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Fucking Berlin


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Hauptfach Mathematik, Nebenfach Prostitution - ein Leben zwischen Uni und Rotlicht

Das autobiographische Bekenntnis zur käuflichen Liebe - und die freimütige Schilderung eines Doppellebens.

 

Sie lebt in Berlin, studiert Mathematik, bringt morgens ihr Kind in die Kita und trifft sich am Wochenende mit Freunden. Eine normale junge Frau - auf den ersten Blick. Denn sie hat noch einen Job: Sie verkauft ihren Körper. Und sie sieht darin auch kein Problem. Wie kommt man als harmlose Studentin ins Rotlichtmilieu? Wie ist das, wenn man sich zum ersten Mal gegen Bezahlung einem Freier hingibt? Wie erlebt man den Alltag mit den Kunden und Kolleginnen aus dem Milieu? Und wie kriegt man das überhaupt hin, ein Doppelleben zwischen bürgerlicher Existenz und Prostitution?

 

Ich gebe zu, ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage verschlungen, so sehr hat mich die Geschichte von Sonia interessiert, beeindruckt und auch fasziniert. Fucking Berlin" ist abwechslungsreich durch die verschiedenen Kurzportraits der Figuren und die drastische, authentische Wortwahl, die keinesfalls gewollt obszön ist. Er zeigt die menschliche Seite hinter der Hure - und das ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Sonia Rossi beschönt nichts, täuscht nichts vor, zeigt einfach den täglichen Ist-Zustand tausender Frauen in diesem Gewerbe.

 

Kurz: Das Buch ist einfach ein Spiegelbild unserer Gesellschaft - und gerade deshalb ist der ungewöhnliche Weg der jungen Frau besonders lesenswert!

 

ISBN 978-3-548-37264-8

Ullstein-Verlag

erschienen August 2008

Edited by MC

Wenn der Schwanz steht, ist der Verstand im Arsch

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Auf www.jetzt.de findet man ein Interview mit der Autorin...

 

„So eine nette Arbeitsstelle werde ich nie wieder haben“

 

Weil sie nicht weiß, wie sie ihr Leben und ihr Studium in Berlin finanzieren soll, verkauft Sonia Rossi, 25, jahrelang ihren Körper. Ihre Erlebnisse stehen jetzt im Buch "Fucking Berlin". Ein Interview über Prostitution als Lösung und ahnungslose Eltern

 

Mit 18 zieht Sonia Rossi aus Italien nach Berlin und beginnt ein Mathematik-Studium. Die Eltern können sie nicht unterstützen und Sonia arbeitet erst in einem Erotik-Chat, ehe sie sich jahrelang in Massagesalons verkauft. Zu ihren Freiern gehören unter anderem Prenzlberg-Typen mit Baseballcap auf dem Kopf und Kindersitzen auf dem Fahrrad oder Männer, die zuhause vorgeben, Zigaretten zu holen und das Geld dann in einen Quickie investieren.

Das eine oder andere Bonmot aus dem Puffleben schrieb Sonia in einen Weblog, auf den eine Journalistin aufmerksam wurde. Sie ermutigte Sonia, ein Buch zu schreiben. „Fucking Berlin“ heißt nun das Ergebnis, in dem das Berufsfeld Prostitution sicher nicht neu erzählt wird, dafür aber verblüffend gut - zumal wenn man bedenkt, dass Sonia Rossi vor sieben Jahren gerade einmal ein paar Brocken Deutsch sprach. Vom Verlag heißt es, dass am Text nur Feinheiten geändert werden mussten. Vor vier Wochen erschien das Buch, seit zwei Wochen steht es in der Spiegel-Bestsellerliste für Taschenbücher - ein Interview mit der Autorin.

 

Sonia, dein Name ist ein Pseudonym, du trittst mit Perücke und Sonnenbrille auf - wissen Freunde von deinem Buch?

Vielleicht zehn enge Freunde wussten schon früher, was ich mache und die wissen von dem Buch. Mit meinen Bekannten rede ich nicht darüber und zum Glück hat mich noch keiner gefragt, ob ich Sonia Rossi bin.

