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Rolliman

Rolliman bloggt...

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hey rolliman,

 

toll geschrieben, humorvoll und auch sehr informativ.

 

lg lucy

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hey,

du hast dich super präsentiert und dein profil frech dargestellt - wirklich klasse :-)

 

LG Silke

  • Thanks 1

Der kostbarste Besitz der Frau ist die Phantasie des Mannes

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hey,

du hast dich super präsentiert und dein profil frech dargestellt - wirklich klasse :-)

 

LG Silke

 

Das Problem ist - ich bin so frech... ;-))))


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

Mein Blog: http://www.rollimans-erfahrungen.de/

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so schätze ich Dich auch ein - frechheit siegt


Der kostbarste Besitz der Frau ist die Phantasie des Mannes

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Hi,

 

ich fand immer schon gut wie Du mit Deiner Behinderung umgehst. Aber als ich das gerade gelesen habe, standen mir die Tränen in den Augen. Auch vor Wut. Wenn man selbst Mutter ist kann man sich in Deine Mutter hineinversetzen.

 

Und nur weil so ein Penner ( sorry, aber ist doch wahr ) seinen Job nicht richtig macht, muss ein Baby, Kind, Mann, solch ein Leben leben.

Erstmal nicht zu wissen woher das Fieber kommt, dann Medikamente auf gut Glück usw. usw. usw.

 

Möchte gar nicht wissen was Du noch alles mitmachen musstest.

 

Umso toller wie Du damit umgehst. Große Klasse! klatsch:

 

 

Nina


:herz: Leben und leben lassen ! :blume:

 

www.ninas-treff.com

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diesbezüglich hatte ich dir ja eine PM geschrieben, aber wenn man so was als Außenstehende schreibt, bekommt man nur einen auf den Kopf... wobei. paar Dinge musste ich in meinem Leben auch so hinnehmen, von daher, ist dein Ratschlag, wenn ich es so sehen darf, nicht sich über unabänderliches zu grämen sondern zu Leben.


:huepfen::tanzen:

 

Ich bin Brav

 

quod est demonstrandum

BRAV

Braucht regelmäßig Arsch voll

Ok- Beweis erbracht.

 

ania@actrice.at

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diesbezüglich hatte ich dir ja eine PM geschrieben, aber wenn man so was als Außenstehende schreibt, bekommt man nur einen auf den Kopf... wobei. paar Dinge musste ich in meinem Leben auch so hinnehmen, von daher, ist dein Ratschlag, wenn ich es so sehen darf, nicht sich über unabänderliches zu grämen sondern zu Leben.

 

@ania

es werden die wenigsten Behinderten so denken wie ich. Ich bin halt von Natur aus etwas "gaga" ;-)

Dazu kommt noch, das jeder Mensch sich das ganze so hinbiegt, wie er es am besten vertragen kann.

Es gibt da kein Patentrezept.

 

Der eine rennt in die Kirche, der andere säuft, der 3. frisst und der 4. läßt alles teilnahmslos über sich ergehen.

 

Und bei mir ist es so: Wenn ich die harte tour brauche, gehe ich hockey prügeln und wenn ich eher was sanftes brauche gehe ich vögeln.

Aber ich genieße in jeder Situation mein Leben, denn jegliche Energie die ich in Selbstmitleid oder in Hass stecke, die fehlt mir zum Leben.

http://www.rollimans-erfahrungen.de/?page_id=198

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Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

Mein Blog: http://www.rollimans-erfahrungen.de/

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sehr kühler blog rollimann . . ich hab dich in meine blogroll aufgenommen. :)

  • Thanks 1

Jenseits von Gut und Böse . . .

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sehr kühler blog rollimann . . ich hab dich in meine blogroll aufgenommen. :)

 

Hab Dank für diese Ehre... ;-)))


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

Mein Blog: http://www.rollimans-erfahrungen.de/

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ach was ehre . . ich verneige mich vor dir, deinem mut und deiner offenheit . . du hast dinge ausgesprochen an die viele noch nicht mal zu denken wagen . . . . und wenn dann würden sie schreiend "vergib mir vergib mir" zum nächsten pfaff rennen und um absolution betteln . . .


Jenseits von Gut und Böse . . .

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ach was ehre . . ich verneige mich vor dir, deinem mut und deiner offenheit . . du hast dinge ausgesprochen an die viele noch nicht mal zu denken wagen . . . . und wenn dann würden sie schreiend "vergib mir vergib mir" zum nächsten pfaff rennen und um absolution betteln . . .

