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Recht - Gesundheit - Soziales Themen über Recht, Gesundheit und Soziales mit Bezug zur Prostitution, Erotik und Escortservice.


ProstSchuG und "neue Bereiche"

Recht - Gesundheit - Soziales


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Alt 06.04.18, 23:43   #1
Thea
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Thea wird bald berühmt sein
ProstSchuG und "neue Bereiche"

Naturgemäß wird in einem Escort-Forum das neue Gesetz rein in Bezug auf Escort und Anverwandte bezogen und diskutiert. Allerdings sind ja seit dem 01.01. auch neue Bereiche betroffen, die vor dem Jahreswechsel noch nicht unter Prostitution fielen. Ich denke hier vor allem an Tantra-Massagen.

Wie sieht es eigentlich bei denen aus? Schließlich sitzt man doch jetzt in einem Boot. Wird sich da ausgetauscht und zusammen gearbeitet? Oder grenzt man sich ab?

Mir kam der Gedanke, als ich Alinas Beitrag gelesen habe und den Teil

Zitat:
...Was mich daran verärgert ist, dass wir Agenturen, die korrekt nach neuem Gesetz arbeiten, aktuell viele Nachteile haben, zB. neue Damen finden ist schwer, da, wie Escoreal korrekt sagt, viele lieber denen glauben, die sagen: geht auch ohne Schein...
Zum Hintergrund: Ich hatte neulich ein Gespräch mit einer Tantra-Masseurin, die in einem absolut seriösen Studio arbeitet (die Massage also tatsächlich als esoterische Handlung begreift ohne sexuelle Gedanken). Auch war das Gespräch bei einer vollkommen andere Gegebenheit und sie weiß auch nichts von meinem Hintergrund aber wir kamen auch auf das neue Gesetz.
Sie sage mir zum Thema Anmeldung, dass das für sie nicht zuträfe, da es sich nicht um eine erotische/sexuelle Dienstleistung i.S. der Prostitution handelt und die Verbände würden bereits dagegen angehen. Ihre Studioleitung hätte aber die Texte auf der Hompage angepasst. Dies sei auch in Absprache mit anderen Studios so gehandhabt worden.
Außerdem dürfe jedes Bundesland bzgl der Einstufung, ob Tantra unter das neue ProstSchuG fällt oder nicht, selber entscheiden.
Auf meine Anmerkung, dass sie diese Handlung im Intimbereich doch gegen Geld macht und dies an sich so auch im neuen Gesetz eben als Prostitution eingestuft wird, bekam ich als Antwort, dass dies aber rein als heilend anzusehen wäre und nicht der sexuellen Befriedigung diene. Es wäre eben Spirituell.

Ich hatte bei diesem Gespräch das Gefühl, dass die Informationen und Aufklärungsarbeit noch ganz extrem hinterher hinken und eher Trotz und Ignoranz gegenüber dem neuen Gesetz herrschen.
Aber ich habe aber auch keine Vergleiche zu anderen Ansichten, da ich nur diese eine Äußerung kenne und nicht die evtl stattfindenden Diskussionen in tieferen Kreisen (nicht mein Thema).

Wenn ich jetzt an Alinas Zitat denke, dann frage ich mich, in wie weit eben auch "dieser neue Bereich", der sich nicht an die Vorgaben hält, schaden kann z.B. durch verstärkte Auflagen oder strengere Kontrollen. Eben indem sie nicht aufklären, sich nicht anmelden, die Studios das Gesetz ignorieren.


Liebe Alina: Dein Zitat ist wirklich nur durch Zufall gewählt... es hatte mich einfach auf den Gedanken gebracht... Also vorsorglich: Kein Grund für Rechtfertigung
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Alt 07.04.18, 10:37   #2
Spring
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AW: ProstSchuG und "neue Bereiche"

Da es mein früheres Arbeitsgebiet betrifft hier ein Gutachten http://www.hydra-berlin.de/fileadmin...chG-Wersig.pdf

Der Tantra Massage Verband hat das Problem erkannt, will aber einen eigenen Weg gehen. Sie wollen die Anerkennung als Heilberuf erreichen, aber nur wenn die Tantramasseurinnen sich beim Verband (Ausbildung) qualifiziert haben.

Frau Laux, die meines Wissens auch Mitglied im BesD ist, sich also nicht abgrenzt will mit einer Petition eine Trennlinie zwischen Tantramassage und Prostitution erreichen.
http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Ma...enschutzgesetz

Derzeitiger Stand:
Tantramassage fällt definitiv unter das ProstSchG auch wenn sehr viele das nicht wahrnehmen wollen.
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Alt 07.04.18, 11:17   #3
max2go
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AW: ProstSchuG und "neue Bereiche"

Hallo Thea, interessante Frage.

