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Fraences

Theaterstück im Grillo Theater Essen:Pornoladen-Aus dem Unterleib der Stadt

Empfohlene Beiträge

Luftlinie 391km! :blume2:

 

Aber viel Erfolg....und einen bleibenden nachdenklichen Eindruck wünsche ich!

  • Danke 1

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Sollte jemand spontan morgen (24.5., 19 Uhr) die ausverkaufte Premiere anschauen wollen, es ist 1 Karte frei geworden!

 

Bei Interesse bitte PN an mich...


www.melanie-escort-nrw.com

 

**************

 

Socrates: "To do is to be"

Jean-Paul Sartre: "To be is to do"

Frank Sinatra: "Dobedobedo"

 

***************

 

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.

- Marlene Dietrich -

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Also... ich komme gerade von der Uraufführung und der anschließenden Premierenfeier... und ich muss sagen, es war fantastisch!

 

Ehrlich gesagt, war ich ja ein wenig skeptisch vorher, ob die Umsetzung gut wird und die "Message" rüberkommt.

Und was soll ich sagen? Ich wurde mehr als überrascht!

 

Ich habe viel gelacht und war manchmal zu Tränen gerührt, es war ein auf und ab der Emotionen, hervorgerufen durch die vielen sehr persönlichen Geschichten der Akteure, die auf eine wunderbare persönliche, intime Art und Weise dargestellt wurden...

 

Ein wenig glaube ich, dass dem Großteil des Publikum gar nicht bewusst war bzw sie sich nicht ganz sicher waren, das dort vorn auf der Bühne Geschichten die das Leben schrieb "gespielt" wurden, unter anderem die Geschichten von einem Stricher, einem Pornodarsteller, einer Sozialarbeiterin, einer Sexualbegleiterin und einer Wanderhure. Dies alles mitreißend in Szene gesetzt von dem Regisseur Marc-Oliver Krampe. Er hat es meiner Meinung nach wunderbar geschafft, all die Emotionen einzufangen, die Sexwork ausmachen. Es wurde gelacht und geweint, es war mal ernst und mal albern, Licht und Schatten...

 

Ganz toll war auch die anschließende Premierenfeier, wo ausgiebig gelacht, gefeiert und getanzt wurde (vielleicht sogar immer noch :lach:). Ein rundum perfekter Abend!

 

Ich weiß ja, das einige von euch schon Karten für die nächsten Vorstellungen haben.

Es gibt übrigens 3 Vorstellungen, wo anschließend eine Diskussionsrunde stattfindet.

An einer davon werde ich auch noch mal teilnehmen.

 

Wer noch unentschlossen ist, dem möchte ich ans Herz legen, sich dieses Theaterstück unbedingt anzuschauen. Ihr verpasst sonst was...

  • Danke 7

www.melanie-escort-nrw.com

 

**************

 

Socrates: "To do is to be"

Jean-Paul Sartre: "To be is to do"

Frank Sinatra: "Dobedobedo"

 

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Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.

- Marlene Dietrich -

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Andreas Rossmann hat in der heutigen FAS einen ordentlichen Verriss geschrieben..Man merkte ihm aber an, dass es ihm weniger um das Stück ging. Die ganze Richtung passte ihm nicht (zu affirmativ, kritisches Potential des Theaters nicht genutzt etc.)

 

Leider ist es online nicht verfügbar. Wen es interessiert kann mir eine Mail schicken an bayernbulle@web.de

 

Der/Die kann einen PDF-Scan des Textes bekommen

  • Danke 4

Aber vielleicht ist dies der stärkste Zauber des Lebens: es liegt ein golddurchwirkter Schleier von schönen Möglichkeiten über ihm, verheißend, widerstrebend, schamhaft, spöttisch, mitleidig, verführerisch. Ja, das Leben ist ein Weib! - F. N.

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Socrates: "To do is to be"

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- Marlene Dietrich -

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...ich war am Mittwoch mit lieben Menschen da und habe wieder viele Bekannte getroffen.