 

Ich denke halt einfach: Da ich ale Behinderter anders bin, muß ich den anderen erklären, was anders ist. Denn die Geschichte hat gezeigt, dass der Mensch nur das akzeptiert, was er kennt. Vor allen anderen Sachen hat der Mensch Angst, und deswegen werden diese Sachen nicht akzeptiert.

 

Desweiteren hoffe ich, das einige aus meinen Erfahrungen etwas mitnehmen können.

 

Vielleicht, weil es sie selber irgendwann mal betreffen kann:

 

Wie z.B. dieses hier:

http://www.rollimans-erfahrungen.de/?page_id=263


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

Mein Blog: http://www.rollimans-erfahrungen.de/

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Ich denke halt einfach: Da ich ale Behinderter anders bin, muß ich den anderen erklären, was anders ist. Denn die Geschichte hat gezeigt, dass der Mensch nur das akzeptiert, was er kennt. Vor allen anderen Sachen hat der Mensch Angst, und deswegen werden diese Sachen nicht akzeptiert.

 

Desweiteren hoffe ich, das einige aus meinen Erfahrungen etwas mitnehmen können.

 

Vielleicht, weil es sie selber irgendwann mal betreffen kann:

 

Wie z.B. dieses hier:

http://www.rollimans-erfahrungen.de/?page_id=263

 

ja du bist anders als die anderen i.e. die mehrheit der bevölkerung die nicht behindert ist. du bist wenn sie dich sehen ihnen fremd. sie wissen nicht wenn sie dir begegnen wie sie sich dir gegenüber verhalten sollen. die meisten sind unsicher, vielleicht ängstlich und einige sind sogar abgeschreckt. was viele im kopf haben sind vorstellungen und vorurteile. nicht jeder . . .das ist klar.

 

sich vorzustellen das ein behinderter sex hat, schon diese idee löst bei den einen oder anderen "befremdlichen - gedanken" aus. diese gehen von "verständnislosigket" bis hin zur ablehnung. eben weil sie unwissend sind.

 

und dann kommst du hier angerollt und erzählst was von sex. von sex mit nem anderen tabu . .nämlich sex mit prostituierten - escorts. kinners wo soll das noch hinführen . . . .

 

spätrömische dekadenz soweit das auge reicht . . . :blinken:

 

da gehört schon ne ganze menge mut und selbstbewußtsein dazu . . . . :smile:

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Jenseits von Gut und Böse . . .

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ja du bist anders als die anderen i.e. die mehrheit der bevölkerung die nicht behindert ist. du bist wenn sie dich sehen ihnen fremd. sie wissen nicht wenn sie dir begegnen wie sie sich dir gegenüber verhalten sollen. die meisten sind unsicher, vielleicht ängstlich und einige sind sogar abgeschreckt. was viele im kopf haben sind vorstellungen und vorurteile. nicht jeder . . .das ist klar.

 

sich vorzustellen das ein behinderter sex hat, schon diese idee löst bei den einen oder anderen "befremdlichen - gedanken" aus. diese gehen von "verständnislosigket" bis hin zur ablehnung. eben weil sie unwissend sind.

 

und dann kommst du hier angerollt und erzählst was von sex. von sex mit nem anderen tabu . .nämlich sex mit prostituierten - escorts. kinners wo soll das noch hinführen . . . .

 

spätrömische dekadenz soweit das auge reicht . . . :blinken:

 

da gehört schon ne ganze menge mut und selbstbewußtsein dazu . . . . :smile:

 

Yes!!! Ich bekenne mich schuldig am endgültigen Untergang des Abendlandes! :verstecken::verstecken:


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

Mein Blog: http://www.rollimans-erfahrungen.de/

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Habe mal begonnen meinen Blog etwas mit Facebook zu verknüpfen.

Dan muß man keine merkwürdigen Antworten mehr geben, woher man den Blog kennt! ;):D

http://www.facebook.com/rollimanserfahrungen


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

Mein Blog: http://www.rollimans-erfahrungen.de/

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Wahnsinn wie offen und direkt du die Dinge in deinem Blog ansprichst!

 

Größter Respekt von meiner Seite! :spitzenkl

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„Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.“

(René Descartes)

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Hallo Rolliman

 

Erst einmal moechte ich mich fuer deine inspirierende Staerke bedanken.

Ich schreibe Dir auch gleich warum.

Zweitens denke ich dass du nicht der Behinderte bist, sondern diejenigen die Dich

komisch anschauen.....dass sind ja dann wohl die Geistesbehinderten.

