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8 Populäre Fehler zur Zwangsprostitution


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Schon etwas her dieser Beitrag, aber für jeden der mal eine Nummer bei Verdacht auf Zwangsprostitution hat, kann diese Nummer weitergeben.

 

 

 

 

ZWANGSPROSTITUTION

Acht populäre Irrtümer

über Zwangsprostitution

 

1

Die armen Frauen, sie wurden alle entführt

 

Nur jede zehnte Zwangsprostituierte wird mit Gewalt „angeworben“. Die meisten Frauen kooperieren anfangs mit den Tätern, um als „Touristinnen“ an den Grenzern vorbeizukommen – schließlich wollen sie ja in den Westen. Etwa 20 Prozent wissen sogar, dass sie als Prostituierte arbeiten werden. Doch sie gehen davon aus, dass sie mit Kondom arbeiten, das Geld behalten, bestimmte Sexualpraktiken ablehnen und jederzeit wieder zurückkehren können. Tatsächlich aber sollen sie zunächst einen fiktiven Schuldenberg abarbeiten – etwa für die Reise –, müssen für eine Flasche Wasser auch mal 20 Euro zahlen, täglich zehn und mehr Freier bedienen. Das ist moderne Sklaverei und Schuldknechtschaft, kurz: Menschenhandel, wie er im Strafgesetzbuch § 232 unter Strafe gestellt ist. Besonders grausam trifft es die vielen Frauen, denen ein Job als Haushaltshilfe, Kellnerin oder Tänzerin versprochen worden ist. Natürlich könnten sie es besser wissen, denn in Osteuropa wird über Zwangsprostitution aufgeklärt. Aber sie sind jung und finden, sie hätten etwas Besseres verdient als diese desolate Realität in Rumänien, Bulgarien, der Ukraine...

 

2

Zu so etwas kann man niemanden zwingen, da läuft eine Frau doch weg

 

Ständig eingeschlossen sind wenige Frauen. Doch viele fühlen sich im fremden Land ohne Sprachkenntnisse, ohne Kontakte, Geld und Pass so hilflos, dass es meist keiner weiteren Druckmittel bedarf, um sie an der Flucht zu hindern. Und wenn doch, reichen Lügen – die deutsche Polizei sei auch korrupt, die werde ihnen nicht helfen – oder Drohungen: Man werde ihren Familienangehörigen etwas antun, man werde sie auch nach einer Flucht finden (tatsächlich vorgekommen), man werde Fotos, die von ihnen bei der Prostitution gemacht wurden, in ihrer Heimat in Umlauf bringen, man werde sie an die deutsch-polnische Grenze verkaufen, wenn sie nicht parierten, dort verdienten sie dann gar nichts mehr... Die Frauen nehmen ihre Situation als ausweglos wahr. Es gibt für sie irgendwann nur noch diese Realität, ein anderes Leben scheint nicht mehr vorstellbar. So hoffen viele, irgendwann die „Schulden“ abbezahlt zu haben, und sind schon froh, wenigstens 150 Euro monatlich an die Familie schicken zu können.

 

3

Tausende Zwangsprostituierte – das ist völlig übertrieben

 

Dass 40 000 Frauen extra zur WM als Zwangsprostituierte nach Deutschland gebracht werden, ist tatsächlich höchst spekulativ. Der für die Expo 2000 oder den Confederations Cup 2005 hierzulande befürchtete deutliche Anstieg von Prostitution jedenfalls blieb aus. Im Vergleich dazu hört sich die einzig seriöse Zahl nach wenig an: Bei den polizeilichen Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels geht es um rund 1000 Opfer pro Jahr. Diese 1000 Opfer sind das „Hellfeld“. Polizeibeamte jedoch, befragt nach Verdachtsfällen, schätzen das „Dunkelfeld“ auf 90 Prozent, also 9000 Opfer. Weil nur wenige Anzeige erstatten, muss die Polizei die Straftaten von sich aus aufdecken, etwa durch Razzien, Telefonüberwachung und durch verdeckte Ermittlungen – alles eine personalintensive Arbeit. Unter den ausländischen Prostituierten, die bei Kontrollen aufgegriffen werden, sind wahrscheinlich unerkannt viele Zwangsprostituierte. Uner-kannt, weil sie vorschnell abgeschoben werden. Denn eine begrenzte Duldung bekommt nur, wer sich umgehend zu einer Aussage vor Gericht bereit erklärt. Doch traumatisierte Opfer brauchen erst einmal Ruhe und vertrauensvolle Gespräche, um sich zu einer Aussage gegenüber ihren Peinigern in der Lage zu sehen.

