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Rolliman

Offener Brief der Evangelischen Kirche Deutschlands

Empfohlene Beiträge

Es passiert nicht oft, dass ich etwas sprachlos zur Kenntnis nehme, aber hier ist es mal soweit...

 

 

Offener Brief:

 

Sexueller Missbrauch in der Diakonie?

Das Schweigen muss gebrochen werden!

 

 

 

Herr

Präses Nikolaus Schneider

Vorsitzender des Rates der EKD

 

OFFENER BRIEF 24.03.2010

 

 

 

 

 

Sehr geehrter Herr Präses Nikolaus Schneider,

 

angesichts zunehmender Sexualisierung und Brutalisierung im Lande wundert sich niemand, wenn in Schmutzblättern Prostitution geradezu heilig gesprochen wird. Wir evangelische Christen sind jedoch sprachlos, dies in der diakonischen Zeitschrift „Orientierung“ lesen zu müssen:

 

Prostitution- „heilige Handlung im Auftrag der Göttin“

 

Die „Orientierung“ ist Verbandsorgan des Bundesverbandes ev. Behindertenhilfe BeB. Was jüngst (2/09) in dieser Zeitschrift erschien, die in tausenden Büros der Diakonie ausliegt, ist beispiellos! Unter der Überschrift „Sexualassistenz für Menschen mit einer Beeinträchtigung“ heißt es unter Hinweis auf frühere „matriarchale Hochkulturen, in denen die Göttin verehrt wurde“, die Prostitution sei eine „heilige Handlung, um Menschen mit dem Göttlichen in sich in Verbindung zu bringen“. Sie wird sogar gerühmt: „Der Beruf der sexuellen Dienstleisterin hat eine lange und ehrenwerte Tradition“ (S. 28).

 

 

Sexualassistenz: „Fortbildungen“ in diakonischen Einrichtungen

 

Statt solche Aussagen als unvereinbar mit ev. Sexualethik zurückzuweisen, hat der Präsident des Diakonischen Werks, Pfr. K.-D. Kottnik, sie als „sehr differenziert“ gelobt und erklärt, dass die ev. Behindertenhilfe zahlreiche „Fortbildungen zum Themenfeld Sexualität und Sexualpädagogik“ anbietet, wobei auch „Sexualassistenz thematisiert“ wird.

 

Sexualassistenz wird im Verbandsorgan des BeB definiert als „bezahlte sexuelle Dienstleistung“, die von „erotischer Massage bis zu Oral- und Geschlechtsverkehr“ reiche (S. 27).

 

Die Kampagne des BeB hat mittlerweile eine so große Breitenwirkung bekommen, dass Mitarbeiter der Diakonie unter Druck gesetzt werden, ihren Betreuten den “Nutzen“ von Prostitution zu erklären.

 

 

Prostitution wird „christlicher“ Beruf

 

Recherchen zeigen, dass seit 2003 eine sich bis heute steigernde Kampagne in der „Orientierung“ geführt wird, um sexuelle Dienstleistungen zum Teil des Berufsbildes betreuender Berufe in der Diakonie zu machen. Prostituierte und Sexualpädagogen kommen zu Wort, die über derartige Praktiken empfehlend berichten. Betreuern wird geraten, vor Behinderten sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen (Ziel: „Nachahmungshandeln“) oder „Hand anzulegen“, also Behinderte zu masturbieren (Nr. 2/03). Es wird berichtet über sexuelle Handlungen an schwerstbehinderten Menschen, die wegen Hirnschädigung kein Sprachvermögen haben und diese weder fordern noch ablehnen können. Als Rechtfertigung dient die „Intuition“ der Prostituierten: „Er guckt und hört und scheint manchmal zu reagieren, manchmal auch nicht. Er kann nicht reden. Als ich die Decke wegnehmen will, tritt er nach mir. Ich frage ihn immer wieder, ob es in Ordnung ist und muss mich auf meine Intuition verlassen, weil er ja nichts sagen kann… Ich masturbiere ihn, bis er einen Samenerguss hat.“ (S. 29)

 

Die Strafbarkeit dieses Handelns (StGB 174 [sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen] und 179 [sexueller Mißbrauch von Gefangenen, behördlich Verwahrten oder Kranken und Hilfsbedürftigen in Einrichtungen]) wird von den Autoren abgetan: „Die Juristen bestätigen uns, dass man mit sexueller Assistenz allenfalls gegen den Buchstaben, nicht aber gegen den Geist des Gesetzes verstößt“. (S. 27)

 

Wir bitten Sie, Präses Schneider, der Propagierung der Prostitution bei der Betreuung Behinderter Einhalt zu gebieten. In den Richtlinien des Diakonischen Werks heißt es: „Die dem Diak. Werk angeschlossenen Einrichtungen sind verpflichtet, das Evangelium Jesu Christi in Wort und Tat zu bezeugen. Der diak. Dienst ist Wesens- und Lebensäußerung der ev. Kirche.“

 

Die Vermarktung der Schöpfergabe der Sexualität durch die Prostitution, ihre Loslösung aus der Ehe und ihre Reduzierung auf das Lustempfinden entwürdigt den Menschen.