Also lass Dich nicht entmutigen, behalte deinen frechen Humor und nur die Menschen

die Dich so akzeptieren und lieben wie du bist sind diejenigen die eine Rolle in deinem Leben spielen, die anderen wie im englischen so schoen gesagt wird ' who gives a damn.......:kuss4::kuss4:

der Grund weil ich Dich fuer deine Staerke bewundere ist, dass ich eine Schwester mit Behinderung habe die

nach Australien ausgewandert ist, wegen der Erniedrigung in unser Gesellschaft und ihr nichts zugetraut wurde......Sie hat trotz vieler Gegenspruechler ihr Abitur gemacht, ist dann nach Australien ausgewandert und ist jetzt eine Direktorin an einer Schule wo Schueler und Schueler mit Behinderungen integriert werden um den jungen Leuten zu demonstrieren dass wir alle unsere Faehigkeiten haben und deshalb werden wir immer mehr aufgeklaert und gehen mit diesem Thema dann anders um. Ich bin schon sehr stolz auf sie.:blume2:

In England wird damit auch toleranter umgegangen.

Also mach weiter so und ich hoffe dass du mit deiner Blog einige Leute aufwachst und andere dazu motivierst nach den Sternen zu greifen.....the world is your oyster:blumenkuss::blumenkuss::blume2:

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Guest Lisa König
Hallo Rolliman

 

Erst einmal moechte ich mich fuer deine inspirierende Staerke bedanken.

Ich schreibe Dir auch gleich warum.

Zweitens denke ich dass du nicht der Behinderte bist, sondern diejenigen die Dich

komisch anschauen.....dass sind ja dann wohl die Geistesbehinderten.

Also lass Dich nicht entmutigen, behalte deinen frechen Humor und nur die Menschen

die Dich so akzeptieren und lieben wie du bist sind diejenigen die eine Rolle in deinem Leben spielen, die anderen wie im englischen so schoen gesagt wird ' who gives a damn.......:kuss4::kuss4:

der Grund weil ich Dich fuer deine Staerke bewundere ist, dass ich eine Schwester mit Behinderung habe die

nach Australien ausgewandert ist, wegen der Erniedrigung in unser Gesellschaft und ihr nichts zugetraut wurde......Sie hat trotz vieler Gegenspruechler ihr Abitur gemacht, ist dann nach Australien ausgewandert und ist jetzt eine Direktorin an einer Schule wo Schueler und Schueler mit Behinderungen integriert werden um den jungen Leuten zu demonstrieren dass wir alle unsere Faehigkeiten haben und deshalb werden wir immer mehr aufgeklaert und gehen mit diesem Thema dann anders um. Ich bin schon sehr stolz auf sie.:blume2:

In England wird damit auch toleranter umgegangen.

Also mach weiter so und ich hoffe dass du mit deiner Blog einige Leute aufwachst und andere dazu motivierst nach den Sternen zu greifen.....the world is your oyster:blumenkuss::blumenkuss::blume2:

 

 

Wunderbar... :blumenkuss:

