Makler herleitet. Das Mißverständnis bei der Entlehnung leuchtet insoweit ein, als das Bedeutungsfeld von Zuhälterei im Französischen auch sonst etwas Submarines hat (ebd.).

 

Alldieweil je höher der Kriminalisierungsgrad, desto mehr bekloppte und gewalttätige Männer (Kunden kann man das ja nicht nicht mehr nennen) finden sich ein. Leider arbeiten diese Macs häufig auch als Spitzel für die Polizei...

 

Die Zuarbeit ist kein Wunder, schließlich übernehmen sie teilweise deren Funktion. Neulich hatten wir es von diesem Phänomen im Zusammenhang mit den Motorradfreunden.

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