 

Demgegenüber verleiht das Evangelium Jesu Christi jedem Menschen eine unverlierbare Würde, indem es ihm seine Berufung zum Ebenbild Gottes zuspricht. In der Kraft dieser Berufung kann der Mensch die Sexualität in der Ehe verantwortlich einsetzen und auch ohne Ehe und praktizierte Sexualität ein erfülltes Leben haben. Die evangelische Diakonie sollte ihm dabei helfen.

 

Wolfhard Wüster, Diakoniemitarbeiter, Germersheimer Pl. 9 B, 13583 Berlin und weitere Diakoniemitarbeiter

 

Der offene Brief erschien in der idea-spektrum am 24.03.2010 und kann hier heruntergeladen werden:

http://www.gemeindenetzwerk.org/wp-...._Schneider_24_03_2010.pdf


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

Mein Blog: http://www.rollimans-erfahrungen.de/

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Ich verstehe den Brief als das genaue Gegenteil. Und zwar, dass es Menschen gibt, die Behinderten das Recht auf Sexualität absprechen. Und das darf es in meinen Augen nicht geben.


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

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Ich verstehe den Brief als das genaue Gegenteil. Und zwar, dass es Menschen gibt, die Behinderten das Recht auf Sexualität absprechen. Und das darf es in meinen Augen nicht geben.

 

Ich verstehe den Brief so nicht. Es geht doch eher darum, ob die Kirche Prostitution unterstützen soll. Über sexuelle Kontakte ohne Bezahlung steht da doch gar nichts. Das soll es bei Behinderten auch geben.

 

Wenn Behinderte ein Recht auf bezahlten Sex haben, dann will ich das auch :zwinker:

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Demgegenüber verleiht das Evangelium Jesu Christi jedem Menschen eine unverlierbare Würde, indem es ihm seine Berufung zum Ebenbild Gottes zuspricht. In der Kraft dieser Berufung kann der Mensch die Sexualität in der Ehe verantwortlich einsetzen und auch ohne Ehe und praktizierte Sexualität ein erfülltes Leben haben. Die evangelische Diakonie sollte ihm dabei helfen.

 

Dem Gesamttenor entnehme ich, dass bezahlte Sexualität verwerflich sei. Realistisch betrachtet ist die Chance auf unbezahlten Sex für Behinderte niedriger als für andere. Schade, dass diese Schrift von den Evangelen kommt, bei den Katholen hätte man zynischer kommentieren können.

 

Sexualität ist ein wichtiger Bestandteil menschlichen Lebens und steht allen Menschen zu, wobei ich jetzt nicht gerade für Sex auf Krankenschein oder Sozialhilfe plädiere. Aber das organisatorische Drumherum (Logistik) finde ich durchaus förderungswürdig.


Wer übler Nachrede lauscht, ist nicht besser als der Verleumder selbst.

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Ich verstehe den Brief so nicht. Es geht doch eher darum, ob die Kirche Prostitution unterstützen soll. Über sexuelle Kontakte ohne Bezahlung steht da doch gar nichts. Das soll es bei Behinderten auch geben.

 

Wenn Behinderte ein Recht auf bezahlten Sex haben, dann will ich das auch :zwinker:

 

@Texasrancher

Wie verstehst du denn die letzten beiden Absäätze des Textes? Hier nochmal als Zitat:

 

Die Vermarktung der Schöpfergabe der Sexualität durch die Prostitution, ihre Loslösung aus der Ehe und ihre Reduzierung auf das Lustempfinden entwürdigt den Menschen.

 

Demgegenüber verleiht das Evangelium Jesu Christi jedem Menschen eine unverlierbare Würde, indem es ihm seine Berufung zum Ebenbild Gottes zuspricht. In der Kraft dieser Berufung kann der Mensch die Sexualität in der Ehe verantwortlich einsetzen und auch ohne Ehe und praktizierte Sexualität ein erfülltes Leben haben. Die evangelische Diakonie sollte ihm dabei helfen.

 

@alfder

du warst schneller! Bin aber beruhigt, dass nicht nur ich diese Passage so verstanden habe

bearbeitet von Rolliman

Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

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Rolli,

 

das ist doch alter Käse. Und hat doch nix mit einer Diskriminierung Behinderter zu tun.