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      in Handicap

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Das Thermometer zeigte gegen Neunzehn Uhr immer noch eine Temperatur von Siebenundzwanzig Grad an, aber da der Wind zwischendurch immer wieder auffrischte, war der Abendspaziergang Richtung Berliner Rotlicht-Ecke mehr als angenehm.   Tomekk war mit einem Stadtplan bewaffnet und machte den Spürhund, und wir Anderen dackelten schön brav hinterher. In einigen Phasen fühlte ich mich wie ein treu-doofes Opferlamm, welches sich freiwillig zur Schlachtbank führen lässt, ohne zu wissen, was da passiert. Aber ich stand jetzt mit in der Reihe der Freiwilligen, und deswegen gab es bei mir innerlich nur noch die Losung:“Stahlhelm auf, ducken, und schauen was passiert.“   Endlich blitzten uns die Neonlichter im dunklen Berliner Abendhimmel entgegen. Es blitzte gelb, rot und silbern und ich kam mir vor, wie auf dem Rummel. Vor jedem Club stand jemand und bequatschte die möglichen heran nahenden Kunden. Wir wurden ziemlich häufig angesprochen, denn dass Fünf Leute auf einmal kamen versprach wohl großen Gewinn. Doch irgendwie passte es am Anfang nie, denn entweder war der Eintritt schon im Wucherbereich anzusiedeln oder ich war das Problem. Eingang zu schmal, Treppe zu steil oder zu eng, usw. Doch so leicht ließ sich unser „Scout“ Tomekk nicht von seinem Vorhaben abbringen, heute Abend noch etwas abschießen zu wollen, also trabten wir weiter langsam den Berliner Rotlichtparcours entlang. Irgendwann kam wieder einer dieser „Marktschreier“ auf uns zu und meinte, dass er unsere Probleme einen passenden Club für uns zu finden, mitbekommen habe. Sein Club hätte eine ebenerdige Hintertüre und mit Zwanzig D-Mark Eintritt wären wir dabei. Nach einigen Blicken untereinander nickten wir kurz und stimmten zu. Jochen und ich gelangten durch einen engen Seitengang an die Hintertüre des Clubs. Dort wartete schon ein Türsteher der uns öffnete. Im Inneren des Clubs wurde es nun richtig dunkel, und ich hätte mir Scheinwerfer für meinen Elektro-Rollstuhl gewünscht. Hinter einer Zwischentüre wurde es etwas heller und wir standen mitten im Barraum. Richtig umsehen war bei diesem diffusen Licht momentan nicht. Es dauerte eine Weile bis sich die Augen an diese Lichtverhältnisse gewöhnt hatten. Der Türsteher hatte uns mittlerweile zu einem Tisch geführt, wo unsere Gefährten schon warteten. Eine Bedienung kam und nahm unsere Bestellungen auf. Nachdem uns die Getränke serviert wurden, wuchsen einige Damen sprichwörtlich aus dem Boden und verteilten sich an unserem Tisch. Es waren durchweg junge Russinnen, die gut deutsch sprachen und recht attraktiv waren. Mich ließen sie zu Beginn meistenteils in Ruhe, und somit wurden nur meine vier Begleiter umgarnt. Tomekk ließ sich direkt mal von einer langbeinigen Blondine einfangen, und somit war uns allen klar, dass dieser Aufenthalt hier in dieser Lasterhöhle doch etwas länger dauern sollte. Wir staunten auch alle nicht schlecht, als unser „Scout“ mal eben für Hundertfünfzig DM eine Pulle Sekt für die Damen hüpfen ließ. Jochen tippte mich an und raunte mir zu:“Die gleiche Pulle bekommst Du im Supermarkt für maximal Zehn DM.“ „Hübsche Gewinnspanne für ein wenig Blubberwasser“, nickte ich.   