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Fremdgehen im Paysex == Betrug am Partner?


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Nö, es geht um das Einhalten der zu Beginn der Beziehung festgelegten Regeln. Wer die bricht, betrügt.

 

 

Das sehe ich ganz genauso. Wobei sich Regeln auch dynamisch entwickeln können in einem fortgesetzten Prozess des - oft informellen - Aushandelns. Das wissentliche Abweichen von diesen Regeln ist Betrug am Partner. Und ich würde mal schätzen, dass in 90% aller Beziehungen sexuelle Treue wesentlicher Bestandteil der Regeln ist.

 

Die Bewertung des Betruges ist dann wiederum eine andere Frage. Es kann durchaus Fälle geben, in denen man Betrug rechtfertigen kann. Aber man sollte dann schon so ehrlich sein und das Kind beim Namen nennen, statt sein Gewissen mit Sprüchen wie "Sex mit einer Prostituierten ist kein Betrug" zu beruhigen.

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Oversexed and underfucked.

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Nö, es geht um das Einhalten der zu Beginn der Beziehung festgelegten Regeln. Wer die bricht, betrügt.

 

Also, wer zu Beginn der Beziehung festgelegt hat, dass gelegentliches Fremdgehen ok ist und dann treu ist, der ist ein Betrüger.

 

Ist doch ganz einfach.

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Oder besser mit der Schwester/Mutter/besten Freundin der Partnerin? Nur um sicher zu gehen:verstecken:

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"Die Männer sind doch Kavaliere. Mancher Mann begleitet seine Frau beim Rasenmähen sogar mit einem Sonnenschirm." - Doris Day

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Das sehe ich ganz genauso. Wobei sich Regeln auch dynamisch entwickeln können in einem fortgesetzten Prozess des - oft informellen - Aushandelns. Das wissentliche Abweichen von diesen Regeln ist Betrug am Partner. Und ich würde mal schätzen, dass in 90% aller Beziehungen sexuelle Treue wesentlicher Bestandteil der Regeln ist.

 

Die Bewertung des Betruges ist dann wiederum eine andere Frage. Es kann durchaus Fälle geben, in denen man Betrug rechtfertigen kann. Aber man sollte dann schon so ehrlich sein und das Kind beim Namen nennen, statt sein Gewissen mit Sprüchen wie "Sex mit einer Prostituierten ist kein Betrug" zu beruhigen.

 

Dein Beitrag liest sich sehr gut - ich versteh ihn nur grad ned. Wie kann sich denn eheliche Treue in einem fortgesetzten Prozess informell weiter entwickeln? Was heisst denn hier informell? Müsste nicht eine wesentliche Regel formell geändert werden und dann auch vorab, also bevor man von der Regel abweicht? Und wie kann man denn unwissentlich von einer wesentlichen Regel abweichen? Kannst du mal ein Beispiel bringen für eheliche Treue, bei dem man den Betrug rechtfertigen kann? Ist dann Ehrlichkeit ein Rechtfertigungsgrund?

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Dein Beitrag liest sich sehr gut - ich versteh ihn nur grad ned. Wie kann sich denn eheliche Treue in einem fortgesetzten Prozess informell weiter entwickeln? Was heisst denn hier informell? Müsste nicht eine wesentliche Regel formell geändert werden und dann auch vorab, also bevor man von der Regel abweicht? Und wie kann man denn unwissentlich von einer wesentlichen Regel abweichen? Kannst du mal ein Beispiel bringen für eheliche Treue, bei dem man den Betrug rechtfertigen kann? Ist dann Ehrlichkeit ein Rechtfertigungsgrund?

 

Zur Entwicklung: Regeln, die zu Beginn einer Beziehung für beide Partner galten, müssen nicht zehn oder zwanzig Jahre Bestand haben. Es kann sein, dass man sich z.B. im Laufe der Zeit mehr Freiheiten in sexueller Hinsicht zugesteht als am Anfang. Zum Beispiel, weil Sex nicht mehr das Gewicht hat, den er am Anfang noch hatte und dafür andere Dinge in den Vordergrund rücken (Kinder, berufliche Erfüllung, das Management des gemeinsamen Alltags etc.).

 

Mit informell meinte ich, dass Regeln selten niedergeschrieben oder auch nur explizit mündlich vereinbart werden. Nach meiner Erfahrung ist es oft eine stillschweigende Übereinkunft, ein Wissen darum, was der Partner von mir erwartet und welche Handlungen für ihn nicht akzeptabel wären oder ihn verletzen würden. So gibt es sicher Beziehungen, in denen man sich keine formelle Erlaubnis zur Untreue gibt, aber der eine Teil weiß, dass der andere gelegentlich fremd geht und dies auch akzeptiert, solange es sich um flüchtige Affären und One Night Stands handelt.