 

Alf,

 

realistisch betrachtet ist die Chance auf unbezahlten Sex für häßliche und alte Menschen auch niedriger, als für attraktive und junge. Daraus kann man aber keinen Anspruch ableiten, schon gar nicht auf staatlich bezahlten Sex.

bearbeitet von texasrancher

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Rolli,

 

das ist doch alter Käse. Und hat doch nix mit einer Diskriminierung Behinderter zu tun.

 

Alf,

 

realistisch betrachtet ist die Chance auf unbezahlten Sex für häßliche und alte Menschen auch niedriger, als für attraktive und junge. Daraus kann man aber keinen Anspruch ableiten, schon gar nicht auf staatlich bezahlten Sex.

 

Ich verlange auch kleinen staatlich bezahlten Sex. Aber es nun mal Fakt, dass der hässliche Mensch (T) und der alte Mensch (A) und der erfolglose Hartzi, sich 50 Euro spart und in den nächsten Puff geht. Ein Behinderter braucht dazu ein bis mehrere Betreuer, ein Fahrzeug etc. und hat dadurch noch ein paar Hunderter Nebenkosten...

 

Also plädiere ich für den Zuschuss für die Mehrkosten! Und keine Ratschläge und Moralpredigten von Kirchenfürsten jeglicher Provenienz.

bearbeitet von alfder

Wer übler Nachrede lauscht, ist nicht besser als der Verleumder selbst.

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Wir bitten Sie, Präses Schneider, der Propagierung der Prostitution bei der Betreuung Behinderter Einhalt zu gebieten. In den Richtlinien des Diakonischen Werks heißt es: „Die dem Diak. Werk angeschlossenen Einrichtungen sind verpflichtet, das Evangelium Jesu Christi in Wort und Tat zu bezeugen. Der diak. Dienst ist Wesens- und Lebensäußerung der ev. Kirche.“

 

Die Vermarktung der Schöpfergabe der Sexualität durch die Prostitution, ihre Loslösung aus der Ehe und ihre Reduzierung auf das Lustempfinden entwürdigt den Menschen.

 

Demgegenüber verleiht das Evangelium Jesu Christi jedem Menschen eine unverlierbare Würde, indem es ihm seine Berufung zum Ebenbild Gottes zuspricht. In der Kraft dieser Berufung kann der Mensch die Sexualität in der Ehe verantwortlich einsetzen und auch ohne Ehe und praktizierte Sexualität ein erfülltes Leben haben. Die evangelische Diakonie sollte ihm dabei helfen.

 

Wolfhard Wüster, Diakoniemitarbeiter, Germersheimer Pl. 9 B, 13583 Berlin und weitere Diakoniemitarbeiter

 

Der offene Brief erschien in der idea-spektrum am 24.03.2010 und kann hier heruntergeladen werden:

http://www.gemeindenetzwerk.org/wp-...._Schneider_24_03_2010.pdf

 

egal ob evangele oder kathole . . fundamentalistische hardliner findest du in jeder religion. leider.

 

zu dem thema - nur weiter so, sollen sie sich doch entblöden so gut sie es können - hab ich heut n guten artikel gefunden.

http://guardianoftheblind.de/blog/2010/04/16/sprecht-mixa-heilig/

bearbeitet von Dennis

Jenseits von Gut und Böse . . .

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egal ob evangele oder kathole . . fundamentalistische hardliner findest du in jeder religion. leider.

 

Stimmt genau.


Ich glaube, ein Mann will von einer Frau das gleiche, wie eine Frau von einem Mann: Respekt.

 

Clint Eastwood

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Rolli,

 

das ist doch alter Käse. Und hat doch nix mit einer Diskriminierung Behinderter zu tun.

 

Alf,

 

realistisch betrachtet ist die Chance auf unbezahlten Sex für häßliche und alte Menschen auch niedriger, als für attraktive und junge. Daraus kann man aber keinen Anspruch ableiten, schon gar nicht auf staatlich bezahlten Sex.

 

@Texasrancher

Beide Argumente sind FALSCH:

 

Punkt 1:

Wenn man mir sagt:"Wenn ich keine Partnerin vorweisen kann, mit der ich Sex zum Erhalt der Menschlichen Gattung haben kann, dann habe ich auf Sex zu verzichten." (Denn nichts anderes wurde in dem letzten Abschnitt erwähnt und geschrieben). So fordert man diesen Menschen auf, gegen seine Urinstinkte zu handeln. Das ist eine Dirkriminierung eines jeden Menschen ohne Partner. Da ich behindert bin, ist es somit eine Diskriminierung Behinderter! Punkt!!!

Da es aber mittlerweile genügend Studien gibt, wonach die Sexualität zur Erhaltung der physischen und psychischen Gesunderhaltung des Menschen benötigt wird, wird mir somit auch das Recht abgesprochen, "Gesund zu bleiben".