 

4

Osteuropäerinnen sind liebevoller als deutsche Prostituierte

 

Freier behaupten gern, ausländische Prostituierte seien „wärmer“ als deutsche, „sie zocken nicht so ab“. Hintergrund: Professionelle Sexarbeiterinnen setzen deutliche Grenzen, sie versuchen, geschäftlichen Sex und Gefühlswelt zu trennen, und achten auf ihre Gesundheit: nie ohne Kondom, keine Zärtlichkeiten, Gesicht und Hals sind tabu, Zungenküsse sind dem Lebenspartner vorbehalten (beim Oralsex arbeiten Profis mit Kondom). Motto: möglichst viel Geld für möglichst wenig Einsatz. Von ausländischen Frauen bekommen die Freier oft „Girlfriend-Sex“ – Sex wie von der eigenen Freundin. Dabei handeln die Frauen zum einen unter Druck, zum anderen aus Unkenntnis der üblichen Standards.

 

5

Die Frauen machen das gern, das würde ein Freier sonst merken

 

Frida, 18, aus Moldawien: „Es war besonders ekelhaft, wenn ich Oralsex ohne Kondom machen musste.“ Elena, 25, aus Russland: „Was willst du machen, Muskelmann steht vor dir, du musst arbeiten, innerlich weinst du.“ Oxana, 22, aus der Ukraine: „Die erste Zeit habe ich geweint und geweint. Dann habe ich verstanden: Ich will nicht, aber ich muss.“ Ein Freier: „Da sieht man nichts. Die Prostituierte ist nicht mehr als eine Steckdose.“ Olga, 20, aus Russland: „Ich habe vielen Männer gesagt, dass ich hier nicht freiwillig bin. Die glaubten mir nicht: Was machst du dann hier?“ Ein Freier in einem Forum: „Mir hamse mal eine Braut gebracht, die kassierte einen Hunderter, und dann war außer Französisch nichts drin. Als ich mich auf die Agentur berief, fing die an zu heulen. Na ja, ich habe sie, nachdem ich meinen Orgasmus hatte, weggeschickt, ich bin da halt ein Weichei.“

 

6

Das kann man nicht erkennen, ob das eine Zwangsprostituierte ist

 

Sichere Indizien gibt es nicht, aber Merkmale für Zwangsprostitution können sein: wenn die Frau übermüdet und erschöpft ist; wenn sie verängstigt und desorientiert wirkt; wenn sie gebracht und abgeholt wird (bei Hotel- und Hausbesuchen); wenn der Überbringer die Preise bestimmt; wenn alle Wünsche ohne Verhandlung erfüllt werden oder, wie es ein Freier ausgedrückt hat: „übertriebene Schüchternheit gegenüber gewissen sexuellen Neigungen“; wenn sie Trinkgelder versteckt; wenn die Räume verschlossen sind; wenn die Frau überwacht wird; wenn sie Spuren von Misshandlung aufweist; wenn sie minderjährig wirkt...

 

7

Als Freier kann man doch eh nicht helfen

 

Wer nicht von organisierter Kriminalität profitieren, sondern zum Retter werden will, kann ab 15. Mai zum Ortstarif und anonym die Hotline der Kampagne „Stoppt Zwangsprostitution“ anrufen: 0180 / 200 61 10. Am Apparat sind Männer. Die Anrufer erfahren dort zum Beispiel, wo sie sich bei der Polizei melden können, um – ebenfalls anonym – detaillierte Hinweise zu geben. Freier können der Zwangsprostituierten die Telefonnummer der Hotline geben (und ihr für den Anruf das Handy leihen). Beteiligt an dieser Kampagne sind neben anderen die Evangelische Frauenarbeit in Deutschland und die Gewerkschaft der Polizei, koordiniert wird sie von der Fachberatungsstelle Frauenrecht ist Menschenrecht (FIM).

 

8

Als Freier einer Zwangsprostituierten kann mir nichts passieren

 

Derzeit kann der Freier einer Zwangsprostituierten nur bestraft werden, wenn ihm sexuelle Nötigung nachzuweisen ist. Doch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion erwägt ein Gesetz, das Freier bestraft, wenn sie die Zwangslage einer unfreiwilligen Prostituierten leichtfertig übersehen oder gar vorsätzlich ausnutzen. Dass Freierbestrafung hilft, behauptet die schwedische Regierung. Seit 1999 werden dort Freier prinzipiell bestraft – Prostitution gilt nicht als angemessener Umgang mit Frauen, sondern als Schändung der menschlichen Würde. Seitdem arbeiten von den einst 2500 Prostituierten nur noch 1500, und für Menschenhändler gilt Schweden nicht mehr als attraktiver Markt. Christine Holch

 

 

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