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Lucy

Doppelmoral

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Kein Unternehmen ist verpflichtet Flyer mit dem Bezug zur Prostitution auszulegen. Auch nicht wenn es ein Geschäft für Dildos ist. Wo ist da das Problem?


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es geht nicht um die auslegung der flyer, sondern um die haltung der firma gegenüber sexarbeitern. steht im brief.

 

lg lucy

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Es geht ja darum was die Angestellte sagte, und zwar:

"Es sei ausdrückliche Unternehmenspolitik der Firma Fun Factory, jegliche Berührung mit dem Thema Sexarbeit zu vermeiden".

Das ist ja völlig ok denke ich?

Die andere Aussage:

"Darauf entgegnete die Mitarbeiterin, das glaube sie nicht, da Ihre Spielzeuge ja "sehr hochpreisig" seien."

Ich sehe da nicht dass dies die Meinung der Unternehmensleitung ist sondern wahrscheinlich die private der Angestellten.

Und da sie ja zudem erwähnte dass man besser die Unternehmensleitung fragen sollte (was ja nicht getan wurde, ausser jetzt den dramatischen Brief zu schreiben...), denke ich das hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht wurde. Nur meine bescheidene private Meinung.


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wie die unternehmensleitung von fun factory denkt, werden wir erfahren, wenn herr bauer antwortet.

 

lg lucy

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Ich sehe da nicht dass dies die Meinung der Unternehmensleitung ist sondern wahrscheinlich die private der Angestellten.

 

Das könnte durchaus sein. Als gute Kauffrau oder -mann oder UnternehmerIn briefe ich mein Personal in der heutigen Zeit jedoch sehr gründlich, schon alleine um nicht mit dem AGG in Konflikt zu geraten. Es bleibt zu hoffen daß das nicht die Philosophie des ganzen Unternehmens ist und das nur die Meinung einer Einzelperson war.

 

DieVerkäuferin mag auch einen schlechten Tag gehabt haben, sie ist ja schließlich auch nur ein Mensch. Schlussendlich kann ihr Verhalten aber geschäftsschädigend gewesen sein. Ich weiß. Sowas passiert jeden tag und in vielen Geschäftsbereichen, aber mit ihren Begründungen hinterlässt das einen fahlen Nachgeschmack.


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P.S.: Falls Ihnen Hydra e.V. nicht bekannt sein sollte, finden Sie hier weitere Informationen:http://www.hydra-ev.org

 

Jetzt umzugsbedingt unter http://www.hydra-berlin.de/ zu finden.

 

Spannend wäre doch die Frage wieviel % des Gesamterlöses die Firma weiterhin über die Ladentische der Geschäfte mit den schwaren Tüten wandert.

 

Von der sicherlich ebenso spannenden Antwort mal abgesehen.


Ich liebe die Frauen. Da kann Mann nix machen. :smile:

 

Statt die Ehe zu versuchen, sollst Du lieber Escorts buchen. :zwinker:

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Mit einer mutigeren und konsequenteren Position könnten Sie dazu beitragen, dass SexarbeiterInnen in Zukunft in der Öffentlichkeit zu Ihrem Beruf stehen können, ohne Diskriminierung fürchten zu müssen.

 

 

Genau das ist der Punkt...

 

... und es ist richtig, dass man bei Diskiriminierungen offensiv voran geht. Das Geld der Sexworkerinnen wird ja auch gerne genommen...

 

Bin auf die Antwort gespannt!


Wer übler Nachrede lauscht, ist nicht besser als der Verleumder selbst.

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Es sei ausdrückliche Unternehmenspolitik der Firma Fun Factory, jegliche Berührung mit dem Thema Sexarbeit zu vermeiden.