 

Punkt 2:

Wenn wir keinen Sex haben fühlen wir uns alle nicht gut. Ich glaube das kann jeder und jede bestätigen. Sex gehört einfach zum Leben dazu, wie essen, trinken, schlafen, sonne, regen, ect. Es gehört zum Gesamtpaket "Mensch".

 

http://www.maennerarzt-linz.at/index.php?id=60

 

Ich bin kein Arzt und weiß nicht ob das stimmt, aber selbst mein Urologe hat mir geraten bei längerer Abstinenz zu wi..., damit Keime und Bakterien aus der Harnröhre entfernt werden.

 

Jetzt kommen wir zu den Kosten:

Wenn ich wirklich psychisch unter dem nicht vorhandenen Sex leide, dann schickt mich mein Hausarzt zum Psychodoc. Bei dem liege ich dann auf der Couch und bekomme dann noch Anti-Depressiva.

Das alles wird von der Krankenkasse und somit von der allgemeinheit und vom Staat, der ja ebenfalls Mrd. in die Krankenkassen pumpt, bezahlt.

Ich glaube man braucht keinen Taschenrechner um auszurechnen, das 1 Fahrt zum Puff im Monat billiger ist wie 4 Sitzungen psychiater.

Denn, komischerweise die Kosten für das Rollstuhltaxi zum Psychiater werden von der Krankenkasse noch zudem übernommen.

 

 

Last but not least:

Gerade der Brief kommt von einer Institution, die im moment, am wenigsten Recht hat, irgendwelche klugen Sprüche zu lassen. Denn die Evangelische Kirche hat im moment auch genügend Dreck am Stecken...

und das regt mich mit am meisten auf...

 

http://www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/kindesmissbrauch-auch-in-evangelischen-kirchen-1.html


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

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Evangelische Calvinisten können entsetzlich rektionärer und fundamentalistischer sein als manche weltoffenen Katholischen Jesuiten ...

bearbeitet von Asfaloth

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STOP..... Ich bin sicher KEIN Fan der Kirche aber anscheinend hat sich die evangelische Kirche ja positiv geäußert! Der Brief ist ja eine Reaktion eines angepissten Diakoniemitarbeiters.... Wahrscheinlich wollte der auch paysex unter Gottes-Fuchtel.... Könnt ihr ihm zurückschreiben das er katholisch werden soll, dann könnte er weiter bezahlt sündiigen und danach alles beichten ;)


Behindern ist heilbar!!!

 

"Ein Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)"

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In der Tat: Bis jetzt scheinen sich nur wenige daran zu stören, wie das Thema Sexualität und Behinderung behandelt wird - eben der Schreiber des offenen Briefes.

 

Das Blatt „Orientierung“ des Bundesverbandes ev. Behindertenhilfe BeB vertritt die "progressiven Positionen" und scheint auch vom Präsidenten des Diakonischen Werks, Pfr. K.-D. Kottnik "gelobt" zu werden.

 

Manche Positionen in dem offenen Brief (also der Kritik) kann ich verstehen: Sex mit göttlichem gleichsetzen und vor allem die Kritik an der Empfehlung - mal krass gesprochen - nahezu Hirntoten einen zu wichsen. Der letzte Punkt wird wohl vielen übel aufstoßen und für Kritik sorgen.

 

Die Kritik in dem Brief geht dann bis zu Aussagen: wer nicht bumsen kann, kann ja beten (und das hat zu reichen).

 

Insofern wird eine Diskussion auf dieser Basis schwierig: es wird alles zusammen geworfen.

 

Aber ich wäre gespannt auf Reaktionen aus der Kirche (bei der evangelischen Kirche habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben).

 

b

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Zufällig beim Surfen zum Thema auf einer Homepage von jugendseelsorgern des katholischen Bistums Münster auf folgenden Text gestossen...

 

Quelle: http://www.k-l-j.de/sex.htm

 

In dem Buch "Frosch trifft Prinzessin" von Joshua Harris stehen ein paar ganz ungewöhnliche Sätze, die ich - zu Beginn - einfach mal zitieren möchte: «Gott feiert reinen Sex in der Ehe und lädt uns ein, das auch zu tun. "Welche heiligere Form des Feierns haben wir schon als die körperliche Liebe?" fragt Douglas Jonas. Er schreibt, dass das Ehebett nicht nur ein Ort der Befriedigung körperlicher Bedürfnisse sein sollte, sondern auch ein Ort, wo man sich an der geheimnisvollen Schönheit dieser Bedürfnisse erfreut. Warum hat es Gott wohl gefallen, uns mit weicher Haut, runden Brüsten, festen Muskeln, zum Ineinanderschlingen geeigneten Beinen und küssbaren Mündern zu erschaffen?