 

Deine Eltern wissen also auch nicht, dass es dieses Buch gibt?

Nee!

 

Ein seltsames Gefühl, oder?

Ja, sicherlich! Man möchte sagen, dass man schon die zweite Woche in der Spiegel-Bestsellerliste ist - aber ich darf das nicht. Das wäre für meine Eltern zu schockierend und ich hätte auch keine Ausrede parat.

 

Stimmt der Satz, dass keine Frau der Welt freiwillig Prostituierte ist?

Frauen, die das gemacht haben, weil sie den Sex mit jedem Mann genießen, habe ich in meiner Karriere gerade dreimal getroffen. Es gibt so Nymphomaninnen, die wirklich jeden Mann brauchen und zehn Mal am Tag Sex wollen. Aber das sind kleine Ausnahmen. Die meisten Frauen machen das aus Geldnot und wie groß die Geldnot ist, variiert von Fall zu Fall. Die eine macht das nur, um sich ein bisschen Luxus leisten zu können und es gibt alleinerziehende Mütter oder Studentinnen, die ihre Rechnungen zahlen müssen. Die wissen genau, dass sie mit einem anderen Job nicht das gleiche Geld machen können. Von daher kann man von Freiwilligkeit eigentlich nicht reden. Aber es ist eine Entscheidung, die man trifft. Und die meisten Frauen, die ich kennen gelernt habe, haben die Entscheidung freiwillig getroffen.

 

Erst machst du nur Massagen, dann gehst du weiter. Wie war der Schritt?

Jemandem einen Runterholen oder Ficken – ich sehe den Unterschied nicht. In dem Moment, in dem er mich angefasst hat und ich ihn, war das schon Sex. Ich habe darüber immer wieder mit Kolleginnen diskutiert, die meinten, das mache schon einen Unterschied. Der Sprung ins kalte Wasser war für mich ein anderer: als ich mit dem Job angefangen habe. Als ich das erste Mal einen nackten, fremden Mann vor mir gesehen habe, der etwas von mir wollte – das war die eigentliche Herausforderung.

 

Was hast du in den Jahren über Männer gelernt?

Dass alle potentielle Puffkunden sind und dass Männer im Prinzip viel einfacher als Frauen sind. Er will eine Nummer schieben, aber sich nicht so viele Fragen stellen lassen. Und ich verstehe das auch und finde es sympathisch und legitim. Frauen brauchen eher das Drumherum mit Kerzenschein und Abendessen, das ist schon anders. Deswegen gibt es ja auch keine Bordelle für Frauen.

 

Hat sich dein Verhältnis zu deinem Körper geändert?

Manchmal habe ich zu Hause darüber nachgedacht - wenn jemand besonders eklig oder besonders nett zu mir war zum Beispiel. Aber eigentlich darf man sich diese Frage nicht stellen.

 

Du schreibst von Kolja, einer Studentin, die den Job anfängt und sehr unsicher ist.

Egal wie stark man ist, man braucht eine ganze Weile sich daran zu gewöhnen, dass Sex jetzt eine Dienstleistung ist und nichts Privates mehr.

 

Im September erscheint auch in Deutschland das Buch „Mein teures Studium“. Eine 19-jährige Französin beschreibt darin, wie sie ihren Körper verkauft, um ihr Studium zu finanzieren. Angeblich prostituieren sich in Frankreich 40.000 Studentinnen, um ihren Unterhalt zu verdienen - hast du in Berlin Parallelen gesehen?

Wenn man Auszubildende dazurechnet, gibt es auf jeden Fall jede Menge junge Frauen, die gerade ein Studium oder eine Ausbildung machen und sich Geld dazu verdienen. Wenn man Studieren und Arbeiten muss, ist man bestraft, wenn man keine reiche Familie hinter sich hat.

 

Im Buch klingt durch, dass das Geschäft in den Puffs nicht mehr so gut lief. Gibt es zu viele Prostituierte oder hat die Nachfrage nachgelassen?