 

Wenn das tatsächlich der Fall sein solte - dann muss die Firma auf der Stelle ihren Namen wechseln! Denn in dem Namen steckt der Begriff der "Sexarbeit": Arbeit wird in "Fabriken" geleistet. Ich denke bei Fun Factory weniger an Spaß, als vielmehr an Fabrik. Und bei Sexarbeit weniger an Sex, als vielmehr an Arbeit - also letztlich auch wieder an Fabrik. - Was also soll das für eine Spaßfabrik sein, in der Sexarbeiterinnen keinen Platz haben?

bearbeitet von Strunz

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Die Situation ist nach meinem Dafürhalten ein wenig komplexer, als es hier herüber kommt.

 

Ich nehme einfach mal mich als Beispiel. Ich binde auch nicht jedem auf die Nase, dass ich sowohl privat als auch "geschäftlich" Kontakte mit Damen aus dem P6 Bereich pflege. Sehr wohl thematisiere ich das, in Kontexten wo das passt, gegenüber Leuten, denen ich glaube es "zumuten" zu können, denen ich also zutraue, sich mit deren eventuell vorhandenen Vorbehalte oder Vorurteile wenigstens auseinander zu setzen. Beispielsweise meiner Bänkerin, mit der ich mich öfter mal auch über das rein Geschäftliche hinaus austausche, habe ich von diesen Kontakten erzählt in Zusammenhängen, die hier jetzt allerdings nichts zur Sache tun.

 

Was will ich damit sagen? Ganz einfach, ich würde beispielsweise über die Auslage eines solchen Flyers bei uns im Besprechungsraum auch zumindest heftigst nachdenken und sicherlich nicht sofort "au ja" brüllen. Das hat nicht automatisch mit Abgrenzungen oder Vorbehalten zu tun. Vielmehr mit der Frage, ob der Abbau von Vorurteilen mit der "Holzhammermethode", also unvorbereiteter Konfrontation beliebiger Personen mit dem Thema, besser gelingt, als mit eher behutsamem Sensibilisieren von Personen, die für eine solche Sensibilisierung überhaupt empfänglich sind, bei denen also Vorurteile nicht manifestiert sind (bei letzteren ists ohnehin hoffnunglos!). Meine persönliche Lebenserfahrung sagt mir, dass die "Holzhammermethode" oft kontraproduktiv ist und sogar genau das Gegenteil bewirken kann (nicht muss, klar).

 

Damit meine ich keinesfalls, dass man bei diskriminierenden Äußerungen oder Verhaltensweisen "vorsichtig" sein sollte, in klaren Fällen ist m.E. eine ebenso klare Gegenaussage notwendig und geboten. Aber auch hier, mal ganz blöd gefragt, ich traue mich in aller Regel, und zwar im Leben und als Realperson, nicht nur in einem anonymen Forum. Wie schaut es bei Euch da eigentlich aus? Wenn ich so die teilweise geradezu panischen Ängste bezüglich der eigenen Realperson betrachte ....

 

Die Frage bei der Fun Factory ist also zunächst einmal, was die Motive der Weigerung sind. Es kann einerseits sein, dass das Unternehmen der Mehrzahl seiner Kunden schlicht nicht zutraut, sich ohne erhebliche Vorbehalte, wenn nicht gar Ablehnung, mit dem Thema auseinander zu setzen. Natürlich kann es ebenso sein, dass tatsächlich seitens der Unternehmensleitung selbst Vorurteile und Vorbehalte bestehen. Also zunächst einmal ein keineswegs klarer Fall im Sinne des vorstehenden Absatzes.

 

Hinzu kommt, dass die Unternehmensleitung durch den offenen Brief nunmehr in einer "loose-loose"-Situation ist. Wenn man dort selbst keine Vorbehalte hat, aber der Meinung ist, die Mehrzahl der eigenen Kunden seien "zu verspießt", wird man das wohl kaum in einer Antwort so formulieren, die vermutlich (ebenfalls) veröffentlicht wird. Denn man würde ja die eigenen Kunden öffentlich "beschimpfen". Ergo: keine aussagekräftige Antwort und folglich kriegt FF einen :buttkick:. Wenn man dort selbst Vorbehalte hat, gibts auch keine brauchbare Antwort, also sowieso :buttkick: (da jetzt natürlich verdient).