 

Zum Stück selbst werde ich die Tage was schreiben. Muss erst die Eindrücke verarbeiten.

Ich habe geweint und schäme mich NICHT dafür.

 

Die fröhliche Kraft der Protagonisten rund um Fraences und Günni lassen ein bisschen hoffen, dass es erst 5 vor 12 und noch nicht zu spät ist...

 

Heute war ich zufällig auf der Domplatte in Kölle (jemand zum Bahnhof gebracht). Wir standen plötzlich in der Prozession. Wir sahen eine Fahne mit der Aufschrift: Gott segne das ehrwürdige Handwerk. Ich hätte mir gewünscht und auch das dringende Bedürfnis gehabt, dass sich 100 rote Regenschirme aufspannen und eine Fahne mit der Aufschrift: Gott schütze das älteste Gewerbe der Welt und "Ja, verdammt noch mal, es ist auch unser Gott" getragen würde.

  • Danke 2

Wer übler Nachrede lauscht, ist nicht besser als der Verleumder selbst.

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Pornoladen - aus dem Unterleib der Stadt

 

Bürgerprojekt von Marc-Oliver Krampe

 

 

 

Beim Gründungstreffen von Sexwork Deutschand in Frankfurt erfuhr ich vom Bürgerprojekt Essen, bei dem es um ein Theaterstück geht, an dem auch zwei meiner Kolleginnen, Fraences und Catharina König, teilnehmen.

 

 

z7xte2rt.jpg

 

.....jetzt recherchieren wir wieder in einem spezifischen Milieu der Metropole Ruhr: Diesmal begeben wir uns in die Rotlichtviertel, Bordelle und Erotikkinos des Reviers.

Pornografie, Erotik und Sex sind äußerst nachgefragte Dienstleistungen in unseren Städten. Hohe Umsatzzahlen werden hier erzielt und bedeutende Steuereinnahmen. Gleichzeitig ist dieser Bereich weitgehend tabuisiert, die Sex-Arbeiter sind stigmatisiert und arbeiten immer noch in einer rechtlichen Grauzone. Die Arbeitsverhältnisse sind nicht selten gesundheitsgefährdend und gefährlich. Viele Bürger finden das Thema faszinierend, fast alle haben Berührungsängste, die wenigsten wissen etwas darüber und die meisten würden das nie zugeben. Irgendwo zwischen der Schmuddel-Ecke und der Boheme-Phantasie einer Toulouse-Lautrec-Romantik versuchen wir ein Stück lust- und frustvolle Ruhrgebiets-Realität auf die Casa-Bühne und in das Bewusstsein der Stadtgesellschaft zu bringen.

 

Gemeinsam mit Huren, Escorts, Strichern, Sozialarbeitern, Sexshop-Besitzern und solchen, die das älteste Gewerbe der Welt schon mal in Anspruch genommen haben oder auf andere Weise mit dem Thema in Berührung gekommen sind, sowie mit Schauspielern des Grillo-Ensembles entsteht ein Theaterprojekt über Menschliches und Allzumenschliches. Über Einsamkeit, Begehren, Sehnsucht, kleine Fluchten und Geborgenheit. Über Ausgrenzung, Gewalt und Faszination, Scheinheiligkeit und den Kampf um Recht und Anerkennung. Über Loslassen und Lust. Ein weiterer Abend über das, was uns verbindet.

 

Während der Aufführung “Pornoladen – Aus dem Unterleib der Stadt” werden Ausschnitte aus einem Pornofilm eingespielt. Aus diesem Grund ist für Jugendliche unter 18 Jahren der Vorstellungsbesuch verboten.

 

In Kooperation mit den Beratungsstellen Nachtfalke in Essen, Madonna e.V. in Bochum, Kober in Dortmund und weiteren Anlaufstellen für Prostituierte im Ruhrgebiet.

 

In Kooperation mit der *Gesellschaft für Soziale Dienstleistungen Essen mbH (GSE).

 

Nachtfalke … für Jungs und Männer die anschaffen

 

Madonna e.V.