Ja, warum? Die Antwort ist: Uns zur Freude und Ihm zur Ehre. Denn er ist sehr, sehr gut. Er hätte den Fortpflanzungsakt so kurz und langweilig wie ein Niesen machen können. Stattdessen hat er ihn zum größten Thrill aller Zeiten erkoren. Und wenn ein Mann und eine Frau sich an diesem Geschenk erfreuen und Gott dafür danken, dann geben sie Ihm die Ehre. Sex wird zu einem wunderschönen Zwei-Personen-Lobpreis-Gottesdienst!

Um ein tolles Sexleben zu haben, müssen wir begreifen, dass die Bibel Sex in keiner Weise als abstoßend, sündig oder heikel ansieht, sondern dass wir Gottes ursprüngliche Idee von erfüllter Sexualität so sehr lieben müssen, dass wir den Umgang unserer Welt damit als Perversion erkennen. "Genießt reinen Sex!" ruft Gott praktisch in Sprichwörter 5, 18-19: "Freue dich an der Frau, die du jung geheiratet hast... Ihre Brüste sollen dich immer berauschen, in ihren Armen kannst du dich selber vergessen."

Berauschen, sich selbst vergessen... das klingt nicht gerade nach Langeweile, oder? Gott legt uns nahe, uns am Körper unseres Partners zu erfreuen, uns ganz hinzugeben, ohne Vorbehalte und Rückversicherung.»....

 

 

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Ihr Alle redet zuviel. (Punkt)

Wer ist der Nächste?

 

Tut was! Nicht nur reden...

 

Die Religionen sind alle out of date.

Vor 2000 Jahre bis letzen Jahrhundert glaubte man noch an:

"Joseph, Joseph! Ich bin schwanger!"

"Schon wieder?! Wer war das?"

"Der Heiligegeist!"

 

Bitte, geht doch!.....Damals

 

Genau wie die behinderten Menschen: Damals ein behinderten Sohn oder Tochter war eine schande. Sex könnten wir auch nicht haben. Obwohl es gibt Geschichten...

Heute gibt es internet, handys... technologische evolution, aber die Menschheit ist immer noch wie vor 2000 Jahre.

Komisch.

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STOP..... Ich bin sicher KEIN Fan der Kirche aber anscheinend hat sich die evangelische Kirche ja positiv geäußert! Der Brief ist ja eine Reaktion eines angepissten Diakoniemitarbeiters.... Wahrscheinlich wollte der auch paysex unter Gottes-Fuchtel.... Könnt ihr ihm zurückschreiben das er katholisch werden soll, dann könnte er weiter bezahlt sündiigen und danach alles beichten ;)

 

@Eloquenz

Und gerade da liegt in der evangelischen Kirche der Hase im Pfeffer!!!

 

Die Evangelen legen immer wert darauf, dass sie kein autoritär geführter Haufen sind. Die Basis bestimmt den Weg, die Führung ist nur dazu da, diesen Weg nach außen hin zu verkaufen.

 

Und gerade dieser Brief kommt von der Basis...

 

 

@landex

Es geht nur mit reden und Überzeugungsarbeit. Der Weg ist lang, hart und steinig. Dadurch das über diesen Brief mittlerweile in 6 oder 7 Foren diskutiert wird, und Argumente ausgetauscht werden, nur so bekommt man Leute zum nachdenken. Die Veränderungen müssen im Kopf der Leute statt finden, und das braucht Zeit.

Mit Gewalt erreicht man gar nix.....


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

Mein Blog: http://www.rollimans-erfahrungen.de/

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@Eloquenz

Und gerade da liegt in der evangelischen Kirche der Hase im Pfeffer!!!

 

Die Evangelen legen immer wert darauf, dass sie kein autoritär geführter Haufen sind. Die Basis bestimmt den Weg, die Führung ist nur dazu da, diesen Weg nach außen hin zu verkaufen.

 

Und gerade dieser Brief kommt von der Basis...

 

.

 

*lach* Du bist gut! Ich bin evangelisch.... Ich könnte bei der Diakonie arbeiten... Bin ich auch Basis?

 

Nur weill ein Hanswurst kräht macht die evangelische Kirche noch lange nix.

 

Klar weiß ich das den Brief nicht nur ein Hansel unterschreiben würde aber das hat trotzdem mehr mit persönlicher Meinung zu tun und geht nicht von der Kirche aus.


Behindern ist heilbar!!!

 

"Ein Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)"

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*lach* Du bist gut! Ich bin evangelisch.... Ich könnte bei der Diakonie arbeiten... Bin ich auch Basis?

 

Nur weill ein Hanswurst kräht macht die evangelische Kirche noch lange nix.