 

M.E. war der offene Brief zu diesem Zeitpunkt ein strategischer Fehler. Vielmehr wäre ZUNÄCHST eine direkte, nicht-öffentliche Kontaktaufnahme besser gewesen, insbesondere wenn bei der Geschäftleitung eben keine oder nur wenige (persönliche) Vorbehalte bestehen. Denn dann hätte man diskutieren können, wie möglicherweise gemeinsam (!) und behutsam das Thema der Förderung der Akzeptanz angegangen werden könnte. Dieser Weg ist vermutlich nunmehr verbaut.

bearbeitet von nolensvolens
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Was die Mitarbeiterin betrifft; es gibt mehrere Mitarbeiterinnen der FF, die alle das gleiche sagen und sich auf die Firmenphilosophie berufen, also kein Hirngespinst einer einzelnen Verkäuferin.

 

Danke für die Beantwortung meiner Frage, Ariane. Wie alfder erwähnte wird unser Geld gerne genommen. Überall! Geld stinkt nicht und es ist ihm nicht anzusehen woher es kommt. Ob es aus meiner Tätigkeit im Pay6 oder aus meinem 9to5Job. Das stört in der Regel keinen. Aber glücklicherweise können wir frei darüber verfügen und uns selbst aussuchen, wo wir es loswerden wollen.:tanzen:


You only live once

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...

 

M.E. war der offene Brief zu diesem Zeitpunkt ein strategischer Fehler. Vielmehr wäre ZUNÄCHST eine direkte, nicht-öffentliche Kontaktaufnahme besser gewesen, insbesondere wenn bei der Geschäftleitung eben keine oder nur wenige (persönliche) Vorbehalte bestehen. Denn dann hätte man diskutieren können, wie möglicherweise gemeinsam (!) und behutsam das Thema der Förderung der Akzeptanz angegangen werden könnte. Dieser Weg ist vermutlich nunmehr verbaut.

 

Der Brief war ungeachtet der Höflichkeit im Ton gewiß nicht freundlich (das sind offene Briefe selten). Ein strategischer Fehler war er aber zwingend nur unter der Voraussetzung, daß man nur mit Freundlichkeit zum Ziel kommt. Das ist leider nicht so. Lucys Kollegin hat der Firma schlicht die Pistole auf die Brust gesetzt: Wenn wir keine Flyer bei euch auslegen dürfen, kaufen wir nicht mehr bei euch. Je nachdem, wie viele das sind, ist dieses Vorgehen erfolgversprechender als Behutsamkeit. Vielleicht war die Berechnung der Unternehmensleitung ja bislang: Mit Prostituierten machen wir zwar einen Großteil unseres Geschäfts, aber sie werden schon nicht mucken, wenn wir das aus Rücksicht auf die andere Kundschaft unterm Teppich halten. In diesem Fall wäre der offene Brief sogar das einzig richtige Vorgehen gewesen.

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Der Brief war ungeachtet der Höflichkeit im Ton gewiß nicht freundlich (das sind offene Briefe selten). Ein strategischer Fehler war er aber zwingend nur unter der Voraussetzung, daß man nur mit Freundlichkeit zum Ziel kommt. Das ist leider nicht so. Lucys Kollegin hat der Firma schlicht die Pistole auf die Brust gesetzt: Wenn wir keine Flyer bei euch auslegen dürfen, kaufen wir nicht mehr bei euch. Je nachdem, wie viele das sind, ist dieses Vorgehen erfolgversprechender als Behutsamkeit. Vielleicht war die Berechnung der Unternehmensleitung ja bislang: Mit Prostituierten machen wir zwar einen Großteil unseres Geschäfts, aber sie werden schon nicht mucken, wenn wir das aus Rücksicht auf die andere Kundschaft unterm Teppich halten. In diesem Fall wäre der offene Brief sogar das einzig richtige Vorgehen gewesen.