 

KOmmunikations- und BERatungsstelle für Prostituierte

 

www.gse-essen.com

 

Quelle Schauspiel Essen

 

Im ersten Moment konnte ich mir nicht wirklich etwas unter diesem Titel vorstellen...

 

Pornoladen? .... Was wollen die da machen, was steckt für eine Motivation dahinter?

 

Sich selbst darstellen? .... Wie? Hmmmm.... neugierig interessiert wie ich nunmal bin hab ich beschlossen die Kolleginnen zu unterstützen, und geplant am 29. 05. 13 zur Theateraufführung um 19 Uhr mit anschließender Publikumsdiskussion zu fahren.

 

Am Mittwoch morgen um 10 Uhr gings los. Bin extra früh losgefahren, mein Navi zeigte an ca 5.30 Std Fahrt....wäre also locker mit Pause um spätestens um 16 uhr in Essen gewesen, wenn .. tja wenn da nicht Stau gewesen wäre...

 

Ab Würzburg begann das Übel... grrrrrrrrrrr warum müssen die alle in die selbe Richtung wie ich... Regenschauer, schlechte Sicht.... den Gedanken an Pause verworfen, die Zeit vergeht und kurz vor Köln geht nix mehr.....

 

noch 60 km und ich....stecke im Stau. Die Zeit verrinnt und meine Panik nimmt zu... mittlerweile ist es 18 Uhr und ich hab immer noch 20 km vor mir..

18.15 Uhr Schneckentempo auf der Autobahn....18.30 Uhr endlich an der Abfahrt natürlich rote Welle an den Ampeln... grrrrrrrrrr

18.45 Uhr Ankunft im Hotel.... Paaaaaaaaaaanik, um 19 Uhr beginnt das Theaterstück Nur noch Koffer aufs Bett geworfen.... Umziehen ... Fehlanzeige grummel, hab extra ein hübsches Kleid mitgenommen.... muss jetzt halt so gehen in Jeans, T-Shirt und Lederjacke....

 

Gott sei Dank war ich schlau und hab das nächstgelegene Hotel zum Grillo-Theater Essen gebucht.

 

im Laufschritt dort hin und auch sofort die Casa-Box gefunden, das kleinere Theater, in dem die Aufführung stattfindet. 18.59 Uhr.. geschafft ( Tanja atemlos) im letzen Moment noch meine Karte abgeholt und rein in den Zuschauerraum, der fast bis auf den letzten Platz gefüllt war.

 

Die Bühne reicht bis an die erste Zuschauerreihe.. und man hat sofort das Gefühl nicht nur Zuschauer, sondern mittendrin im Stück zu sein.

 

Als ich Platz nahm wurde gerade von zwei Schauspielern das Gespräch mit dem Publikum begonnen und "Infomaterial" ( Happy Weekend) verteilt.

 

Zögernd schaute der ein oder andere ins Hefterl um es gleich wieder weiter zu geben....

 

"Wer war schon mal bei einer Prostituierten, und hat diese Dienstleistung in Anspruch genommen?"

 

Noch zögernder hoben sich immerhin 9 Hände... wer von euch war denn da?

 

Nach erstem Lob durch Lisa (Schauspielerin) soviel Ehrlichkeit ist schön, floßen aber erste Informationen ins Stück( wir waren mitten drin) mit ein... das könnte gar nicht sein, denn jeder 3 Mann hätte laut Statistik schon mal diese Dienstleistung in Anspruch genommen....

 

Dann gab es zunächst einen kleinen geschichtlichen Rückblick, bei dem man sich des Stilmittels eines eigens gedrehten Filmchens bediente....

 

Huren in der Antike, Hetären, gebildete und geachtete Frauen, die erste Werbung... "Folge mir" auf den Sohlen der Sandalen, die eine Spur legten in die Bordelle... Zeitsprung..... Zeit des Nationalsozialismus.... Huren werden in KZ eingesperrt und müssen dort weiter in Bordellen arbeiten, Zeitsprünge bis 2001 ... das neue Prostitutionsgesetz....

 

Dann wird es hinter den Wänden aus Glasbausteinen hell....