Sie wurde im übrigen schon 2014 hier im Forum diskutiert. Die wesentlich herrschende Meinung damals war: "ALLES" ist gefälligst Prostitution. Wir wollen Solidarität zeigen.

Den Straßenstrich hat das bis heute nicht interessiert. Die Club Mädels auch nicht. Beim Gesetzgebungsprozess wurde in den einzelnen Gremien durchaus abgewogen, was unter Prostitution denn zu fallen habe. Die Befürchtung des Gesetzgebers war, dass die Sex-Branche mit der Zulassung bestimmter Ausnahmen diese sofort für Umgehungstaten ausnutzen würde.

Hätte man beispielsweise "Tantra" aus dem Gesetz ausgenommen, war (vielleicht zu Recht?) die Befürchtung da, ab dem nächsten Tag werden die "FKK-Club" Schilder abgehängt und gegen "Tantra-Club" Schilder getauscht.

Dieses Argument ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Die Furcht des Gesetzgebers vor "Umgehung" des neuen Gesetzes war so groß, dass sogar im Anhang zum Gesetz "Umgehungstatbestände" explizit mit Beispiel darin aufgenommen werden. (Beispiel: Reine "Begleitung" wird als Prostitution gewertet wenn zu erwarten ist, dass es nach der bezahlten reinen Begleitung doch zu "privaten" sexuellen Handlungen kommt.) Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass auch hiesige Damen sich darin ausprobiert haben/ausprobieren.

Die P6 Branche hat es in der Zeit seit 2002 nicht wirklich geschafft, sich lobbymäßig zu etablieren. Zumindest nicht im Sinne einer zahlenmäßig relevanten Größenordnung. Viele persönliche und gefühlsmäßig geprägte Überlagerungen haben auch in der Politik eine klare Position der P6 Szene vermissen lassen. Kein Wunder, denn dazu ist die Branche viel zu heterogen aufgespalten. Was leider in den Jahren der Gesetzesfindung keiner wissen wollte.

Einige Sparten hatten dennoch eine gute Lobby. Die Wohnwagenaufsteller beispielsweise. Sie haben es geschafft, dass für ihre "Bumscontainer" eigene Regelungen zum Vorteil der Branche im Gesetz aufgenommen wurden. Sie leben derzeit ganz gut damit.

Die Escort Szene (laut Gesetzgeber unter 1% des P6 Aufkommens) hat genauso wie die Tantra Szene, die Sexualbegleitung für Alte und Behinderte, die Bondage-, Domina-, Studio-, und SM Szene (in bestimmten Teilbereichen) es schlicht versäumt, sich Gehör zu verschaffen und die Besonderheiten ihres Teilsegmentes gegenüber dem Gesetzgeber herauszustellen. Damit wäre vieles für diese Sparten einfacher geworden, Umgehungsszenarien hätte man anderweitig ausschließen können und ein gewisser Minderheitenschutz für diese Nischen im P6 wäre gegeben gewesen.

Ich erinnere nur daran, wie die herrschende Meinung auch hier im Forum 2014 war, als trotzig vereint mit dem Fuß aufgestampft wurde: "Wir wollen als Escorts aber Prostitution sein". Ich will die damalige Diskussion nicht wieder aufwärmen. Ich sehe aber an Deinem Beispiel der Tantra Leute, dass sie sich derzeit genau in demselben Dilemma der gefühlten Überlagerung der Fakten befinden wie seinerzeit die Escort Szene. Nur sehen es die Tantra Leute genau andersherum, sie wollen genau keine Prostitution sein.

Ich stimme Dir daher in Deiner Einschätzung absolut zu, die Tantra Leute würden sich niemals als Prostituierte bezeichnen. Meiner Meinung nach zu Recht. Dasselbe kann ich auch den Menschen in der Sexualbegleitung zuschreiben. Sie werden sich niemals als Prostituierte begreifen wollen.

So wie ich im Kontakt mit Menschen im Tantra und insbesondere Sexualbegleitung das sehe, machen die Tantra Leute zur Zeit exakt denselben Erkenntnisgewinn durch wie 2014 die Escort Szene. "Gefühlte" Fakten und Zusammenhänge sind eben keine und das Gesetz berücksichtigt in seiner Anwendung immer nur den Mainstream, nie die Randbereiche. Das wird vom Gesetzgeber immer als Kollateralschaden akzeptiert.