 

Klasse Strategie, erstmal in die Fresse hauen, ohne Motivationen zu kennen. So baut man Vorbehalte, so denn welche bestehen, sicher ab (Vorsicht seeeehr starke Ironie).

 

Ob das mit dem "Grossteil" tatsächlich so ist, das ist übrigens auch eine gute Frage und wer böswillig ist, könnte sogar dabei auch latente Vorurteile vermuten (sofern das Statement nicht auf Kenntnis von Zahlen beruht). So nach dem Motto "Nur Huren kaufen so einen Schweinkram", oder wie?

 

Und nun? Was wird erwartet? Ein Boykott der Produkte der FF auf ewig? Dass FF sich in einer Zeitungsanzeige entschuldigt? Toll!

 

P.S.: ich will nicht FF verteidigen, sondern mir geht es darum, dass m.E. das Motto "erst reden, dann schießen" dem Miteinandern förderlicher ist, als das umgekehrte Motto

 

P.P.S.: Und selbst wenn Deine (hypothetische) Motivation zutreffen würde, wäre es m.E. besser gewesen, diesen Brief ZUNÄCHST nichtöffentlich zu übermitteln mit der Gelegenheit der Stellungnahme und dem Hinweis, dass er als öffentlicher Brief beabsichtigt ist und veröffentlicht werden wird, wenn kein Dialog möglich ist.

bearbeitet von nolensvolens

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Ich halte die Firmenpolitik von FF für legitim und auch nachvollziehbar; und mit Doppelmoral hat das nun wirklich nichts zu tun.

Es muss doch grundsätzlich möglich sein, eine aktive Unterstützung einer Werbemassnahme (hier durch Auslegen von Werbe-Flyern) abzulehnen mit der Begründung des Wortes "Hure", ohne gleich beschimpft zu werden und in die Ecke Doppelmoral, Tabuisierung, Anrüchigkeit und Stigmatisierung gesteckt zu werden.

 

Wo bleibt denn da die Toleranz der Sexworker?

 

Vielleicht nimmt die Firmenleitung ja nur Rücksicht auf die immer noch vorhandenen Befindlichkeiten der sonstigen Kundschaft und vielleicht ist die sonstige Kundschaft ja sogar Hauptumsatzträger?

Für viele "normale" Frauen ist es doch heutzutage immer noch ein Problem, einen Laden dieser Art zu betreten - da wird doch immer noch viel lieber der anonyme Kauf eines Dildos über den Versandhandel bevorzugt. Und wenn ich mir vorstelle, dass die "normale" Frau Müller sich überwindet und diesen Laden betritt und dann der Werbemassnahme einer Hurenorganisation gegenübersteht, dann kann es sein, dass dies der letzte Besuch von Frau Müller war. Das wäre jedenfalls für mich in bezug auf Frau Müller nachvollziehbar.

 

Ab und an ist es förderlich, wenn man sich die Mühe macht, ein Problem von beiden Seiten zu betrachten. :smile:

 

---------- Beiträge zusammengefügt um 12:13 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 12:03 Uhr ----------

 

Ich halte die Firmenpolitik von FF für legitim und auch nachvollziehbar; und mit Doppelmoral hat das nun wirklich nichts zu tun.

Es muss doch grundsätzlich möglich sein, eine aktive Unterstützung einer Werbemassnahme (hier durch Auslegen von Werbe-Flyern) abzulehnen, ohne gleich beschimpft zu werden und in die Ecke Doppelmoral, Tabuisierung, Anrüchigkeit und Stigmatisierung gesteckt zu werden.

 

Wo bleibt denn da die Toleranz der Sexworker?

 

Vielleicht nimmt die Firmenleitung ja nur Rücksicht auf die immer noch vorhandenen Befindlichkeiten der sonstigen Kundschaft und vielleicht ist die sonstige Kundschaft ja sogar Hauptumsatzträger?