Es hat sicher damit zu tun, dass so viele Frauen auf die Idee kommen, den Job machen. Ich habe die Zeit vor den Grenzöffnungen im Osten natürlich nicht miterlebt, aber ich habe von älteren Kolleginnen gehört, dass man in den 80ern in Westberlin noch richtig gutes Geld machen konnte. Jetzt kommen Frauen aus Osteuropa, aus Afrika, aus Asien und weil die Armut auch für viele deutsche Frauen ein Problem wird, sind immer mehr bereit, diesen Schritt zu machen. Und wenn das Angebot zu groß ist, gehen die Preise in den Keller.

 

Du hast dich aus dem Job verabschiedet - was machst du im Moment?

Ich schreibe die letzten Klausuren und suche ein Thema für meine Diplomarbeit.

 

Fehlt dir etwas aus deiner Zeit als Prostituierte?

Ja. Die Kameradschaft in den Massagesalons.

 

Stimmt, so wie du die Stimmung in einem der Massagesalons beschreibst, klingt es beinah nach Familie.

Dadurch, dass wir sehr lange auf Kunden gewartet haben, haben wir Karten gespielt, zusammen gegessen, getrunken – das macht man in einem normalen Job nicht. Ich glaube, so eine nette Arbeitsstelle werde ich nie wieder in meinem Leben haben.

F CK

all I need is U

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Hab dies Buch kuerzlich am Airport in Fuhlsbuettel entdeckt, gekauft und am Rueckflug fast zur Haelfte ausgelesen. Kurzweilig geschrieben, nicht plakativ verfasst, kommt die ganze Gesichte sehr authentisch rueber...

 

Das Buch wird nicht die Welt bewegen, aber es ist gut und leicht zu lesen.

Edited by Benno

"Sex ist sehr unkompliziert, wenn man von keinem Komplex, sondern von einem Bedürfnis geleitet wird."

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  • 1 month later...

"Sonia Rossi" war gestern abend Gast in Plasbergs neuer Sendung im WDR zum Thema "Doppellleben". Sie meinte, das Buch und ihre Präsenz in der Sendung sei zuallererst ihrem Wunsch geschuldet, Vorurteile abbauen zu helfen, wobei Plasberg meinte, daß das mit Perücke und Sonnenbrille ja nicht wirklich glaubwürdig sei. Daß sie sie in bezug auf eine gewisse Anonymität ihrer beruflichen Karriere willen trug, erwähnte sie zuvor ebenfalls, aber Plasberg nannte das nicht glaubwürdig. Offensichtlich ergeht er sich in der Annahme, daß frau sich für den Abbau von Vorurteilen gefälligst zu opfern hat, sprich sich authentisch outen und Gesicht zeigen soll. Auch mißtraute Plasberg der Autorin; es sei zu "glatt" geschrieben; es könne doch sein, daß sie sich die Geschichte aus den Fingern gesaugt haben könne, um einen Bucherfolg zu landen. Das sich die meisten Bücher von (ehem.) Prostituierten meist gar nicht so gut verkaufen, ihr Gegenargument wurde von Plasberg wurde geflissentlich überhört. Die Dame war Gott sei Dank nicht auf den Kopf gefallen, jedoch durch Plasbergs Unterstellungen und insinuierender Fragerei zuletzt verunsichert. Nach meiner unmaßgeblichen Meinung und Erfahrung macht es keinerlei Sinn, über die Medien den Abbau von Vorurteilen zu suchen. Letztlich ist eine Sexworkerin, die Stellung bezieht, nichts anderes als eine Leer-Stelle zu besetzen, um die Auflage oder Quote hochzuschrauben - sex sells....- ich kann aufgrund meiner Erfahrungen, die mal wieder gestern abend bestätigt wurden, nur jeder um Aufklärung sich bemühenden Dame von einer Zusammenarbeit mit den Medien abraten.

  • Thanks 2
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Ich habe das Buch natürlich auch in einem "Rutsch" gelesen, da es amüsant und kurzweilig geschrieben ist.