 

Klar weiß ich das den Brief nicht nur ein Hansel unterschreiben würde aber das hat trotzdem mehr mit persönlicher Meinung zu tun und geht nicht von der Kirche aus.

 

Mag sein! Trotzdem muß man auf solche Sachen reagieren, denn Stillschweigen könnte Zustimmung signalisieren...


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

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Sicher! Finde ich ja auch gut das so ein Leserbrief diskutiert wird, aber langt das als Reaktion? Das hier ist ein eiinschlägiges Forum in dem sich Leute herumtreiben die sich sowieso mit dem Thema beschäfftigen. Haben wir nicht die Möglichkeit ein größeres Publikum zu erreichen?


Behindern ist heilbar!!!

 

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[quote name=Rolliman;183697

@landex

Es geht nur mit reden und Überzeugungsarbeit. Der Weg ist lang' date=' hart und steinig. Dadurch das über diesen Brief mittlerweile in 6 oder 7 Foren diskutiert wird, und Argumente ausgetauscht werden, nur so bekommt man Leute zum nachdenken. Die Veränderungen müssen im Kopf der Leute statt finden, und das braucht Zeit.

Mit Gewalt erreicht man gar nix.....[/quote]

 

Rolliman, no one hasst Gewalt mehr als ich. Ich will nur Liebe. Und dieses Forum ist doch für Sex und Liebe, oder nicht?

 

Religionen machen genau das Gegenteil...

 

Freesex for everyone:franzoesisch:

 

Was sind Evangelisten?

Möchte gern Katholiken:smile:

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Rolliman, no one hasst Gewalt mehr als ich. Ich will nur Liebe. Und dieses Forum ist doch für Sex und Liebe, oder nicht?

 

Religionen machen genau das Gegenteil...

 

Freesex for everyone:franzoesisch:

 

Was sind Evangelisten?

Möchte gern Katholiken:smile:

 

Also dieses Forum ist sicher für Sex! Aber für Liebe? Käufliche Liebe^^

 

Evangelisten möchten keine Katholiken sein. Scheint mir als sei dir entgangen das Evangelisten gegen die käufliche Katholische Kirche reformiert haben....

 

Nicht alles ist käuflich mein bester ;)


Behindern ist heilbar!!!

 

"Ein Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)"

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Also dieses Forum ist sicher für Sex! Aber für Liebe? Käufliche Liebe^^

 

Evangelisten möchten keine Katholiken sein. Scheint mir als sei dir entgangen das Evangelisten gegen die käufliche Katholische Kirche reformiert haben....

 

Nicht alles ist käuflich mein bester ;)

 

Falsch! Alles und jeder ist käuflich. Es ist nur eine Frage des Preises bzw. der verwendeten Argumente und der angedrohten Konsequenzen...


Ich bin nicht behindert - ich werde behindert! :zwinker::zwinker:

 

Mein Sturschädel ist mir heilig!!!:heilig::heilig::heilig:

 

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Falsch! Alles und jeder ist käuflich. Es ist nur eine Frage des Preises bzw. der verwendeten Argumente und der angedrohten Konsequenzen...

 

*lach* wenn du meinst :ankotz:

 

Zu dem Punkt alles ist käuflich gibt es wohl mehr als genug Geschichtliche Ereignisse das dass nicht stimmt, ich sag nur "Märtyrer" und sag nicht das es sowas in der heutigen Zeit nicht mehr gibt. Vielleicht ist es Fanatismus aber es gibt Leute die an die Liebe glauben und sich sexuell lieber zürückhalten obwohl sie ihren Trieb durchaus mit käuflichem Fleisch blenden könnten.

 

Ich bin gespannt wie selbstlose Liebe gekauft wird. Ersatzbefriedigung kannst du kaufen, nichts weiter.

 

Luther war in seiner Sache jedenfalls nicht käuflich und hat sein Ding durchgezogen, das kannst du drehen wie du willst.


Behindern ist heilbar!!!

 

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"Genießt reinen Sex!" ruft Gott praktisch in Sprichwörter 5, 18-19: "Freue dich an der Frau, die du jung geheiratet hast...

 

Da muss ich wohl konvertieren. War da nicht eine Religion mit jungen Frauen, die man nicht heiraten muss.?