Für viele "normale" Frauen ist es doch heutzutage immer noch ein Problem, einen Laden dieser Art zu betreten - da wird doch immer noch viel lieber der anonyme Kauf eines Dildos über den Versandhandel bevorzugt. Und wenn ich mir vorstelle, dass die "normale" Frau Müller sich überwindet und diesen Laden betritt und dann der Werbemassnahme einer Hurenorganisation gegenübersteht, dann kann es sein, dass dies der letzte Besuch von Frau Müller war. Das wäre jedenfalls für mich in bezug auf Frau Müller nachvollziehbar.

 

Ab und an ist es förderlich, wenn man sich die Mühe macht, ein Problem von beiden Seiten zu betrachten. :smile:

bearbeitet von Wulf
"Hure" ergänzt

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Wenn ich (wie andere bereits auch) noch mal einwerfen darf:

Das Problem ist nicht, dass das Auslegen des Flyers verboten wurde, sondern die Begründung dafür!

 

...Nicht, dass ich keine Flyer auslegen konnte, ärgerte mich, sondern dass ich erfahren musste, dass ein großes deutsches Unternehmen der Erotikbranche wie Ihres, das sich den Anstrich eines selbstbewussten, emanzipierten und modernen Umgangs mit Sexualität gibt, es dennoch nötig zu haben meint, sich von Sexarbeit abzugrenzen...

 

Insofern scheinen einige Fürsprecher für Funfactory das Thema zu verfehlen - wenn ich das mal so direkt sagen darf :lach:

 

Und ich kann den Ärger der P6-Damen nachvollziehen.

Trotzdem bin ich mir nicht sicher, dass das (sich gegenüber P6 abzugrenzen) Firmenphilosophie ist. Insofern wäre die Antwort der Firmenleitung interessant.

 

b

 

---------- Beiträge zusammengefügt um 12:27 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag war um 12:18 Uhr ----------

 

Hinzu kommt, dass die Unternehmensleitung durch den offenen Brief nunmehr in einer "loose-loose"-Situation ist. Wenn man dort selbst keine Vorbehalte hat, aber der Meinung ist, die Mehrzahl der eigenen Kunden seien "zu verspießt", wird man das wohl kaum in einer Antwort so formulieren, die vermutlich (ebenfalls) veröffentlicht wird. Denn man würde ja die eigenen Kunden öffentlich "beschimpfen". Ergo: keine aussagekräftige Antwort und folglich kriegt FF einen :buttkick:.

 

Das Unternehmen kann sehr wohl ein korrektes Statement abgeben, ohne irgendwen zu verletzen, wenn sie sowohl die Spießerinnen als auch die Sexworkerinnen respektiert. Wenn sie es mit dem Respekt ernst meinen und nur ein bisschen Fingerspitzengefühl bei der Formulierung einer Antwort haben, ist das kein Problem.

 

b

bearbeitet von bluemarine

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Klasse Strategie, erstmal in die Fresse hauen, ohne Motivationen zu kennen. So baut man Vorbehalte, so denn welche bestehen, sicher ab (Vorsicht seeeehr starke Ironie).

 

Ob das mit dem "Grossteil" tatsächlich so ist, das ist übrigens auch eine gute Frage und wer böswillig ist, könnte sogar dabei auch latente Vorurteile vermuten (sofern das Statement nicht auf Kenntnis von Zahlen beruht). So nach dem Motto "Nur Huren kaufen so einen Schweinkram", oder wie?

 

Und nun? Was wird erwartet? Ein Boykott der Produkte der FF auf ewig? Dass FF sich in einer Zeitungsanzeige entschuldigt? Toll!

 

P.S.: ich will nicht FF verteidigen, sondern mir geht es darum, dass m.E. das Motto "erst reden, dann schießen" dem Miteinandern förderlicher ist, als das umgekehrte Motto

 

P.P.S.: Und selbst wenn Deine (hypothetische) Motivation zutreffen würde, wäre es m.E. besser gewesen, diesen Brief ZUNÄCHST nichtöffentlich zu übermitteln mit der Gelegenheit der Stellungnahme und dem Hinweis, dass er als öffentlicher Brief beabsichtigt ist und veröffentlicht werden wird, wenn kein Dialog möglich ist.