Während die Anderen sich mit Ihren Damen unterhielten, ließ ich meinen Blick durch den Raum schweifen, der ziemlich groß war und dennoch recht spartanisch eingerichtet. Eine Theke und drei Sitzecken waren alles, was sich in diesem Raum befand. Am Kopfende befand sich ein großer Fernseher, in dem irgendwelche Pornos liefen, um die Gäste zu animieren und anzuheizen. Es gab aber noch einen zweiten Raum, in dem sich schon einige Gäste mit Damen auf Tuchfühlung befanden. Durch das diffuse Licht, was durch heftigen Zigarettendunst weiter geschwächt wurde, und durch die Tatsache, das alle zwei Minuten irgendwelche vierkantigen Köpfe, die alle aussahen, als hätten sie schon einen Kampf zuviel, ihre Nasen in den Club warfen, wurde ich eher vorsichtiger und angespannter, denn lockerer und ruhiger. Jochen und ich waren die Einzigen in unserer Gruppe die sich nichts Alkoholisches bestellt hatten und recht sorgsam ihre Blicke durch den Club schweifen ließen. Irgendwie hatte ich eine rote Alarmglocke im Kopf aber weswegen genau, wusste ich nicht, da es bisher nicht den geringsten Anlass dazu gab. Nach einer Weile ließ sich Tomekk recht bereitwillig von seiner Blondine entführen. Die anderen Damen bastelten immer mehr an den anderen drei Herren unserer Gruppe rum. Mich ließ man immer noch etwas in Ruhe, was mir ehrlich gesagt, recht angenehm war, denn ich fühlte mich ganz und gar nicht wohl in meiner Haut. Ob es Angst vor einer neuen Erfahrung war, oder ob es die Angst war, nach so vielen Jahren eine Frau anzufassen, die mir völlig Fremd war? Ich weiß es nicht. Es gab mit Sicherheit noch viele andere Gründe, die mein damaliges Unwohlsein erklärten. Jeder für sich war schon ein Grund für sich um das Etablissement sofort zu verlassen, während ein anderer sagen würde:“Mensch, bist du ein Weichei!“ Ich hatte schlichtweg Panik und Angst! Panik etwas falsch zu machen und Angst, vor den Kumpels als kompletter Depp da zu stehen. Im Grunde genommen war es mir deswegen ganz recht, dass sich die russischen Frauen nicht für einen behinderten Kunden interessierten, denn so hätte ich immer sagen können:“Mich wollte ja keine.“ Die Tasse Kaffee war schon längst leer und gedankenverloren kaute ich an meinem Strohhalm rum, und starrte auf die Wand. Dort hing irgendein moderner Kunstdruck, in den ich mich vertiefte, oder besser gesagt, flüchtete. Bloß nichts von den Anderen sehen oder mitkriegen.   Doch was war das? Ich merkte etwas Sanftes auf meinem rechten Oberschenkel und ich erschrak richtig heftig. Wenn sich ein Spastiker wie ich heftig erschreckt, das gleicht einem Erdbeben, und die gesamte nähere Umgebung hat etwas davon. Die Knie schnellten hoch und donnerten unter die Tischplatte. Die Tasse flog durch die Gegend, doch Jochen konnte sie gerade mit einem Hechtsprung noch auffangen. Mein Herz raste und die Lunge drohte unter der hohen Atemfrequenz zu zerreißen. Augenblicklich schnürte ein dicker Klos die Kehle zu. Nach der ersten Eruption donnerten die Beine wie eine Schnellfeuerwaffe auf das Fußbrett des Rollstuhles. Das Klatschen ähnelte einem Trommelwirbel im Zirkus. Ich hörte das Herz im Ohr pochen und spürte jeden einzelnen Herzschlag oben an der Halsschlagader. Es war, als würde mich das Killerkommando zum Schafott zur fälligen Hinrichtung führen. Auch das Rauschen des Blutes klang im Ohr, als wären die bekannten Niagarafälle nur ein Meter von mir entfernt.   Als ich meinen Kopf langsam zur Seite drehte, hockte eine junge Frau von ca. Fünfundzwanzig Jahren neben meinem Rollstuhl und sie schien zur Salzsäule erstarrt. Ihr stand aufgrund meiner Reaktion ebenfalls der Schreck ins Gesicht geschrieben. Nur die Bewegungen ihrer Augen verrieten, dass sie noch beweglich schien. Ich schätzte sie auf ca. 1,70 Meter und sie hatte brünette schulterlange Haare und war mit einem schwarz-weiß gestreiften Bikini bekleidet. Jochen hatte die gefangene Tasse wieder auf dem Tisch abgestellt und grinste locker:“Kollege! Zwei Pulsschläge in der Minute mehr, und Du würdest dröhnen wie eine komplette Büffelherde bei der Indianerjagd. Die Dame wollte doch nur etwas Kontakt aufnehmen.