 

...eine männliche Stimme beginnt zu erzählen....

 

Ich habe in Australien einen 70 Jahre alten Mann gekannt, der hat immer so wunderbare Geschichten erzählt...

 

.....eine weibliche Stimme folgt, "mich hat das Milieu, das in verschiedenen Tatorten gezeigt wurde als 14 Jährige schon fasziniert"

 

abwechselnd erfährt man erste Details über die Personen und ihre Motivationen....

 

Steuerfachangestellte.....wird mit Gelächter quitiert, aber die Frau erzählt, dass sie sich im reiferen Alter neu definieren musste und ihren erlernten Job wegen Mobbing aufgeben musste.. Sie hat sich gefunden, weil sie gerne Nähe gibt und Berührung.

 

eine männliche Stimme erzählt vom Dasein als Stricher auf dem Wackel (Schwulenstrich) in Essen...

 

Die Darsteller teten noch ... versteckt (geschützt) hinter Roten Regenschirmen( dem Symbol für den Kampf um Rechte für Sexarbeiter) vor die Glaswand

 

Für mich ein sehr emotionaler Moment, denn da stehen Menschen mit einem Lebenslauf, der danach klingt, dass sie es nicht leicht hatten, aber die es trotzdem geschafft haben ihr Leben zu meistern....

 

Warum müssen sie sich in der Gesellschaft "verstecken", warum dürfen sie nicht stolz ihr Gesicht zeigen?

 

Der Verkäufer im Sexshop, der sich erstmal Pornos ansehen musste, um die Labels auseinanderhalten zu können .... der im Laufe des Abends "referiert" über Cockringe aus Leder, Neopren und Metall...

erklärt was ein "Flashlight" ist und was man sich so alles in den Po stecken kann...

 

Der Pornodarsteller, der einen Auschnitt aus seinem Porno gezeigt hat, bei dem Namen wie Max Müller im Abspann standen, weil der reale Name geschützt werden musste.... der erzählt über sein Casting bei Teresa Orlowski und dass er dann in einem Fetischfilm als Skave geandet ist....

 

Sperma für das Foto-Shooting danach wurde damals aus "Creme Fraiche und Milch" gemacht... ;-)

 

Der Stricher, der schon früh auf der Straße lebte und der jetzt sein Abitur nachgeholt hat....

Der sich seine Kunden im Internet sucht und aufhört, wenn seine Berwerbungen um einen Arbeitsplatz Erfolg haben...

 

Die Sexualbegleiterin, die seit 8 Jahren Behinderten und alten Menschen Berührung und Sexualität ermöglicht...

 

Die Sozialarbeiterin, die im Container am Straßenstrich niederschwellige Hilsangebote bietet, den Frauen dort die Möglichkeit bietet sich beraten zu lassen, und die der Überzeugung ist, viel von den Frauen dort gelernt zu haben...

 

Der Sozialarbeiter von Nachtfalke, der Strichern hilft und von seinem Tagesablauf erzählt

 

die Hure die seit 30 Jahren diesen Job frei und selbstbestimmt macht und erklärt, wie früher "Falle geschoben" wurde und dass dies heut dank Qualitätsverbesserung des Service nicht mehr gemacht wird.

 

 

der Ex- Knacki, der als 14 Jähriger auf dem Strich, und später im Gefängnis war.. der dort Kunst für sich erkannt hat und bei einer Ausstellung seine Frau ( Fraences) kennen gelernt hat...

 

der Schwule der durch einschneidende Erlebnise und den Verlust des Partners den Boden unter den Füßen verlor und der auf dem Wackel gelandet ist......

 

Die ehemalige Studentin, die ihr Studium durch die finanzielle Unterstützung eines "Sugardaddy" abgesichert hat, und heute in der sozialen Betreuung arbeitet....

 

 

dazwischen die Schauspieler Lisa und Johann, die bewundernswert offen mit dem Thema umgehen....

 

Beide tanzen immer wieder an der Stange, sprechen dabei ihren Text untermalt von Liedern die live von einer Sängerin gesungen werden....