 

Mit unwissentlich meinte ich, dass man sich gerade bei solchen stillschweigenden Übereinkünften auch täuschen kann. Und von Betrug würde ich nur sprechen, wenn man in vollem Bewusstsein um die Regelwidrigkeit handelt. Ich weiß oder habe allen Anlass zu glauben, dass meine Partnerin sexuelle Treue als Grundlage unserer Beziehung betrachtet, und habe heimlich trotzdem Sex mit anderen Frauen.

 

Wann kann Betrug gerechtfertigt sein? Ein hier schon genanntes Beispiel: die Frau (kann genauso der Mann sein) hat über längere Zeit hinweg keine Lust mehr auf Sex, verlangt aber trotzdem vom Mann, auf Sex mit anderen Frauen zu verzichten. Dann würde ich immer noch von Betrug sprechen, wenn sich der Mann nicht daran hält, aber ich könnte diesen Betrug vor meinem Gewissen vertreten. Das hängt aber natürlich immer vom jeweiligen Wertekanon ab. Wenn man gläubiger Christ ist oder traditionellen bürgerlichen Moralvorstellungen anhängt, dann wird man das sicher anders sehen.

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Oversexed and underfucked.

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„Es ist ja NUR Sex!“

Es ist komisch. Wenn Fremdgehen oder Paysex in Partnerschaft gerechtfertigt werden, dann sehr oft unter dieser Bedingung: Es ist ja nur körperlicher Sex. Kein Gefühl. Keine Liebe.

 

Es ist merkwürdig, weil die Selbstbeschreibung im Paysex durchaus auch anders ist: Prickelnde Erotik, Flirt as flirt can, Herstellung von Nähe in kürzester Zeit, Sinnesrausch, Intelligenz, GF6, Liebe auf Zeit, Illusion, Phantasie, Ausleben… Besonders im Segment Escort sucht man geradezu nach Begriffen, die möglichst „ganzheitlich“ sind und sich vom „bloßen Sex“ in anderen Segmenten abgrenzen.

 

Wenn trotzdem gesagt wird: „Es ist nur Sex, kein Gefühl!“ – dann kann es dreierlei bedeuten. Entweder ist das Escort-Gefühl in vollem Bewusstsein ein durchinszeniertes Spiel, bei dem den Gefühlen grundsätzlich keine tiefere Bedeutung zugestanden wird. Oder es ist die zeitliche Begrenzung, quasi das eingebaute Verfallsdatum, durch das nach dem Treffen nichts zurückbleibt. Oder es ist eine missverständliche und vielleicht hilflose Beschreibung davon, dass dieser Paysex die Basis der privat-exklusiven Beziehung und Partnerschaft „trotzdem“ nicht in Frage stellen oder ihr gefährlich werden kann.

 

Diese private, exklusive Basis wird eher mit anderen Begriffen beschrieben, die eine Konkurrenz zum Paysex vermeiden: Verantwortungsübernahme, Fürsorge, Sicherheit, gemeinsames Erziehungsprojekt, tiefe seelische Verbundenheit, Ruhepol, das verlässliche Zurückkommen nach allen Eskapaden…

 

Dauernd stolpere ich über die Vertragskonstruktion. Die Aussage „Du kannst mit anderen Sex haben, solange keine echten Gefühle damit verbunden sind“ – ist das nun eine machbare Klausel, die die private ganzheitliche seelische und sexuelle Gemeinschaft absichert? Oder ist es nicht viel öfter die Einwilligung in eine Segmentierung: Sex draußen, Liebe zuhause? Oder gar eine Selbsttäuschung?

 

Und wie geht das?

 

Die Gefühls-Klausel ist in meinen Augen eine klare Abgrenzung von Polyamory. Diese Klausel soll die Gewähr dafür sein, dass das Wesentlichste durch Paysex nicht angetastet wird. Fremd-geteilte Gefühle würden das Partner-Gefühl verringern oder zerstören. Polyamory geht vom Gegenteil aus. Geteilte Gefühle können das jeweilige Partner-Gefühl nicht verringern oder beeinträchtigen.

 

Aber daran glauben die meisten Menschen nicht. Lieber rettet man sich durch die Gefühls-Klausel in eine Schadensbegrenzung, wenn die romantische Monogamie nicht mehr haltbar erscheint.

 

Aber zu welchem Preis? Was sagt mir die Partnerin, wenn sie mir sagt: „Du kannst mit anderen Sex haben, solange keine echten Gefühle damit verbunden sind.“? Ist dieser Sex nicht mit größter Wahrscheinlichkeit das Gegenteil von dem, wie sie sich erfüllte, „gute“ Sexualität vorstellt? Was bedeutet das Einwilligen in eine nicht verhinderbare, triebhafte, aber beschnittene Sexualität? Wie viel Achtung, wie viel tiefere Verbundenheit spricht noch daraus? Oder wie viel Verachtung und Abgrenzung? Sie will an der Seite eines Mannes leben, der alles, was er tut, mit Freiheit, Hingabe, Gefühl und Liebe tut. Nur seine Sexualität nicht… Kann sie das, ohne an dem Widerspruch zu zerbrechen? Und ich? Könnte ich glücklich sein mit jemandem, der meine Gefühle nicht nur achtet, sondern zugleich reglementiert?