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Und weiter: „Dies verstärkt zusätzlich den Druck auf die Zuwander-innen und Zuwanderer, sich illegal Einkommen zu verschaffen, zu Dumpinglöhnen zu arbeiten oder der Prostitution sowie der Bettelei nachzugehen.“ (S. 3) Nicht nur die hier zitierte Aussage im Positionspapier des Deutschen Städtetages, auch die Feststellung in der aktuellen Ausgabe 2/2013 von „Städtetag aktuell“, wo es mit Bezug auf das Positionspapier heißt: „Fälle von Kriminalität, Bettelei und Prostitution führen zu Problemen in den Nachbarschaften“ (S. 4), sind eine nicht hinnehmbare Stigmatisierung und Diskriminierung von Prostitution und aller in diesem Wirtschaftsbereich tätigen Menschen. 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Ein solches Verfahren steht in krassem Widerspruch zur rechtlichen Anerkennung, die Prostitution hierzulande mit dem Prostitutionsgesetz von 2002 erfahren hat. 2007 stellte die Bundesregierung ausdrücklich fest: „Die Prostitution fällt daher heute wie jede andere auf Dauer angelegte Tätigkeit zur Schaffung und Erhaltung einer Lebensgrundlage unter die Garantie des Art.12 Abs.1 Grundgesetz.“ Ohne arme Menschen in irgendeiner Weise diskriminieren zu wollen, müssen wir feststellen, dass es keinen sachlichen Grund gibt, Prostitution und Bettelei auf eine Stufe zu stellen, wie es der Deutsche Städtetag tut. Prostitution gründet auf rechtlich anerkannten sexuellen Dienstleistungen. Im Unterschied dazu geht Bettelei nicht mit der Erbringung von Leistungen einher. Vor daher verbietet es sich, Prostitution mit Bettelei in einem Atemzug zu nennen.   2. Noch haarsträubender ist die Tatsache, dass der Deutsche Städtetag in den zitierten Äußerungen Prostitution mit Kriminalität assoziiert und explizit in Zusammenhang bringt. Beide seien (zusammen mit Bettelei) Phänomene, durch die in den betroffenen Stadtteilen „der soziale Umgang untereinander zum Teil stark belastet“ werde. (Städtetag aktuell 2/13, S. 4)   Wer - wie der Deutsche Städtetag - Prostitution und Kriminalität auf eine Stufe stellt und beides miteinander assoziiert, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die in der Prostitution tätigen Menschen als gesellschaftliche Randgruppe zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. Damit werden ohne Zweifel Vorurteile bedient und verfestigt. In einem 2007 veröffentlichten Gutachten für die Bundesregierung hat Prof. Dr. Joachim Renzikowski festgestellt, „es gibt keine statistischen Untersuchungen, die detailliert Zusammenhänge zwischen der Prostitution und der Begleitkriminalität belegen“. Weiter heißt es diesbezüglich: „Man ist daher auf mehr oder weniger plausible Vermutungen angewiesen.“   Bis heute ist dieser Feststellung unserer Kenntnis nach von wissenschaftlicher Seite nicht widersprochen worden. Sollte der Deutsche Städtetag über neuere anders lautende Erkenntnisse verfügen, dann sollten Sie, Herr Ude, dafür Sorge tragen, dass sie öffentlich gemacht werden. Ohne dies zu tun, hat der Deutsche Städtetag nicht das geringste moralische Recht, auf der Grundlage von Mutmaßungen und auf Kosten der in der Prostitution tätigen Menschen Kriminalität und Prostitution auf eine Stufe zu stellen und sie in einem Atemzug als starke Belastung für das soziale Miteinander zu bezeichnen.     3. Wer wie in den Äußerungen des Deutschen Städtetags geschehen, Prostitution mit Kriminalität assoziiert und mit Bettelei auf eine Stufe stellt, kann nicht für sich das Recht in Anspruch nehmen, Dritte auf ein „Gefährdungspotential für den sozialen Frieden in den Quartieren“ hinzuweisen. Wer so argumentiert, repräsentiert selbst ein Gefährdungspotential für den sozialen Frieden. Es scheint uns kein Zufall, dass im Positionspapier des Deutschen Städtetags ausgerechnet Prostitution als einziger Beruf explizit erwähnt und im Kontext von Migration eindeutig negativ konnotiert wird. Was rechtfertigt diese Sonderbehandlung von Prostitution?   