Aber.....kommt mir alles so bekannt vor......ähnlich, sehr ähnlich wie "Mein Leben als Kurtisane" von Dolores French.

Das Buch ist schon etwas älter, aber vielleicht kennt es ja trotzdem jemand.

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Stand gestern in der Bahnhofsbuchhandlung und habe spontan zugegriffen, da ich was für ne länger Bahnfahrt brauchte ...

 

Offen gesagt, hat mich sehr an [ame=http://www.amazon.de/erste-immer-wieder-Autobiografische-Prostituierten/dp/3442154227/ref=pd_sim_b_5]Das erste Mal und immer wieder[/ame] erinnert....

 

Als eines der am besten zu lesenden Bücher in dem Kontext fand ich persönlich jedoch dieses: [ame=http://www.amazon.de/Halbe-Stunde-Euro-brandaktuelle-Prostituierten/dp/3981072103]Halbe Stunde, 60 Euro[/ame]

Edited by Asfaloth
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ich habe das buch inzwischen gelesen und glaube schon, daß es authentisch ist. was mich störte, war, daß die dame von nutten schrieb. ich habe höchst selten mal eine frau getroffen, die von sich selbst und von kolleginnen sagt, sie/es seien nutten.

 

der zweite punkt, der mir auffiel, war, daß die autorin als junge studentin, der man ein bißchen verstand zutrauen sollte, in ziemlich drittklassigen etablissements tätig war und gar nicht den versuch machte, etwas besseres zu finden. dass sie 5 jahre lang eine looser mit durchgeschleppt hat, ist dagegen wohl nichts ungewöhnliches und nur durch liebe zu erklären.

 

lg lucy

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  • 5 months later...

Das Buch ist sehr sachlich geschrieben, beschäftigt sich aber etwas mehr mit dem ziemlich verworrenen (teilweise wenig glaubhaften) Privatleben einer Studentin mit Nebenverdienst, als mit der Beschreibung des Gewerbes. Tatsächlich scheint es mir zweifelhaft zu sein, ob es sich um eine Studentin gehandelt hat. Ihre Lernleistungen sind überdurchschnittlich gut, wobei ihr quasi alles nur so zufliegt. Dagegen sind die Häuser, in denen sie arbeitet, und der private Umgang, insbesondere ihr Ehemann, weit unter diesem Niveau.

Ich zweifle deshalb teilweise den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte an. Deshalb habe ich das Buch auch nicht gerade mit Begeisterung zu Ende gelesen, sondern nur meinem Vorsatz entsprechend, jedes angefangene Buch zu Ende zu lesen.

  • Thanks 2

Genieße den heutigen Tag, denn morgen ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.

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....

 

der zweite punkt, der mir auffiel, war, daß die autorin als junge studentin, der man ein bißchen verstand zutrauen sollte, in ziemlich drittklassigen etablissements tätig war und gar nicht den versuch machte, etwas besseres zu finden. dass sie 5 jahre lang eine looser mit durchgeschleppt hat, ist dagegen wohl nichts ungewöhnliches und nur durch liebe zu erklären.

 

lg lucy

 

Offenbar hatte sie gar keinen Kontakt zu besseren Jobs, ich glaube das Thema "Escort" hat sie einfach nicht ausüben können, weil sie ihren Tag planen wollte. So hatte ich ihre Aussage damals bei Plaaberg verstanden.

 

Bei literaturkritik.tv gibt sie noch weiter Auskunft:

 

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Kleine Revival Tour

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In dem Interview werden recht viele Allgemeinplätzchen verteilt.

Also genau das was Mann/Frau vom "Gewerbe" bereits wusste oder zu wissen glaubte.

Nix Neues..

Fake oder nich, keine Ahnung.

 

lg

"Ein Tag ohne Arbeit, ist wie ein Tag ohne Essen."

Zen-Meister Pai-Chang.

 

Ich verteile keine Dankeshäkchen mehr, erwarte aber auch keine mehr.

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  • 3 months later...

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