“ Der hatte gut reden. Ich kämpfte mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den Herztod und der macht blöde Sprüche. Nach einiger Zeit holte ich tief Luft und wollte was sagen, aber ich brachte keinen Ton über die Lippen. Die ganze eingeatmete Luft entwich meinem Körper und ebenso fiel ich zusammen, ähnlich wie ein heißer Hefezopf, der zu schnell an die frische Luft kam. Zu tief saß der Schreck in mir.   Es dauerte eine Ewigkeit bis ich wieder einigermaßen normal agieren, bzw. reagieren konnte. Meine Hand bewegte sich langsam in ihre Richtung und ergriff die Ihre. Die junge Frau erwiderte meinen Händedruck, und ich bemerkte, dass wir beide noch völlig unter Strom standen. Langsam trafen sich unsere Blicke und ich lächelte ein wenig verlegen. Als Sie beides langsam erwiderte löste sich meine Spannung, oder besser gesagt Panik, etwas, und ich zog die junge Frau mit meiner rechten Hand etwas zu mir ran. Sie folgte diesem Wink und hockte sich neben meinem Rollstuhl. Diese junge Frau war näher betrachtet nicht hässlich, aber auch nicht unbedingt der Typ Frau, nachdem ich mich auf der Strasse umdrehen würde. Gut: Leute die mich real kennen, werden sich beim lesen dieser Zeilen gerade schlapp lachen und denken:“Der grandiose Trümmerhaufen muss gerade etwas davon erzählen, nach wem es sich lohnen würde, sich auf der Strasse umzudrehen.“ Hier würde wieder der Spruch mit dem Glashaus und dem Steine werfen hervorragend passen.   Die junge Russin fand langsam wieder etwas mehr Vertrauen und kam wieder ein Stück näher. Sie musterte mich, streichelte mir über das rechte Bein und fragte mich etwas mitleidig:“Du aua Bein von Unfall?“ Ich schüttelte den Kopf:“Nein! Von Geburt an!“ Sie nickte verständnisvoll und fragte wieder:“Du spüren meine Hand?“ Diesmal nickte ich:“Ja ich spüre und merke alles, was Du da mit und auf meinem Bein machst.“ „Das gut?“ fragte sie weiter während sie wie zufällig mit ihrem linken Busen an meinem rechten Knie vorbei strich und mich dabei fragend herausfordernd ansah. Ich versuchte cool zu bleiben und entgegnete:“Nun, schlecht ist es nicht…“ „Du wollen mehr?“ bewarb sie sich nun weiter um meine Gunst. In meinem Schädel fing es wieder an zu dröhnen. Denn ich hatte so einer Frau noch nie einen Korb gegeben. Was ist, wenn mir die russischen Kleiderschränke da hinter mir, schon die Messer gewetzt hatten? Als blutiger Neuling in solchen Häusern fühlte ich mich just in diesem Moment irgendwie schutzlos ausgeliefert, denn alles was ich bis zu diesem Zeitpunkt aus dieser eigenen Welt kannte, kannte ich nur vom hören sagen, aus der Presse und aus dem Fernsehen. Jeden Tag standen in der Yellow-Press neue, abenteuerliche Geschichten aus dem Rotlichtmilieu. Von Bandenkriegen, prügelnden Zuhältern, drogenabhängigen Frauen, Glücksspiel und abgezockten Freiern. Und nun saß ich selber mit meinem Rollstuhl in diesem riesigen Getümmel und fand keine Antwort auf eine furchtbar einfache Frage. Hilflos fragend blickte ich mich um. Jochen bemerkte meine Not und meinte:“Du wolltest doch mal auf Toilette. Sollen wir mal kurz verschwinden?“ Schnell nickte ich zustimmend:“Besser wäre es!!“ Die Frau deutete nach draußen:“Toilette nix gut für Dich! Ist im Keller! Du gehen besser auf Hof!“ Also bewegten Jochen und ich uns Richtung Innenhof. Zwischen einigen Müllcontainern parkte ich meinen Rollstuhl während mir Jochen die Pinkelpulle aus dem Rucksack gab. „Willst Du das Geschoß?