 

Stellenweise kommt bei der ganzen Aufführung eine Stimmung auf, die einfach nur mitreißt, zu Tränen rührt, zum Schmunzeln ist, und immer wieder informiert und fasziniert.

 

Fasziniert, wenn man sieht, mit welcher Kraft Fraences dafür einsteht, dass wir unseren Job legal machen können, die zeigt, dass Sexarbeiter keine Opfer sind, sondern selbstbestimmte starke Menschen, die ihren Weg gefunden haben.

 

Fasziniert, wenn man sieht mit welcher Hingabe Catharina König ihren Job als Sexualbegleiterin macht, und wieviel sie behinderten und alten Menschen dadurch an Zufriedenheit gibt....

 

Aus dem Stück nimmt man als Zuschauer mit, dass Sexarbeit eine gesellschaftich wertvolle Arbeit ist, und dass es nicht in Ordnung ist, dass diejenigen, die diese wertvolle Dienstleistung erbringen, sich "verstecken" müssen anstatt stolz auf das sein zu dürfen, was sie täglich leisten, obwohl sie moralischer Verfolgung, Stigmatisierung, und jetzt auch wieder einem Kesseltreiben der Medien ausgesetzt sind, weil man das Prostitutionsgesetz, dass uns Rechte gibt, ändern will, und damit viele selbstbestimmte AnbieterInnen in die Illegalität drängt....

 

Nicht enden wollender Applaus, die Begeisterung des Publikums, darunter auch einige Kolleginnen und Kollegen, und Standing Ovations riefen die Darsteller immer wieder zurück auf die Bühne.

Das hat nicht nur mir Tränen in den Augen beschehrt...

 

In der anschließenden Diskussion im Foyer wurde schnell sichtbar, wie die tendentielle Berichterstattung der Medien die öffentliche Meinung beeinflusst.

 

Zuschauer waren verunsichert, betrachten selbstbestimmte Sexarbeiter als Ausnahme und nehmen nur den Tenor wahr, dass niemand diesen Job freiwillig macht.

 

Die große Mehrheit der Anbieterinnen ist aber nicht sichtbar, denn wir müssen diskret mit unserem Job leben, da wir, wenn wir uns outen mit den Folgen für unsere Familien leben müssen.

 

Wir machen täglich unseren Job, ohne sichtar zu werden, da wir keine Opfer sind und auch keine Hilfe brauchen, sondern nur in einem legalen Rahmen arbeiten möchten, möchte man uns am liebsten totschweigen, denn die Medienhetze und der politische Aktivismus soll von Versäumnissen und Problemen der Politik ablenken, und das auf unserem Rücken.

 

Dieses Theaterstück ist ein gelungener Versuch einen Einblick zu geben und Menschen aus der Sexarbeit kennenzulernen.

Etwas über unsere Arbeit zu erfahren...

 

Wer allerdings voyeuristischen Einblicke in unsere Dienstleistung erwartet wird enttäuscht sein, denn es ist kein Porno, der da auf der Bühne dargestellt wird.

 

Wer aber ehrlich interessiert ist, dem bietet sich hier die Chance Menschen zu erleben, die authentisch ihre Motivation darstellen, die sie zu diesem Job gebracht hat.

 

Weitere Auführungen sind am 1. und 2. Juni ( internationaler Hurentag), am 9. Juni, am 30. Juni und am 11. Juli statt.

 

Ich bin auch nachträglich noch immer schwer beeindruckt und begeistert, so das ich keinen der 1200 Kilometer bereut hab, den ich dafür gefahren bin.

 

Gratulation an Marc-Oliver Krampe für die ausgezeichnete Inszenierung und an die Darsteller, die sehr mutig und engagiert sich darauf eingelassen haben.

 

Hier noch der Trailer bei Youtube

 

 

LG Tanja

bearbeitet von Tanja
  • Danke 7

Wer die Menschenwürde von Prostituierten gegen ihren Willen schützen zu müssen meint, vergreift sich in Wahrheit an ihrer von der Menschenwürde geschützten Freiheit der Selbstbestimmung und zemeniert ihre rechtliche und soziale Benachteiligung. - Percy MacLean

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Ich bin hin- und hergerissen... ich ärgere mich...