Es scheint uns ebenso wenig ein Zufall zu sein, Herr Ude, dass die Arbeitsgruppe “Zuwanderung von Menschen aus Rumänien und Bulgarien“ beim Deutschen Städtetag, die das in Frage stehende Positionspapier ausgearbeitet hat, von der Sozialdezernentin der Stadt Dortmund geleitet wird – ausgerechnet jene Stadt, deren Verantwortliche sich mit einer bundesweit beispiellosen Hetze gegen Roma-Frauen auf dem dortigen Straßenstrich hervorgetan haben. Genau jenes Schreckgespenst von „Kriminalität, Prostitution und Armut“ haben Medien und Politiker dort seinerzeit an die Wand gemalt und die Behauptung lanciert, es handele sich um eine „tickende Zeitbombe“ mit „Sprengkraft“, die „Keimzelle einer neuen Dimension von Verbrechen“. Im Mai 2011 ließ die Stadt Dortmund den Straßenstrich verbieten und erklärte die gesamte Stadt zum Sperrgebiet. In der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts gegen den Straßenstrich spielten all diese Schreckgespenster bezeichnenderweise keine Rolle mehr. Alles schrumpfte zusammen auf die vermeintliche „sittliche“ Gefährdung der Jugend durch die Existenz des Straßenstrichs.   Dieses Beispiel verdeutlicht, dass mit einer künstlichen Dramatisierung von Gefahren im Kontext von Migration in unverantwortlicher Weise Politik gegen den rechtlich anerkannten Beruf der Prostitution gemacht wird. Das Positionspapier zur Armutsmigration erweist sich vor diesem Hintergrund als Versuch, das Renommee des Deutschen Städtetags zu instrumentalisieren und zu missbrauchen, um bundesweit Vorurteile gegenüber Prostitution und Prostituierten zu schüren, in der Hoffnung, dass das Dortmunder Beispiel bundesweit Signalwirkung entfaltet.   Als Organisation, die selbst Roma-Frauen in der Prostitution betreut, ist uns nicht daran gelegen, Probleme der Zuwanderung klein zu reden. Wir verwehren uns aber ganz entschieden gegenüber populistischer Stimmungsmache auf Kosten ethnischer Minderheiten und auf Kosten von Frauen in der Prostitution.   4. Es sollte Ihnen zu denken geben, Herr Ude, dass es die Nationalsozialisten waren, die im Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher vom 24. November 1933, insbesondere mit der daraus folgenden Einfügung des § 42d StGB ins damalige Reichsstrafgesetzbuch Prostituierte und Bettler explizit zusammen benannt und mit drakonischer Repression überzogen haben. Eine Politik, die schließlich im „Asozialen“-Erlass vom 14. Dezember 1937 mündete, in dem erneut - neben anderen „Volksschädlingen“ - wieder einmal Bettler und Prostituierte einer äußerst brutalen „vorbeugenden Verbrechensbekämpfung“ durch die Nationalsozialisten unterworfen wurden.   Der Deutsche Städtetag begründet in seinem Positionspapier die Warnung vor Gefahren der Armutsmigration unter anderem damit, es müsse vermieden werden, dass die Folgen dieser Migration zur „Projektionsfläche rechtsextremen Gedankenguts“ werden. Wer so argumentiert, macht sich allerdings unglaubwürdig, wenn er sich dabei selbst fragwürdiger Argumentationsmuster bedient, deren Bezug zum Nationalsozialismus nicht von der Hand zu weisen ist.   Sehr geehrter Herr Ude, für die Diskriminierung der in der Prostitution tätigen Menschen durch die hier benannten Äußerungen tragen Sie als Präsident des Deutschen Städtetags die Verantwortung. Wir sind in großer Sorge, dass die durch solche Äußerungen ausgelösten und transportierten Vorurteile gegenüber Prostitution weiter befestigt werden. Ein Blick in die Online- und Printmedien, die auf das Positionspapier des Deutschen Städtetags Bezug nehmen, verdeutlicht, wie berechtigt unsere Befürchtungen sind.   Wir können uns nicht vorstellen, dass Sie, Herr Ude, die damit zumindest fahrlässig in Kauf genommene Verbreitung von Vorurteilen gegenüber Prostitution beabsichtigt haben oder sie gutheißen könnten. Wir erwarten deshalb von Ihnen eine unmissverständliche Klarstellung zu der hier thematisierten Angelegenheit und eine öffentliche Entschuldigung, insbesondere gegenüber den betroffenen Frauen in der Prostitution.   In der Hoffnung, dass Sie die hier vorgetragenen Sorgen ernst nehmen und ihnen Rechnung tragen, verbleibe ich   mit freundlichen Grüßen Juanita Henning (Sprecherin Doña Carmen e.V.)   DONA CARMEN E.V. Elbestr. 41 60329 Frankfurt/Main Tel: 069-76752880 Fax: 069-76750882   www.donacarmen.de   SPENDENKONTO Dona Carmen e.V. Frankfurter Sparkasse Konto: 466 166 BLZ: 500 502 01

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    • Größte Hotelsuite Deutschlands gesucht

      Kann mir jemand sagen welches Hotel in Deutschland die größte Suite anbietet? Ein Freund von mir behauptet es sei das Maritim in Berlin was ich aber nicht so recht glauben kann da dass Interconti in Frankfurt eine riesen Präsidentensuite hat, da hat sogar der Whirlpool olympische Maße.....   Ich hab auf Google nichts aussagefähiges gefunden, wahrscheinlich bin ich schlicht zu dusselig dafür.   Rolphi

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