Bis es da zu Veränderungen auch in der öffentlichen Wahrnehmung kommt, wird noch sehr viel Diskussion in den Foren, der Öffentlichkeit und in den politischen Gremien nötig sein.

Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass sich aufgrund der demografischen Entwicklung in den nächsten 10 Jahren deutliche Veränderungen und Differenzierungen ergeben werden.

Vorreiter auch für die Tantra Szene wird sehr wahrscheinlich die Sexualbegleitung sein. Sie kommt aus dem Pflegebereich und nicht aus der Prostitution. Sie ist gut organisiert, hat eine funktionierende Verbandsstruktur die in der Politik ernstgenommen wird und steht bereits heute eher in Verbindung zu den Krankenkassen als zum Straßenstrich.

So wie es heute bereits problematisch ist normale Pflegekräfte zu finden, wird es noch schwerer Menschen für die Sexualbegleitung zu gewinnen, wenn sie dem Stigma der Prostitution ausgesetzt sind. Immerhin wird sich die Sexualität im Alter verändern. Streicheln, Berühung etc. (und da sind wir ganz eng beim Tantra) wird Vorang vor PSE haben.

Warum bin ich da so zuversichtlich? Auch aus Gründen den Demografie. Zum einen werden die geburtenstarken Jahrgänge bis in 10 oder 15 Jahren über die Hälfte der deutschen Bevölkerung stellen (und damit die Mehrheit der Wähler!) - sie werden sich ihren Lebensabend inklusive der sexuellen Dienstleistungen selbst bestimmen können - und die nachwachsende jüngere Generation ist dem Thema P6 inzwischen sehr viel aufgeschlossener gegenüber als noch vor 10 Jahren. An Unis ist "Sugargirl" bereits im Bewußtsein eine studentische Nebentätigkeit die fast schon zum guten Ton gehört.

Das neue Gesetz bringt Umbrüche. Leider neigt der Mensch dazu wenn Veränderungen anstehen diese zunächst einmal zu negieren, zu verdängen, zu bekämpfen. Danach folgt das Prinzip "Lernen durch Schmerzen" - sprich Einschnitte in das Gewohnte.

Ich sehe derzeit, dass auch die Escort Branche inzwischen ein paar Dinge begreift, die 2014 von denselben Menschen noch vehement bestritten wurde. Aber es wird so langsam.

Daher bin ich auch zuversichtlich für die Tantra Szene. Sie werden sich ob sie wollen oder nicht, derzeit noch der Prostitution zuordnen lassen müssen. Das kann in ein paar Jahren völlig anders aussehen, wenn sich Dank der Intervention der Pflegeverbände zunächst die Sexualbegleitung aus diesem Dunstkreis lösen wollen wird. Zudem wird es sicherlich auch für andere Teilbereich des P6 im Zuge der neuen Gesetzgebung das eine oder andere Grundsatzurteil geben (müssen), in dem all die heute so strittigen und heiß diskutierten Fragen richterlich zu klären sind. Darunter werden sicherlich auch Fragen der Zuordnung fallen, die das heutige Gesetz so nicht hergibt/geben kann. Insofern ist auch der Versuch der finalen Eigeninterpretation müssig.

Das neue Gesetz ist zunächst einmal der grobe Wurf. Jetzt werden die Detailprobleme erst sichtbar und werden wie bei jedem anderen Gesetzgebungsverfahren das Veränderungen mit sich bringt nachrangig gelöst werden.

Zum Schluß noch ein Beispiel, wie eine Aufteilung auch im P6 vielleicht in 10 Jahren aussehen könnte?

Das Handwerk. Um einen Handwerksbetrieb führen zu können, muss man mit Meisterbrief in die Handwerksrolle Kategorie A eingetragen sein. Das betrifft die ganzen gefahrgeneigten Gewerke. Zu Recht, wie ich meine.

Dann gibt es noch die Handwerksrolle Kategorie B. Dort werden Gewerke eingetragen, die zwar auch ein Handwerk ausüben, aber dafür keinen Meisterbrief benötigen. Die Fließenleger beispielsweise.

Natürlich gab und gibt es hier Umgehungstatbestände. Die zuständige Verwaltung hat es aber geschafft, diese Dinge durch eine detailiertere Betrachtung und Differenzierung in den Griff zu bekommen.

Handwerker sind sie nun alle. Mit Meisterbrief die einen, ohne Meisterbrief die anderen.