Eigentlich wollte ich am Mittwoch nach Essen fahren, aber ich habe es nicht getan. Die 900 bis 1000 km haben mich zu sehr abgehalten. Jetzt erzählst du begeistert trotz der 1200 km...

 

Aber es war nicht nur die Entfernung, die mich davon abhielt.

Alles, was ich lese, deutet auf einen volksaufklärerischen, „pädagogischen“ Duktus hin. Die Verunsicherung der Zusachauer, ihr Erstaunen über selbstbestimmte Sexarbeiter, die Erklärungen, was es alles gibt, die Stigmatisierungen, der Stolz, die Empörung über Medien...

„Wer von euch hat schon mal...?“ Zögernde Handmeldungen.

Was soll ich da? 10 Jahre P6, 10 Jahre Auseinandersetzung in Freier- und SW-Foren...

Ich hatte keine Lust darauf, belehrt zu werden. Mit einer Moral, die fraglos richtig ist und die ich in- und auswendig kenne.

 

Ich ärgere mich trotzdem, dass ich nicht dort war (und an den anderen Terminen nicht mehr kann). Mein Problem war nämlich noch anderer Art: Zu so einem Thater muss man mit jemadem zusammen hingehen. Genießen, lachen, analysieren, vergleichen, lästern, endlos diskutieren. Mit jemandem, der entweder Laust hat, etwas kennenzulernen, das er noch nicht kennt, oder mit jemandem, der diese Welt schon kennt. Ich hatte niemanden. Ich hätte hier im Forum nach einer Verabredung suchen können. Ich konnte nicht über meinen Schatten springen. Nicht die wohlgehütete Anonymität meines Forennamens punktuell aufgeben. Jetzt habe ich das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Nicht die „Aufklärung“, sondern das gemeinsame Wiederentdecken und das Miterleben.

 

Selbst schuld. Ich wär auch so einer, über den man eine Szene schreiben könnte. :-)

  • Danke 5

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Eigentlich wollte ich am Mittwoch nach Essen fahren, aber ich habe es nicht getan. Die 900 bis 1000 km haben mich zu sehr abgehalten. Jetzt erzählst du begeistert trotz der 1200 km...

 

Aber es war nicht nur die Entfernung, die mich davon abhielt.

Alles, was ich lese, deutet auf einen volksaufklärerischen, „pädagogischen“ Duktus hin. Die Verunsicherung der Zusachauer, ihr Erstaunen über selbstbestimmte Sexarbeiter, die Erklärungen, was es alles gibt, die Stigmatisierungen, der Stolz, die Empörung über Medien...

„Wer von euch hat schon mal...?“ Zögernde Handmeldungen.

Was soll ich da? 10 Jahre P6, 10 Jahre Auseinandersetzung in Freier- und SW-Foren...

Ich hatte keine Lust darauf, belehrt zu werden. Mit einer Moral, die fraglos richtig ist und die ich in- und auswendig kenne.

 

Ich ärgere mich trotzdem, dass ich nicht dort war (und an den anderen Terminen nicht mehr kann). Mein Problem war nämlich noch anderer Art: Zu so einem Thater muss man mit jemadem zusammen hingehen. Genießen, lachen, analysieren, vergleichen, lästern, endlos diskutieren. Mit jemandem, der entweder Laust hat, etwas kennenzulernen, das er noch nicht kennt, oder mit jemandem, der diese Welt schon kennt. Ich hatte niemanden. Ich hätte hier im Forum nach einer Verabredung suchen können. Ich konnte nicht über meinen Schatten springen. Nicht die wohlgehütete Anonymität meines Forennamens punktuell aufgeben. Jetzt habe ich das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Nicht die „Aufklärung“, sondern das gemeinsame Wiederentdecken und das Miterleben.