“ fragte er. Ratlos schüttelte ich den Kopf:“Scheint ja nett zu sein, aber am liebsten wäre ich hier schneller wieder draußen, wie ich hier rein gekommen bin. Irgendwas passt mir hier nicht. Die Jungs von der Russenfraktion gefallen mir überhaupt nicht.“ „Dachte mir schon so was! Die Typen gefallen mir auch nicht besonders! Am besten ist es, Du gibst der Schnepfe einen charmanten Korb! Am besten sagst Du, Du hättest Dich noch nicht entschieden und möchtest Dich noch etwas umsehen. Das sollte klappen.“   Nachdem das menschliche Bedürfnis erledigt und alles wieder an seinem Platz verstaut war, kehrten die Freunde in den Barraum zurück. Gott sei Dank war Tomekk nach erfolgreicher Nummer wieder zurück. Da seine Gespielin ihn aber noch auf einen Drink auf Kosten des Hauses eingeladen hatte, mussten wir notgedrungen noch bleiben, und ich wäre so gerne abgehauen…   Kaum waren wir wieder an unserem Tisch angelangt und hatten Platz genommen, hockte sich die junge Russin wieder an meine rechte Seite und „bearbeitete“ mit ihren Händen wieder mein Bein. Plötzlich zog sie ihr Oberteil vom Bikini aus und hängte es mir mit erwartungsvollem Blick um den Hals. Ihre Brüste waren wohlgeformt und nicht zu groß und nicht zu klein. Sie gab sich alle Mühe mich anzumachen, doch je mehr sie in dieser Richtung unternahm, umso panischer und ängstlicher wurde ich. Obwohl ich sonst eine große Klappe habe und Selbstbewusstsein mit Löffeln fresse, so klein und hilflos fühlte ich mich jetzt. Es war auch eine völlig neue Lebenserfahrung für mich, aus der ich mich trotz aller negativen Gefühle selber und alleine befreien musste. „Du wollen mich jetzt?“ fragte die Frau wieder, die mittlerweile halb auf meinem Schoß hing. Erst ihre erneute Frage riss mich aus meinen Gedanken. Nun nahm ich all meinen Mut zusammen, atmete tief durch und sagte:“Nein! Ich bin heute zum ersten mal in so einem Club und möchte mich zunächst noch etwas umsehen. Sorry! Vielleicht später!“ In ihrem Gesicht sah ich, dass diese Bombe eingeschlagen und getroffen hatte. Ihr bislang freundlicher und erwartungsvoller Blick wurde schlagartig zu Stein. Sie nahm das Oberteil von meinem Hals und verschwand wort- und grußlos. Jochen grinste und zwinkerte mir zu:“Ich denke, diese Dame kannst getrost Du von Deiner Weinachtsgrußkartenliste streichen.“ „Mein russisch wäre eh nicht so toll gewesen, “ konterte ich, „außerdem hätte ich nichts dagegen, dieses Etablissement jetzt schnellstmöglich zu verlassen, bevor den breitschultrigen Kürbisschädeln einfällt, dass man aus meinem Rollstuhl eine tolle Achterbahn machen kann.“ Gott sei Dank verstanden meine Mitstreiter meinen Wink mit dem Zaunpfahl, oder besser gesagt habe ich ja schon mit dem Gartenzaun gewunken, und erhoben sich von ihren Plätzen. Aber wie von Geisterhand gezaubert sprangen fünf bis sechs neue Frauen in unseren Weg und versuchten uns zum bleiben zu überreden. Ich ließ mich jedoch nicht beirren, und steuerte meinen Elektrorollstuhl weiter gen Hintertüre, also genau denselben Weg nehmend, welchen ich gekommen war. Die Anderen störten mich nun egoistischer weise gar nicht mehr, denn ich nur noch diesen Ort verlassen. Ich wollte da raus, und wenig später stand ich wieder vor der vorderen Eingangstür und atmete wieder die etwas frischere Berliner Abendluft, während Tommekk sich lachend mit der Hand auf den Oberschenkel schlug:“Eh! Das glaube ich ja jetzt nicht. Unser Mario war mal kleinlaut mit Hut! Dazu mussten erst über zwei Jahre Ausbildung vergehen um das zu erleben.“