Ich will mal nicht ausschließen, dass in ein paar Jahren ein ähnliches Verfahren im P6 greift:

Prostitutionsrolle A: mit Alibi-Ausweis (Straßenstrich, Clubs, Bordelle, Wohnungspuff - also da, wo die Intention des Gesetzgebers Menschenhandel, Zwangsprostitution etc einzudämmen realistisch ist) und eine Prostitutionsrolle B, ohne Alibi-Ausweis und "formal" keine Prostitution im engeren Sinn. (Tantra, Domina/ohne Sex, Sexualbegleitung, Massagen mit Happy End....) ****

Warum denn nicht? Ich bin gespannt auf die dazu erforderliche gesellschaftliche Diskussion.







(**** Die Frage wo Escort an dieser Stelle stehen wird, lasse ich einmal ausdrücklich offen, die Zeit wird´s zeigen.)
max2go ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.18, 11:43   #4
Spring
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AW: ProstSchuG und "neue Bereiche"

Das ganze ist an der Solidarisierung ALLER Sparten gescheitert und wird auch weiter daran scheitern, z.B. daran dass sich eine Escort als was Besseres fühlt als die "Bordsteinschwalbe"
Alter Spruch: Was hilft es, wenn es 100 Zugpferde gibt, aber alle in eine andere Richtung ziehen?

Wenn man eine echte Lobby auf dem kleinstmöglichen gemeinsamen Nenner geschafft hätte ...

In meiner Zeit als aktiver Tantra Masseur fühlte ich mich den Sexarbeitern zugehörig!
Das sogenannte Maithuna Ritual (Vereinigung) ist banal ausgedrückt auch nichts anderes als Vögeln mit Ommmm und Öl
Wie man nun qualitativ diese Dienstleistung einstuft liegt im Gefühl der Beteiligten ... für mich persönlich war es das Grösste und ist es im privaten Bereich immer noch.

Der Quicky am Strassenrand kann aber ebenso geil sein ...

Die gute Currywurst am Kudamm in Berlin kann in der richtigen Situation genauso gut sein, wie das Sternemenue im Tantris (unfreiwilliges Wortspiel) München ...
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Geändert von Spring (07.04.18 um 11:46 Uhr)
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Alt 07.04.18, 20:22   #5
Wulf
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AW: ProstSchuG und "neue Bereiche"

Ich sehe das bei Tantra genau so wie bei Escort und Sugardaddy/Sugarbabe auch....werden sexuelle Handlungen gegen Entgelt beworben/angeboten, dann ist es Prostitution, wenn nicht dann nicht. Tantra ist also auch nicht per se/grundsätzlich Prostitution.
Wulf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.18, 10:34   #6
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AW: ProstSchuG und "neue Bereiche"

Zitat:
Zitat von max2go Beitrag anzeigen
An Unis ist "Sugargirl" bereits im Bewußtsein eine studentische Nebentätigkeit die fast schon zum guten Ton gehört.
Glaube ich nicht, bitte um Quellen in seriösen Medien.
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Alt 08.04.18, 11:56   #7
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AW: ProstSchuG und "neue Bereiche"

Ich frage mich gerade, wie eine Tantra Massage ohne sexuelle Handlungen aussehen soll?
Berührung auch in intimen Bereich und Nutzung der Sexualenergie, ob mit oder ohne Penetration (Maithuna Ritual) sind Programm ... Der Orgasmus ist zwar nicht das Ziel ist aber meist unausweichlich egal in welcher Form.
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Alt 09.04.18, 00:40   #8
JuppJupp
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AW: ProstSchuG und "neue Bereiche"

Zitat:
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Familienduell, Werner Schulze-Erdel: "Wir haben 100 Studentinnen gefragt: Nennen Sie uns einen typisch studentischen Nebenjob..."
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Alt 09.04.18, 11:14   #9
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AW: ProstSchuG und "neue Bereiche"

Zitat:
Zitat von Thea Beitrag anzeigen
Naturgemäß wird in einem Escort-Forum das neue Gesetz rein in Bezug auf Escort und Anverwandte bezogen und diskutiert. Allerdings sind ja seit dem 01.01. auch neue Bereiche betroffen, die vor dem Jahreswechsel noch nicht unter Prostitution fielen. Ich denke hier vor allem an Tantra-Massagen.