 

Die Motivationen kennst Du ebensowenig wie ich. Der Unterschied: Ich habe diesen Umstand berücksichtigt und deshalb nicht nur Deine Behauptung in Zweifel gezogen, der offene Brief sei ein strategischer Fehler gewesen, sondern selbst erst gar keine Gegenbehauptung in den Raum gestellt und stattdessen lediglich Bedingungen formuliert, unter denen der Brief kein Fehler war. Allerdings habe ich dabei stillschweigend unterstellt, daß Lucys Kollegin besser als wir beurteilen kann, ob diese Bedingungen erfüllt sind. Andernfalls wäre ihr Vorgehen zwar nicht unbedingt ein "strategischer Fehler" gewesen, aber jedenfalls unklug.

 

Diskutieren läßt sich über Dein PPS. Zwei Einwände dazu: Auch die Drohung mit einem offenen Brief ist einem Dialog nicht förderlich. Und gesetzt den Fall, die Unternehmensleitung weiß, daß sie einen wichtigen Teil des Geschäfts mit Prostituierten macht, und verbirgt diesen Umstand bewußt in der Erwartung, daß die sich schon nicht dagegen aufzumucken trauen, bedarf es eines Dialogs gar nicht mehr. Der Gegenbeweis läßt sich dann nicht mit Argumenten, sondern nur via facti erbringen.

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Nicht, dass ich keine Flyer auslegen konnte, ärgerte mich, sondern dass ich erfahren musste, dass ein großes deutsches Unternehmen der Erotikbranche wie Ihres, das sich den Anstrich eines selbstbewussten, emanzipierten und modernen Umgangs mit Sexualität gibt, es dennoch nötig zu haben meint, sich von Sexarbeit abzugrenzen

 

Also ich kann Fun Factory sehr gut verstehen. Wenn die den FUN - und weniger die FACTORY - in ihrem Namen ernst nehmen, dann müssen sie sogar auf Distanz zur Sexarbeit gehen. Spaß ist nun mal das gerade Gegenteil von Arbeit! Lass' Fun Factory doch den Spaß - und den anderen ihre Arbeit tun!

bearbeitet von Strunz

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ach strunz, ja, das thema hatten wir schon bis zum erbrechen.. du hast noch nie gehört, daß arbeit auch spaß machen kann, ne?

 

lg lucy

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ach strunz, ja, das thema hatten wir schon bis zum erbrechen.. du hast noch nie gehört, daß arbeit auch spaß machen kann, ne?

 

lg lucy

 

Mir musst Du das nicht erklären - aber vielleicht den maßgeblichen Leuten von Fun Factory!

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MC, bei allem Respekt, ich finde es schon sehr traurig, wenn sich für dich als Admin eines Freierforums nicht der Sinn des zitierten Briefes erschliesst und damit zeigt sich für mich zum wiederholten Male, dass du die Probleme und Nöte von Sexworkern, auch in Bezug auf ihre gesellschaftliche Stellung kaum nachvollziehen kannst.

 

 

Was die Mitarbeiterin betrifft; es gibt mehrere Mitarbeiterinnen der FF, die alle das gleiche sagen und sich auf die Firmenphilosophie berufen, also kein Hirngespinst einer einzelnen Verkäuferin.

Nur weil dir meine persönliche Meinung nicht in den Kram passt du diese so auslegst als wenn ich kein Verständnis für die Sorgen und Nöte der Sexarbeiterinnen hätte finde ich gelinde gesagt etwas beleidigend und auch eine Frechheit.

Da du heute auch bereits in einem anderen Thema eine Kollegin "angemacht" hast nehme ich einfach mal an dass du heute wieder mit dem falschen Fuß aufgestanden bist. Lass es aber bitte nicht an mir aus, ich stelle mich hier nicht als Punchingball für gekränkte Befindlichkeiten oder schlecht gelaunte Mitglieder zur Verfügung. Danke.


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Gast Rene D.