      in Phantasien/Erotische Geschichten

    • Rolliman in Red Light District

      Vorwort:   Zur genüge kenne ich die Blicke der Leute. Diese Blicke verfolgen mich, aber jeder dieser Blicke ist anders. Neugierig, erstaunt, kopfschüttelnd, vorwurfsvoll, hasserfüllt oder freudig und freundlich. Als Körperbehinderter sieht man auf der Straße immer Reaktionen. Nur eine nicht: Normale Teilnahmslosigkeit der Großstadt. Viele fragen sich:“Was will der hier? Was will und macht der Behinderte hier im Supermarkt?“ Einfache Antwort:“Ich bin Mensch und will leben, aber um zu leben, muss ich essen und trinken. Die dazu benötigten Lebensmittel gibt es halt im Supermarkt, beim Bäcker und beim Metzger! Ohne Nahrungsmittel würde ich sterben, also muss ich in die Stadt einkaufen!“ Das versteht komischerweise jeder Mensch.   Die Blicke verwandeln sich schlagartig in ungläubiges Staunen, wenn mich Leute irgendwo sehen, wo sie niemals einen Behinderten vermuten würden, im Bordell! Fassungslose Blicke verfolgen mich, überall stecken Kunden und Anbieterinnen die Köpfe zusammen und tuscheln. Letztens hörte ich noch einen Gast zu einer Frau sagen:“Ist das ne arme Sau! Der sieht hier die nackten geilen Möpse und kann doch nix damit tun. Das muss doch eine Qual für ihn sein. Was will der hier?“   Da ich noch nie aus meinem Herzen eine Mördergrube gemacht habe, drehte ich meinen Rollstuhl und Fuhr zu dem besagten Mann:“Was ich hier will? Ich bin Mensch und will leben. Aber um Leben zu können, darf ich nicht alleine sein. Denn wer einsam ist stirbt, und deshalb muss ich dahin gehen wo ich nicht alleine und einsam bin…“ Der Mann und dessen weibliche Begleitung schauten mich aufgrund meiner direkten Ansprache geschockt an und er stammelte nur:“Ich verstehe nicht?“ „Gut! Dann versuche ich es mal zu erklären“, meinte ich.   „Als Behinderter war und bin ich immer irgendwo alleine. Wenn ich mit Freunden zum Fußball gehe, dann sitzen sie nebeneinander auf der Tribüne und feiern, gucken und diskutieren gerade in diesem Moment über die Szene, wo sie passiert. Ich hingegen sitze auf meinem Rollstuhlplatz in einer ganz anderen Ecke des Stadions und kann erst hinterher über die Szenen sprechen und diskutieren. Ich bin zwar dabei, aber eigentlich alleine, weil ich für meine Freunde zu spät bin, um über diese oder jene Situation zu diskutieren und zu fachsimpeln. Genau dasselbe ist mit meiner Familie. Meine Eltern konnten mir zwar beibringen wo man sich ein Brötchen kauft, dass man nicht lügen oder stehlen soll, oder das man nicht nackt auf die Strasse geht. Aber sie haben mir nicht zeigen können, wie man als Behinderter lebt und überlebt. Sie konnten mir nicht sagen, wie ich mich verhalten muss, wenn ich wegen der Behinderung im Laden nicht bedient werde, oder ich nicht in eine Kneipe reinkomme, oder wenn ich mal nicht zu meinen Hobbies kann, weil mich niemand fahren kann, oder wenn man durch die Stadt fährt und von den Leuten nur den Arsch sieht und nicht auch das Gesicht. Obwohl ich gut behütet war, war ich doch alleine, denn das Leben eines Behinderten mit allen Tipps und Tricks, vor allem für die Psyche und die Seele, kann nur ein Behinderter leben und vormachen.     Jetzt sind wir hier im Club oder Bordell. Ich bin hier, weil ich alleine bin, keine Partnerin habe. Ich könnte jetzt hier Vorträge über Untersuchungen halten, das ein geregeltes und glückliches Sexualleben weniger Prostata-Probleme für den Mann bringt, oder das beim Sexualakt chemische und biologische Prozesse in Gang gesetzt werden, die wieder rum wichtig für die Produktion lebenswichtiger Hormone sind und all so’n Zeugs. Ich könnte auch sagen: Alles Quatsch! Die Hormonproduktion kann ich auch zuhause im Bett alleine machen, indem ich selber Hand an mich lege und mich selbst befriedige was ich auch ehrlich gesagt, oft genug mache, aber jetzt kommt der Unterschied. Wenn ich zuhause im Bett bin, dann bin ich vielleicht in Gedanken bei irgendeiner Frau, aber ich bin immer noch alleine. Es gibt noch keine Duftkerzen, die den Haarduft eine Frau simuliert oder eine CD, die die ruhigen Atemzüge einer Frau abspielt, die ruhig, entspannt und zufrieden auf deinem Bauch einschläft. All’ das, wonach sich jeder Mensch sehnt, Ruhe, Geborgenheit, Wärme, Körperkontakt, das finde ich hier. Es kann und wird niemals eine Partnerschaft ersetzen, es ist vielmehr eine Art Metadon-Programm. Eine Möglichkeit das komplette Austrocknen der Seele zu verlangsamen. Aber auch diese Besuche werden das letztendliche Austrocknen nicht verhindern.“   Die Beiden saßen mir schweigend gegenüber und sagten nichts. Bis die Frau mich schließlich umarmte und sagte:“Ich hätte nie gedacht, dass einem der Puff-Besuch soviel bedeuten kann. Aber solche Gedanken wie Deine gerade hört man hier sehr selten, oder besser gesagt, fast nie!“ Der Mann erhob sich nun auch und atmete tief durch:“Da habe ich nun wirklich einiges gelernt. Hätte ich so auch nie für möglich gehalten. Dann wünsche ich dir einige schöne entspannte Stunden, und reichlich Regen für Deine Seele.“ „Danke, aber entspannen tut sich wenig“, meinte ich, „denn bei jedem Date folgt Stress pur! Bin ich der Frau vielleicht beim ausziehen zu schwer? Tue ich ihr auch nicht mit meinen ungelenken spastischen Bewegungen weh? Kann ich es der Frau zumuten, meine Quasimodo-Fratze zu küssen?“ Der Mann stand ratlos da, und der Frau stand eine Träne im Auge als sie fragte:“Darüber denkst du nach? Warum???“ „Weil ich Mensch bin…“

      in Phantasien/Erotische Geschichten

    • Date mit Rolliman? - Why not....

      Hallo,   habe es ja schon in meiner "Vorstellung" angedroht, das ich hier mal sprichwörtlich was ins "rollen" bringen will! Nur dazu brauche ich die Hilfe der Mädels hier....   Würde mal gerne wissen, wer sich ein Date mit einem Behinderten vorstellen könnte? Wo evtl. die Grenzen liegen? Wo Unsicherheiten sind? Wo vielleicht auch Neugierde steckt?   Vielleicht schaffe ich es ja, mit meinen Erfahrungen, Ängste und Unsicherheiten abzubauen. Oder es kommt hier vielleicht noch ein oder zwei Behinderte aus der Deckung, die sich bisher hinter Ihren Nicks "verschanzen".....   Man kann mich alles fragen: Tabus gibt's bei mir eh nicht....   Immer schön dran denken: Behinderte sind auch nur Menschen! Und jeder ist Behindert... Oder braucht ihr keine Hilfe....? :zwinker: :zwinker:   Traut euch...   Rolliman

      in Handicap



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