 

Manchmal lese ich hier Geschichten, bei denen ich ahne, dass sie auf wundersame Weise wahr sind. Bullis Beschreibung zum Beispiel. Glückwunsch! Oder Geschichten mit ausdifferenzierten Regeln – die Welt der Swinger zum Beispiel, aber das ist weder Fremdgehen noch Paysex.

 

Meine engeren Bekanntenkreise funktionieren eh ganz anders. Gerade erzählte mir der Ehemann einer sehr lieben Kollegin von mir, wie er in einer Buchhandlung eine tolle Graphic Novel übers Fremdgehen entdeckte. Er erzählte, dass er sich nicht traute, das Buch zu kaufen und nach Hause zu bringen. Und ich war darüber so perplex, dass ich nicht wagte, ihn darüber zur Rede zu stellen…

 

Es ist nicht eine moralische Rechtfertigung, die mich beschäftigt. Ich selbst bin wahrscheinlich zu lange schon raus aus dem Modell einer formalen Lebensgemeinschaft, als dass ich da mitreden könnte. Ich suche danach, wie wir leben wollen und können, in ganzer Fülle, ohne etwas abzuspalten.

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„Es ist ja NUR Sex!“

Wenn trotzdem gesagt wird: „Es ist nur Sex, kein Gefühl!“ – dann kann es dreierlei bedeuten. Entweder ist das Escort-Gefühl in vollem Bewusstsein ein durchinszeniertes Spiel, bei dem den Gefühlen grundsätzlich keine tiefere Bedeutung zugestanden wird. Oder es ist die zeitliche Begrenzung, quasi das eingebaute Verfallsdatum, durch das nach dem Treffen nichts zurückbleibt. Oder es ist eine missverständliche und vielleicht hilflose Beschreibung davon, dass dieser Paysex die Basis der privat-exklusiven Beziehung und Partnerschaft „trotzdem“ nicht in Frage stellen oder ihr gefährlich werden kann.

 

Von diesen drei Beschreibungen gefällt mir die dritte am besten! Allerdings würde ich die Bezeichnungen "missverständlich" und "hilflose Beschreibung" streichen.

Ich liebe gerade diesen Unterschied vom Escort zum übrigen Pay6. Gefühle leben ohne (wie von lust4fun geschrieben) die Basis der privat-exklusiven Beziehung und Partnerschaft in Frage zu stellen oder zu gefährden!

 

Ich möchte mir Escort für mich gar nicht als reine "Triebbefriedigung" vorstellen denn ich liebe es, Gefühl zu leben und zu erleben. Sobald bei mir diese Einstellung zum Escort fehlt und ich auf das so oft unterstellte Schauspielern umsteigen müsste, höre ich mit dieser Art von "Liebe" auf.

 

Selbst die zweite alternative Beschreibung von lust4fun kann ich nicht bestätigen. Denn dass nach einem Treffen nichts zurückbleibt, stimmt nicht immer! Es wurde hier im Forum schon schön als "After-Date Blues" beschrieben. Diese Emotionen und Gefühle nach einem besonderen Date lasse ich gerne auf mich wirken.

 

Von daher....lasst uns "Liebe" machen :zwinker:

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.....

Ich möchte mir Escort für mich gar nicht als reine "Triebbefriedigung" vorstellen denn ich liebe es, Gefühl zu leben und zu erleben. Sobald bei mir diese Einstellung zum Escort fehlt und ich auf das so oft unterstellte Schauspielern umsteigen müsste, höre ich mit dieser Art von "Liebe" auf. ....

..... schön als "After-Date Blues" beschrieben. Diese Emotionen und Gefühle nach einem besonderen Date lasse ich gerne auf mich wirken....

....Von daher....lasst uns "Liebe" machen :zwinker:

 

Genau... das isses... dann macht Escort buchen richtig Lust !

 

Ganz Dicker Kuss an dich Jasmina

 

LG Paul... :blume3:

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„Es ist ja NUR Sex!“

 

Es ist nicht eine moralische Rechtfertigung, die mich beschäftigt. Ich selbst bin wahrscheinlich zu lange schon raus aus dem Modell einer formalen Lebensgemeinschaft, als dass ich da mitreden könnte. Ich suche danach, wie wir leben wollen und können, in ganzer Fülle, ohne etwas abzuspalten.

 

Nun ist aber das Abspalten die Grundvoraussetzung, dass das Konzept des P6 funktioniert.

Gäbe es das nicht, dann wäre so mancher Mann und auch manche Frau im Erklärungsnotstand.

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