 

Selbst schuld. Ich wär auch so einer, über den man eine Szene schreiben könnte. :-)

 

Es gibt noch weitere Termine... und ich begleite dich auch :lach: ohne Honorar. Und kann auch noch ein paar Leute und Leutinnen mitbringen...

 

Kannst mich gerne per PN kontaktieren.

  • Danke 2

Wer übler Nachrede lauscht, ist nicht besser als der Verleumder selbst.

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Es gibt noch weitere Termine... und ich begleite dich auch :lach: ohne Honorar. Und kann auch noch ein paar Leute und Leutinnen mitbringen...

 

Kannst mich gerne per PN kontaktieren.

 

Tolles Angebot, alf, vielen Dank. Aber, wie ich schrieb, die anderen Termine gehen nicht bei mir. :-(

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@Lust4fun

Schade. Das Du Dich nicht vorher dich geäussert hast.

 

Im Übrigen, hat das Theaterstück nie die Absicht lehrhaft zu werden.

Vielmehr ein kleine Einblick in die Welt der Sexbranche und die Lebensgeschichte der Teilnehmenden.

 

Und auch wenn Du allein gekommen wärst, ein Austausch in der Theaterkantine, wo wir alle noch ein Absacker nehmen und ein gemütliches Beisammen gewünscht ist, hat nach jede Vorführung stattgefunden.

 

Marc- Oliver Krampe ist mit dem Interviews mit uns auf 900 Seiten gekommen, was dann auf 32 Drehbuchseiten kompakt zusammen gefasst werden musste. Sonst hätten wir eine 20 stündige Aufführung gehabt.

Dabei sind noch schöne Passagen und Szenen gekürzt worden. Das ist halt so.

 

Naja, ich bekomme eine Filmaufzeichnung des Theaterstückes, vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit in eine "nichtöffentlichen" Rahmen es mal denen, die nicht kommen können auf eine Veranstaltungen/Treffen abends zu zeigen.

 

Liebe Grüße, Fraences

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Das ist ja ein toller Link! Danke dafür :umarm:

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Jean-Paul Sartre: "To be is to do"

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- Marlene Dietrich -

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Eigentlich wollte ich am Mittwoch nach Essen fahren, aber ich habe es nicht getan. Die 900 bis 1000 km haben mich zu sehr abgehalten. Jetzt erzählst du begeistert trotz der 1200 km...

 

Aber es war nicht nur die Entfernung, die mich davon abhielt.

Alles, was ich lese, deutet auf einen volksaufklärerischen, „pädagogischen“ Duktus hin. Die Verunsicherung der Zusachauer, ihr Erstaunen über selbstbestimmte Sexarbeiter, die Erklärungen, was es alles gibt, die Stigmatisierungen, der Stolz, die Empörung über Medien...

„Wer von euch hat schon mal...?“ Zögernde Handmeldungen.

Was soll ich da? 10 Jahre P6, 10 Jahre Auseinandersetzung in Freier- und SW-Foren...

Ich hatte keine Lust darauf, belehrt zu werden. Mit einer Moral, die fraglos richtig ist und die ich in- und auswendig kenne.

 

Ich ärgere mich trotzdem, dass ich nicht dort war (und an den anderen Terminen nicht mehr kann). Mein Problem war nämlich noch anderer Art: Zu so einem Thater muss man mit jemadem zusammen hingehen. Genießen, lachen, analysieren, vergleichen, lästern, endlos diskutieren. Mit jemandem, der entweder Laust hat, etwas kennenzulernen, das er noch nicht kennt, oder mit jemandem, der diese Welt schon kennt. Ich hatte niemanden. Ich hätte hier im Forum nach einer Verabredung suchen können. Ich konnte nicht über meinen Schatten springen. Nicht die wohlgehütete Anonymität meines Forennamens punktuell aufgeben. Jetzt habe ich das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Nicht die „Aufklärung“, sondern das gemeinsame Wiederentdecken und das Miterleben.

 

Selbst schuld. Ich wär auch so einer, über den man eine Szene schreiben könnte. :-)

 

Respekt, lust4fun!!!

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