Soweit ich weiss, muss man innerhalb eines Forums, als Forumsbetreiber sich von polarisierenden Berichten zu Perosnen, Firmen o.ä. distanzieren, oder man löscht diese.

 

Kann aber sein, dass ich da falsch liege.

 

Das sich eine Firma mit Sextoys vom Sex distanziert ist ja lustig.

Das wäre ja, als ob eine Autotuningfirma, sich vom Motorsport distanzieren würde.

 

Vielleich sollten Sie noch eine Klausel eröffnen:

"Alle hier angebotenen Produkte dienen nur der Massage und Anwednungen an Körperbereichen außerhalb des Genitalbereiches. Wir distanzieren uns ausdrücklich von Personen, welche die Produkte zur Selbstbefriedigung oder gar Generierung von Lustgefühlen verwenden.

 

Wir behalten uns vor, bei Bekanntwerden o.g. Umstände Kunden nicht mehr zu beliefern"

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Ein heikles Thema und wie hier zu sehen auch nicht einfach zu diskutieren. Auch ich finde es schade, wenn sich eine Sexspielzeugfirma der Prostitution gänzlich verschließt.

 

Ich meine jedoch, es ist der falsche Ansatz zu denken, jeder, der mit Sex(ware) sein Geld verdient, müsse sich dadurch auch gleich zur Toleranz gegenüber Huren bekennen. Wären Huren schon in der Gesellschaft akzeptiert, fände die gesamte Diskussion gar nicht statt.

 

Was muss also passieren?

 

Natürlich wäre ein wichtiger Ansatzpunkt, wenn man auch große Firmen in der Öffentlichkeit für sich gewinnen könnte oder Promis oder andere Leute, die in der Gunst der Medien stehen. Doch Aktionen wie den Brief, halte ich für fragwürdig. Wenn man wirklich an diese Firmen herankommen will, wirklich etwas bewegen will - sollte man da nicht strategischer und mit einem kühlen Kopf vorgehen und weniger emotional, als in dem Brief geschehen?

 

Zumal: Welcher Chef (noch dazu von einer angesehenen Firma) lässt sich für seine Meinung/Haltung schon gerne "die Pistole auf die Brust setzen"?

 

Dazu kommt ein Punkt, den ich oft beobachte:

 

Die Leute, die Toleranz fordern, sind das selbst am allerwenigsten. Manchmal hilft es, sich auch mal wieder mit der "anderen Welt" zu beschäftigen, um auch dort vorhandene Emotionen einordnen zu können.

 

Zusammenfassend bin ich schon der Meinung, dass aktiv (nicht gegen) vorgegangen werden sollte. Aber nicht wild durch die Gegend schießend und drohend, sondern lieber sachlich und klar im Statement, um auf Augenhöhe zu bleiben. Man kann auch in der Opferrolle verharren, wenn man sie sich nur oft genug selbst vor Augen führt.

bearbeitet von Vanessa

Warum Männer 2000 € für eine Nacht bezahlen. Der Escort Coach von Vanessa Eden. Egoistin Verlag, 352 Seiten, 14,99 €

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Zusammenfassend bin ich schon der Meinung, dass aktiv (nicht gegen) vorgegangen werden sollte.

 

Aber das wurde hier doch gemacht. Der Brief ist höflich aber direkt - die beste Art, jemandem ein Statement auf den Rippen zu kitzeln, wenn er sich denn überhaupt äussern möchte. Wenn FF sich nicht äussert, würde das für mich auch Interpretationen zulassen.

Wie oben beschrieben hat FF noch alle Karten in der Hand, das Spiel zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Wenn eine Firma mit solch einem Brief und dessen Tonfall nicht umgehen kann, dann taugt deren Kommunikationsabteilung nichts.

 

b

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Wenn man wirklich an diese Firmen herankommen will, wirklich etwas bewegen will - sollte man da nicht strategischer und mit einem kühlen Kopf vorgehen und weniger emotional, als in dem Brief geschehen?

 

Ja . . . !

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