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Zum Hintergrund: Ich hatte neulich ein Gespräch mit einer Tantra-Masseurin, die in einem absolut seriösen Studio arbeitet (die Massage also tatsächlich als esoterische Handlung begreift ohne sexuelle Gedanken). Auch war das Gespräch bei einer vollkommen andere Gegebenheit und sie weiß auch nichts von meinem Hintergrund aber wir kamen auch auf das neue Gesetz.
Sie sage mir zum Thema Anmeldung, dass das für sie nicht zuträfe, da es sich nicht um eine erotische/sexuelle Dienstleistung i.S. der Prostitution handelt und die Verbände würden bereits dagegen angehen. Ihre Studioleitung hätte aber die Texte auf der Hompage angepasst. Dies sei auch in Absprache mit anderen Studios so gehandhabt worden.
Außerdem dürfe jedes Bundesland bzgl der Einstufung, ob Tantra unter das neue ProstSchuG fällt oder nicht, selber entscheiden.
Auf meine Anmerkung, dass sie diese Handlung im Intimbereich doch gegen Geld macht und dies an sich so auch im neuen Gesetz eben als Prostitution eingestuft wird, bekam ich als Antwort, dass dies aber rein als heilend anzusehen wäre und nicht der sexuellen Befriedigung diene. Es wäre eben Spirituell.

Ich hatte bei diesem Gespräch das Gefühl, dass die Informationen und Aufklärungsarbeit noch ganz extrem hinterher hinken und eher Trotz und Ignoranz gegenüber dem neuen Gesetz herrschen.
Aber ich habe aber auch keine Vergleiche zu anderen Ansichten, da ich nur diese eine Äußerung kenne und nicht die evtl stattfindenden Diskussionen in tieferen Kreisen (nicht mein Thema).

Wenn ich jetzt an Alinas Zitat denke, dann frage ich mich, in wie weit eben auch "dieser neue Bereich", der sich nicht an die Vorgaben hält, schaden kann z.B. durch verstärkte Auflagen oder strengere Kontrollen. Eben indem sie nicht aufklären, sich nicht anmelden, die Studios das Gesetz ignorieren.


Liebe Alina: Dein Zitat ist wirklich nur durch Zufall gewählt... es hatte mich einfach auf den Gedanken gebracht... Also vorsorglich: Kein Grund für Rechtfertigung
ich befürchte, sie liegt falsch:

Auszug aus: https://www.land.nrw/de/pressemittei...i-2017-kraft-0

Das Gesetz gilt für alle sexuellen Dienstleistungen, wie zum Beispiel auch Tantra-Massagen oder Escort. Ebenso gilt das Gesetz für Personen, die kein Geld, sondern Sachleistungen, wie beispielsweise für freies Wohnen oder Essen, Schmuck oder ähnliches für ihre sexuellen Dienstleistungen erhalten, wenn sie auf diese Weise ihren Lebensunterhalt sichern oder steigern. Auch wer sexuelle Dienstleistungen nicht regelmäßig, sondern nur gelegentlich anbietet, ist verpflichtet, sich anzumelden.

Ich vermute, dass bei Kontrollen nicht ausreicht zu sagen, es sei rein spirituell. Aber um sicher zu gehen, würde ich als Anbieter (egal in welchem der Bereiche) einfach mal anonym anrufen und nachfragen bei der zuständigen Stadt/Behörde. Denn die machen eben auch die Kontrollen. Da hilft es nix, wenn ein Verband, andere Anbieter oder Kunden sagen: das geht bestimmt so durch, denn sie kontrollieren es am Ende ja nicht. Auch Sätze auf der HP die das ausschließen wollen, ändern nix, das interessiert bei Kontrollen keinen Mensch, da geht es dann um Fakten.

Kein Problem Thea, alles gut, ich finde dein Thema wichtig.
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Geändert von PLE-Agency (09.04.18 um 11:18 Uhr)
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Alt 09.04.18, 11:27   #10
Wulf
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Zitat:
Zitat von Spring Escort Beitrag anzeigen
Das ganze ist an der Solidarisierung ALLER Sparten gescheitert und wird auch weiter daran scheitern, z.B. daran dass sich eine Escort als was Besseres fühlt als die "Bordsteinschwalbe"
...
Diese Aussage entspricht nicht der Realität, jedenfalls nicht hier im führenden Escort-MC-Forum.

Hier im Forum haben sich in den letzten Jahren alle Escort Damen mit den Sexworker Aktivisten (z.B. Melanie und Tanja) solidarisiert und auch in Umfragen wurde mit grosser Mehrheit das Selbstverständnis der Escort Damen als Sexworker festgestellt. Dass sich Escort Damen als etwas „Besseres“ dargestellt haben ist genau eben nicht der Fall.
Wulf ist offline   Mit Zitat antworten
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